Der Khotanbogen wurde in der Taklamakan Wüste als Bogenfragment zusammen mit einer Mumie gefunden und von Stephen SELBY bei einem Händler aufgetan. Das Fragment ist als halber Bogen gut erhalten, datiert auf 350 AD.
Inzwischen hat SELBY den Bogen datenmäßig und bildmäßig rekonstruiert und Grozer hat ihn nachgebaut. Der Bogen zeichnet sich durch überbreite Wurfarme mit einer effektiven Biegezone von nur 30 cm und sehr langen (32 cm), schmalen Siyahs aus. Er hat eine Gesamtlänge von 162 cm und ist (natürlich) ein Composit. Sehnenschicht, Wicklungen und Hornbelag sind am Original noch gut erhalten. Der Hornbelag besteht aus 5 neben einander liegenden Stücken.
Der Nachbau hat 50 lbs/28" und soll sich neben einem sehr sanften Auszug und ein Schussverhalten ohne Handschock durch keine irgendwie besonderen Schussleistungen gegenüber anderen Compositbögen auszeichnen. Die Rückspannhöhe ist moderat. Hier nun ein Bild von dem Nachbau von GROZER im ausgezogenen Zustand.

@Taran: Bevor ich das Teil nachbaue, was muss ich beachten?