Der Steppenreiter hat geschrieben:
Jo, und seit die Schlange hinter der Wand entfernt war und die Wand wieder aufgebaut, scheute das Pferd an dieser Stelle nicht nicht mehr? Ist es das was du sagen willst, oder war es nicht eher so, dass das Pferd noch weiterhin scheute und trotzdem lernen mußte, dass keine Schlange mehr da ist?
Und hätte es gelernt, dass sich Schlängelndes ungefährlich ist, bestenfalls mit Huftritten attackiert werden muß, wäre seine Reaktion wieder eine andere... ?
Oder andersherum, wäre die Wand aus Beton gewesen und, hätten wir dann die Wand erst mit der Hilti zerkleinern müssen?
Jo dein Schlangenbeispiel ist aber noch aus anderer Hinsicht genial, denn ich habe oft beobachtet, auch an mir selbst, dass wir Ursachewirkunsketten meist ganz menschlich herleiten. Und wenn mir irgendwer erzählt, was er meint was das Problem sei, dann bin ich zuerst mal immer skeptisch. Mit Unterstellungen, der böse Trainer usw., sind Menschen schnell...
@Steppi: Mal vorweg: Du bist mir hier im Forum lieb und teuer als kompetenter Gesprächspartner.

Deinen hier zitierten letzten Satz kann ich nur unterschreiben.
Manchmal reicht allerdings das geschriebene Wort nicht aus, um alle Missverständnisse zu beseitigen. Deshalb oft mein Nachhaken, wenn ich mit irgendwelchen Aussagen nicht klarkomme. Ich bitte, mir das nachzusehen.

Zur Ursache: Wenn ich die Ursache der Panikreaktion kenne, kann ich gezieltes Training machen, z. B. indem ich das Tier an die Schlange, Spraydose oder Ratte gewöhne, d.h. ich komme schneller voran.
"... und hätte es gelernt..." Hat es nicht! Und nun ist es die Aufgabe des Trainers, dem Pferd gezielt dies beizubringen.
(Dein Beispiel mit der Hilti ist natürlich Blech (Beton), denn nur durch die Verkleidung ergab sich die Möglichkeit für Tiere, sich durch Löcher und am morschen Holz vorbei eine Wohnhöhle zu suchen).
Ich bleibe dabei: wenn ich die Ursache kenne, kann ich besser an der Reaktion des Pferdes arbeiten. Allerdings, wie im Beispiel von Grey, wird es vielleicht ewig im Dunklen bleiben oder, wie sie selbst weiter unten schreibt, mehrere Wirkmechanismen kamen zusammen und vereinten sich bei dem Tier zur Panikreaktion.