Hallo zusammen
Stringfollow scheint mir auch nicht soo schlimm zu sein. Ein Freund im Verein hat einen Eschenbogen mit ca 50 bis 55lbs. Das SF liegt bestimmt bei 3 bis 3,5" Der Bogen hat aber trotzdem ganz ordentlich Power. Hab mal ein paar Schuss damit machen dürfen.
Ein Rohling den ich mal in Arbeit hatte, hat schon während des tillerns SF und sogar Kompressionsrisse entwickelt. Die Jahresringe bei diesem Rohling waren alledings sehr dünn und hatten einen Fühholz/Spätholzanteil von ca 50:50.
Zudem war ich in der Anfangspahse des tillerns etwas hastig.
Eschen Rohlinge mit hohem Frühholzanteil scheinen mir anfälliger für SF zu sein.
Zur Zeit habe ich einen anderen Rohling aus dem gleichen Stamm in Arbeit. Der ist allerdings decrowned und so gearbeitet, dass die Jahresringe mit hohen Frühholzanteil möglichst enfernt wurden.
Über Erfolg/Mißerfolg werde ich hier im Forum berichten.
Mein Eschenbogen, den ich 5 Jahre lang geschossen habe, hat ca 1,5" Stringfollow. Der ist zwischen den Sehnenkerben 168cm lang und 40 mm breit an den Wurfarmen. Das Zuggewicht ist 39lbs @ 26,5"
letzten Herbst habe ich aber ein paar Kompressionsrisse entdeckt und den Bogen darufhin in "Rente" geschickt. Denn ich möchte nicht dass er mir bricht.
Viele Grüße
Stringfollow bei Esche
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Re: Stringfollow bei Esche
Das Gestern ist fort... das Morgen noch nicht da... also lebe heute...
Pythagoras, Pythagoras von Samos, griech. Philosoph u. Mathematiker, 570 - 510 v.Chr.
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- captainplanet
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Re: Stringfollow bei Esche
Moooomenterl. Ein kleines Gedankenexperiment:ravenheart hat geschrieben: Ich sage: So lange das SF deutlich unter der Standhöhe bleibt, hat es auf die Leistung des Bogen keinen Einfluss.
Zwei Bögen, selber Auszug, selbe Standhöhe, selbes Zuggewicht, einer mit viel, der andere mit wenig Set. Man merkt den Unterschied zwischen den beiden schon wenn man an der Sehne zupft: Der mit wenig Set macht viel schöner "pdoiiing" weil die Sehne unter höherer Spannung steht da die Wurfarme sich im aufgespannten Zustand schon weiter von ihrer ursprünglichen Position entfernt haben als bei dem Bogen mit viel Set. "Unter Spannung stehen" bedeutet natürlich auch daß sie sich nicht so leicht auslenken läßt. Das heißt wiederum daß, obwohl beide Bögen dasselbe Endzuggewicht haben, sich der Bogen mit wenig Set zu Beginn schwerer ziehen läßt. Das ist gleichbedeutend mit einer bauchigeren Auszugskurve, der Bogen mit weniger Set ist also effektiver, er speichert mehr Energie.
Oder denke ich da irgendwie falsch?
Mfg Georg
Zuletzt geändert von captainplanet am 16.05.2008, 00:13, insgesamt 1-mal geändert.
Bester Rindengrapscher von FC!!!
Re: Stringfollow bei Esche
Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort!*
Sollst du dem Raben widersprechen?! Hat das schon mal jemand versucht? Brennt der Scheiterhaufen eigentlich noch?!?!

OK, Blödsinnmodus aus.
1. Der Pdoinnng-Test täuscht oftmals. Nimm einen Bogen und gib ihm 5 cm Standhöhe: "Plöngel" macht die Sehne. Gib ihm 20 cm Standhöhe: "Twoinnnnggggg" macht die Sehne. Nun ziehe ihn auf 28" aus: Bei "plöngel" speichert er mehr Energie, denn weiter ist der zurückgelegte Weg der Sehne.
2. Bezogen auf das Thema hast du aber Recht: Natürlich ist der gerade Bogen dynamischer, als der identische Bogen mit Set. Aber nicht ohne Grund sagen auch diverse TBB-Autoren, dass Set für sie erst dann ein Problem darstellt, wenn sie mit dem Bogen jagen wollen und der Set über 3" liegt. Rechnerisch und statistisch ist das auch darstellbar. Aber wenn man sich vor Augen hält wofür wir hier im allgemeinen den Bogen benutzen - Scheibenschiessen, Roven, 3D - spielt allein brutale Durchschlagskraft kaum eine Rolle.
Denn man muss man die Sache andersrum betrachten: Set macht sich für den Pfeil erst auf den letzten wenigen Zoll des Abschussvorganges bemerkbar. Wenn der Bogen auf diesen letzten 10 cm so langsam wird, dass er sich langsamer entspannt, als der Pfeil bereits fliegt, dann wird der Pfeil sich schon vorher von der Sehne lösen. Wiedersehn.
Wenn der Bogen immer noch schneller als der Pfeil ist, überträgt er auch weiterhin Energie = Schub.
Im oberen Auszugsbereich kostet Set aber nur wenig Energie. Lass es wenige ft/s sein: Die verlorene Genauigkeit durch Geschwindigkeitsverlust wird durch weniger Gezuppel beim Abschuss ausgeglichen.
3. Letztlich bedeutet das, dass ein wenig Set die Leistung des Bogens nicht so dramatisch beeinträchtigt, wie man vielleicht meint. Dazu kommt, dass sehr entscheidend ist, WO der Set auftritt. In Griffnähe ist das immer sch****e, weil die gesamten Wurfarme davon negativ profitieren. Sind dagegen nur die Enden krumm: so what? Die Power kommt aus dem Rest des Arms.
*Schiller, Wallensteins Tod
PS: Und damit ich nicht wieder für politisch unkorrektes Verhalten per Privatpost gebeutelt werde: Man darf dem schwarzen Vogel widersprechen und ich bin nicht Chef eines Fanclubs
... jemineee, was hab ich da nur wieder geschrieben!?!??!
Sollst du dem Raben widersprechen?! Hat das schon mal jemand versucht? Brennt der Scheiterhaufen eigentlich noch?!?!



OK, Blödsinnmodus aus.
1. Der Pdoinnng-Test täuscht oftmals. Nimm einen Bogen und gib ihm 5 cm Standhöhe: "Plöngel" macht die Sehne. Gib ihm 20 cm Standhöhe: "Twoinnnnggggg" macht die Sehne. Nun ziehe ihn auf 28" aus: Bei "plöngel" speichert er mehr Energie, denn weiter ist der zurückgelegte Weg der Sehne.
2. Bezogen auf das Thema hast du aber Recht: Natürlich ist der gerade Bogen dynamischer, als der identische Bogen mit Set. Aber nicht ohne Grund sagen auch diverse TBB-Autoren, dass Set für sie erst dann ein Problem darstellt, wenn sie mit dem Bogen jagen wollen und der Set über 3" liegt. Rechnerisch und statistisch ist das auch darstellbar. Aber wenn man sich vor Augen hält wofür wir hier im allgemeinen den Bogen benutzen - Scheibenschiessen, Roven, 3D - spielt allein brutale Durchschlagskraft kaum eine Rolle.
Denn man muss man die Sache andersrum betrachten: Set macht sich für den Pfeil erst auf den letzten wenigen Zoll des Abschussvorganges bemerkbar. Wenn der Bogen auf diesen letzten 10 cm so langsam wird, dass er sich langsamer entspannt, als der Pfeil bereits fliegt, dann wird der Pfeil sich schon vorher von der Sehne lösen. Wiedersehn.
Wenn der Bogen immer noch schneller als der Pfeil ist, überträgt er auch weiterhin Energie = Schub.
Im oberen Auszugsbereich kostet Set aber nur wenig Energie. Lass es wenige ft/s sein: Die verlorene Genauigkeit durch Geschwindigkeitsverlust wird durch weniger Gezuppel beim Abschuss ausgeglichen.
3. Letztlich bedeutet das, dass ein wenig Set die Leistung des Bogens nicht so dramatisch beeinträchtigt, wie man vielleicht meint. Dazu kommt, dass sehr entscheidend ist, WO der Set auftritt. In Griffnähe ist das immer sch****e, weil die gesamten Wurfarme davon negativ profitieren. Sind dagegen nur die Enden krumm: so what? Die Power kommt aus dem Rest des Arms.
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Zuletzt geändert von Squid (✝) am 15.05.2008, 23:56, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
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- captainplanet
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- Registriert: 28.06.2005, 17:52
Re: Stringfollow bei Esche
Mein Fehler, die Standhöhe sollte natürlich auch gleich sein bei meinem Beispiel. Habs korregiert.Squid hat geschrieben: 1. Der Pdoinnng-Test täuscht oftmals. Nimm einen Bogen und gib ihm 5 cm Standhöhe: "Plöngel" macht die Sehne. Gib ihm 20 cm Standhöhe: "Twoinnnnggggg" macht die Sehne. Nun ziehe ihn auf 28" aus: Bei "plöngel" speichert er mehr Energie, denn weiter ist der zurückgelegte Weg der Sehne.
Da habe ich jetzt meine Zweifel. Die Sehne erfährt während des Abschusses immer eine positive Beschleunigung und gibt diese an den Pfeil weiter. Wie sollte der Pfeil schneller beschleunigen als die Sehne und diese vor erreichen der Standhöhe verlassen? Das würde voraussetzen daß die Sehne zuletzt verzögert. Sie wird aber durch die Kraft der Bewegung der Wurfarme beschleunigt und die ist immer nach vorne gerichtet. Die Beschleunigung nimmt gegen Ende möglicherweise ab, aber die Geschwindigkeit nimmt bis zuletzt zu.Denn man muss man die Sache andersrum betrachten: Set macht sich für den Pfeil erst auf den letzten wenigen Zoll des Abschussvorganges bemerkbar. Wenn der Bogen auf diesen letzten 10 cm so langsam wird, dass er sich langsamer entspannt, als der Pfeil bereits fliegt, dann wird der Pfeil sich schon vorher von der Sehne lösen. Wiedersehn.
Man sieht sich auf dem Scheiterhaufen!!!Squid hat geschrieben:PS: Und damit ich nicht wieder für politisch unkorrektes Verhalten per Privatpost gebeutelt werde: Man darf dem schwarzen Vogel widersprechen und ich bin nicht Chef eines Fanclubs... jemineee, was hab ich da nur wieder geschrieben!?!??!

Zuletzt geändert von captainplanet am 16.05.2008, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stringfollow bei Esche
War schon so rübergekommen - und auch nicht missverständlich.
Du hast ja auch recht: Der Bogen ohne Set bringt mehr Leistung, als die identische Gurke mit Set. Das ist messbar.
Aber in der Gesamtbetrachtung fürs Scheiben- (etc.) schiessen fällt das eben oftmals nur geringfügig ins Gewicht und tritt hinter Vorteilen des Sets zurück.
Und Anfängerbogen haben oftmals ganz andere Probleme (zu schwere Enden etc.) als 2 oder 3 Zoll Set.
Du hast ja auch recht: Der Bogen ohne Set bringt mehr Leistung, als die identische Gurke mit Set. Das ist messbar.
Aber in der Gesamtbetrachtung fürs Scheiben- (etc.) schiessen fällt das eben oftmals nur geringfügig ins Gewicht und tritt hinter Vorteilen des Sets zurück.
Und Anfängerbogen haben oftmals ganz andere Probleme (zu schwere Enden etc.) als 2 oder 3 Zoll Set.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
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