Foc?

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
Rhino
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Foc?

Beitrag von Rhino »

Ich würde gern wissen ob es einen Richtwert für den Schwerpunkt bei Pfeilen gibt.
Sowas mit Formel zum ausrechnen.

Hab das Gefühl, daß der Schwerpunkt meiner Pfeile zu weit zur Mitte liegt.

Zu den Maßen:
Pfeillänge von Nockboden bis Ende 77cm
Schwerpunkt 33cm bis Spitzenende
100grain Spitze
4"shield Federn
Northern pine in 11/32 mit Acryllack

Beim Flu mit gleichen Schaftmaßen geht der Schwerpunkt noch 3cm zur Mitte wegen der schwereren Federn (4 Stück Volle Länge in Klobürstenbauweise um den Schaft gewickelt).
Wenn Gott gewollt h?tte, da? wir keine Tiere essen h?tte er sie wohl kaum aus Fleisch gemacht
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Brucky
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Beitrag von Brucky »

Hi, Deine Pfeile passen schon
7 - 11 % sollte der Schwehrpunkt von der Mitte zur Spitze hin verschoben sein - sollte in etwa hinkommen

nochn Link
Das ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile

Aristoteles


Keine Ahnung..... aber davon jede Menge
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Beitrag von Archiv »

Hier ein Link zu Falk

Ich habs lange nicht geglaubt, aber es stimmt trotzdem.

LG Christoph
shantam

Beitrag von shantam »

@christoph
was hast du den nicht geglaubt?

gruss shantam
Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz »

@ Rhino

das mit dem Foc must Du ausprobieren, ich persönlich komme gut zurecht mit 2 Zoll bei 32 Zoll Pfeilen.
Beim Cluodschießen sollte der Foc nahezu Null sein dan fliegen sie weiter.

K-H
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Atheos
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RE:

Beitrag von Atheos »

Original geschrieben von Karl-Heinz
Beim Cluodschießen sollte der Foc nahezu Null sein dan fliegen sie weiter.
Das hab ich auch in der TB 31, Seite 12-15 gelesen, aber im Link von ChristophR steht, dass mein beim Flight Verbesserungen bis zu 30% erzielen kann, bei positivem FOC.

Was den nun, und warum?

LG,A.
Das Bogenschießen war so einfach, bevor wir alle anfingen nachzulesen, wie wir es tun sollen.

frei nach Ben Wyld
Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz »

@ Atheos

das ein Pfeil mit positivem FOC besser trifft brauchen wir so glaub ich nicht diskutieren. Ein Pfeil der den FOC und die Geometrische Mitte gleich habe braucht einen sehr sauberen Ablass, da er nervöser fliegt. Der Unterschie bzw. Vorteil beim Weitschuß ist am anschaulichsten wenn Du dir mal das Speerwerfen anschaust. Als die Speerwerfer von der Weite her immer mehr erreichten wurde der FOC aus der Mitte nach Vorn gelegt, und die weite nimmt ab.
Ein perfekt ausbalancierter Pfeil (FOC = 0) fliegt flacher aber weiter. Die Flugbahn ist gegenüber der Ballistischen "Parabel" nicht so spitz sondern im Mittelteit etwas flacher.
Von der Vorstellung her segelt der Pfeil eher als von der Spitze zum Boden gezogen zu werden.
Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich.

Hier noch etwas aus Wikipedia:
Die besten Speerwerfer erreichen bei den Männern fast 100 Meter (Weltrekord: 98,48 m), bei den Frauen ca. 70 Meter (Weltrekord: 71,70 m). In den 1980er Jahren waren andere Speere üblich als in der Gegenwart, mit denen sich weitaus höhere Weiten erzielen ließen (Weltrekorde: 104,80 Meter bei den Männern, 80,00 Meter bei den Frauen). Aus Sicherheitsgründen wurden daraufhin die Normen für die Beschaffenheit der Speere verändert, so dass diese weniger flach flogen.
Gruß
K-H
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Beitrag von Archiv »

@Shantam

Ich hab doch schon längere Zeit einen 400er Carbonschaft mit 100grs Spitze geschossen, das Ergebnis war recht zufriedenstellend. Da ich auch andere Spitzen im Einsatz habe war der 400er zu weich, also habe ich mir 340er und 300er Schäfte besorgt.
Den 340er mit 150grs Spitze und den 300er mit 180grs Spitze bestückt und über tage hinweg angetestet; Ich bin begeistert, die Gruppen waren echt gut.
Nun dachte ich ob das nur bei Broadheads so ist und habe mir 145grs Feldspitzen besorgt (leider nur in 11/32" erhältlich) und diese in meine Carbonis geschraubt. Es gab zu den Broadheads keinen unterschied.

Die Pfeile sind extrem Kopflastig und fliegen sehr sauber , der Nullpunkt hat sich etwas verkürzt ist aber der Rede nicht wert (das hätte ich nicht geglaubt)

LG CH
Rhino
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Beitrag von Rhino »

Das bedeutet also wenn ich statt den 100grain schwerere 125grain Spitzen nehme dann verzeihen die Pfeile mehr Lösefehler und fliegen etwas stabiler und genauer.
Auf der anderen Seite mit etwas weniger speed und der nullpunkt wird etwas kürzer.

Wenn 125er Spitzen denn reichen um das umzusetzen würde ich sagen, daß die Vorteile überwiegen.

Oder hab ich was mißverstanden?
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Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz »

Das bedeutet also wenn ich statt den 100grain schwerere 125grain Spitzen nehme dann verzeihen die Pfeile mehr Lösefehler und fliegen etwas stabiler und genauer.
Habe ich auch festgestellt.
Grundsätzlich gilt ausprobieren, je schlechter Du schießt je schwieriger wird das aber, weil Du deine Fehler schlecht von den MAterialunterschieden trennen kannst.

K-H

P.S. Ich schieße auch schlecht :-(
Rhino
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Beitrag von Rhino »

Schieße auch nicht grad grandios.

Taugt dieser Bearpaw Sitzenpresser eigentlich was?
Hat den jemand?

Meine Bulletschraubspitzen machen irgendwie zuviel ärger beim ziehen wegen dem hohen überstand des Messings zum Holz.
Von den Klebespitzen mit anspitzen wahr ich auch nicht grad begeistert
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Beitrag von Archiv »

Taugt dieser Bearpaw Sitzenpresser eigentlich was?
Hmm , was ist das ?
Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz »

geneigter Hugin
soo ganz stimmt das nicht, was hier gesagt wird. ich hab pfeile für nen skythenbogen mit originalspitzen bestückt(1,3 gramm) .das gibt einen negativen Foc. mit der richtigen federgröße unmd länge bekommt man einen sehr sauber fliegenden extrem schnellen pfeil hin.
ich weis nicht was Du mit so ganz stimmt das nicht meinst.
Fakt ist das wenn der Massenschwerpunkt vor dem Formschwerpunkt (der Punkt an dem der Auftrieb greift) liegt (FOC positiv) der Pfeil nach unten kippt und somit weniger Auftrieb bekommt. Sind diese beiden Punkte gleich habe ich das optimale Auftriebsverhalten. Bei dem von Dir beschriebenen Pfeil optimierst Du durch deine Federn die Aerodynamik in der Form das sich der Pfeil trotz negative FOC noch vernünftig stabilisiert. Die Federform muß aber auch bei den beiden anderen Varianten natürlich angepasst werden.
Geneihin gilt auch je unsauberer der Ablaß je größer sollt die Feder sein, was aber wiederum Aerodynamisch bremst.

Gruß
K-H
Rhino
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Beitrag von Rhino »

http://www.fletchers-corner.de/fleco/in ... _12_48_100

Das ding.

Was ich konkret wissen möchte:
Schält oder splittert das Holz an der Metallkante der Spitze ab wenn man zB. einen Baumstumpf oder sonstige harte Flächen trifft?
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Beitrag von schiefa »

Wenn ich nur die Flugstabilität des Pfeils betrachte, sehe ich eigentlich keinen Unterschied ob ich die mit hohem FOC oder großen Federn erreiche. Wie K-H richtig schreibt, kommts eigentlich nur drauf an, das der Masseschwerpunkt vor dem Formschwerpunkt liegt. Warum trotzdem ein gewisser FOC-Wert empfohlen wird, ist mir nicht ganz klar. Vielleicht deshalb, weil die Spitze schon während der Beschleunigungsphase gegen Ablassfehler stabilisiert, etwa weil der Schaft im Verhältnis zur Gesamtenergie weniger Schwingungsenergie hat ???
Die türkischen Weitflugpfeile hatten übrigens kleine Federn und niedrigen FOC. Dadurch stablisiert der Pfeil gering. Wenn sich die Flugbahn krümmt, behält der Pfeil seinen Startwinkel länger und hat so einen Anstellwinkel gegen die Strömung was einen Auftrieb erzeugt. Bei hohem FOC/große Federn kommt es zu einer Pendelbewegung der Pfeilachse um die Flugbahn - der Auftrieb ist mal positiv mal negativ.
Tut mir leid, dass mir gerade keine passende Formel einfällt! :D
lg
Andreas
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