Der Schaft wurde aus einem Ast hergestellt. Ich habe den Ast mit dem Ziehmesser in Vierkantform gebracht, halbwegs gerade gedämpft und dann mit einem Dübelschneider von Veritas auf 1/2" gebracht. Die letzten 50cm zur Nocke wurden auf 3/8" getapert. Das war erstmal ein Test mit zwei Brettern, die ich noch rumliegen hatte. Auf jeder Seite habe ich 100er Schleifpapier aufgeklebt, sie keilförmig angeordnet und den Schaft mit der Bohrmaschine durchgedreht. Ging gut, ich werde ein Ordentliches machen. Hat wer eine Ahnung, wieviel Schäfte so ein Schleifpapier für Bandschleifer ungefähr durchhält?

Die Nocke habe ich mit Palisander verstärkt. Das ist gemütlicher in Form zu raspeln als Horn und stinkt nicht, sondern riecht gut. Da ich den Ast von allen Seiten (hoffentlich halbwegs) gleich abgearbeitet habe, hatte ich keine Lage der Jahresringe, nach der ich die Nocke einsäge konnte. Sie ist jetzt also irgendwie drin und ich hoffe, daß passt so.

Die Spitze ist ein Tudor Bodkin, wiegt ca. 20g/300gr.

Der ganze Pfeil wiegt 66g. Leider waren bei den anderen Ästen einige tiefe Astreste, die sie unbrauchbar machten. Der Pfeil hat auch zwei, drei aber die sind nur oberflächlich. Das nächste Mal sehe ich zu, daß ich ein Stück eines ordentlichen Stammes bekomme.


Daniel