ist zwar schon etwas her aber hier noch was:
Quer durch Deutschland und zurück
Da ich ja im nächsten Jahr gern einen Lauf mit DM-Wertung bei uns organisieren möchte, wurde mir geraten bei Wettkämpfen, die Organisation und das ganze drum herum anzuschauen. Also fasste ich den Entschluss, mir mal so ein Lauf genauer zu betrachten.
Mit Blick auf den Kalender, viel meine Wahl auf den Lauf in Grünberg bei Horst.
Da ich zugegebener Weise ja immer noch eine „Grenze“ zwischen Wessi- und Ossiland im Kopf hatte viel es mir schon ein wenig schwer diesen Weg anzutreten.
Von hier bis nach Grünberg/Ponitz sind´s so ca. 510 km, also fast quer durch Deutschland.
Nun den ganzen Weg alleine im Auto zu sitzen ist ja schon ziemlich Öde.
Auf der Teilnehmerliste stand Angela und SnowyOwl aus Schweden suchte eine Mitfahrgelegenheit vom Flughafen Frankfurt/Hahn nach Grünberg. Sowohl der Flughafen als auch Angelas Wohnort, lagen auf meinem Weg uns so wurde kurzer Hand eine Fahrgemeinschaft daraus.
Freitagsmorgens ging es los zum Flughafen um Robert ab zu holen. Dessen Flieger war 20 min früher gelandet.
Anschließend fuhren wir eine knappe Stunde bis zu Angela und weiter ging es Richtung Osten.
Was erwartete ich dort? Nun als erstes mal die Personen zu treffen die hinter den Namen im FC stehen. Hier gab es nur positive Überraschungen und klar, einen Einblick in den Ablauf so einer Veranstaltung zu bekommen. Ebenso wie „meine Grenze“ im Kopf vollständig einreisen zu können, ach ja und mich schon mal vor zu stellen,.
Ankunft in Grünberg, nach mehreren Kaffeestopps, zwischen 15 und 16 Uhr.
Waren wir schon so weit im Osten das sich die Temperaturen und das Wetter wie Sibirien anfühlten? Brr das Wetter war echt lausig (Freitag und Samstag), aber eben nur das Wetter!!!!
Abends am Lagerfeuer (thüringisches Holz brennt auch wenn es nass ist) konnte ich dann die FC-Namen auch mal live erleben. Manchen erkannte man schon am Gesprächsinhalt, andere wieder rum hatte ich mit ganz anders vorgestellt. Da saß eine echt krasse, große Familie.
Samstag:
Eigentlich sollte doch der Erste Reiter um 10 Uhr starten, aber irgendwie war kaum jemand um diese Uhrzeit zu sehen. Da ich mir ja den Ablauf ….. wurde ich von Daniel zum Schreiben und Zeitnehmen eingeteilt so zu sagen, Hautnah dabei.
Dann ging es los.
Also, das bisschen Schreiben und Zeitnehmen…….kann doch nicht anstrengend sein, oh doch kann es besonders wenn sich hinter einem, eine vorwitzige und laut murmelnde Meute sammelt, die natürlich nur etwas Sommer 09schutz (Wetterschutz) unterm Pavillion sucht.
Start frei für, Zeit, fertig? Start frei, Zeit, fertig? Und schon war Mittagspause. Eigentlich hatte ich gehofft mir den ein oder anderen Schützen mal genauer ansehen zu können, wegen Technik und so. Alles was ich gesehen habe war die Farbe, eines an uns vorbei galoppierenden Pferdes. Seufz.
Nun durch die sitzende Tätigkeit wurde mir auch nicht viel wärmer und so erwähnte ich mal das Wort Glühwein. Ja es war der 27. Juni !!, gefühlter Schneefall. Jedenfalls für mich, wo ich doch eigentlich immer der letzte bin dem es Kalt ist.
Nach der Mittagspause ging es weiter. Start fr… am späteren Nachmittag dann das „Jüngerpreis-Schießen“ und die Siegerehrungen. Dann der legendäre Mutzenbraten, echt lecker!! Aber was war das? Irgendwie roch es neben mir stark nach Glühwein!!!
Keine Ahnung wer, hatte wohl noch Glühwein zuhause und nach dem zweiten…..
war es auch gar nicht mehr so kalt.

Bis in die frühen Morgenstunden konnte man noch viel lernen, ob man wollte oder nicht…..
Sonntag:
Sonn tag, doch es gab sie wirklich noch , die Sonne. Zum „Superschützen“ wurde das Wetter viel angenehmer.
Hier und da hörte man oh das wird ganz schön schwierig … aber an den Gesichtern konnte man sehen, das es trotz der Anforderung viel Spaß machte.
Auch für die Zuschauer, war es nicht so monoton wie der UW am Vortag.
Nun da waren ja noch die 5 Stunden Heimfahrt. Gegen 14 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Hause.
Mein Fazit:
- ich hatte einen sehr intensiven und interessanten Einblick in den Wettkampfablauf
- die Ossis sind super nett, jetzt gibt’s auch bei mir keine „Grenze“ mehr..rot anlauf

- berittene Bogenschützen sind eine große Familie die jedem Helfen egal bei welchem Problem
- man muss schon ein wenig (oder ziemlich ) verrückt sein um für ein Wochenende
einmal quer durch Deutschland und zurück zu fahren