Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
...biegt sich der klassische englische Kriegsbogen im Griff?
[ ] Ja
[ ] Nein
Heissen Dank
[ ] Ja
[ ] Nein
Heissen Dank
Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
schwierig schwierig???
habe mal eine nicht ganz ernst zu nehmende umfrage dazu in gang gesetzt.
habe mal eine nicht ganz ernst zu nehmende umfrage dazu in gang gesetzt.
Zuletzt geändert von Hunbow am 27.11.2009, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
"Der starke Mann trotzt dem Regen. Der kluge Mann stellt sich unter."
Filmtipp:
http://www.struckthefilm.com/
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Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
*augenroll*
das is nich dein Ernst, oder??
Ja, er biegt sich. Nein, das ist kaum sichtbar, eher fühlbar.
Der ganze Bogen biegt sich, an den Enden mehr, in der Mitte kaum.
das is nich dein Ernst, oder??
Ja, er biegt sich. Nein, das ist kaum sichtbar, eher fühlbar.
Der ganze Bogen biegt sich, an den Enden mehr, in der Mitte kaum.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Also bei dem Publikumsjoker gehöre ich bekennend zu Vollmondfraktion
Gruß acker
Gruß acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
- Snake-Jo
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Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
@Hunbow: Wieso Umfrage? 
Also Geschmacks- und Ansichtsache?
Wäre es nicht besser, einfach jemand zu fragen, der sowas schonmal authentisch mit Originalabmessungen nachgebaut hat, wie z.B. Jürgen Junkmanns?
O.k., ich habs bei Jürgen nachgeschlagen und weiß es nun. Aber stimmt ruhig weiter ab.

Also Geschmacks- und Ansichtsache?
Wäre es nicht besser, einfach jemand zu fragen, der sowas schonmal authentisch mit Originalabmessungen nachgebaut hat, wie z.B. Jürgen Junkmanns?

O.k., ich habs bei Jürgen nachgeschlagen und weiß es nun. Aber stimmt ruhig weiter ab.

Zuletzt geändert von Snake-Jo am 26.11.2009, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
- KnechtKarl
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Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Nach allem was ich von der historischen Seite her weiß, biegen dich die Teile im Griff ganz leicht mit. Was ich grad nicht weiß, ob es auch damals schon zusammen gespleißte Bögen gab. Wenn ja, können die sich ja gar nicht gebogen haben, oder?
- Bogenschorsch
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Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Langbogen "klassische englische" Form biegt sich nicht im Griffbereich, Langbogen Mittelalter jedoch schon.
Quelle Bogenbauerbuch Flemming Alrune
Quelle Bogenbauerbuch Flemming Alrune
Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Kriegsbogen typ Mary Rose: biegt im Griff mit, keine Fades vorhanden.
Es mag evtl Ausnahmen geben, aber in der Regel biegt er mit.
victorianischer Typ: biegt sich nicht zwingend im Griff mit, als Scheibenbogen ausgelegt . Der kann ganz steif im Griff sein mit deutlichen Fades oder auch ohne daherkommen und wie sein grosser Bruder im Griff mitbiegen . Eine frage des Geschmacks.
Gruß acker
Es mag evtl Ausnahmen geben, aber in der Regel biegt er mit.
victorianischer Typ: biegt sich nicht zwingend im Griff mit, als Scheibenbogen ausgelegt . Der kann ganz steif im Griff sein mit deutlichen Fades oder auch ohne daherkommen und wie sein grosser Bruder im Griff mitbiegen . Eine frage des Geschmacks.
Gruß acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
mmmh...ich hab da keinen Plan und deshalb geb ich mal meinen Senf dazu...
Ich hab gestern Abend Hart aber Fair angeschaut...von euch auch jemand??? ging ums Esskultur und über thema, welches Essen gesund& ungesund ist...
Und da saßen sich Fachleute gegenüber, die ebenso gegenläufige Studien aufzeigten um ihren Stand der Dinge als "richtiger" darzustellen...
von...kein Fleisch, kein Salz bis...unbedingt Fleisch und lieber kein Gemüse usw...
Anders gesagt...Wenn die damals schon ISO9001 oä. hatten, dann könnte man heute evtl. sagen NUR SO sah der aus oder war er auch!!! aber da selbst Heute jeder Bogenbauer seine eigene Art mit in den Bau bringt, wirds dies auch damals, noch viel mehr, gegeben haben...
Das jo
Ich hab gestern Abend Hart aber Fair angeschaut...von euch auch jemand??? ging ums Esskultur und über thema, welches Essen gesund& ungesund ist...
Und da saßen sich Fachleute gegenüber, die ebenso gegenläufige Studien aufzeigten um ihren Stand der Dinge als "richtiger" darzustellen...
von...kein Fleisch, kein Salz bis...unbedingt Fleisch und lieber kein Gemüse usw...
Anders gesagt...Wenn die damals schon ISO9001 oä. hatten, dann könnte man heute evtl. sagen NUR SO sah der aus oder war er auch!!! aber da selbst Heute jeder Bogenbauer seine eigene Art mit in den Bau bringt, wirds dies auch damals, noch viel mehr, gegeben haben...
Das jo
Flachbogen Bergahorn 188cm 40#32"
Flachbogen Hick 178cm 40#32"
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Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Mmmm, wenn ich das "Handbuch für den traditionellen Bogenbau" richtig gelesen habe biegt sich der klassische Europäische Langbogen im Griff mit, während der klassische Englische Langbogen im Griff steif bleibt.
So richtig weiß dass eigentlich keiner genau, außer unsere Altvorderen. Ist mir persönlich auch egal. Ich werde meinen so bauen, dass der Griffbereich steif bleibt.
Gruß Martin
So richtig weiß dass eigentlich keiner genau, außer unsere Altvorderen. Ist mir persönlich auch egal. Ich werde meinen so bauen, dass der Griffbereich steif bleibt.
Gruß Martin
Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Mit Abstimmung ist da nix gewonnen. Lest nach bei Hugh D. Soar, bei Bickerstaffe...
Wer die Mary-Rose-Bögen begutachtet und nachgebaut hat, sollte schon überzeugend sein.
Da die Buchanan-dips ebenso wie gespleißte Bögen erst zu viktorianischer Zeit aufkamen, kann man davon ausgehen, dass die ELBs des MA im MT (Mittelteil) nicht 100%ig steif waren und aus einem Teil bestanden. Es mag da wohl Ausnahmen gegeben haben - die waren eben aber Ausnahmen (kein gutes Material da oder ein verunglückter Bogen).
Wer die Mary-Rose-Bögen begutachtet und nachgebaut hat, sollte schon überzeugend sein.
Da die Buchanan-dips ebenso wie gespleißte Bögen erst zu viktorianischer Zeit aufkamen, kann man davon ausgehen, dass die ELBs des MA im MT (Mittelteil) nicht 100%ig steif waren und aus einem Teil bestanden. Es mag da wohl Ausnahmen gegeben haben - die waren eben aber Ausnahmen (kein gutes Material da oder ein verunglückter Bogen).
Taran von Caer Dallben
[size=2] [color=blue][b]... και δÌξα ÄÉ ΘεÃŽ ![/b][/color][/size]
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- Ravenheart
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Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Nun, die Antwort erschließt sich darüber, was denn die Vor- und Nachteile sind!
Steifer Griff
Vorteil: Mehr Komfort, weniger Handschock, höhere Präzision
Nachteil: schwieriger herzustellen (unter MA-Bedingungen), biegender Bereich kürzer
Biegender Griff
Vorteil: biegender Bereich länger, keine Übergänge erforderlich, Kreisbogen-Tiller möglich
Nachteil: Handschock, fühlbar arbeitender Griff
Was ist wann zu bevorzugen?
a) Baue ich einen besonders kurzen (hier ohne Belang), oder einen besonders starken Bogen, ist es sinnvoll, den Griff mitbiegen zu lassen. Ich kann den Tiller als Kreisbogen ausführen, und nutze die ganze Länge zur "Verteilung" der Biegelast aus.
Einen besonders starken Bogen brauche ich nur im kriegerischen Einsatz (schwere Pfeile, große Distanzen). Präzision auf den Punkt ist dabei nicht so wichtig.
b) Brauche ich einen präzisen Bogen max mittlerer Stärke zur Jagd oder für's Scheibenschießen, ist ein elliptischer Tiller mit steifem Griff vorzuziehen - und lässt sich auch problemlos verwirklichen.
Rabe
Steifer Griff
Vorteil: Mehr Komfort, weniger Handschock, höhere Präzision
Nachteil: schwieriger herzustellen (unter MA-Bedingungen), biegender Bereich kürzer
Biegender Griff
Vorteil: biegender Bereich länger, keine Übergänge erforderlich, Kreisbogen-Tiller möglich
Nachteil: Handschock, fühlbar arbeitender Griff
Was ist wann zu bevorzugen?
a) Baue ich einen besonders kurzen (hier ohne Belang), oder einen besonders starken Bogen, ist es sinnvoll, den Griff mitbiegen zu lassen. Ich kann den Tiller als Kreisbogen ausführen, und nutze die ganze Länge zur "Verteilung" der Biegelast aus.
Einen besonders starken Bogen brauche ich nur im kriegerischen Einsatz (schwere Pfeile, große Distanzen). Präzision auf den Punkt ist dabei nicht so wichtig.
b) Brauche ich einen präzisen Bogen max mittlerer Stärke zur Jagd oder für's Scheibenschießen, ist ein elliptischer Tiller mit steifem Griff vorzuziehen - und lässt sich auch problemlos verwirklichen.
Rabe
Re: Eine blöde Frage mit leichter Anwort...
Danke für die interessanten Antworten. Der Witz dran - ich hab gar keine Umfrage gestartet.
Eigentlich geht es mir drum einen englischen Kriegsbogen für die Darstellung 1250-1350 nachzubauen - allein 120 Pfund sollte er nicht haben, wer soll denn das ziehen. Daher die etwas "naive" Frage. Daß es zu so einer Diskussion ausartet war nicht beabsichtigt...
Im Endeffekt - so nehm ich an - er biegt mit, wenn es ein historischer Warbow werden soll?
Lieben Gruß,
moose
Eigentlich geht es mir drum einen englischen Kriegsbogen für die Darstellung 1250-1350 nachzubauen - allein 120 Pfund sollte er nicht haben, wer soll denn das ziehen. Daher die etwas "naive" Frage. Daß es zu so einer Diskussion ausartet war nicht beabsichtigt...
Im Endeffekt - so nehm ich an - er biegt mit, wenn es ein historischer Warbow werden soll?
Lieben Gruß,
moose