ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
- Steilpassfaenger
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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Bei den Ästen sehe ich eigentlich kein Problem, da sie fest verwachsen und keine Totäste sind.
Die Eibe ist zwar heller, aber mein 80# Eibenlangbogen sieht vom Kernholz jher genauso aus.
Bei meinem sind die Ringe 2- 2,5mm breit und die Sehne liegt nach dem Abspannen genau am Griff auf. Eibe ist auch bei etwas grüßeren Ringen nicht zu verachten.
Gruß
Matthias
Die Eibe ist zwar heller, aber mein 80# Eibenlangbogen sieht vom Kernholz jher genauso aus.
Bei meinem sind die Ringe 2- 2,5mm breit und die Sehne liegt nach dem Abspannen genau am Griff auf. Eibe ist auch bei etwas grüßeren Ringen nicht zu verachten.
Gruß
Matthias
Waldviertel
- the_Toaster (✝)
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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Klingt irgendwie nach diesen im Meer lebenden Krustentieren...ravenheart hat geschrieben: [...]
Erledige ich gleich mal schnell! "The Laminoster" scheint mir aber passender... -Moment-....
[...]
Da bleibe ich lieber beim Toaster...
---
Lieber Captainplanet. Ich hatte Dir noch gar nicht mein Beileid ausgesprochen. Ich bin da eher von der praktischen Sorte...
Hier also mein Beileid, wenn Du den Bogen trotz unserer fachmännischen Hilfe nicht wieder hinbekommst.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
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- captainplanet
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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Die Ringe sieht man hier schräg angeschnitten, drum erscheinen sie vielleicht breiter. Sie haben im Schnitt einen Millimeter, sind aber nicht gleichmäßig. Am Rücken ist es ein halber, am Bauch bis etwa anderthalb. Und außerdem hab ich schon ein paar Fuffzigerbögen.ravenheart hat geschrieben: 2. Das Kernholz ist sehr hell und breitringig! Eine solche Eibe hätte ich maximal bis 50# verarbeitet!
Ach, das schaut nur in dem Licht so arg aus.Wer einen Bogen, der noch so heftige Bearbeitungsspuren am Bauch hat, auf 80#@28" zieht, hat ein wenig Strafe verdient....

Sind nur Ziehklingenscharten, nix raspeliges dabei. Ein paar Mal kurz drübergeschmirgelt und weg.

Und der Bogen war sowohl von der Standhöhe als auch vom Auszug noch nicht ganz auf Soll, da hätte also eh noch ein Patzerl runtermüssen.
Ich hab tatsächlich noch Stücke von dem Stamm übrig die nicht für einen ganzen Bogen taugen weil Risse blöd halbquer laufen (die Eibe war von Kyrill vorgeschädigt, sonst hätte ich mich nicht daran vergriffen). Allerdings waren die Ergebnisse meiner bisherigen Spleißversuche nicht hundertprozentig zufriedenstellend, da muß ich noch üben. Ich würde das gerne als Plan B in Reserve behalten und erst die Pflastervariante (entsprechend tief halt)versuchen.Die beste Lösung wäre jedoch, wenn Du vom selben Stamm noch ein Stück - (1 m Länge genügt!) - hättest, den beschädigten WA wegsägen, und im Griff einen neuen anspleißen würdest...
Zuletzt geändert von captainplanet am 19.01.2010, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
Bester Rindengrapscher von FC!!!
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Von hier auch ein herzliches Beileid in die Obersteiermark
Ich zitter schon beim Gedanken daran das mir solche Erfahrungen in meinen frühen Tagen als Bogner noch bevorstehen
lg
Willi
Ps.: solltest du das Ding in der Mitte spleißen dann bitte unbedingt hier nen Bericht posten... hab schon zwei Eiben Billets rumliegen und neugierig bin

Ich zitter schon beim Gedanken daran das mir solche Erfahrungen in meinen frühen Tagen als Bogner noch bevorstehen

lg
Willi
Ps.: solltest du das Ding in der Mitte spleißen dann bitte unbedingt hier nen Bericht posten... hab schon zwei Eiben Billets rumliegen und neugierig bin

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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Mannomann captain: am unteren Ende ein Schuh, am oberen Ende ein Sehnenohr, dazwischen ne stabile Nylonschnur aus dem Baumarkt für 37,99 cent, fertig ist die Spannschnur...
Ich glaube nix killt mehr Bogen in der Entstehungsphase als die Ungeduld!
Trotzdem natürlich mein Beileid; ist ja nicht so als ob Ungeduld mir fremd wäre...

ABER: Ich vermute, daß die Äste an der Stelle dem Problem schon bißchen Vorschub geleistet haben, wenn sie nicht gar das Problem darstellen, denn die Stauchungen gehen ja schließlich genau von diesen aus!
Es scheint mir auch nicht logisch, daß ein sich plötzlich entspannender Bogen ausgerechnet auf der Druckseite Problem bekommt!? Oder sehe ich das falsch??
Ich glaube nix killt mehr Bogen in der Entstehungsphase als die Ungeduld!
Trotzdem natürlich mein Beileid; ist ja nicht so als ob Ungeduld mir fremd wäre...



ABER: Ich vermute, daß die Äste an der Stelle dem Problem schon bißchen Vorschub geleistet haben, wenn sie nicht gar das Problem darstellen, denn die Stauchungen gehen ja schließlich genau von diesen aus!
Es scheint mir auch nicht logisch, daß ein sich plötzlich entspannender Bogen ausgerechnet auf der Druckseite Problem bekommt!? Oder sehe ich das falsch??
- Steilpassfaenger
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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Das plötzliche Vorschnellen der Wurfarme, ohne dass diese von einer Sehne (auf Standhöhe) gebremst werden lässt diese so weit vorschnellen, dass der Bauch, also die Druckseite auf Zug belastet wird und dort sofort Risse entstehen.
Ich hab zwar eine Spannschnur daheim liegen, aber die ist mir nicht geheuer. Bisher hab ich immer die Durchsteigmethode verwendet, auch wenn sie von vielen Sach- und Fachkundigen verpönt wird.
Gruß
Matthias
Ich hab zwar eine Spannschnur daheim liegen, aber die ist mir nicht geheuer. Bisher hab ich immer die Durchsteigmethode verwendet, auch wenn sie von vielen Sach- und Fachkundigen verpönt wird.
Gruß
Matthias
Waldviertel
- killerkarpfen
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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Mein tiefstes Beileid 
Die Theorie vom Steilpassfänger habe ich mir auch gleich gedacht, als ich von Deinem Prob. gelesen habe.
Einen solchen Bruch habe ich schon fabriziert als ich einen fast fertig getillerten Flachbogen mit einem Knast in der Mitte des WAs , ein wenig rückwärts spannte.
Einen ähnlichen Bruch habe ich mit einem Stück Rinderhorn repariert. Das war ein Stauchbruch, der wegen eines seitlichen toten Astes entstand. Zum Ansehen fast das gleiche Bild wie bei Dir.
Da habe ich den ganzen Riss ausgearbeitet bis auf den Grund. Mit Epoxy ein passendes Stück Rinderhorn eingeleimt und das Pflaster ganz leicht überhöht bündig verschliffen. Der Flicken befindet sich gerade nach dem Fadeout im oberen WA. also nach meinem Empfinden an der wohl meist belasteten Stelle im Bogen.
Es ist ein Sehnen belegter "Hybrid" also eine Art Langbogen mit aungedeuteter Griffpartie der sich wenn überhaupt, nur minimal biegt. Schlank, 180 cm lang und hat ca 60#.

Die Theorie vom Steilpassfänger habe ich mir auch gleich gedacht, als ich von Deinem Prob. gelesen habe.
Einen solchen Bruch habe ich schon fabriziert als ich einen fast fertig getillerten Flachbogen mit einem Knast in der Mitte des WAs , ein wenig rückwärts spannte.
Einen ähnlichen Bruch habe ich mit einem Stück Rinderhorn repariert. Das war ein Stauchbruch, der wegen eines seitlichen toten Astes entstand. Zum Ansehen fast das gleiche Bild wie bei Dir.
Da habe ich den ganzen Riss ausgearbeitet bis auf den Grund. Mit Epoxy ein passendes Stück Rinderhorn eingeleimt und das Pflaster ganz leicht überhöht bündig verschliffen. Der Flicken befindet sich gerade nach dem Fadeout im oberen WA. also nach meinem Empfinden an der wohl meist belasteten Stelle im Bogen.
Es ist ein Sehnen belegter "Hybrid" also eine Art Langbogen mit aungedeuteter Griffpartie der sich wenn überhaupt, nur minimal biegt. Schlank, 180 cm lang und hat ca 60#.
Eppur si muove
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
das kann auch noch schlimmere Folgen haben... z.B. wenn dir auf dem Tillerstock bei 28'' und gewünschtem Zuggewicht ein Tip abreisst... :-(
mein Mitgefühl hast du auch



mein Mitgefühl hast du auch



"... ich nahm den Bogen, meinen besten - mein Pfeil flog 100 Schritt gen Westen... ich hab noch jeden reingelegt... joh ho ho ho und ne Buddel Rum"
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
So ists.. am Montag ist mein Ahornbogen gebrochen. Hatte wirklich nen guten Eindruck gemacht, nur ich bin zu früh zu weit gegangen und wollte ihn zu früh auf volle Standhöhe bringen.medicinewheel hat geschrieben: Ich glaube nix killt mehr Bogen in der Entstehungsphase als die Ungeduld!
Ein lauter knall und etwas schmerz später, war er tot. Die Schuld nehm ich allerdings vollkommen auf mich, ich habs übertrieben. Bogen Nr 4 war der erste Kaputte sozusagen

Also, mein Beileid!
Grüße, Martin
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Jo Captain
Auch ich habe einen Bogen durch eine abrutschende Spannschnur wohl geschrottet. Das Blöde ist das es mein erster selbstgebauter Bogen ist. Ich könnte ko....... !!!!!
Es war ein ELB Ulme, 2,05m lang und ca 40pound. Er sollte zwar etwas schwerer werden aber ich war beim tillern wohl zu voreilig. Falls jemand einen Tip hat wie ich das Gerät vor dem Dasein als Wandschmuck bewahren kann wird ihm mein Dank ewig nachkriechen
Ach Ja: spleißen geht nicht weil kein Holz mehr. Außerdem würde es mich wohl im Moment noch überfordern. Die Idee mit dem Hanf wäre technisch machbar. Aber würde es halten?
Thomas
Der alle Spannschnüre in die hinterste Ecke gefeuert hat
Auch ich habe einen Bogen durch eine abrutschende Spannschnur wohl geschrottet. Das Blöde ist das es mein erster selbstgebauter Bogen ist. Ich könnte ko....... !!!!!
Es war ein ELB Ulme, 2,05m lang und ca 40pound. Er sollte zwar etwas schwerer werden aber ich war beim tillern wohl zu voreilig. Falls jemand einen Tip hat wie ich das Gerät vor dem Dasein als Wandschmuck bewahren kann wird ihm mein Dank ewig nachkriechen

Ach Ja: spleißen geht nicht weil kein Holz mehr. Außerdem würde es mich wohl im Moment noch überfordern. Die Idee mit dem Hanf wäre technisch machbar. Aber würde es halten?
Thomas
Der alle Spannschnüre in die hinterste Ecke gefeuert hat
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
@ weedy: Sag mal, sind diese "Risse" am Bauch oder am Rücken. So wie die aussehen, würde ich auf Bauch tippen und dann wären das eher Stauchbrüche - das hätte dann wahrscheinlich nichts mit der Spannschnur zu tun.
Ganz allgemein empfinde ich das Spannen mit Schnur als sehr viel leichter und auch Bogen schonender als die Durchsteige-Methode. Als ich beim Nord-Bogenbauer-Treffen meinem neuen "HickoryHickoryReflexRecurce" mangels Spannschnur und auch mangels Zusatzkerben per Durchsteigen spannen musste, habe ich immer Blut und Wasser geschwitzt. Jetzt hat er an einer Seite eine zusätzliche Kerbe und alles ist gut.
Wenn die Spannschnur und/oder der Bogen richtig vorbereitet sind, kann ich mir keine sicherere Methode zum Bogenspannen vorstellen …
Ganz allgemein empfinde ich das Spannen mit Schnur als sehr viel leichter und auch Bogen schonender als die Durchsteige-Methode. Als ich beim Nord-Bogenbauer-Treffen meinem neuen "HickoryHickoryReflexRecurce" mangels Spannschnur und auch mangels Zusatzkerben per Durchsteigen spannen musste, habe ich immer Blut und Wasser geschwitzt. Jetzt hat er an einer Seite eine zusätzliche Kerbe und alles ist gut.
Wenn die Spannschnur und/oder der Bogen richtig vorbereitet sind, kann ich mir keine sicherere Methode zum Bogenspannen vorstellen …
LG Niels
War der Tag nicht dein Freund, war er dein Lehrer … (unbekannt)
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)
War der Tag nicht dein Freund, war er dein Lehrer … (unbekannt)
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Die Risse sind im oberen Wurfarm am Bauch ca. 30cm unterhalb der Hornnocken. Sie verteilen sich auf einer Länge von 5cm. Bei einem ELB mit D-Querschnitt kann ich mir eigentlich Stauchbrüche nicht vorstellen aber allzuviel Ahnung hab ich davon nicht. Ist halt alles nur angelesen (TBB und Bogenbauerbuch ).
Zur Spannschnur: Dieser Bogen war der erste den ich jemals mit einer Spannschnur aufgespannt habe. Meine anderen Bögen ( Esche Selfbow, Samick Stingray) spanne ich mit der Durchsteigmethode. Ich meine das ich dadurch mehr " Gefühl " beim spannen habe.
Thomas
( Falls mein Beitrag den Thread vom Captain stört bitte ich einen Mod das abzutrennen )
Zur Spannschnur: Dieser Bogen war der erste den ich jemals mit einer Spannschnur aufgespannt habe. Meine anderen Bögen ( Esche Selfbow, Samick Stingray) spanne ich mit der Durchsteigmethode. Ich meine das ich dadurch mehr " Gefühl " beim spannen habe.
Thomas
( Falls mein Beitrag den Thread vom Captain stört bitte ich einen Mod das abzutrennen )
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- Sr. Member
- Beiträge: 477
- Registriert: 20.04.2005, 17:43
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Klar, aber der Bogen befand sich doch erst im Zustand des aufgespannt werdens!?Steilpassfaenger hat geschrieben: Das plötzliche Vorschnellen der Wurfarme, ohne dass diese von einer Sehne (auf Standhöhe) gebremst werden lässt diese so weit vorschnellen, dass der Bauch, also die Druckseite auf Zug belastet wird und dort sofort Risse entstehen.
...
...oder hab ich mal wieder was nicht kapiert??
- Firestormmd
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- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Wenn ich beim Bogenbauen bisher eins gelernt habe, dann dass meine Bögen nur in eine Richtung funktionieren, nämlich zu mir hin. Ich habe meinen ersten Ahornbogen versucht verkehrt herum aufzuspannen, weil ich den Bauch tembern wollte. Schwupps - Brennholz! Der Bauch kann halt keinen Zug vertragen. Wenn dir die Spannschnur oder auch die Sehne reisst, dann wird der Bauch extrem belastet und macht es eben nicht immer mit. Ich habe meinen Bogenbruch ganz emotionslos hingenommen und es als Erfahrung abgespeichert. Trotzdem ist es sher ärgerlich!
Marc,
der hoffentlich davon in Zukunft verschont bleibt, hähä
Marc,
der hoffentlich davon in Zukunft verschont bleibt, hähä
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
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Re: ARRRRRGGGGHHH!!!!!!
Nunja, kann mich nur an ein einziges mal erinnern, daß mir ne Sehne gerissen ist beim Bauen; das hatte keinerlei Folgen...
Dann hoffe ich auch mal, daß mir das nicht wieder passiert!

Dann hoffe ich auch mal, daß mir das nicht wieder passiert!


