Bogen aus Totholz

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captainplanet
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von captainplanet »

So, ich habe noch ein wenig geschabt an dem guten Stück. Der Zuggewichtsverlust ist zumindest mit meinen Waagen nicht meßbar, aber Set hat er halt ein wenig.
Ob ich es wohl riskieren kann den Bauch ganz sachte zu heißluftfönisieren?  ???


Bild
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Galighenna
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von Galighenna »

Hmm wenn du das mit paint machst, und du dadurch diese komischen Fragmente ins Bild kriegst, würde ich dir raten ein anderes Programm zu nutzen. Bei "richtigen" Programmen passiert sowas nicht ;)

for free gibts da zum Beispiel Gimp
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acker
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von acker »

Die Bibel sagt das Eibe sich sehr gut Fönen läßt.
Hau ihm aber erst 100 Schüsse um die ohren damit er sich setzt und dann erst fönen.
Mach mal und berichte.
Gruß acker
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captainplanet
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von captainplanet »

DerNockpunkt hat geschrieben:Verhält sich das Holz irgendwie anders?
Oh ja, das tut es allerdings. Das Holz war im oberen Bereich doch nicht mehr so gut wie ich es erhofft hatte. Ich habe den Set herausgefönt - ganz vorsichtig, das Holz ist nicht mal verfärbt - aber durch die erhöhte Vorspannung habe ich im wahrsten Sinne des Wortes den Knackpunkt überschritten. Am nächsten Tag hab ich ihn erstmal langsam warmgezogen, und als ich zum ersten Mal ganz ausziehen wollte, wollte er auf einmal nimmer. >:(

Es war die oberste Stelle im voll arbeitenden Bereich wo er gebrochen ist, also war die Holzqualität ganz klar der limitierende Faktor (die Eibe ist von oben nach unten abgestorben, unten im Stamm war das Holz noch saftig, oben schon ganz dürr).
Ich bin mir nicht sicher ob der Splint versagt hat oder ob es am Bauch ein Stück herausgesprengt hat, jedenfalls war das Holz zu spröde. Stauchrisse sind keine zu erkennen.

Jetzt stellt sich für mich die Frage was das für den zweiten Stave bedeutet den ich aus dem Stamm geschnitten habe. Es handelt sich um das untere Anschlußstück, also in der Richtung in der das Holz besser wird, Länge fast zwei Meter. Eigentlich habe ich es als ELB mit mindestens 80# geplant gehabt, und wenn dieser Bogen hier funktioniert hätte, hätte ich da auch ein gutes Gefühl dabei. Aber es ist halt schon ein sehr belastendes Design. Das Holz ist wunderschön und ich möchte kein unnötiges Risiko eingehen und überlege jetzt ob es nicht besser wäre wieder einen Flachbogen draus zu zaubern. Aber Holz das (wahrscheinlich) für einen starken ELB taugt findet man halt auch nicht alle Tage am Wegrand.
Was würdet ihr tun?

Georg
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Commerz
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von Commerz »

captainplanet hat geschrieben:
DerNockpunkt hat geschrieben:Verhält sich das Holz irgendwie anders?
Ich habe den Set herausgefönt - ganz vorsichtig, das Holz ist nicht mal verfärbt - aber durch die erhöhte Vorspannung habe ich im wahrsten Sinne des Wortes den Knackpunkt überschritten. Am nächsten Tag hab ich ihn erstmal langsam warmgezogen, und als ich zum ersten Mal ganz ausziehen wollte, wollte er auf einmal nimmer. >:(
Schade >:(
Ich würde mal tippen Du hast nicht lange genug gewartet das das Holz wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann. Du sagst ja selbst es sei wohl zu spröde gewesen. Ich würde dem Holz eine Woche zum rehydrieren geben.
Da nützt auch das warmziehen nichts wenn die Holzfeuchte unter 12% liegt.
Sind nur Vermutungen von mir.
Kopf hoch :)
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acker
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von acker »

Erstmal schade !

Zum anderen:
Aber Holz das (wahrscheinlich) für einen starken ELB taugt findet man halt auch nicht alle Tage am Wegrand.
Was würdet ihr tun?
Bau Deinen starken Elb!
Gute FLachbögen kannste aus vielen Hölzern bauen, gutre Elbs nur aus wenigen.

Gruß acker
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Galighenna
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von Galighenna »

Ich würds auch versuchen. Gerade wenn du sagst das das Holz aus dem Ende vom Stamm stammt wo das Holz eh schon besser wurde...
Das oberste Ende war dann sicher schon angewittert...

ich wünsch dir viel Glück und Spaß mit dem Elb
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captainplanet
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von captainplanet »

@ commerz:
Hab ich mir auch schon überlegt, aber ich habe schon an mehreren Stellen gelesen daß mit trockener Hitze begradigte Hölzer schon am nächsten Tag, wenn nicht eher, belastet wurden. Wenn ich das geahnt hätte wäre ich wohl vorsichtiger gewesen, aber ich glaube das hätte nichts geändert bzw. die Lebenserwartung wäre nicht besonders gewesen.

Und jetzt laß´ mich gefälligst in dem Glauben daß es nicht mein Fehler war!  ;)
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von Royal Judge »

Natürlich schade, dass das nichts geworden ist, sah wirklich gut aus.

Mal eine Frage am Rande, die ich mir schon immer mal gestellt habe von wegen "Totholz". Ist "Totholz" im Sinne von "Baum war schon abgestorben, bevor der Bogenbauer kam" ein k.o.-Kriterium für Bogenholz ? Oder kommt es drauf an, woran der Baum gestorben ist ? Klar ist, das morsches und faules und verwurmtes Holz nix mehr taugt. Aber was ist, wenn das Absterben mehr oder weniger nur zum Abtrocknen geführt hat ?

Gruß
Christian 
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captainplanet
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von captainplanet »

Prinzipiell ist solches Holz gut denke ich, aber in der Praxis wird das Holz nie so schonend getrocknet wie daheim. Die Rinde wird im Regen regelmäßig durchnäßt und das Holz bleibt darunter relativ lange feucht, die Pilze feiern fröhliche Urstände. Oft schon dann wenn das Holz noch grün ist.
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zoooing
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von zoooing »

Na ja,das Thema hat schon was,als denn nun alle sich so sehr bemühen ,dem Sappling das Bogentum zu lehren.
Die Natur will aber keine Bogen bauen.

totholz taugt nicht...totholz Wettbewerb?

Wer aber in den Wäldern streunt,um die Gärten schleicht,auf der Suche nach...
Wird wohl mal einen Guten Bogen schiessen  ;D
Man soll den Bogen nicht überspannen...
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skerm
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von skerm »

captainplanet hat geschrieben: Das Holz ist wunderschön und ich möchte kein unnötiges Risiko eingehen und überlege jetzt ob es nicht besser wäre wieder einen Flachbogen draus zu zaubern. Aber Holz das (wahrscheinlich) für einen starken ELB taugt findet man halt auch nicht alle Tage am Wegrand.
Was würdet ihr tun?
Dasselbe wie acker. Sieh es so: Je schmäler der Rücken, umso weniger Material hast du am Rücken, das potentiell versagen kann, und erreichst dadurch eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit.  ::)
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Steilpassfaenger
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von Steilpassfaenger »

Je schmäler der Rücken, desto mehr wird dieser auf Zug beansprucht, desto leichter kann ein Bogen brechen. Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt.

Wenn das Stück wirklich so schön ist, würde ich einen Elb draus bauen und zur Sicherheit ein Rohhautbacking aufbringen.
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Galighenna
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Re: Bogen aus Totholz

Beitrag von Galighenna »

Na ich bin mir sicher skerm hat das mit nem Augenzwinkern gesagt ;) *grins* genauso wollte ich nämlich auch schon argumentieren.

Ich würds tot-traurig finden wenn aus EIBE ein Flachbogen gebaut wird, in dem ein ELB gesteckt hätte... besonders wenn das Holz so schön ist.
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