ein Bekannter hat mir 2 frisch geschlagene,kerzengerade Äste aus Eberesche vorbeigebracht. Einmal ca.4,5 cm und einmal ca.6 cm durchmesser, beide
2 meter lang. Hab die teile erstmal an den Schnittstellen mit Holzleim versiegelt.
Meine Fragen nun: Wie gehe ich weiter vor ?
Entrinden ?
Spalten ? (glaub ich nicht )
Welches Design und welche Länge des Bogens eignen sich ?
Ich werde die Teile erstmal trocken lagern (wie meinen Hasel und die Kirsche) und hoffe auf viele Vorschläge von den FC´lern
Gruß
Der Kluge gibt nach ! ähm, Darum haben so viele Dumme das sagen
Ich nenn dir jetzt mal meine bescheidenen Erfahrungen mit Eberesche. Ich hatte bisher 2 Stämmchen in der Hand:
1. Nicht spalten, sondern aufsägen. In meiner Region habe die sehr viel Drehwuchs. Das sieht man aber schon teilweise an der Rinde. Keine Ahnung, ob das bei Ästen auch so ist, aber Stämme sind oft davon betroffen.
2. Ich würde entweder die Rinde drauflasssen und den Stamm trocknen oder die Bogenform grob vorarbeiten und den Stave dann trocknen lassen. Mein Sapling aus dem Sapling-Turnier2 ist wenige Stunden nach der Entrindung total gerissen. Er ist von aussen nach innen und von innen nach aussen gleichzeitig gerissen. Die Rinde könnte davor schützen. Jenachdem, ob du Zeit hast (Bogenform vorarbeiten) oder nicht (Rinde drauflassen), solltest du entsprechend vorgehen.
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Ich habe Eberesche zwar bisher nur einmal verarbeitet, aber das war mein bisher erfolgreichster Versuch in Sachen Bogenbau. Ich haben meinen Stamm (max. 15 cm) gespalten und in der Rinde über den Winter trocknen lassen. Mit Ästen habe ich noch keine Erfahrung.
Der Bogen der daraus entstand war ein ca. 1,50 Meter langer sehnenbelegter Bogen, von der Form her (relativ frei) angelehnt an ein Cherokee (ich hoffe ich schreib das richtig) Design.
wg. Drehwuchs:
MIR ist es noch nicht gelungen, aus einem stark verdrehten Holz einen halbwegs gerade ziehenden Bogen zu bauen....
Mag sein, das es mit manchen Hölzern geht (Holler angeblich?), aber ICH verarbeite KEIN verdrehtes Holz...
Daher spalte ich.....
wg. Teilen oder ganz trocknen:
*Den 6-cm-Ast würde ich teilen; 3 cm Dicke reichen als Griff locker aus, wenn man ihn nicht zu schmal macht.
*Den 4-cm Ast zu teilen bringt nix, den würde ich im Ganzen trocknen, ABER:
An beiden Enden würde ich schauen, wie denn der bogen liegen muss - und dort ein paar mm tief DOCH spalten, also eine Rissrichtung VORGEBEN! So verhindere ich, dass er FALSCH reißt, WENN er reißt...
Alternative:
Bogenform schon feucht grob rausarbeiten, lediglich im Griff den vollen Durchmesser stehen lassen. Dabei besteht dann allerdings die Gefahr, dass er im Griffbereich LÄNGS reißt - um das zu "steuern" muss man auch da die Spaltlinie vorgeben, und zwar da, wo es am wenigsten stört: bauchseitig in der Bauchmitte längs einen Einschnitt machen. Später wird der dann mit Epoxi verfüllt, und verschwindet unter dem Leder....
wg. Rinde ab?
Beim Gespaltenen kann sie ab. Beim Ungespaltenen würde ich sie drauf lassen, um die Trocknung zu verlangsamen. So kann sich die Feuchte besser ausgleichen und die Rissgefahr sinkt!
wg. Länge und Design?
Das kann man nicht pauschal sagen! Hängt vom Holz und dem Trocknungsergebnis ab...
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