Häufig wird die Frage nach der Eignung eines Bogenholzes (z:B. Birke) oder eines bestimmten Stückes innerhalb eines Stammes (z.B. Robinie) gestellt. In der Regel werden dann Glaubensbekundungen zur Eignung des Holzes vorgetragen. Dies hiflt den Fragestellern aber nicht weiter. Ein standardisierter Test liefert vergleichbare Werte, die die Beurteilung eines bestimmten Holzstückes zulassen.
Ich verwende einen abgewandelten Test nach T. BAKER (1992), der ausführlich in der tb Nr. 11, S. 28-30 beschrieben ist.
Ein 45 cm langes Holzstück mit dem Querschnitt von 12,5 x 12,5 mm wird aus dem gleichen Stammstück gesägt, aus dem man später den Bogen herstellen möchte. Es wird in die abgebildete Wandhalterung eingeklemmt und mittels Federwaage aus dem Baumarkt nach unten entlang eines Kreisbogens ausgelenkt. Dabei verfährt man wie bei den Schießvorbereitungen mit einem Holzbogen: erst etliche Male einen kurzen Weg auslenken und dann immer weiter und nie zu lange im Vollauszug innehalten. Es wird gemessen mittels Federwaage: Die aufzuwendende Zugstärke in kg pro Weg, also z.B. 8 kg bei 10 cm Auslenkung. Weiterhin kann man messen: Wie weit kann ich ausziehen, bis ein Set von 1 cm erreicht wird? Nun ziehe ich weiter, bis die Holzprobe kracht und habe damit die maximale Ausdehnung gemessen.
Am Bruchverlauf erkennt man, ob das Stück Holz eher zugstabil oder mehr druckstabil war, wie die Faser verläuft und ob das Holz kurz- oder langfaserig ist. Ebenso ist der Bruchverlauf - entlang der Jahresringe oder quer durch – erkennbar. Damit erhalte ich vergleichbare Werte, ähnlich wie der Spinewert für den Pfeilschaft. JavaScript:paste('

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