Vom Schößling zum Pfeil

Alles zum Thema Pfeilbau.
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Galighenna
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Galighenna »

Aber Tempern ist ein bisschen heißer als nur warm machen zum biegen. Wenn ich nen WA gerade beige mit Hitze, dann wird das Holz nicht mal braun. Beim Tempern kommt man aber schon so auf eine Karamellartige Farbe... Das ist sicher ein Unterschied, da bin ich überzeugt...
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

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Snake-Jo
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Snake-Jo »

captainplanet hat geschrieben:Ja, auf Seite 4, der Schlangenjoe schweigt sich aber aus über die genauen Ergebnisse, ich nehme mal an daß sie nicht zufriedenstellend waren. Die Tatsache, daß er Hasel net mag, sagt doch nichts über die Erfolge des Temperns an sich aus?
Ich glaube aber auch net daß das Tempern nennenswerte Auswirkungen auf den Spine hätte, beim Geraderichten wird der Schößling ja mehr oder weniger getempert und mir ist nicht aufgefallen daß er dabei merklich zugelegt hätte. Nachgemmessen hab ichs aber auch noch nie.
Nö, der Schlangen-Jo hat oft nicht die Zeit, auf alles zu antworten. Also hier zur Hasel: Die Schößlinge wachsen sehr gerade, aber nach dem Trocknen sind sie doch ziemlich krumm und richten muss man sowieso. Gewicht dran hängen ist eine Option, aber mir zu umständlich. Ich fand die Hasel einfach zu weich vom Spine im Verhältnis zum Gewicht bzw. zum Durchmesser. Mit dem Tempern sehe ich es genauso: Nach dem Richten ist der komplette Rohschaft in der Regel fertig getempert. ;D

Nun zu einem Versuch mit Pfeifenstrauch: Im Frühjahr geerntet (Februar), im Sommer getrocknet in der Rinde und nun die Werte nach dem Richten (Tempern):
Schaftfarbe: schön gelb-grün
Durchmesser: vorne 9 mm, hinten 8 mm
Länge 75 cm = 30 ", Spinewert 18 mm Durchbiegung, also für 40 lb geeignet.
Gewicht: 21 g
Wandstärke: vorne 2 mm, hinten 1,5 mm, Rest: dieses Markzeugs
läßt sich sehr gut mit der HLP biegen.
Schuss: noch nicht getestet
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Ravenheart
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Ravenheart »

..meine Pfeifenstrauch-Experimente kann man an einer Hand eines Sägewerk-Mitarbeiters abzählen, aber der Eindruck ist super! Hält die Heißluft-Biegung hervorragend (soll heißen: bleibt gerade!) und hat bisher jeden Streifschuss und Holz-Aufschlag unbeeindruckt überstanden. Ohne Frage vollwertiges Pfeilmaterial....

Rabe
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acker
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von acker »

Hach, wie der Teufel so will...
Habe gestern am späten Abend noch neue Schößlinge gerichtet ,
da wären :
Wildrose / verwilderte Rose
Pfeifenstrauch ( leider nur 2Stk -> muß noch ernten )
Forsythie
Felsenbirne
Hartriegel wildform

Ich bin ja noch die Maße schuldig, wird auch noch etwas dauern bis ich durch bin , möchte die Ergebnisse nicht zerhackstückeln .

Zum Pfeifenstrauch :
Meine Meinung sieht exakt so aus wie die von Jo und Rabe .
Meiner hat bei einem mittleren Durchmesser von 8mm einen spine von 50#
Durchmesser vorne 10mm , mitte 8mm , ende 7mm
Durchbiegung ca 13mm

Gruß acker
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acker
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von acker »

Hier ist die beute der gestrigen arbeit, die Wildrose liegt hier links im Bild , daneben 2 PFeifenstrauch, Felsenbirne , Hartriegel wildform , Forsythie

Die Wildrose wird als erstes verbaut, leider sind mir ein paar Schößlinge doch sehr stark gerissen, weil ich zu früh geerntet habe, da muß ich nun neue suchen.

Bei der Forsythie werde ich diesesmal dickeres Material in den Markkanal einleimen , mal schauen denke da an 6mm Buchendübel.
Dateianhänge
Rückenköcherjeansundpfeile 016.jpg
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Reteid
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Reteid »

acker hat geschrieben: ....
Wobei ich grade an der Felsenbirne dran bin. ....

Gruß acker
Moin acker,

was ist aus Deiner Felsenbirne geworden?

Als schlechter Schütze versuche ich mich mit dem pfeile-bauen. Und im Garten stehen mehrere Felsenbirnen, die geschnitten werden können.

Das Holz ist sehr hart und wohl auch relativ schwer. Was meinst Du, ist es für einen 30-Pfünder zu schwer?

Reteid
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acker
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von acker »

Sorry, da ist noch nichts weiter draus geworden.
Ja , das Holz der Felsenbirne hat schon Gewicht, denke das Du bei etwa 12gp# liegen wirst , geht also wenn Dir schwere Pfeile nicht unlieb sind
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Reteid
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Reteid »

acker hat geschrieben:Sorry, da ist noch nichts weiter draus geworden.
Ja , das Holz der Felsenbirne hat schon Gewicht, denke das Du bei etwa 12gp# liegen wirst , geht also wenn Dir schwere Pfeile nicht unlieb sind
Schade.

Was heißt 12gp#?
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Mandos
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Mandos »

gp#=gpp: grain per pound
Grain pro Pfund.
Man teile Pfeilgweicht in Grain durch das Zuggewicht beim entsprechenden Auszug.
Reteid
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Reteid »

Mandos hat geschrieben:gp#=gpp: grain per pound
Grain pro Pfund.
Man teile Pfeilgweicht in Grain durch das Zuggewicht beim entsprechenden Auszug.
Danke.
Big Daddy

Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Big Daddy »

Mein liebstes Pfeilholz momentan ist definitiv Birke. Liegt aber wohl hauptsächlich daran, dass das Zeug hier wächst wie Unkraut und die Förster immer froh sind, wenn einer junge Birken aus dem Wald holt (vorher natürlich um Erlaubnis fragen, der Förster kennt immer Stellen wo er gerade keine Birken will). Ich mach das dann so, dass ich mir aus der Birke etwa 1,5 cm dicke Bretter raussäg und dann bei einem befreundeten Schreiner runddrechsel. Dann Spine bestimmen und man hat super Schäfte!
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Ravenheart
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Ravenheart »

Mir waren Birkenschäfte zu schwer, ansonsten aber schönes Pfeilholz!

Rabe
Big Daddy

Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Big Daddy »

@Rabe
Ich schieße ja einen 54lbs-Bogen, der kommt damit schon ganz gut zurecht. Was ich mag ist, dass Birke so knüppelhart ist, da kann man Pfeile für so starke Bögen relativ dünn bauen. Also ich zumindest.
Und wie wir alle wissen, wirkt sich das neben anderen Faktoren auf die Pfeilgeschwindigkeit aus. Ist bei meinem Bogen auch nötig, der ist nämlich brutal langsam.
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Sarmate
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von Sarmate »

Ich habe auch pfeile aus schösslingen geschnitten hab aber Schneball benutzt und dann begradigt die verzin sich aber tiereisch wenn es ein bisschen feucht ist gibts da nen Trick ??
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acker
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Re: Vom Schößling zum Pfeil

Beitrag von acker »

Na ja, der Trick ist die Schäfte zu versiegeln mit Lack oder Leinöl oder was auch immer .

Gruß acker
der die Frage grade nich versteht
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
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