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Die Hainbuche wollte ihren Knick einfach nicht lassen. Trotz zweimal dämpfen kam er ja immer wieder zurück.
Also hab ich versucht beim Tillern den unteren Wurfarm sich "eindrehen" zu lassen. Dabei kam mir wohl die Erinnerung des Holzes an seinen Drehwuchs zu Gute.
Ich weiß nicht, ob das auf Dauer gut geht, momentan funktioniert es ganz prächtig und die Sehne ist in der Mittes des Griffes.
Zum ersten Mal ist es mir gelungen so ne Schlange zu tillern. Optimal ist der Tiler glaube ich nicht, aber trotz aller Knicke und "Schleifen" wirkt er harmonisch, finde ich.
Ich weiß nicht warum, aber ich fand, der Bogen braucht einen "indianischen" Namen. Darum hab ich das Netz bemüht, ob es indianische Online-Wörterbücher gibt. Und tatsächich auch eins auf Lakota gefunden. Und der dort ausgesuchte Name bestimmte dann auch das restliche Design des Bogens.
"Zuzueca" soll wohl "gestreifte Schlange" bedeuten. Ich glaubte es dem Netz mal und hab freihand den Bogenrücken mit einem Streifenmuster bemalt. Herkömliche Abtönfarbe. Dazu bekam er noch ne drei-farbig gespleißte Sehne und, da ja die gesamte Schlange biegt, nen einfaches, dünnes Griffleder mit ner Zierwicklung aus Maurerschnur.
Ich hab mich für Wickelnocken entschieden, das kommt wohl auch der Drehbewegung des unteren Wurfarms entgegen, weil da ja keine Kerbe ist, wo die Sehne rausspringen kann. Ausserdem siehts schön schlicht und archaisch aus.
Geschützt wird der Bogen durch drei Lagen Klarlack, aufgetragen mit der Sprühdose.
So, was gibt's noch zu sagen?
Verwendetes Werkzeug:
Heißluftpistole, Wasserkocher, Zwingen, Spanngurte, Dusack und Hammer zum Spalten, Ziehmesser, Jap. Sägeraspel, handgehauene breite Raspel, Schleifpapier versch. Körnungen, Ponal D3, Sekundenkleber für den Griff, die Wickelnocken und um die Totästchen zu stabilisieren.