Eine Mischung aus leichter Delamination und Spanabhub mit Riss. Was für eine Reparatur spricht ist, dass weniger als der halbe Rücken gebrochen ist.
Frage: Gibt es am Bogenbauch unter dem Riss irgendwelche Anzeichen für Überlastung, Stauchrisse, Knitterfalten oder anderweitige Veränderungen? Wenn nicht, kann man eine Reparatur versuchen.
1. 2K Epoxy anmischen, warm machen und in die Risse laufen lassen, dabei den Bogen leicht spannen, damits in alle Ecken läuft. Entspannen, ein wenig gerade Biegen so dass der überflüssige Kleber rausquillt, fixieren (gerade biegen und ne Klemme oder Leimklammer oder zwei anbringen) und aushärten lassen.
2. Rücken anschleifen und einen 15 cm lange Flicken aus Glasfasergewebe oder (für die Naturies

) Hanffasern mit Epoxy aufkleben.
3. Den gesamten Bereich mit einer Wicklung aus Zwirn, Leinengarn, Schustergarn oder ähnlichem nicht dehnbarem Garn versehen.
4. Testen.
5. Möglicherweise nachtillern.
6. Wenns hält: Auch am anderen Arm eine vergleichbare Wicklung anbringen, damits schöner aussieht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Ganze funzt, ist ganz gut. Zumindest ist der Reparaturversuch preisgünstiger, als ein neuer Bogen...
Was dagegen spricht ist, dass das noch zusammenhängende Holz unter dem Bruch möglicherweise Schaden genommen hat, der so nicht wahrnehmbar ist. Wenn die Stelle nun auch noch durch den Flicken zusätzlich belastet wird, kann das Holz umgehend den Löffel abgeben.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.