Kleber für Nocken und Federn

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
intuitiv03
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Kleber für Nocken und Federn

Beitrag von intuitiv03 »

Hallo,
Da ich mir jezt meine ersten Pfeile machen will, möchte ich hier fragen welchen kleber ich für die Nocke und Federn verwenden sollte.(Habe Holzpfeile)
Ron archery

Re: Kleber

Beitrag von Ron archery »

Da gibt es ewig viele und verschiedene. Dabei muss man beachten, was man will. Man will kleben. Und kleben tun sie fast alle. Ich empfehle dir, welche aus zu probieren. Dabei musst du halt gucken, welcher dir ein zufriedenstellendes Ergebnis beschert. Ein Kleber für Nocke und Feder wäre UHU-hart. Der hält ziemlich gut.
Vorweg ein Tip: Um die Nocke anzukleben, Kleber auf den Schaft (der angespitzt ist), dann die Nocke aufdrehen und anschließend mit dem Föhn die Nocke etwas warm machen, damit die Luftbläßchen rausgehen. dann sitzt sie gerade auf (es sei denn, der Konus stimmt nicht).
LG Ron
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captainplanet
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Re: Kleber

Beitrag von captainplanet »

Für Plastiknocken nimmt man am besten einen Kleber mit Aceton als Lösungsmittel drin, das löst die Nocke innen an und hält bombenfest. Uhu hart wird gerne empfohlen, ich behaupte daß das billige Noname-Zeug zumindest fast genau so gut ist. Für Federn geht das auch gut, aber Du kannst da auch Superkleber oder Leim oder sonstwas nehmen wenn Du ein vernünftiges Befiederungsgerät hast und Dich die lange Abbindezeit nicht stört. Man kann Federn auch nur wickeln und gar nicht kleben, aber das fällt schon unter die Kategorie "strange Master Chief Stuff"! ;D Also eher für Fortgeschrittene. Außerdem wäre eine gewickelte Feder in Kombination mit einer Plastiknocke ein Stilbruch par excellance....

edit: Lein natürlich nur auf Holzschäften.
Zuletzt geändert von captainplanet am 03.08.2011, 16:33, insgesamt 2-mal geändert.
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acker
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Re: Kleber

Beitrag von acker »

Bitte den thread Titel Aussagekräftig gestalten !
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
Ron archery

Re: Kleber

Beitrag von Ron archery »

captainplanet hat geschrieben: Man kann Federn auch nur wickeln und gar nicht kleben, aber das fällt schon unter die Kategorie "strange Master Chief Stuff"! ;D Also eher für Fortgeschrittene.
Wenn Du mich fragst, ist das Anbringen der Federn ohne Kleber schwachsinnig. Ich meine wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit, es gibt KLEBER!
Die "ungeklebten" Federn halten nie so gut wie geklebt, was ist daran also der Vorteil? Das man Kleber spart?
Wenn die Wiklung übrigens reißt (und das hats sehr schnell), dann sind die Federn ab.

LG Ron
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captainplanet
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Re: Kleber

Beitrag von captainplanet »

Ron archery hat geschrieben:Wenn Du mich fragst, ist das Anbringen der Federn ohne Kleber schwachsinnig. Ich meine wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit, es gibt KLEBER!
Die "ungeklebten" Federn halten nie so gut wie geklebt, was ist daran also der Vorteil? Das man Kleber spart?
Wenn die Wiklung übrigens reißt (und das hats sehr schnell), dann sind die Federn ab.
Viele hier sind bemüht, Pfeile nach möglichst althergebrachten Methoden zu bauen. Nur gewickelte Federn haben auch den Vorteil, daß man die Position noch korrigieren kann, wenn man kein Befiederungsgerät hat, ist es gar nicht so einfach exakt 120° einzuhalten. Außerden lassen sie sich leichter wiederverwenden, wenn der Pfeil gebrochen ist. Probleme mit der Wicklung hat man eigentlich nur bei Streifschüssen.

Und auch in der Steinzeit hatten sie Kleber. Birkenpech hieß das Zeug. Ich hab es übrigens gerade vorhin erst verwendet, um einen Pfeil zu befiedern. 8)
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Mandos
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Re: Kleber

Beitrag von Mandos »

Ich werde demnächst auch mal Pfeile bauen, bei denen ich die Federn nur wickele. Habe schon einige gebaut, wo ich mit Hautleim geklebt habe und dann direkt gewickelt (also ohne Klebegerät). Halten auch hauptsächlich durch die Wicklung.

Um die Wicklung zu schützen, bestreiche man sie mit einer Mischung aus Venetianer Terpentin (http://www.kremer-pigmente.de/shopint/i ... duct=62010) und Bienenwachs. Das hält auch wiederum den Faden und die Federn an ihrem Platz.

Achso, bisher sind mir nur Wicklungen an Pfeilen gerissen, weil ich erstens superfeines Seidengarn verwendete und zweitens scheinbar die Pfeile zu steif sind und an den Bogen schlagen.

Ich bin zwar etwas behämmert, als schwachsinnig würde ich mich aber nicht bezeichnen. ;)

Edit:
Ansonsten siehe dem @captain seinen Beitrag.

Ich klebe manche Pfeile ohne Befiederungsgerät, weil es authentisch ist. Das ist mMn ein ausreichender Grund.
Dauert halt viel länger...
Ron archery

Re: Kleber

Beitrag von Ron archery »

@captainplanet: Die Federn können aber so auch ungewollt verrutschen. Ich bin also fürs kleben. Um Federn NUR zu wickeln muss man nicht Profi sein - ich rate eher generell davon ab.

@Mandos: Entweder sind sie zu steif oder man zieht sie nicht ganz aus - dann reißt die Wicklung durch den Bogen. Wenn man die Wicklung mit Kleber überzieht, und eine Gräte reißt, dann ist die Befiederung trotzdem noch bomben fest.

Venetianer Terpentin hab ich noch nicht gehört, zumindest dass man es für Pfeile verwendet hast. Woher hast du die Info?
In Wikipedia steht, dass aus Terpentin Kolophonium gewonnen wird. Ich bilde mir ein, schonmal gelesen zu haben, dass man das zusammen mit Wachs für das Spitzenkleben verwendet hat. Ist aber ja was ähnliches wie Harz. Und es ist belegt, dass man Harz und wachs für das Spitzenkleben auf der Mary Rose verwendet hat. Für die Befiedeurng aber NICHT.

Im MA hat man für die Befiederung Haut-, Fisch- oder Knochenleim verwendet. Eine weitere Mischung wäre wachs und Holzkohle. Aber nie Harz.
Mandos hat geschrieben:Ich klebe manche Pfeile ohne Befiederungsgerät, weil es authentisch ist. Das ist mMn ein ausreichender Grund.Dauert halt viel länger...
Im MA hat man oft mit Stecknadeln die Federn am Schaft fixiert, bis sie trocken waren. Dann gewickelt und die Wicklung nochmals mit Kleber überzogen.
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Mandos
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Re: Kleber

Beitrag von Mandos »

Entweder sind sie zu steif oder man zieht sie nicht ganz aus - dann reißt die Wicklung durch den Bogen. Wenn man die Wicklung mit Kleber überzieht, und eine Gräte reißt, dann ist die Befiederung trotzdem noch bomben fest.
Wenn ich die Wicklung mit dem Terpentin-Zeugs bestreiche, ist sie auch fest...

Mark Stretton und Steve Stratton haben sowohl den Westminster Abbey Pfeil als auch die Mary Rose Pfeile in den Händen gehalten. Dort wo die Feder waren, befand sich eine wachsähnliche Schicht. Diese besteht meines Wissenes nach aus einer Mischung irgendeines Harzes und Bienenwachs.
Was galubst du woher wir wissen, wieviel Wicklungen pro Zoll an den Federn war? Wegen den Abdrücken in dieser Pampe.

Genaue Quellen habe ich leider nicht. Da kommt man bei der Mary Rose aber auch nicht leicht ran...

Im MA hat man für die Befiederung Haut-, Fisch- oder Knochenleim verwendet. Eine weitere Mischung wäre wachs und Holzkohle. Aber nie Harz.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Es geht um eine Schutzschicht über die Wicklung!!
Ron archery

Re: Kleber

Beitrag von Ron archery »

Man hat also über den Hautleim auch noch Harz und wachs gestrichen?
Da hättest Du wohl besser aufpassen sollen, als man die MR-Pfeile untersucht hat. Denn es ist nachgewiesen, dass der Kleber Hautleim vermischt mit Kupfersulfat war! NUR die Spitzen sind mit einer Mischung aus Bienenwachs und Kiefernharz geklebt!

Übrigens hast Du oben geschrieben, dass Harz verwendet wurde. Also doch kein "Venezianer Terpentin"?
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Mandos
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Re: Kleber

Beitrag von Mandos »

Ron archery hat geschrieben:Man hat also über den Hautleim auch noch Harz und wachs gestrichen?
Da hättest Du wohl besser aufpassen sollen, als man die MR-Pfeile untersucht hat. Denn es ist nachgewiesen, dass der Kleber Hautleim vermischt mit Kupfersulfat war! NUR die Spitzen sind mit einer Mischung aus Bienenwachs und Kiefernharz geklebt!

Übrigens hast Du oben geschrieben, dass Harz verwendet wurde. Also doch kein "Venezianer Terpentin"?
Mit einem der selbst keine Quellen nennt und nicht fähig ist den Zusammenhang zwischen Terpentin bzw. Kolophonium und Harz herzustellen, habe ich keine Lust weiter zu diskutieren...

Falls du es übrigens nicht gemerkt hast, habe ich mich auch auf den Westminster Abbey Pfeil bezogen...
Da hättest Du wohl besser aufpassen sollen, als man die MR-Pfeile untersucht hat.
Ja, Herr Kurator!

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captainplanet
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Re: Kleber

Beitrag von captainplanet »

Ron archery hat geschrieben:@captainplanet: Die Federn können aber so auch ungewollt verrutschen. Ich bin also fürs kleben. Um Federn NUR zu wickeln muss man nicht Profi sein - ich rate eher generell davon ab.
Wenn die gut gewickelt sind, verrutscht da nix ungewollt. Eine kleberlose Wicklung ist eine vollwertige Alternative. Früher, als ich nicht so sehr auf den Spine meiner Pfeile geachtet habe, hab ich mir oft Wicklungen durchgescheuert. Inzwischen hab ich dieses Problem aber nicht mehr, außer bei den erwähnten Streifschüssen. Natürlich muß man kein Profi sein, aber geschickte Fingerchen und etwas Übung braucht man doch für ein gutes Ergebnis.
In Wikipedia steht, dass aus Terpentin Kolophonium gewonnen wird.
Ich glaub, Du bringst da was durcheinander... ;)
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Ron archery

Re: Kleber

Beitrag von Ron archery »

Mandos hat geschrieben:...als auch die Mary Rose Pfeile in den Händen gehalten...
Mut du auch drunter schrieben, dass du nur den Westminster Abbey Pfeil meinst!

Es gibt zahlreiche Belege für die Mischung aus Kupfersulfat und Hautleim. Da Du Mark Stretton und Steve Stratton ja scheints kennst, fragst du sie einfach selbst. Die werden es dir dann schon sagen.
Ron archery

Re: Kleber

Beitrag von Ron archery »

captainplanet hat geschrieben:
Ron archery hat geschrieben:
In Wikipedia steht, dass aus Terpentin Kolophonium gewonnen wird
Ich glaub, Du bringst da was durcheinander... ;)
Der Satz steht so fast 1:1 im Wikipedia!
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Woidboy
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Re: Kleber

Beitrag von Woidboy »

Also Ron ich muss sagen schön langsam reichen deine ewigen Sticheleien. Kannst du nicht normal und sachlich bleiben ?
Ein gewisser gepflegter Umgangston sollte dann doch hier erhalten bleiben.

mfg woid
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