konstanter Schussablauf
konstanter Schussablauf
Ich habe vor etwa einem Monat wieder angefangen, mit dem Bogen zu schießen. Anfangs hatte ich ein relativ konstantes Schussbild und war wirklich positiv überrascht, wie gut das geht. Ich konnte den Schussablauf relativ gut wiederholen. Aber während der letzten 5 Male schaffte ich es nicht mehr, die Zielscheibe zuverlässig zu treffen. Ich bin nicht mehr in der Lage, konstant zu ankern. Oft lasse ich den Pfeil schon vor dem Ankern los und manchmal verziehe ich auch den Bogen. Heute war es so schlimm, dass ich nicht wie sonst gut gelaunt, sondern eher missmutig mit dem Schießen aufhörte. Was kann ich machen, um wieder einen konstanten Schussablauf zu bekommen? Pausieren? Oder spezielle Übungen machen?
Danke,
David
Danke,
David
- Blacksmith77K
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Re: konstanter Schussablauf
lonbow hat geschrieben:Oft lasse ich den Pfeil schon vor dem Ankern los...
Danke,
David
Ok, das nennt sich Goldangst und ist in deinem Kopf! In der Schule sagte man Prüfungsangst dazu.
Klartext: Das Bogenschießen ist aktuell kein Spaß für Dich, sondern eine Leistungsdisziplin, bei der du Versagen 'kannst'. Der unbewusste Druck zu treffen, zu siegen, zu was weis ich was... verursacht das von dir angesprochene Problem.
Erstmal zum locker werden: Geh' bischen Roven oder Clout-schießen. Regel erstmal deinen vollen Auszug wieder zu ankern (...OHNE ZIELSCHEIBE...), dann sehen wir weiter.
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!
76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"
...and several yew warbows...
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- Wilfrid (✝)
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Re: konstanter Schussablauf
Was kannst Du machen , um einen konstanten Schußablauf zu kriegen?
Machen kannst Du viel, aber sinnvoll ist , nichts zu machen !!!!!
Gold bzw Killfieber kriegt man vom wollen. Du willst Deinen Anker , Du willst Deinen ruhigen Bogen, Du willst die korrekte Haltung, Duwillst das Ziel treffen. Ja was willst du Wirklich?
??
Entspannung und Versenkung, die Welt vergessen?
Spass haben? Sehen, wie der Pfeil im Gold/Kill steckt?
Oder Deinen korrekten Anker?? Oder den Bogen ruhig halten?
Du mußt Dich schon mal entscheiden, ich empfehle, Entspannung, Spass und die Weltvergessen, dann ganz in Ruhe zugucken, wie der Pfeil das Kill zentriert oder auch nicht. Wenn Dein Kopf frei ist, kann er dann den Körper lenken. Ja, und da nun mal das beste Ziel das Centerkill ist ...
Machen kannst Du viel, aber sinnvoll ist , nichts zu machen !!!!!
Gold bzw Killfieber kriegt man vom wollen. Du willst Deinen Anker , Du willst Deinen ruhigen Bogen, Du willst die korrekte Haltung, Duwillst das Ziel treffen. Ja was willst du Wirklich?

Entspannung und Versenkung, die Welt vergessen?
Spass haben? Sehen, wie der Pfeil im Gold/Kill steckt?
Oder Deinen korrekten Anker?? Oder den Bogen ruhig halten?
Du mußt Dich schon mal entscheiden, ich empfehle, Entspannung, Spass und die Weltvergessen, dann ganz in Ruhe zugucken, wie der Pfeil das Kill zentriert oder auch nicht. Wenn Dein Kopf frei ist, kann er dann den Körper lenken. Ja, und da nun mal das beste Ziel das Centerkill ist ...
Re: konstanter Schussablauf
"Der Treffer ist lediglich die logische Folge der konstant korrekt angewandten Technik" 
Ich geh schon recht, dass du intuitiv schießt- sonst vergiss das...
Nimm dir Zeit, notfalls dazu nen schwächeren Bogen und leg das Ziel auch mal erst im Anker fest- mehrere Scheiben oder andere Fixpunkte.
Hilft mir recht gut nen sauberen Ablauf reinzubringen- das Gold lässt sich nur für ca.3 sek. bewusst fokussieren, die beim Einnocken zu verbrauchen ist Verschwendung!

Ich geh schon recht, dass du intuitiv schießt- sonst vergiss das...
Nimm dir Zeit, notfalls dazu nen schwächeren Bogen und leg das Ziel auch mal erst im Anker fest- mehrere Scheiben oder andere Fixpunkte.
Hilft mir recht gut nen sauberen Ablauf reinzubringen- das Gold lässt sich nur für ca.3 sek. bewusst fokussieren, die beim Einnocken zu verbrauchen ist Verschwendung!
Grüße Moe
Re: konstanter Schussablauf
Das Problem ist das Zweifeln und das " es sich selbst beweisen wollen" und zuviel Denken.
mögliche Lösung:
- mit geschlossenen Augen in den Anker gehen
- dabei nur auf die saubere Technik konzentrieren und betont ruhig atmen( gibt Sicherheit)
- Augen öffnen und mit beiden Augen das Ziel fixieren(Bogen/Pfeil ignorieren)
- Oberkörper auf das Ziel ausrichten( nicht nur den Bogenarm, sonst ändert sich der Auszug)
- Lösen
Gruß Mike
mögliche Lösung:
- mit geschlossenen Augen in den Anker gehen
- dabei nur auf die saubere Technik konzentrieren und betont ruhig atmen( gibt Sicherheit)
- Augen öffnen und mit beiden Augen das Ziel fixieren(Bogen/Pfeil ignorieren)
- Oberkörper auf das Ziel ausrichten( nicht nur den Bogenarm, sonst ändert sich der Auszug)
- Lösen
Gruß Mike
55" Hybrid 54#@29"
56" Hybrid 52#@29"
Nichts was ich schreibe ist persönlich zu nehmen, außer ich weise extra darauf hin!
Das Heute ist das Morgen von Gestern, nur ohne Illusionen!
Rettet den Wald!! Esst mehr Spechte!!
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- Wilfrid (✝)
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Re: konstanter Schussablauf
Wenn Du es wie Mike machen willst:
Ziel fixieren, Bogenarm Heben, Augen schließen, "in den Anker gehen" , lösen und dann die Augen öffnen.
Solange, bis Dir beim Auszug das Ziel vor den Augen erscheint ! Dann wechselst Du das Ziel. Du wirst sehen, irgendwann triffst Du.
Danach solltest Du auch mit geöffneten Augen treffen
Ziel fixieren, Bogenarm Heben, Augen schließen, "in den Anker gehen" , lösen und dann die Augen öffnen.
Solange, bis Dir beim Auszug das Ziel vor den Augen erscheint ! Dann wechselst Du das Ziel. Du wirst sehen, irgendwann triffst Du.
Danach solltest Du auch mit geöffneten Augen treffen
-
- Jr. Member
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- Registriert: 11.04.2011, 08:56
Re: konstanter Schussablauf
Wenn ich merke, dass ich den Schussaufbau "verschlampe" oder nicht mehr richtig ankere, lasse ich auf der Zielscheibe die Auflage weg. Da gibt´s dann kein Gold auf das man sich bewusst oder unbewusst fokussiert, sondern man kann sich ganz auf den Schußaufbau und auf´s Ankern konzentrieren (Die große Strohscheibe dient dann nur als "Pfeilbremse")
LG Kräuterhexe
LG Kräuterhexe
"Was ist das nit gifft ist? Alle ding sind gifft und nichts ist ohn gifft. Allein die dosis macht das ein ding kein gifft ist." Paracelsus
Re: konstanter Schussablauf
Dein Problem ist ein Klassiker, wenn man selbst auf einmal zuviel will. D.h. nicht, dass es leicht wieder weg geht.
Ergänzend zu oben: Stell dich wieder vor die blanke Scheibe um zu SCHIESSEN, nicht um zu TREFFEN. Diese mentale Umstellung ist wichtig! Wähle dazu einen Abstand zur Scheibe, dass der Pfeil auch im ungünstigen Fall sicher auf dem Dämpfer landet - und wenn es nur 2 Meter sind. Nimm am besten einen Bogen, der für dich kraftmäßig an der Grenze zur Unterforderung ist und konzentriere dich bei jedem einzelnen Schuss Schritt für Schritt auf einen sauberen Schussablauf. Wenn was nicht passt, absetzen und neu aufbauen. Jetzt zählt fürs erste nur die "B-Note". Du kannst dich dabei gut an dem hier dargestellten Schussablauf orientieren. Ob der Bogen nun ein Visier hat oder nicht, ist hier fürs erste ohne Bedeutung. Es geht nur um den reinen Ablauf vom Ausrichten des Standes bis zum Senken des Bogens nach dem Nachhalten - ohne zu zielen oder zu visieren.
Ergänzend zu oben: Stell dich wieder vor die blanke Scheibe um zu SCHIESSEN, nicht um zu TREFFEN. Diese mentale Umstellung ist wichtig! Wähle dazu einen Abstand zur Scheibe, dass der Pfeil auch im ungünstigen Fall sicher auf dem Dämpfer landet - und wenn es nur 2 Meter sind. Nimm am besten einen Bogen, der für dich kraftmäßig an der Grenze zur Unterforderung ist und konzentriere dich bei jedem einzelnen Schuss Schritt für Schritt auf einen sauberen Schussablauf. Wenn was nicht passt, absetzen und neu aufbauen. Jetzt zählt fürs erste nur die "B-Note". Du kannst dich dabei gut an dem hier dargestellten Schussablauf orientieren. Ob der Bogen nun ein Visier hat oder nicht, ist hier fürs erste ohne Bedeutung. Es geht nur um den reinen Ablauf vom Ausrichten des Standes bis zum Senken des Bogens nach dem Nachhalten - ohne zu zielen oder zu visieren.
Re: konstanter Schussablauf
Danke für die Antworten! Es stimmt, dass ich mich unter Druck gesetzt habe, das Ziel treffen zu müssen. Am Anfang ging es besser, da ich mit der Einstellung "Mal sehen, wie es denn so wird" geschossen habe. Ich habe mich anfangs nicht unter Druck gesetzt. Aber dann, als die Pfeilgruppen schlechter wurden, habe ich mich innerlich verkrampft und weitergeschossen mit dem Gedanken: " Jetzt muss der blöde Pfeil doch mal ins Ziel gehen!" Dass dabei der Schussablauf und auch die Gruppierung nicht besser werden kann, ist eigentlich logisch! Ich werde eure Vorschläge berücksichtigen und erst mal ein paar Weitschüsse machen. Ich werde die Zielscheibe abhängen und mich in erster Linie auf einen sauberen Ablauf konzentrieren. Das mit dem Blindschießen probiere ich auch aus.
Danke,
David
Danke,
David