Messer die 5. (ab 20.01.2011)
- Holzbieger
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Hallo Messerbauer,
Ich hab gerade mehr Zeit, da für dieses Jahr noch keine Dienstreise gehabt. Mein erstes Küchenmesser ist heute fertig geworden. Mein Messer #12 ingesamt, ein Santoku aus dem Westen.
Ein Messer dieser Größe fehlte mir in der Küche noch, also hab ich’s mir selbts gebaut. Ich wollte das Messer heute fertig bekommen so hab ich auf’s finish nicht viel Wert gelegt, es sind durchaus noch ein Paar Kratzer und Macken vorhanden die ich hätte rausschleifen können. Da das Teil aber eh für mich ist stört mich das nicht, soll ja auch benutzt werden.
Das Holz hab ich von einem Schreiner geschenkt bekommen der bei mir ein paar arbeiten erledigt hat. Ich hab ihm einige meiner Messer gezeigt. Die Messer haben ihm wohl gefallen, am nächsten Tag ruft er mich an, dass er einige Holzreste übrig hätte die sich doch sicher gut als Messergriffe machen würden – siehe Bilder.
Daten:
Länge: 220 mm
Klingenlänge: 115 mm
Klingenbreite am Rücken: 4 mm auf 0 geschliffen
Gewicht: 178 g
Stahl: 1.2379, Härte 60 HRC
Griff: Zebrano (als Hirnholz verklebt) mit schwarzem Fiber als Zwischenlage. Nieten aus Edelstahl.
So ich hoffe es gefällt. Kritik und Anregungen sind wie immer ausdrücklich erwünscht. Danke fürs schauen.
Gruß Roland
Ich hab gerade mehr Zeit, da für dieses Jahr noch keine Dienstreise gehabt. Mein erstes Küchenmesser ist heute fertig geworden. Mein Messer #12 ingesamt, ein Santoku aus dem Westen.
Ein Messer dieser Größe fehlte mir in der Küche noch, also hab ich’s mir selbts gebaut. Ich wollte das Messer heute fertig bekommen so hab ich auf’s finish nicht viel Wert gelegt, es sind durchaus noch ein Paar Kratzer und Macken vorhanden die ich hätte rausschleifen können. Da das Teil aber eh für mich ist stört mich das nicht, soll ja auch benutzt werden.
Das Holz hab ich von einem Schreiner geschenkt bekommen der bei mir ein paar arbeiten erledigt hat. Ich hab ihm einige meiner Messer gezeigt. Die Messer haben ihm wohl gefallen, am nächsten Tag ruft er mich an, dass er einige Holzreste übrig hätte die sich doch sicher gut als Messergriffe machen würden – siehe Bilder.
Daten:
Länge: 220 mm
Klingenlänge: 115 mm
Klingenbreite am Rücken: 4 mm auf 0 geschliffen
Gewicht: 178 g
Stahl: 1.2379, Härte 60 HRC
Griff: Zebrano (als Hirnholz verklebt) mit schwarzem Fiber als Zwischenlage. Nieten aus Edelstahl.
So ich hoffe es gefällt. Kritik und Anregungen sind wie immer ausdrücklich erwünscht. Danke fürs schauen.
Gruß Roland
- klaus1962
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Tolles Küchenmesser.
Also, ich seh keine Kratzer.
Ist die Klinge auch selbst gemacht oder gekauft ?
Gruß
Klaus

Also, ich seh keine Kratzer.
Ist die Klinge auch selbst gemacht oder gekauft ?
Gruß
Klaus
- Holzbieger
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Die Klinge hat schon einige Kratzer, sind nur auf den Bildern nicht zu sehen.
Ich mache meine Klingen immer selbst. Nicht geschmiedet, das geht bei mir in Keller nicht. Ich kaufe immer den Stahl und forme die Klinge im "stock removal". Das einzige was ich meist nicht mache ist härten. Ich hab das zwar mal gelernt aber ich habe derzeit keinen gescheiten Brenner von einem Härteofen ganz zu schweigen.
Gruß
Roland
Ich mache meine Klingen immer selbst. Nicht geschmiedet, das geht bei mir in Keller nicht. Ich kaufe immer den Stahl und forme die Klinge im "stock removal". Das einzige was ich meist nicht mache ist härten. Ich hab das zwar mal gelernt aber ich habe derzeit keinen gescheiten Brenner von einem Härteofen ganz zu schweigen.
Gruß
Roland
- Galighenna
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Das geht mit Holzkohle in einem Grill auch sehr prima! Mit ein bischen Geschick lässt sich das gute Stück sehr schön gleichmäßig mit Kohlestückchen komplett einpacken und durch leichtes Pusten kann man ziemlich genau die gewünschte Glühtemperatur erreichen.Ich hab das zwar mal gelernt aber ich habe derzeit keinen gescheiten Brenner von einem Härteofen ganz zu schweigen.
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
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- Tom Tom
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Zwar n bischen klein für meinen Geschmack aber schick geworden
lg Tom Tom
lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit
Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)


LG. Daniel
Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Insgesamt gefallen mir die Messer gut, aber
auf dem geschliffenen Bereich sind doch noch einige starke Riefen zu erkennen (nach den Fotos) da könnt man noch etwas sauberer schleifen...
Ist zwar ne Schweinearbeit aber lohnt sich meiner Meinung, v.a. wenn man dann als Kontrast den Zunder auf der oberen Hälfte des Messers hat
Den Griff find ich gut, die Verklebung sieht auch gut aus. Mit was hast du die Griffe behandelt (Lack, Öl...) als Kochmesser werden die sicher auch mal nass, schmutzig etc. am Griff.
Aja hast du die Messer aus ner Spiralfeder oder ner Plattfeder gemacht?
Gruß
Hairun

auf dem geschliffenen Bereich sind doch noch einige starke Riefen zu erkennen (nach den Fotos) da könnt man noch etwas sauberer schleifen...
Ist zwar ne Schweinearbeit aber lohnt sich meiner Meinung, v.a. wenn man dann als Kontrast den Zunder auf der oberen Hälfte des Messers hat

Den Griff find ich gut, die Verklebung sieht auch gut aus. Mit was hast du die Griffe behandelt (Lack, Öl...) als Kochmesser werden die sicher auch mal nass, schmutzig etc. am Griff.
Aja hast du die Messer aus ner Spiralfeder oder ner Plattfeder gemacht?
Gruß
Hairun
Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
... Die Riefen die zu sehen sind, sind leider nicht wegzubekommen ohne, dass ich pro Messer 5 Stunden poliere. Zur Zeit suche ich da ne bessere Arbeitstechnik, die es mir erlaubt auch wirklich absolut spiegelglatt zu polieren. Bei kleineren Messern geht das einfacher. Geradebei dem großen habe ich schon Stunden poliert und geschliffen, um was auszurichten. Hat aber keine Wirkung gezeigt. Ich brauche einfach noch mehrere Zwischeninstanzen zwischen polierscheibe auf der Flex und Feinpolitur mit Schwabbelscheibe. da werde ich mir noch einige Wassersteine Kaufen, um diesen Effekt erreichen zu können.
(sollte jetzt nicht so klingen, dass ich mir die Arbeit nicht machen würde, aber diesmal hat mich mein Durchhaltevermögen eindeutig im Stich gelassen
)
Zum Material: Blattfeder eines Alten LKW
LG. Daniel
(sollte jetzt nicht so klingen, dass ich mir die Arbeit nicht machen würde, aber diesmal hat mich mein Durchhaltevermögen eindeutig im Stich gelassen

Zum Material: Blattfeder eines Alten LKW
LG. Daniel
Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Fein, fein Daniel, damit würde ich auch gern mein Gemüse mit schneiden.
Zur Zeit muß ich noch mit einen Damastmesser aus dem Laden wo es aldi guten Sachen gibt ausharren.
Ich hab ja letzte Woche auch mal an einem Rohling rumgeschliffen, da geht am besten ne langsam laufende Flex mit Schleifsteinen in verschiedenen Körnungen mit Wasserzufuhr. Ich hab so eine Maschine zur Steinbearbeitung mit Drehzahleinstellung. Welche Wassersteine willst du den auf die Flex aufziehen, das funst nicht mit der hohen Flexdrehzahl oder hab ich hier etwas verwuchselt?
Zur Zeit muß ich noch mit einen Damastmesser aus dem Laden wo es aldi guten Sachen gibt ausharren.

Ich hab ja letzte Woche auch mal an einem Rohling rumgeschliffen, da geht am besten ne langsam laufende Flex mit Schleifsteinen in verschiedenen Körnungen mit Wasserzufuhr. Ich hab so eine Maschine zur Steinbearbeitung mit Drehzahleinstellung. Welche Wassersteine willst du den auf die Flex aufziehen, das funst nicht mit der hohen Flexdrehzahl oder hab ich hier etwas verwuchselt?

Grüße vom Vulkan
Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
nene
mit Wasserschleifsteine mein ich Blöcke, welche dann zum Schleifen mit der Hand benutzt werden. Auf der flex ist die letzte Instanz immer das feine Polierfilz 
LG. Daniel


LG. Daniel
- Holzbieger
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Genau da ist der Hase begraben, wenn ich deine arbeitsweise richtig verstehe gehts Du von der Flex gleich auf Poliermittel. Mit polieren bekommst Du keine tiefen Riefen entfernt.Selfbower hat geschrieben:... Die Riefen die zu sehen sind, sind leider nicht wegzubekommen ohne, dass ich pro Messer 5 Stunden poliere. Zur Zeit suche ich da ne bessere Arbeitstechnik, die es mir erlaubt auch wirklich absolut spiegelglatt zu polieren. Bei kleineren Messern geht das einfacher. Geradebei dem großen habe ich schon Stunden poliert und geschliffen, um was auszurichten. Hat aber keine Wirkung gezeigt. Ich brauche einfach noch mehrere Zwischeninstanzen zwischen polierscheibe auf der Flex und Feinpolitur mit Schwabbelscheibe. da werde ich mir noch einige Wassersteine Kaufen, um diesen Effekt erreichen zu können.
(sollte jetzt nicht so klingen, dass ich mir die Arbeit nicht machen würde, aber diesmal hat mich mein Durchhaltevermögen eindeutig im Stich gelassen)
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LG. Daniel
Nimm Schmirgelpapier/leinen. Kleb dieses auf ein Stück Hartholz und dann leg los. Fang mit Körnung 100 und gehe erst auf die nächst feinere Stufe wenn Du nur noch das Schliffbild des 100 er siehst. Ich Stufe meist in 100er Schritten ab gehe selten feiner als 600. (andere stufen anderst ab).
Wenn Du zu schnell zu fein gehts bekommt Du tiefe Riefen nicht heraus sondern polierst diese nur.
Geht dies in Minuten? Nein, Du must schon mit ein paar Stunden rechnen aber sicher keine 5. Und wenn Du alle Riefen vor dem härten entfernst gehts nochmals leichter.
Ach ja, das wichtigste zum Schluß, die Messer sind schön geworden.
Gruß
Roland
- Wilfrid (✝)
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Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
Für die Freunde der Flex:
120er Putzscheibe , so eine richtig "platte" und Öl aufs Messer. wird nahezu spiegelblank und wenn ihr nicht rangeht wie Blücher auch nicht blau. Gibt nur nen ganz leicht bläulichen Schimmer und die Klingen rosten dan kaum
120er Putzscheibe , so eine richtig "platte" und Öl aufs Messer. wird nahezu spiegelblank und wenn ihr nicht rangeht wie Blücher auch nicht blau. Gibt nur nen ganz leicht bläulichen Schimmer und die Klingen rosten dan kaum
Noch ein Bollockdagger (Hoden- /Nierendolch)
Hallo zusammen,
zur Abwechslung habe ich mal was für mich selbst gebaut
Der Griff ist recht exakt nach einem Bodenfund aus Hameln gearbeitet, der jedoch eine zweischneidige Klinge aufweist. Ich habe mich aus praktischen Gründen für eine Dolchmesserform entschieden. Der Griff ist aus Rüster, die Scheide hat einen Buchenkern und ist mit Kalbsleder bezogen. Alle Beschläge sind aus Messing und verzinnt.
Die Klinge ist aus C45 (nicht geschmiedet), gehärtet und angelassen.
Maße:
Länge Klinge: 25cm
Breite Klige am Griff: 28mm
Dicke Klinge am Griff: 7mm
Gesamtlänge: 36,7cm





zur Abwechslung habe ich mal was für mich selbst gebaut

Der Griff ist recht exakt nach einem Bodenfund aus Hameln gearbeitet, der jedoch eine zweischneidige Klinge aufweist. Ich habe mich aus praktischen Gründen für eine Dolchmesserform entschieden. Der Griff ist aus Rüster, die Scheide hat einen Buchenkern und ist mit Kalbsleder bezogen. Alle Beschläge sind aus Messing und verzinnt.
Die Klinge ist aus C45 (nicht geschmiedet), gehärtet und angelassen.
Maße:
Länge Klinge: 25cm
Breite Klige am Griff: 28mm
Dicke Klinge am Griff: 7mm
Gesamtlänge: 36,7cm





Zuletzt geändert von Edradour am 14.03.2012, 19:13, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Messer die 5. (ab 20.01.2011)
schickes teil, sieht nach vieeeeel arbeit aus
, kannst du vielleicht noch was zur größe sagen? und, hast du die klinge selbst gefertigt?
lg
redeye

lg
redeye