schön, dass du dich da ran machst.

Zwei Bogen gleichzeitig bzw. leicht versetzt zu bauen, ist ein guter Plan. Da kann man beim zweiten die Fehler aus dem ersten vermeiden.
7 mm sind zu viel, allerdings kann man im Spleiß ruhig soviel Tiefe lassen und dann aber den Rahmen bzw. Wurfarm im Holzrahmen runtertillern.
Merksatz: Der Holzrahmen muss sich wie ein normaler Bogen mind. auf 26" ausziehen lassen. Viele testen das nicht und haben später Probleme.
Die Haupt-Knackpunkte sind später die Übergänge von Griff zu Wurfarm und von Wurfarm zu Siyah.
Merksatz: Unter der Wicklung darf sich nichts bewegen. Da muss man also erstmal etwas mehr an Materialdicke draufpacken.
Was die Elastizität von Sehnenmaterial angeht: Vergiss es! Das ist unerwünscht; die müssen reißfest sein und basta!

Bislang konnte ich auch noch keinen Unterschied feststellen zwischen Sehnen von trainierten Tieren und von untrainierten (woher weiß ich das überhaupt?). Wenn die Sehne nichts taugt, dann ist sie meist schlecht zubereitet (erhitzt).
Bambus als Action-Boo habe ich noch nicht verwendet, wohl aber normales Bambus. Osage geht sicher auch sehr gut. Das Gewicht kann man, wie du selbst sagst, bei einem Streifen von 500 x 35 x 5 mm getrost vergessen. Ich habe schon authentische Bogen aus Pflaumenholz und Ulme gesehen, auch nicht gerade leichte Hölzer.
Immer wieder liest man, das der Holzkern keine so große Rolle spielt, weil er in der Mitte liegt. Das ist nicht richtig. Bei Verwendung von rund 3 mm Sehnenschicht, 5 mm Holz und 4-6 mm Horn liegt der Holzkern näher am Rücken und da das Holz mehr als ein Drittel der Schichtdicke ausmacht, ist es auch relevant. Zudem: 5 mm Ahorn oder 5 mm Osage als Holzrahmen sind schon ein gewaltiger Unterschied in der Leistung.
Zahnung in Zahnhobel einschleifen: Eine Dremel-Flexscheibe von gegebener Stärke (1 mm oder 1,5 mm) für eine Rechteckverzahnung geht am leichtesten. Auf der Klinge mit Nadel die Tiefe anreißen, ebenso die Aufteilung der Zähne. Ist mühsam, aber nur einmal nötig. Dann einen Tiefenanschlag setzen und den Dremel im rechten Winkel nach unten bewegen und Schlitzbreite gleich Zahnbreite herstellen. Spitze (dreieckige Zähne) sind schwieriger herzustellen.
Rechteckzähne haben die dreifache Klebefläche, Dreieckzähne nur die doppelte wie flach verleimt.