Toll, dass sich so eine Diskussion draus entwickelt hat. Da ist man zwei Tage nicht da und findet dann so viele interessante Beiträge!
Ich will dennoch noch einmal Carl Gustav Jung mit seiner Theorie des "kollektiven Unbewussten" einbringen. Da keiner drauf einstieg, geh ich fast davon aus, dass diese Theorie doch nicht so verbreitet ist wie ich dachte. Ich bin weder Esoterik-Fan noch Psycho-Tante, aber die Psychologie hat doch so ihre Berechtigung als Wissenschaft.
Ich verlinke mal eben faul wie ich bin
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ko ... sstes.html
Für mich ist das eine sehr gute Erklärung zumindest in Bezug auf den Menschen. Warum Aale in die Saragossa-See wandern, um zu laichen, wird allerdings nicht wirklich beantwortet
Ich hab aber noch was zu merken an Rabes Statement, dass der Mann per se intelligenter war. Ich schreibe mit Absicht "war", weil die Frauen haben definitiv aufgeholt

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Edit: Der Rabe ist unschuldig, ich hab was durcheinander gebracht, aber dennoch will ich Folgendes stehen lassen:Männer konnten zur Jagd, weil Frau damals nicht nur 8 Wochen Mutterschutz hatte, um es mal überspitzt zu formulieren. Nein, ich bin keine, die sich auf Schwangerschaft, Mutterschaft oder Periodenschmerzen ausruht. Aber Fakt ist, dass eine schwangere Frau ab einem gewissen Schwangerschaftsalter nicht mehr so einfach durch die Wälder rennt und jagt. Da bleibt ihr nur das Beeren pflücken und kochen...
Ist das kleine Menschenkind mal da, dann gibt es eben nicht Onkel Milupa und Onkel Hipp in der Steinzeit, sondern da wird gestillt so lange es geht, weil das Kind dadurch am wenigsten hungern muss. D. h. Säugling hängt bestimmt zwei Jahre an der Brust und ist ständig mit dabei. Da springt Frau auch nicht locker und leicht über Stock und Stein.
Da die Frauen die Kinder bekommen und es auch schon in der Steinzeit Hormone gab, die einfach auch Triebe steuerten, war der Nestbautrieb ihr Metier, sicherlich ging sie auch damals darin auf. Sie war auch früher und öfter schwanger als die heutigen Frauen, d.h. die Hormone hatten überproportional viel Zeit zu wirken.
Soooo und was tat Frau? Suchte sich den besten, stärksten, intelligentesten Mann, der eben am besten für sie sorgen konnte. D. h. die Intelligenz der Frau hat die des Mannes gefördert, denn die weniger intelligenten starben aus...
Oder waren es doch nur die Hormone und die Triebe? Egal!
Jedenfalls kann ich ja mal gar nicht damit leben, wenn dem Mann jetzt auch noch per se die höhere Intelligenz zugeordnet wird.
Fakt ist: Kein Geschlecht hätte ohne das andere überlebt und ich finde es schade, wenn immer noch das Klischee der Hausfrau herrscht bzw. die Hausfrau per se als "unwichtig für die Evolution" abgetan wird. Auch wenn ich selbst eine schlechte Hausfrau bin und der klassischen Frauenrolle so gar nichts abgewinnen kann, schätze ich dennoch deren Arbeit. Ich hab auch schon gehört, dass heutzutage eben nicht mehr die Jäger und Sammler gefragt sind, sondern die Männer, die auch Staubsaugen, kochen und Windeln wechseln können....
Außerdem ist das Bild der Frau in der heutigen Gesellschaft auch wirklich von dem Bild der Frau der letzten 40 Jahre geprägt. Soll ich mal an die Bäuerinnen erinnern, die ihre Kinder auf dem Acker schmissen, weil der Mann nicht kräftig genug war, die Kartoffeln alleine reinzuholen und auch nicht clever genug, um genügend Geld anzuschaffen, dass man sich Magd Mechthild und Knecht Karl leisten konnte?
Oder an die Trümmerfrauen?
Sorry, ich bin nun völlig off topic, aber das musste einfach raus...