Scheibe aus Wellpappe
- Pogona vitticeps
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Scheibe aus Wellpappe
Hallo erstmal.
Ich bin an eine größere Menge ziemlich stabile Wellpappe rangekommen und wollte jetzt ne neue Zielscheibe draus bauen, da mein Strohballen nicht mehr hält.
Die Pappe ist zwischen 6 und 14mm stark und 2-, bzw. 3-wellig.
Um den Verschnitt gering zu halten, wäre eine Breite von 77cm und eine Tiefe von 17cm ideal.
Meine Frage ist jetzt, ob die Tiefe reicht um die Pfeile von meinem ca. 45# starken Glasrecurve zu stoppen.
Aufbau sollte so aussehen:
Ich bin an eine größere Menge ziemlich stabile Wellpappe rangekommen und wollte jetzt ne neue Zielscheibe draus bauen, da mein Strohballen nicht mehr hält.
Die Pappe ist zwischen 6 und 14mm stark und 2-, bzw. 3-wellig.
Um den Verschnitt gering zu halten, wäre eine Breite von 77cm und eine Tiefe von 17cm ideal.
Meine Frage ist jetzt, ob die Tiefe reicht um die Pfeile von meinem ca. 45# starken Glasrecurve zu stoppen.
Aufbau sollte so aussehen:
„Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.“ Albert Einstein
Re: Scheibe aus Wellpappe
joa, geht.
kommt auf den druck an. oben und unten ein brett, mit 4 gewindestangen und muttern verbinden und schön dicht pressen.
kommt auf den druck an. oben und unten ein brett, mit 4 gewindestangen und muttern verbinden und schön dicht pressen.
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Onslow Skelton
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Ei gude,
da du einen Glasrecurve schießt gehe ich mal davon aus dass du auch eventuell „dünne“ Carbonpfeile benutzt.
Bei mir haben diese Pfeile meine Pappscheibe (tiefe 15 cm), die genauso aufgebaut war, durchschlagen. Dass Zuggewicht des Bogens betrug nur 30#.
Wenn du auf der sicheren Seite sein willst empfehle ich dir eine mindest tiefe von 25 cm.
Gruß,
Frank
da du einen Glasrecurve schießt gehe ich mal davon aus dass du auch eventuell „dünne“ Carbonpfeile benutzt.
Bei mir haben diese Pfeile meine Pappscheibe (tiefe 15 cm), die genauso aufgebaut war, durchschlagen. Dass Zuggewicht des Bogens betrug nur 30#.
Wenn du auf der sicheren Seite sein willst empfehle ich dir eine mindest tiefe von 25 cm.
Gruß,
Frank
Ich bin nicht auf der Welt um zu sein,
wie andere mich gerne hätten!
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Re: Scheibe aus Wellpappe
oder einfach ein paar Jutesäcke zwischen einzelne Lagen. Die bremsen gut und man bekommt sie auch günstig .
Gruss Gerhard
lieber ein .. haben und nicht brauchen, als ein .. brauchen und nicht haben
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- Pogona vitticeps
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Erstmal Danke für die Antworten.
Ja, ich schieße Carbonpfeile (Easton Powerflight 500 mit 125gr Spitzen).
Sind Gewindestangen nicht zu hart, falls ich mal eine treffe? Eine Metallstange in einem 3d-Tier hat mich schonmal nen Pfeil gekostet.
Da war allerdings auch nur ca. 1cm Schaum drüber.
In einem halben Jahr soll es eh nen neuen, stärkeren Bogen geben. (Mein jetziger ist nur gemietet)
Wäre also besser eher mehr Tiefe als momentan nötig zu nehmen.
25cm müsste auch machbar sein. Muss ich nochmal messen und rechnen.
Ja, ich schieße Carbonpfeile (Easton Powerflight 500 mit 125gr Spitzen).
Sind Gewindestangen nicht zu hart, falls ich mal eine treffe? Eine Metallstange in einem 3d-Tier hat mich schonmal nen Pfeil gekostet.
In einem halben Jahr soll es eh nen neuen, stärkeren Bogen geben. (Mein jetziger ist nur gemietet)
Wäre also besser eher mehr Tiefe als momentan nötig zu nehmen.
25cm müsste auch machbar sein. Muss ich nochmal messen und rechnen.
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Onslow Skelton
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Ei gude,
Alternativ kannst du dass auch mit einem Spanngurt machen.
Du schichtest die Pappe zwischen 2 stabilen Brettern die sich unter Spannung nicht wölben und ziehst dass ganze mit einem breiten Spanngurt zusammen. Am besten einer mit einer Ratsche im Verschluss. Nimm nicht so ein billig teil sondern einen guten. Der kostet auch nicht die Welt.
Gruß,
Frank
Alternativ kannst du dass auch mit einem Spanngurt machen.
Du schichtest die Pappe zwischen 2 stabilen Brettern die sich unter Spannung nicht wölben und ziehst dass ganze mit einem breiten Spanngurt zusammen. Am besten einer mit einer Ratsche im Verschluss. Nimm nicht so ein billig teil sondern einen guten. Der kostet auch nicht die Welt.
Gruß,
Frank
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Was man wissen muss:
Das Problem bei Pappe ist, dass sie aus kreuz und quer verlaufenden Fasern besteht, die wenig elastisch sind. Dringt ein Pfeil ein, werden viele Fasern zerrissen anstatt auszuweichen. Nach dem Ziehen verbleibt an der Stelle daher ein Loch.
Ein weiterer Treffer dicht NEBEN dem Loch macht nicht nur das Selbe, er kann zudem dazu führen, dass ein Querriss zu dem 1. Loch entsteht.
Bei Schaumstoffen wie Ethafoam ist das anders. Die einzelnen Kunststoffhüllen und -brücken der Schaumblasen sind sehr elastisch. sie weichen zu großen Teilen aus und kehren nach dem Ziehen des Pfeils in die ursprüngliche Position zurück. Trifft ein Pfeil an die selbe Stelle oder daneben, ist die Reibung trotzden kaum reduziert.
Die Lebensdauer einer Pappscheibe ist deitlich geringer.
bei jedem Beschuss büßt die Pappscheibe einen Teil ihrer Widerstandkraft ein, und damit auch die Stoppwirkung, denn alle verdrängten oder gerissenen Fasern führen zu reduzierter Reibung im direkten Umfeld.
Du musst also damit rechnen, dass nach viel kürzerer Zeit als bei einer Schaumstoff-Scheibe der Moment kommt, wo Pfeile - zuerst nur an bestimmten Stellen - durch gehen! Das bitte zur Sicherheit einberechnen!
Rabe
Das Problem bei Pappe ist, dass sie aus kreuz und quer verlaufenden Fasern besteht, die wenig elastisch sind. Dringt ein Pfeil ein, werden viele Fasern zerrissen anstatt auszuweichen. Nach dem Ziehen verbleibt an der Stelle daher ein Loch.
Ein weiterer Treffer dicht NEBEN dem Loch macht nicht nur das Selbe, er kann zudem dazu führen, dass ein Querriss zu dem 1. Loch entsteht.
Bei Schaumstoffen wie Ethafoam ist das anders. Die einzelnen Kunststoffhüllen und -brücken der Schaumblasen sind sehr elastisch. sie weichen zu großen Teilen aus und kehren nach dem Ziehen des Pfeils in die ursprüngliche Position zurück. Trifft ein Pfeil an die selbe Stelle oder daneben, ist die Reibung trotzden kaum reduziert.
Die Lebensdauer einer Pappscheibe ist deitlich geringer.
bei jedem Beschuss büßt die Pappscheibe einen Teil ihrer Widerstandkraft ein, und damit auch die Stoppwirkung, denn alle verdrängten oder gerissenen Fasern führen zu reduzierter Reibung im direkten Umfeld.
Du musst also damit rechnen, dass nach viel kürzerer Zeit als bei einer Schaumstoff-Scheibe der Moment kommt, wo Pfeile - zuerst nur an bestimmten Stellen - durch gehen! Das bitte zur Sicherheit einberechnen!
Rabe
- Markus
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Ich kenne Pappscheiben, wo die einzelnen Lagen mit Wasserglas verklebt wurden. Da sind sonst keine Gewindestangen etc. verwendet. Die Scheiben waren nicht schlecht, aber auch rund 40-50-cm tief und richtig schwer.
Ob und wie Wasserglas verwendet werden soll - keine Ahnung. Ist nur Hörensagen
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- Snake-Jo
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Nein, alles falsch. Man orientiert die Pappscheiben so, dass man quasi in die Well-Löcher schießt. Und dann reicht eine Tiefe von 10 cm für den stärksten Compound, wenn man ordentlich über Gewindestangen verspannt. Irgenwann hatte ich mal eine Bastelanleitung eingestellt, hier vorab ein Bild.
Die Wellpappe wird flächig mit Tapetenkleister für schweres Material verklebt ( pressen!). So ein Quadratmeter Pappe in einer Dicke von rund 7 cm hält zuverlässig die Pfeile. Allerdings wird sowas schnell zerschossen, weil - wie Rabe schreibt - die Löcher nciht zugehen. Hat die Scheibe nun ihr Lebensalter erreicht, fängt die BasteLarbeit an. Der Quadratmeter Scheibe in der Schichtdicke von 7 cm wird auf der Kreissäge oder Bandsäge in 10 cm breite Streifen zersägt und diese werden nun um 90° gedreht in einen Rahmen eingespannt: 2 Bohlen, 2 Gewindstangen 14 mm. Sowas hält jetzt bei mir 15 Jahre (!!!!!)
.
Ab und zu tausche ich ein paar der Streifen aus, geht ja ganz einfach.
Die Wellpappe wird flächig mit Tapetenkleister für schweres Material verklebt ( pressen!). So ein Quadratmeter Pappe in einer Dicke von rund 7 cm hält zuverlässig die Pfeile. Allerdings wird sowas schnell zerschossen, weil - wie Rabe schreibt - die Löcher nciht zugehen. Hat die Scheibe nun ihr Lebensalter erreicht, fängt die BasteLarbeit an. Der Quadratmeter Scheibe in der Schichtdicke von 7 cm wird auf der Kreissäge oder Bandsäge in 10 cm breite Streifen zersägt und diese werden nun um 90° gedreht in einen Rahmen eingespannt: 2 Bohlen, 2 Gewindstangen 14 mm. Sowas hält jetzt bei mir 15 Jahre (!!!!!)
Ab und zu tausche ich ein paar der Streifen aus, geht ja ganz einfach.
- Markus
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Stimmt - so ist auch die Scheibe aufgebaut, die ich oben beschrieben habe. Man schießt von vorne in die Löcher rein, wie Jo schreibt.
- Snake-Jo
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Ich bin zuhause, habe die Seuche. Lieg halt im Bett und ab und zu Urlaub an den PC....
Jedenfalls habe ich die Bilder nicht mehr gefunden. Ich schreib bei Gelegenheit mal eine Bastelanleitung.
So eine Scheibe kostet quasi nichts und hält ewig. Wichtig ist nur, dass man ab und zu mal die Mutter an der Gewindestange nachzieht. Dadurch werden alle Löcher wieder geschlossen. Natürlich - irgendwann zerbröselt auch die beste Scheibe. Aber ich habe da immer diese Ersatzstreifen zum Austauschen, sind ja meist die 3-4 mittleren.
Jedenfalls habe ich die Bilder nicht mehr gefunden. Ich schreib bei Gelegenheit mal eine Bastelanleitung.
So eine Scheibe kostet quasi nichts und hält ewig. Wichtig ist nur, dass man ab und zu mal die Mutter an der Gewindestange nachzieht. Dadurch werden alle Löcher wieder geschlossen. Natürlich - irgendwann zerbröselt auch die beste Scheibe. Aber ich habe da immer diese Ersatzstreifen zum Austauschen, sind ja meist die 3-4 mittleren.
- Felsenbirne
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Re: Scheibe aus Wellpappe
AngeberSnake-Jo hat geschrieben:. Aber ich habe da immer diese Ersatzstreifen zum Austauschen, sind ja meist die 3-4 mittleren.
Gute Besserung!
Zuletzt geändert von Felsenbirne am 22.02.2013, 11:10, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss Matthias
Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), frz. Flieger u. Schriftsteller
Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften.
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Re: Scheibe aus Wellpappe
Super- das wird ausprobiert, danke Jo!
Erinnert ein bisschen an diese Stramit (?) Scheiben, dürfte aber noch pfeilschonender sein?!
Das ziehen sollte ja nicht schwer sein durch die geringe (?) Eindringtiefen und das nicht zurückdehnen des Materials?!
Erinnert ein bisschen an diese Stramit (?) Scheiben, dürfte aber noch pfeilschonender sein?!
Das ziehen sollte ja nicht schwer sein durch die geringe (?) Eindringtiefen und das nicht zurückdehnen des Materials?!
Grüße Moe
- Snake-Jo
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Re: Scheibe aus Wellpappe
@Felsenbirne: Wie, ist das bei dir nicht so?
Mal im Ernst: ALLE Scheibenfänge lösen sich zuerst in der Mitte auf, so gibt es eben auch für Stramit-Scheiben austauschbare Mitten.
@Moem: Naja, ich denke da eher an folgende Vorteile:
- kostet fast nix
- kann man gut selber machen
- thermische Entsorgung möglich
- hält lange
Mal im Ernst: ALLE Scheibenfänge lösen sich zuerst in der Mitte auf, so gibt es eben auch für Stramit-Scheiben austauschbare Mitten.
@Moem: Naja, ich denke da eher an folgende Vorteile:
- kostet fast nix
- kann man gut selber machen
- thermische Entsorgung möglich
- hält lange