Frage zum Pfeilbau

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tarek
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Beitrag von tarek »

wofür bestellst du so viel ?
Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu f?rchten...
(Sunzi-Die Kunst des Krieges)
silvio
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Beitrag von silvio »

ich mache manchmal meine schäfte auch selbst. weidenruten aus dem wald, entrindet und zu bündel zusammengeschnürt. nach 2 monaten trocknen nimm ich die geradesten und hoble sie auf einem pfeilrichtbrett zurecht. kleine krümmungen kann man über einer kerzenflamme begradigen.
sie sind optisch nicht ganz so perfekt wie die industriellen, aber sie fliegen genausogut und es ist einfach ein tolles traditionelles gefühl, rohstoffe direkt aus der natur zu beziehen.
PeLu
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Beitrag von PeLu »

@Silvio: Ohne es selbst ausprobiert zu haben, schätze ich ein 9mm Weidenstangerl auf einen Spine von nicht mehr als 25-30#.

Irre ich da oder kann das sein?

@tarek: Es ist eigentlich recht sinnvoll eine entsprechende Menge auf einmal zu kaufen, da dann das Material eher gleichmässig ist.

@Zentauer: hast Du die ausgespint?
Harbardr
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Beitrag von Harbardr »

@tarek
..hört sich nach viel an, wenn man so 100 Schäfte auf einmal bestellt, aber Du musst bedenken, dass der Spinewert innerhalb der Gruppen (nimm als Beispiel 50/55#) sehr stark schwanken kann (beim aAusspinen v. Hand haste da mal schnell Spinewerte von 48# bis knapp 60#), von den Gewichtsschwankungen ganz  zu schweigen.
Um eine Serie (z.B. 6 Stk., o. 12Stk.) gleicher Pfeile zu erreichen, die auch zu Deinem Bogen passen, ist's daher allemal besser / notwendig eben mehr Schäfte zu erwerben.
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

... das mit den Spinewertabweichungen kann ich bestätigen, is ein ewiges Ärgernis, so lange man keinen Spinetester hat..

Hatte gerade wieder den Fall: 2 Pfeile flogen immer zu weit links (= zu steif). Habe extra ein Bändchen um den Schaft gebunden, un zu kontrolliern, ob es immer die selben sind... Es sind...

Rabe
PeLu
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Beitrag von PeLu »

@Rabenherz: warum?

Da setzt man sich in's Geschäft bei Kaffee und Kuchen und misst die Schäfte aus (Quicht und Spine).
Spinetester und genaue Waage gibt es natürlich dort, sonst wäre es ja kein Geschäft wo es sich hinzugehen lohnt.

Allerdings hat man dann auch eine Ausrede weniger .-)   (aber Du bist eh der vorletzte der sowas brauchen würde)
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

@pelu
danke für den Blumenstrauss, lach.. Dass ich die Schäfte nicht im Geschäft auswiege, hat den banalen Grund, dass die sowieso schon genervt sind, wenn ich die Dinger (bzgl. gerade sein) handverlese. Wenn ich dann noch anfange, die 10, die ich aus 100 ausgesucht habe, nachzuwiegen, fürchte ich, dass ich rausfliege... :-D
(Jetzt schreibe mir bloss keiner, dass man Schäfte auch richten kann; ich BIN ZU FAUL DAFÜR!!)

Rabe
PeLu
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Beitrag von PeLu »

Dann muss es eben soweit kommen, dass die Deine Anwesenheit als Ehre einschätzen und froh sind, wenn Du das machst. Weil so nebenbei sortierst Du ihnen ja auch die völlig unpassenden heraus (also die für die Nebenschachtel).
Respektive die Ausreisser an Geradheit und Gewicht in die Schachtel mit der Aufschrift 'für Internetbestellungen' reintun .-)
Und bisweilen kommt man ja auch drauf, dass wo die Aufschrift der Schachtel nicht passt.

In der Zeit, die Du zum Richten eines Schaftes brauchst, hast Du leicht ein Dutzend Schäfte ausgemessen, oder?

Mir z.B. sind solche Sachen bei einen Händler wichtiger als die letzten Prozente, die man rausquetscht.

Wir (drei von hier .-) waren am Freitag bei der Geschäftseröffnung des Robert Placereano und haben mit Freude den gemütlichen Tisch im Eckerl benützt. Da können nicht nur genervte, nicht ganz so im Detail bogenintressierte Angehörige einen Kaffee schlürfen, sondern eben auch unsereiner Schäfte ausmessen. Bei unserem nächstliegenden Händler ist das ähnlich.
Freilich hilft es da ungemein, wenn man die Leut schon besser kennt.

Schäfte richten tue ich auch keinesfalls. Wie man in Wien (Gruss an Mosh!) so schön sagt: 'Mia wean kan Richta brauchn', also 'wir werden keinen Richter benötigen' .-)

Eigentlich hat man dann ja sogar drei Ausreden weniger  (Quicht, Spine und Geradizität). Aber das ist ja ein anderer Thread.
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

@pelu

Du lebst ja auch in einer Region, wo man als Bogenschütze nicht in die selbe exotische Ecke wie Maulwurfstrainer oder Drachentöter gestellt wird, schnief; hier im Norden von Old Germany muss ich froh sein, dass es überhaupt ein Fachgeschäft gibt, in das man ohne Mitgliedskarte und psychologische Unbedenklichkeitsbescheinigung rein kommt...Das wissen auch die Händler und benehmen sich entsprechend...
Seufz...

Rabe
PeLu
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Beitrag von PeLu »

Ja, ich bin mir dieser Gnade des Herrn durchaus bewusst. Das witzige ist auch, dass diese beiden genannten Händler sich auch meist bei auf den ersten beiden Plätzen der hiesigen Primitivbogenklassenwertungen treffen.

Bei denen im Geschäft ist es eher so dass die nicht tradtionellen Teile (z.B. für Radlbogenschützen) als Nebenprodukte gehandelt werden (kann aber mein subjektives empfinden sein).

Gut, zurück zu den Pfeilen:
Angenommen man schwälge im Luxus, sortiert die Schäfte zuerst nach Geradheit, dann nach Spine und letzlich nach Quicht.

Dann kamm mir noch der Gedanke: Hat jemand schon einmal sonst gleiche Schäfte nach dem 'vertikalen' Spine sortiert? Unterscheiden sie sich da wesentlich?
(Nicht dass ich glaube dass das bei mir irgendwas ausmachen würde, es intressiert mich mehr theoretisch).
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york
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Beitrag von york »

@PeLu

über senkrechte Spinemessung findest einen absatz im TB Nr.2 Herbst96 /Seite 26 - vielleicht leich i das amoi ;-) *g*
>>>>=========================================================>
Man sollte sich lieber durch Schweigen zum Idioten machen, als durch einige Worte alle Zweifel auszuräumen.
silvio
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Beitrag von silvio »

@PeLu:
Hab zwar keinen Spinetester, aber die Weidenschäfte haben kein anderes Flug/ Abschussverhalten wie die gekauften Zedernschäfte mit 55-60#.
Man sollte allerdings die Weidenruten nur im späten Herbst/Anfang Winter schneiden, da sind sie sehr hart und zäh.
Meine Bögen sind aber alle Centershoot, da ist das mit dem Spinewert und dem Pfeilparadoxon eh nicht so wichtig.
Mongol
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Beitrag von Mongol »

@ThalionDrayan
Was die Federn anbelangt, so kannst Du in der Tat alles mögliche verwenden. Wenn Du aber etwas weiches wie z.B. Taube verwendest, solltest Du prinzipiell 4fach befiedern. (Taube hab ich schon getestet - funtz sehr gut mit 4fach)
Ein kluger Mann bemerkt alles.
Ein dummer Mann macht über alles eine Bemerkung
(H. Heine)
AEIOU
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Beitrag von AEIOU »

@mongol
mit 4-fach taubenfedern ist pelu gut drauf. der kauft jährlich b-pfeile in indien - dort gibts 4-fach  taube-befiederte. ausserdem hat pelu da ganz arge "kringelspitzen" drauf. die taubenfeder is halt ein bissel klein ....
?^^^^^^? AE?OU ?^^^^^?

"Die Geschichte von Bogen und Pfeil ist die Geschichte der Menschheit."
entman
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Beitrag von entman »

@rabe
ich kann dich in deiner Deprimiertheit nur unterstützen...hier in der Weltstadt Hamburg gibt es sage und schreibe 2!!!!!!!  Bogengeschäfte...das eine, also "Super Shot" ist so angelegt, dass man wenn man dort traditionelles Zeugs haben will sehr ernst angesehen wird, als ob plötzlich die Notwendigkeit eines Krankenwagens mit psychlogischer Unterstützung besteht...und der andere, also "Bogensachen direkt", tja der hat Götter als Verkäufer die in einem Verein sind die Gesichtskontrolle machen, bevor darüber abgestimmt wird ob man Mitglied werden darf, was irgendwie alles sagt...in dem Götterladen ist an auswiegen nicht zu denken ! : ) Naja, vielleicht wenn Du vorher eine Waage vor Ort kaufst...

Sorry das Offtopic, aber das musste mal raus...
und da müsste mal ein anständiges Geschäft nach Hamburg...
Tradition heisst nicht die Asche aufheben, sondern die Flamme weiterreichen.
(Ricarda Huch)
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