A Goasfuas (ein Geißfuß)
A Goasfuas (ein Geißfuß)
Einen Geißfuß hab ich gebaut.
Ich wünschte ich könnte sagen ich hätte den Arbeitsaufwand nicht unterschätzt, habe aber länger dran gewerkelt als vorgesehen.
Liegt aber wohl am Aufbau, kein Schrauben, nur Nieten, Hartlöten und Schweißen (war nicht vorgesehen, mein Propanbrenner hat allerdings nicht für größere Erhitzungen ausgereicht, sodass das Löten nicht wirklich toll war).
Ausgelegt für meine mit Knochen belegte Armbrust (ohne Stegreif) für ~100Kg und mehr als 25cm Spannweg.
Funktioniert gut, obwohl die Sehne im letzten Drittel (edit) relativ stark angehoben wird, denke aber das ist immer so.
Finish partiell rustikal, Blank hätte mir im Endeffekt besser gefallen, hatte aber keine Lust die fiesen Ecken nach dem Schweißen/Löten zu putzen, also hab ich mal Bienenwachs versucht "einzubrennen" (naja...Riesensauerei, hätte erst mit Leinöl arbeiten sollen). Die knappen 100kg funktionieren recht gut aus der Hüfte(bzw. im Knien) 150kg wären bestimmt auch noch drin, allerdings durch den vergleichsweise langen Spannweg würde ich eher bei höheren Gewichten einen Neuen bauen, dann vieleicht mit Kniegelenk.
Vieleicht mach ich irgendwann noch ne art Griff dran, die Stange reicht aber auch vollkommen.
***Wann wohl meine Winde endlich mal ankommt? Bei der Verzögerung hätte ich mir auch eine bauen können, achja, hab ja noch anderes zu tun.***
Gruß Rizzar
Ich wünschte ich könnte sagen ich hätte den Arbeitsaufwand nicht unterschätzt, habe aber länger dran gewerkelt als vorgesehen.
Liegt aber wohl am Aufbau, kein Schrauben, nur Nieten, Hartlöten und Schweißen (war nicht vorgesehen, mein Propanbrenner hat allerdings nicht für größere Erhitzungen ausgereicht, sodass das Löten nicht wirklich toll war).
Ausgelegt für meine mit Knochen belegte Armbrust (ohne Stegreif) für ~100Kg und mehr als 25cm Spannweg.
Funktioniert gut, obwohl die Sehne im letzten Drittel (edit) relativ stark angehoben wird, denke aber das ist immer so.
Finish partiell rustikal, Blank hätte mir im Endeffekt besser gefallen, hatte aber keine Lust die fiesen Ecken nach dem Schweißen/Löten zu putzen, also hab ich mal Bienenwachs versucht "einzubrennen" (naja...Riesensauerei, hätte erst mit Leinöl arbeiten sollen). Die knappen 100kg funktionieren recht gut aus der Hüfte(bzw. im Knien) 150kg wären bestimmt auch noch drin, allerdings durch den vergleichsweise langen Spannweg würde ich eher bei höheren Gewichten einen Neuen bauen, dann vieleicht mit Kniegelenk.
Vieleicht mach ich irgendwann noch ne art Griff dran, die Stange reicht aber auch vollkommen.
***Wann wohl meine Winde endlich mal ankommt? Bei der Verzögerung hätte ich mir auch eine bauen können, achja, hab ja noch anderes zu tun.***
Gruß Rizzar
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Ist der Repetierhebel des ZIEGENBEINS nicht zu kurz? Zumindest sieht er so aus. Soweit ich das ZIEGENBEIN in seiner Beschaffenheit im Kopf habe, sind die Kraftübertragungsarme weitaus mehr gebogen als du es hier hast. Klappt das gut damit?
Ich denke der Hebel, der das Repetieren erleichtern soll kommt erst durch dir Krümmung des "Ziegenhorns" zu stande.
MFG
Corti
ps. Der Bereich Paderborn hat doch keinen Dialekt oder?

Ich denke der Hebel, der das Repetieren erleichtern soll kommt erst durch dir Krümmung des "Ziegenhorns" zu stande.
MFG
Corti
ps. Der Bereich Paderborn hat doch keinen Dialekt oder?


Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Hebel ist lang genug, habe schließlich kein Knie eingebaut, sodass er sowieso nicht zu den Kompakten zählt.
Die Biegung hätte vieleicht geschwungener sein können, allerdings waren mir mit meinem verfügbaren Material ein paar Grenzen, insbesondere bei den gebogenen Bereichen, gesetzt.
Habe verschiedene Ansätze gesehen, sogar welche, bei denen es praktisch keinen Rückschwung giebt.
Der Hebel muss einfach sitzen, und das tut er.
Die "Zugarme" sind auch relativ lang, wenn man aber eine Spannhilfe auf eine bestehende Armbrust ausrichten will/muss ist es immer etwas schwieriger, wie gesagt, die Funktion ist gut, ob ich nun ein paar Newton spare oder nicht ist mir dann auch egal.
Rizzar
Nein, wir sind weitgehend Dialektfrei. :-D
Die Biegung hätte vieleicht geschwungener sein können, allerdings waren mir mit meinem verfügbaren Material ein paar Grenzen, insbesondere bei den gebogenen Bereichen, gesetzt.
Habe verschiedene Ansätze gesehen, sogar welche, bei denen es praktisch keinen Rückschwung giebt.
Der Hebel muss einfach sitzen, und das tut er.
Die "Zugarme" sind auch relativ lang, wenn man aber eine Spannhilfe auf eine bestehende Armbrust ausrichten will/muss ist es immer etwas schwieriger, wie gesagt, die Funktion ist gut, ob ich nun ein paar Newton spare oder nicht ist mir dann auch egal.
Rizzar
Nein, wir sind weitgehend Dialektfrei. :-D
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Die Krümmung dürfte den Hub verringern...
Schöne Arbeit Rizzar, tolle Handwerkskunst!
Schöne Arbeit Rizzar, tolle Handwerkskunst!
Grüße Moe
- klaus1962
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Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Gratuliere, schöne Arbeit.
... und ich kann Dir nachfühlen, was das für ein Aufwand war.
Ich hatte meinen Geißfuß dreimal umgebaut (umgeschweißt), bis endlich die Geometrie für meine AB stimmte.
Nachdem er dann fertig war, kam ich zu der Erkenntnis, daß so ein GF ein äußerst unhandliches Teil ist und hab mir ein paar Wochen später ein Flaschenzug-System aus dem IN abgekupfert (nachgebaut). Das kann ich jetzt locker in die Hosentasche stecken und der GF bleibt als Deko-Objekt an der Wand.
Gruß
Klaus

... und ich kann Dir nachfühlen, was das für ein Aufwand war.
Ich hatte meinen Geißfuß dreimal umgebaut (umgeschweißt), bis endlich die Geometrie für meine AB stimmte.
Nachdem er dann fertig war, kam ich zu der Erkenntnis, daß so ein GF ein äußerst unhandliches Teil ist und hab mir ein paar Wochen später ein Flaschenzug-System aus dem IN abgekupfert (nachgebaut). Das kann ich jetzt locker in die Hosentasche stecken und der GF bleibt als Deko-Objekt an der Wand.


Gruß
Klaus
- Ritter Jos
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- Registriert: 02.02.2004, 18:52
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Schöne sehr Arbeit Martin!!!
Diese Armbrust hat einige kg. mehr . Schau dir mal den Geißfuß an. Die Rundung in den Krallen hört nicht auf, so gleitet er besser über die Windknebel
Jos
Diese Armbrust hat einige kg. mehr . Schau dir mal den Geißfuß an. Die Rundung in den Krallen hört nicht auf, so gleitet er besser über die Windknebel
Jos
Jos vom Eichsfeld
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Danke.
Eine stärkere Krümmung hätte den Hebelansatz verbessert und den Kraftaufwand verringert, davon gehe ich auch aus.
Allerdings, hätte ich noch mehr gebogen, wäre ich nicht mehr bei meinen Knebeln hinten angekommen.
Das ist eben so wenn man mit dem Material arbeiten möchte, was man noch in der Ecke hat.
Der lange Spannweg macht es sowieso kompliziert, bei einem kurzen Spannbereich kann man viel besser mit den Dimensionen spielen und hat auch noch einen viel günstigeren Hebel.
Ich kann Klaus Probleme absolut nachempfinden, ich war froh, dass es auf Anhieb funktioniert hat, ob ich nun Alles aus der Konstruktion raushole oder nicht ist im Endeffekt dann untergeordnet.
Er ist auch so gebaut, dass er eher zum Metallschrott kann, als umgebaut zu werden
Ich könnte bei dem gar nichts mehr ohne Bohrmaschine/schleifgerät zerlegen, alles eingenietet^^
Perfektionieren kann ich beim nächsten mal^^
Gruß Rizzar
p.s.: unhandlich ist er wirklich, aber ging mir ja nicht darum soetwas mit mir herumzuschleppen
Eine stärkere Krümmung hätte den Hebelansatz verbessert und den Kraftaufwand verringert, davon gehe ich auch aus.
Allerdings, hätte ich noch mehr gebogen, wäre ich nicht mehr bei meinen Knebeln hinten angekommen.

Das ist eben so wenn man mit dem Material arbeiten möchte, was man noch in der Ecke hat.
Der lange Spannweg macht es sowieso kompliziert, bei einem kurzen Spannbereich kann man viel besser mit den Dimensionen spielen und hat auch noch einen viel günstigeren Hebel.
Ich kann Klaus Probleme absolut nachempfinden, ich war froh, dass es auf Anhieb funktioniert hat, ob ich nun Alles aus der Konstruktion raushole oder nicht ist im Endeffekt dann untergeordnet.
Er ist auch so gebaut, dass er eher zum Metallschrott kann, als umgebaut zu werden

Ich könnte bei dem gar nichts mehr ohne Bohrmaschine/schleifgerät zerlegen, alles eingenietet^^
Perfektionieren kann ich beim nächsten mal^^
Gruß Rizzar
p.s.: unhandlich ist er wirklich, aber ging mir ja nicht darum soetwas mit mir herumzuschleppen
- Ravenheart
- Forengott
- Beiträge: 22358
- Registriert: 06.08.2003, 23:46
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Boah da gruselt es mich!
Wenn da (Bild oben) vom Geißfuß ein Bolzen oder eine Kralle versagt, bleibt von der linken Hand nur ein Haufen Matsch über...
Rabe
Wenn da (Bild oben) vom Geißfuß ein Bolzen oder eine Kralle versagt, bleibt von der linken Hand nur ein Haufen Matsch über...
Rabe
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Ahjo, man sollte eben nicht in der Illusion leben, dass der Umgang mit Armbrüsten ohne Risiko ist.
Die Dimensionen jedes Teiles sollten natürlich irgendwo für die Maximalbelastung locker ausgelegt sein.
Im Zweifel lieber 10 statt 8 mm Bolzen und die Krallen nicht aus "weichem" Baustahl soll schon helfen.
Die Dimensionen jedes Teiles sollten natürlich irgendwo für die Maximalbelastung locker ausgelegt sein.
Im Zweifel lieber 10 statt 8 mm Bolzen und die Krallen nicht aus "weichem" Baustahl soll schon helfen.
- Ritter Jos
- Hero Member
- Beiträge: 592
- Registriert: 02.02.2004, 18:52
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Ich habe schon welche gesehen ( Historische ), die waren viel dünner von der Metallstärke.
Die Höhe der Füße bringt Stabilität und nicht die Stärke.
Man muss das Teil ja auch noch mit schleppen.
Jos
Die Höhe der Füße bringt Stabilität und nicht die Stärke.
Man muss das Teil ja auch noch mit schleppen.
Jos
Jos vom Eichsfeld
Re: A Goasfuas (ein Geißfuß)
Er meint den Materialquerschnitt der Füße, da ist die Höhe entscheidend für die "Statik" und nicht die Breite (Stärke).
Grüße vom Vulkan