@Bergi:
Du scheinst mit viel Motivation - aber relativ wenig Information - an die Sache ran zu gehen. Da Du noch Schüler und somit relativ jung bist ist das verständlich - aber auch (finanziell!) riskant! Wenn das Material hinterher nicht passt, ist das bitter!
Daher ein Crashkurs in Pfeilbemessung:
1. Ausschlaggebend ist zuert der Bogen. Pfeile müssen möglichst genau zum Bogen passen, denn:
Beim Schuss wird der Pfeil gekrümmt. Hier recht gut zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=T0Yk1bLK ... r_embedded.
Krümmt er sich ZU sehr - oder zu wenig - kommt der Pfeil nicht gerade aus dem Bogen, sondern versetzt seitlich.
Je stärker der Bogen, desto steifer muss der Pfeil sein. Dabei ist nicht nur die reine Stärke wichtig, sondern auch, wie weit Du ziehst, denn je weiter, desto mehr Kraft wird gespeichert.
Neben dem Zuggewicht ist dabei aber auch entscheidend, wie BREIT der Bogen im Bereich der Pfeilauflage ist.
Je breiter, desto mehr MUSS der Pfeil sich krümmen.
2. Wie stark ein Pfeil sich krümmt, hängt davon ab, wie steif der Schaft ist. Aber nicht nur!
a) Je länger ein Stab ist, desto leichter lässt er sich krümmen.
b) Je mehr Gewicht vorne dran ist, desto mehr krümmt sich der Pfeil, weil das Gewicht einen Widerstand gegen die Beschleunigung darstellt.
Wie weich oder steif der Pfeil tatsächlich reagiert, nennt man den "effektiven Spine".
Das bedeutet:
Zuerst mal müssen wir genau wissen, welche Kraft Du tatsächlich auf den Fingern hast, hilfsweise Bogen-Zuggewicht und Auszugweite.
Ferner müssen wir wissen, wie Dein Bogen im Bereich der Pfeilauflage aussieht und welches Maß er da hat.
Dann kann man das etwa abschätzen.
Den effektiven Spine kann man (beim Pfeil) durch 3 Dinge beeinflussen:
1. Spine - also Steifheit - der Schäfte
2. Länge
3. Spitzengewicht.
Lässt man ihn länger - oder macht ne schwerere Spitze drauf, reagiert er weicher.
Kürzt man ihn (natürlich geht nicht kürzer als Deine Auszugweite + Sicherheit!) oder nimmt man ne leichtere Spitze, reagiert er steifer.
So weit erst mal!
Rabe