Was hab ich falsch gemacht?

Alles zum Thema Pfeilbau.
Sancho
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Was hab ich falsch gemacht?

Beitrag von Sancho »

1) Kiefernstäbe im Baumarkt geholt, lange getrocknet, 1a gerade, so geschliffen, daß der Schaft in der Mitte etwas dicker wird, und kurz vor der Nocke nochmal etwas schmaler,31" lang
2)3 Federn angeklebt, nicht sehr schräg zur Flugrichtung, eher etwas gerader.
3) Pfeilspitzen ca. 20 gr. aus Messing aufgeklebt,
und nun: die Pfeile verlassen den Bogen und tänzeln mit dem Heck die ersten 20Meter des Fluges hin und her.
kann mir da jemand mal etwas auf die Sprünge helfen, wo fängt man mit der Fehlerdiagnose an?
frage ich als absoluter neuling mit selbstgetillerten Langbogen in die ehrenwerte Runde.
8-| 8-|
Rhino
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Beitrag von Rhino »

Nochmal mit Bogenschäften Versuchen.
Hier sind über Pfeilbau unmengen an Infos Von Federn bis zur Spitze. Über die Suchfunktion ist es ganz einfach.


Achja Wilkommen im :fcsmilie
Wenn Gott gewollt h?tte, da? wir keine Tiere essen h?tte er sie wohl kaum aus Fleisch gemacht
Oderint dum metuant
shantam

Beitrag von shantam »

ganz einfach,
der spine deiner pfeile paßt überhaupt nicht.
der spine wert beschreibt wie steif dein pfeil ist.
das zeug aus dem baumarkt geht im normalfall nicht.
zu jedem bogen gibt es einen spinwert bei dem die pfeile schön gerade aus dem bogen kommen.

mach mal eine suche(oben rechts)nach spine.

gruss shantam
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locksley
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Beitrag von locksley »

Wie tänzeln sie denn? Horizontal oder vertikal? Horizontales wedeln lässt auf einen zu niedrigen Spinwert schliessen, vertikales wedeln auf einen falsch angebrachten Nockpunkt und/oder Fehler beim lösen.

Zur Erklärung der Fachbegriffe bitte hier kucken Lexikon , oder hier FC-Wiki . Ansonsten herzlich willkommen bei uns.
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Pictor Lucis
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Beitrag von Pictor Lucis »

So habe ich auch angefangen, das war mit 31" langen 55er schäften auf nem 32# @ 27" Langbogen.

=> die Dinger sind wohl zu hart.

Nagel sie als Deko* an die Wand und geh mal mit deinem Bogen zu jemanden, der sich damit auskennt...

habe ich auch gemacht, und oh Wunder, mit den neuen Pfeilen schoss der Bogen auch dahin, wo ich hinzielte.

Gruß
Lutz





*warum Deko
»Arbeite, als bräuchtest du kein Geld; liebe, als wärst du nie verletzt worden; tanze, als würde niemand zuschauen; schieße, als hättest du nie einen Pfeil verloren.«
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Hab gerade mal 10 Baumarkt-Kiefern-Rundstäbe (8 mm) nachgemessen:

Die Spanne ging von 20 bis 44#, das Mittelfeld lag zwischen 30 und 38.. Innerhalb einer Spinegruppe (5# Differenz) maximal 3 Stück.

Is sicher bei der geringen Zahl statistisch nicht repräsentativ, aber dennoch daraus spaßeshalber mal hochgerechnet heißt das:

Um 12 Pfeile einer Spinegruppe zu bekommen, muss man mindestens 40 Schäfte kaufen.

Das ist KEIN Schnäppchen!

Die Messung einer Vergleichsgruppe (Zeder 30/35 von ArcheryDirect) ergab 1 x 28, 1 x 38, der Rest zwischen 30 und 35.

Fazit: Pfeilschäfte kauft man besser im Fachhandel.

Rabe
Sancho
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Spinewert!

Beitrag von Sancho »

DANKE!! - das hat mich doch glatt 3 Sprünge nach vorn gebracht.

Die Pfeile tänzeln mehr horizontal, ich kann mir vorstellen, daß es der Spinewert ist. Selbststudium in den nächsten Tagen und der Gang zu einem Fachhändler.
Die Dinger ausm Baumarkt sin in dr Mitte fast 10mm und an dr Spitze etwas Konischer auf 8mm geschliffen, wohl eher ein Geschenk an meine beiden Jungs für die Gartenschneckenjagt.

Nochmals dank und Gruß in die ehrenwerte Runde!
:-)
kaputzenmann
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Beitrag von kaputzenmann »

ähh...wenn ich meinen senf dazugeben darf, die spitzen sind meiner meinung nach etwas leicht...oder zu schwer. wenn das 20 gramm heißen soll sind das orkpfeile und bei 20 grain hat dein bogen ja fast nen leerschuss...oder hast du dich vertippt?

lg flo
Sancho
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pfeilspitzen!!!

Beitrag von Sancho »

Ich habe gerade mal den Rohling aus meiner Selbstmacherwerkstatt gewogen, der ist noch unangespitzt. Der hatte 25 gramm..... also leichter müssen sie dann wohl sein.
( Was´n orkpfeil ? )
Pfeilspitzen ist Selbststudiumsthema.

Danke für den Senf, und weitere 3 Sprünge vorwärts!
:-)
kaputzenmann
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RE: pfeilspitzen!!!

Beitrag von kaputzenmann »

Original geschrieben von Sancho

Ich habe gerade mal den Rohling aus meiner Selbstmacherwerkstatt gewogen, der ist noch unangespitzt. Der hatte 25 gramm..... also leichter müssen sie dann wohl sein.
( Was´n orkpfeil ? )
Pfeilspitzen ist Selbststudiumsthema.

Danke für den Senf, und weitere 3 Sprünge vorwärts!
:-)
was meinst du mit rohling? für den schaft sind 25 gramm eh relativ normal denk ich. die spitzen dies zum kaufen gibt haben um die 100 grain (ca. 8 gramm).

lg flo
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Steini
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Beitrag von Steini »

Man KANN schon im Baumarkt nach Material suchen.
ABER: Man nehme 100x 10mm Rundhölzer aus dem Regal und sehe sie einzeln durch:

35 sind krumm
35 haben einen grottigen Maserungsverlauf
25 habe Äste, Macken, o.ä.

5 sind brauchbar, gehören aber (siehe Rabe) in div. Spinegruppen. Vor allem bei schweren Bögen (>=60lbs), wo die Spine-Unterschiede kleiner werden, kann es durchaus lohnen, von Zeit zu Zeit mal Rohschäfte zu sammeln.

Allein die irritierten Blicke von anderen Kunden und dem "Fachpersonal" sind es eigentlich schon wert...
:D :D

Steini
Sancho
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Beitrag von Sancho »

Der Pfeilspitzenrohling besteht ausm Stück 10x1mm MsRohr und einerm eingelöteten Stück MsRundstab, alles etwa 40mm lang und wohl zu schwer. Ne 8 gramm Spitze zu feilen wird nicht einfach.

Steini - genau so hab ich meine Schäfte gekauft...
-----------------------------------------------
So lange ich keinen passenden Spinetester hab, werde ich wohl auf fertige vom Händler zurück greifen, abgesehen, daß Zeder wohl doch ne bessere Wahl ist.

Frage in die eherenwerte Runde: welcher Händler hält das, was er zu Pfeilschäften verspricht?
(Antworten sind keine Schleichwerbung!)

Wie haben die das anno Dunnemals mit dem Spinewerttesten gemacht??
Archiv
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Beitrag von Archiv »

Original geschrieben von Sancho
Wie haben die das anno Dunnemals mit dem Spinewerttesten gemacht??
Die Erfahrung der Pfeilbauer von Anno Dunnemals hat heutzutage wohl kaum noch jemand. Ansonsten werden sie Schäfte, die nicht geflogen sind, einfach zum Feuermachen benutzt haben. Und ich kann mir auch eine Art Rohschafttest vorstellen, muss ja keine Erfindung der Neuzeit sein.

Empfehlenswerte Händler: Hermanski und Targetpanic.
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Ravenheart
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RE:

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von Sancho
Ne 8 gramm Spitze zu feilen wird nicht einfach.
*rofl* Dann KAUF sie doch! rund 40 ct pro Spitze sind nu wirklich nicht die Welt...
:o

Rabe

P.S.: wg. Händler: Den wollen wir mal nicht vergessen: FLECO
;-)
thorstain
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RE:

Beitrag von thorstain »

Original geschrieben von Sancho
Wie haben die das anno Dunnemals mit dem Spinewerttesten gemacht??
Wie vorher schon mal geschrieben sind die Unterschiede im Spine bei Bögen 60#+ nicht mehr so gravierend. Wenn Du dann bedenkst, was (und wie) AD für Zeugs geschossen wurde - insbesondere bei militärisch genutzten Schießhölzern - dann relativiert sich der Spinewert erheblich. Bei einem Pfeil, der mit einem Bogen von 90-110# mit ballistischer Flugbahn auf große Distanz geschossen wird, ist der Spine dann do ziemlich egal - Hauptsache, er ist groß genug ;-)
Bei Jagdpfeilen, die mit schwächeren Bögen und auf kürzere Distanz geschossen wurden hat man wohl genauer hingeschaut - und wenn das dann Ausschuß produziert war das auch nicht weiter wild... irgendeinen Bogen gab es wohl immer zu dem ein Pfeil dann paßte.
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