möchte hier mal meinen neusten Bogenbau(versuch) vorstellen. Die Anregung dazu bekam ich durch Gallis "Prototyp".
Länge: 170cm
Holz: Robinie / Bambus
Griffholz: Apfel
Tips: Pflaume
Design: vollpyramidial
Breite an den Fadeouts: 3,8cm
Breite an den Tips: 1cm
Das Bambuslaminat habe ich von 3 auf 2mm und die Robinie von 15 auf 10mm getapert.
Die Laminate habe ich dann in einer Form im Reflex von ca. 15cm verleimt. Das war allerdings etwas fummelig. War dann aber mit dem Ergebnis ganz zufrieden.
Nun ging es ans Tillern. Das gestaltete sich etwas mühselig; habe aber die Geduld nicht verloren. Leider gab es dann eine Situation, wo sich am oberen WA eine Stelle zeigte, die sich zu stark bog. Habe dann die Nachbarbereiche dementsprechend geschwächt um dem entgegenzuwirken. Der untere WA wurde dementsprechend angepasst. Dies führte leider dann dazu, dass das Zuggewicht dermaßen in die Knie ging und jetzt schon absehbar war, dass dies nur noch ein Kinderbogen mit vielleicht 20# Zuggewicht werden konnte. Schade, aber ich habe dann Wurfarme, Griff und Tips zu Ende gearbeitet. Vor dem endgültigen Schliff und Finnish habe ich eine endgültige Sehne angefertigt.
Und nun passierte es - nach dem Aufspannen und einigem Pumpen stellte ich fest, dass der Tiller plötzlich irgendwie nicht mehr so gleichmäßig aussah wie vorher. Ich schaute mir die WAs an und musste leider an beiden Stauchrisse im mittleren Bereich feststellen

Hier die Fotos dazu: Der etwas andere Farbton des unteren WAs hat lediglich etwas mit den unterschiedlichen Lichtverhältnissen an diesem Tag zu tun. Eigentlich ist mir der Bogen ansonsten so gut gelungen, was auf den Fotos, finde ich, zu erkennen ist. Optisch gefällt er mir von allen bisher gebauten am besten. - Wäre wirklich schade, wenn daraus nur noch Anschauungsobjekt für die Wand werden sollte. Nun die Frage an die Experten im Forum:
Lässt sich da noch was retten und wo könnte evtl. der Grund für die Stauchrisse liegen?
Bin gespannt und freue mich auf eure Beiträge!
Gruß,
MICHAEL