So hallo,
mittlerweile ist mein fertiger Holler 1 etwas aufgehübscht. Ich habe den Rücken gebeizt und ihn mit Schellack gestrichen. Bilder davon mach ich morgen.
Zwischenzeitlich habe ich Holler 3 geschnappt. Das wird der zweite und letzte Holler in Rahmen des Turniers sein. Holler 4 ist ein ganz kurzer, den bewahre ich mir für später auf. Ich denke, ich werde die Enden flippen und was für den Rücken tun, mal schauen, Sehne, Rohhaut...ich weiß noch nicht.
Aber nun zu Holler 3:
Er war im Griffbereich eingesägt und klaffte dort natürlich auseinander. Iregndwie hat mir das nicht gefallen und ich habe den Griff mit dem E-Hobel platt gemacht.

- Griff platt
Anschließend habe ich mal meine Werkstatt nach einem brauchbaren Griffstück durchsucht. Ich habe gar nicht gewußt, was ich da für Schätze habe.

Vor zwei Jahren habe ich bei einem Apfelbaum einen dicken Ast entfernt und die Stücke einfach in eine Ecke gelegt. Ich habe das Runde dann mit dem E-Hobel eckig gemacht und ein schönes Stück für den Griff zugesägt.

- Griffstück neu
Nach Trocknung des Epoxy habe ich den Griff mal ganz grob in Form gebracht.

- Griff grob geraspelt
Anschließend habe ich den Stave ziemlich ausgedünnt und die Breite festgelegt.
Leider hatten sich beide Wurfarme in die gleiche Richtung etwas verzogen. Nachdem beide im Dampf waren, passt die Sehnenlage perfekt.

- schön gerade nach den Dampfbehandlungen
Anschließend kam der Bodentiller, der relativ schnell gepaßt hat. Nun kamen die Overlays dran, auch dafür war noch Apfel da. Nach dem Kleben habe ich sie mit der Raspel nur mal grob in Form gebracht.

- Overlay geklebt

- Overlay grob geraspelt
Nun ging´s an´s tillern. Der linke (obere) Wurfarm war etwas reflex und der rechte (untere) Wurfarm war etwas deflex.

- los geht´s
zunächst gings mit bogenlanger Sehne relativ zügig voran.

- bogenlange Sehne 22 Zoll
Da konnte Standhöhe ja auch nicht schaden.

- fast Standhöhe
Ich hab mir schon gedacht, dass es so reibungslos nicht weitergehen kann. Der rechte Wurfarm hat in der Mitte einen starken Ast, der jedoch nicht so sehr nach aussen dringt. Ich hab den Wurfarm an dieser Stelle einfach nicht zum Biegen gebracht.

- Problemstelle rechter Wurfarm
Nach ewigem Schaben habe ich es dann doch noch geschafft, einen brauchbaren Tiller zu erreichen. Allerdings hat mich die Aktion einige Pfunde gekostet. Ich wollte 45 Pfund haben, jetzt sind es im Moment nur 41, aber was soll´s, Hauptsache gehalten.
Bild folgt im übernächsten Beitrag (11.Bild im Beitrag war nicht möglich)
Morgen werde ich den Bogen einschiessen und wenn er hält, wird er in den nächsten Tagen fertiggemacht.
Ich bin auch froh, dass ich jetzt fertig bin. Ich werde mich die nächsten Wochen damit befassen, aus Fichtenstangen eine Ladung Wurfspeere zu schnitzen. Außerdem sind auch noch 20 Speere für die Speerschleuder zu machen und so habe ich für den Bogenbau in den nächsten Wochen keine Zeit.
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch ein bißchen Werbung machen (für die, die nicht zu weit weg wohnen) für die Eröffnung nach der Winterpause des
www.archaeopark-vogelherd.de . Vielleicht sehen wir uns ja dort am Samstag, 28.02.2015 zum Wettbewerb im Speerschleuderwerfen.
Das war´s
Gruß
Gerd