Der Twist, oder im marmelukischen Farka genannt, ist so ein Sache.
Ich selbst praktiziere den Twist, aber nur auf Basis der adäquaten Rückspannung bzw der korrekten Positionierung der Schultern und der Schulterblätter, die nur unter einer korrekten Muskelspannung im Rücken umzusetzen ist.
Der Twist als solches beinhaltet, so wie Anna beschrieben hat, dass die Zughand sich auf horizontaler Achse gegen den Uhrzeigersinn im Vollauszug dreht (RH-Schütze). Ein Druck gegen den Pfeil soll dabei gänzlich vermieden werden bzw führt diese Bewegung im Kern, dass ein Druck gegen den Pfeil verhindert wird.
Nun git es zu verstehen wie genau diese Dreheung mechnanisch funktioniert. Da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder durch Elle und Speiche des ZUgarms oder über die Schulterrotation des Zugarms. Erstere Möglichkeit ist einfacher umzusetzen, ist aber auch schwer regulierbar und daher fehleranfällig. Wie stark drehe ich ein etc. pp.?
Erfolgt die Drehung über die Schulterrotation ist sie absolut reproduzierbar und erfolgt passiv und ich muss mir keine Gedanken machen sie zu tun.
Wie ja Anna beschrieben hat, folgt die Bewegung des Zugarms nach dem Lösen, der Rückenmuskulaturkontraktion. Sprich, der Zugarm rückt etwas nach hinten. In Verbindung mit dem Twist, ausgelöst durch die Schulterrotation, passiert dies regelrecht und die Zughand kommt über der rechten Schulter zum stehen. Der Handrücken zeigt dann nach hinten und die Handinnenfläche nach vorne.
Unterm Strich, verhindert der Twist über die Schulterrotation ein Verreißen des Schußes fast gänzlich. Der einzige bewusste Vorgang ist: "Lösen". Zudem kann ich durch die Endposition des Zugarms prüfen wie man Schußablauf in dieser Hinsicht war.
Es ermöglicht mir also eine gute Analysemöglichkeit.
In jedem Fall ist der Twist kein "must have". Für mich und meine Schießtechnik ist es aber ein "must have"
Gruß
Stephan