mal wieder ein Problem, angesichts dessen die Welt sicher untergeht, wenn es nicht gelöst wird....:

Als ich vor einigen Jahren mit meinem eigens gebauten Sehnengalgen begann, Endlossehnen selbst herzustellen, ging ich mangels anderer Quellen nach einem Buch und den hier abgelegten Skizzen von Rabe im Wiki vor – soweit so gut. Letztlich klappte auch alles.
Aber eben nur letztlich – und nach diversen Versuchen.
Denn eine Sache blieb für mich bis heute etwas rätselhaft:
Rabe empfiehlt im Wiki den Galgen ca. 2 cm länger für den Bogen einzustellen. Machte ich beim ersten Male auch. Dies Sehne war prompt zu kurz.
Dann habe ich 3, 4 oder 5 Sehnen mit mehr als zwei Zentimetern Längenzugabe gebaut: Ergebnis war, dass die ersten ebenfalls zu kurz, die letzten zu lang waren.
Irgendwann hatte ich eine Art Mittelwert raus – für einen Bogen, den ich dann auch immer benutzte. Die herzustellende Sehne und somit auch die zuzugebende Länge war daher „fix“ – auch im Kopf.
Nun ein neuer Bogen und ca. 1 Jahr „Sehnenbauabstinenz“ nebst Vergessen des Wertes der Längenzugabe.
Also nach Gefühl, auch angesichts der "längeren Länge" (welch Wortschöpfung…

Es ist jedes Mal irgendwie immer ein spannend-banger Moment, wenn man die Längen der Ausgangs- und der produzierten Sehne vergleicht. Die Frage dann immer: War die Arbeit jetzt wieder für die Tonne ?
Dennoch stört mich diese Arbeit „nach Gefühl“ etwas; es ist nicht nur unsicher, es ist schlichtweg unprofessionell.
Videos im Netz helfen wenig: Der eine gibt 5-6 cm zur Ausgangslänge hinzu, der nächste gar nichts.
Dass es auch darauf ankommt, wie straff man die Endenwicklungen /Öhrchen umwickelt, ist mir mittlerweile auch gewärtig.
Aber irgendwie habe ich keine standardisierte Lösung. Peinlich insbesondere dann, wenn man jemandem erklären müsste, warum man was wie macht.
Ist dieses Problem bekannt bzw. gibt es eine praktikable Lösung ?
Danke
Ralph