Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Hier kann man seine selbstgebauten Sachen zeigen. Nicht für Händler zum Vorstellen neuer Artikel gedacht.
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Alwin.K
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Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Alwin.K »

Hallo in die Runde :) ;) 8)

Vor einem Jahr postete ich meinen Prototypen einer Spannvorrichtung für Reiterbögen (--> viewtopic.php?t=33471)
Nachdem sich diese Vorrichtung bewährt hat und ich sie nicht mehr missen möchte, wurde es nun Zeit, das ganze etwas ausgereifter und optisch aufgewehrtet zu bauen und dabei Verbesserungen auf Grund gemachter Alltagserfahrungen einfließen zu lassen.
1.) Zuerst kaufte ich über Ebay ein Stahltischgestell (110 x 150 cm), welches ich auf 30 x 150 cm) kürzte. Als Nächstes kaufte ich eine Fichten-Leimholzplatte (30 x 150 cm) und schraubte diese auf das Gestell. So entstand ein langer, schmaler Tisch.
2.) In die Tischplatte kam eine längliche Aussparung und auf die Platte kamen zwei U-Profile. Die waren dazu gedacht, einen der Ständer verschiebbar zu befestigen. Von diesem Gedanken verabschiedete ich mich aber während der Konstruktion, dazu später....
3.) Als nächstes kaufte ich bei Hellweg an einem 35%-Rabatt-Tag Metallprofile. Die Gummirollen von der alten Konstruktion konnte ich weiternutzen, diese stammten von Tapezierrollern.
4.) Jetzt kamen die Winkel und danach die Vierkantprofile dran: Sägen, bohren, Gewinde schneiden, verschrauben etc.
5.) In jedes Ständerpaar (Abstand links / rechts 4,5 cm) kam oben ein Loch zum Durchstecken der Achse, die ich aus abgesägten 18 cm-Nägeln fertigte. Durch Rausziehen der Achse kann ich die Rolle zwischen dem Ständerpaar, welches in eimem Abstand von 15 cm steht, schnell, problemlos und ohne Aufwand wechseln - je nachdem, ob ich einen längeren oder einen kürzeren Bogen habe
6.) Durch das Runterdrücken des Bogens durch Druck auf den Griff kann ich den Bogen aufspannen. Wahlweise kann ich eine Seilschlaufe um den Mittelteil des Bogens legen und mit dem Fuß das Seil bedienen - dafür die Aussparung im Brett. Hilfreich ist das auch, wenn man zum Beispiel die Standhöhe einstellen will oder aus einem anderen Grund beide Hände frei haben will
7.) Zum Schluß wurde der Tisch mittels zweier Winkel an der Wand verschraubt
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Bogenbas »

Wow, sehr massiv und professionell ausgeführt. Gefällt mir.
Chirurg
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Chirurg »

Ordentliche Arbeit, sieht praktisch aus👍
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Alwin.K »

Bogenbas hat geschrieben: 05.02.2025, 00:56 Wow, sehr massiv und professionell ausgeführt. Gefällt mir.
Danke, ich bin auch echt zufrieden
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Alwin.K »

Chirurg hat geschrieben: 05.02.2025, 06:43 Ordentliche Arbeit, sieht praktisch aus👍
Danke, hat lange gereift in meinem Kopf, jetzt bin ich zufrieden damit
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Snake-Jo »

Das ist sicher eine gute Konstruktion für fertige Bögen zum Aufspannen der Sehne.
Zur Diskussion: Wie sieht es jedoch bei der Herstellung von Reflexbögen aus? Da existieren ja zumindest am Anfang hohe Zuggewichte und man braucht schon sehr viel Kraft. Und dann das Problem der unterschiedlichen Kräfteverteilung bei den beiden Wurfarmen.
Und wie geht es bei Bögen mit sehr starkem Reflex (Krabbenbögen)?
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Alwin.K »

Snake-Jo hat geschrieben: 05.02.2025, 10:09 Das ist sicher eine gute Konstruktion für fertige Bögen zum Aufspannen der Sehne.
Zur Diskussion: ......
Hallo Snake-Jo,
Zunächst muss ich erstmal einwerfen, daß ich diese Konstruktion ja primär für meine vorhandenen Gegebenheiten gebaut habe, und dazu muss ich folgendes näher erklären:

1.) Mit der Herstellung von Bögen habe ich mich (praktisch) noch nicht beschäftigt und habe es vermutlich auch nicht vor. Sollte der Fall doch mal eintreten - ich glaube, dann wird es nicht gleich ein Reflexbogen werden.

2.) Der Einwurf mit den hohen Zuggewichten mag berechtigt sein, für mich persönlich aber nicht zutreffend. Meine Bögen haben alle so zwischen 45 lbs (28") bis ca 50....52 lbs bei Auszug 30" (soweit muss ich aber den Bogen beim Spannen nicht runterdrücken) Ich habe auch nicht vor, mit meinen 62 Jahren und immer noch Lernender (ich schieße seit Juli 2023) meine Zuggewichte nochmal deutlich zu erhöhen. Ich glaube auch, daß man bei sehr hohen Zuggewichten (Kriegsbögen, 80 lbs aufwärts etc) um einen zweiten Mann nicht herum kommt, ist zumindest meine Vermutung

3.) Meine Bögen mit den stärksten Reflexen sind die beiden Imre Nagy-Bögen - der lange ungarische und der parthische Reiterbogen. Mit beiden habe ich keine Probleme auf meiner Spannvorrichtung
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Re: Spannvorrichtung für Reflexbögen (Teil 2)

Beitrag von Snake-Jo »

@Alwin.K
Danke für die Ausführungen. Ja, das macht Sinn, sehe ich auch so. :)
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