An Eibe als Bogenholz traue ich nicht (mehr) so recht heran. Der vor Jahren erste selbst gebaute Eibenbogen, ist mir schon beim Einschießen, im Vollauszug bei 31" mit viel Getöse "um die Ohren" geflogen. Irgendwas habe ich damals übersehen oder falsch gemacht.
Deswegen habe mir einen fertigen Selfbow aus Eibe gegönnt. Ein solides Teil, da hat man etwas in der Hand, mit 90# bei 31", mehrfach mit Tungöl behandelt. Der Bogenbauer sagte mir, ich müsse den Bogen unbedingt bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60% aufbewahren.
Um ehrlich zu sein, habe ich mir bei den bisherigen Bögen, egal ob nun Selfbows oder laminierte Holzbögen, ob lackiert oder geölt, gar nicht auf die Luftfeuchte im Raum geachtet. Nur darauf, dass sie nicht direkt am Fenster stehen, an der Heizung und nie in einem Raum mit Kaminofen (im vorhergehenden Haus).
Meine Bögen werden seit vielen Jahren in einem unbeheizten Durchgangsraum und dort in einem Bereich abseits von direkter Sonneneinstrahlung aufbewahrt, in dem zwischen 18.0 und im Sommer (tageweise) auch schon einmal 32°C herrschen. Alle Bögen sind tadellos und schießen gut.
Seit ich den Eibenbogen habe, steht dort ein Thermo-/Hygrometer, das meist Werte von 40-50% anzeigt. Aber auch schon mal Werte von nur 25%

Luftfeuchtigkeit herrschen, der bisher gar nicht so leicht zu finden ist.
Konstant bei 50-65% Luftfeuchte liegt nur der Abgang zum Gewölbekeller aus Naturstein. Der Keller an sich ist imho viele zu feucht, mit zwischen 70% und 85% und kalt, ist er auch. Der scheidet aus.
Was meint ihr zum Thema Luftfeuchtigkeit allgemein und speziell zu den explizit geforderten 40-60% Luftfeuchte für den Selfbow aus Eibe?
Grüße, Wulff