Befiederung mit Graugansfedern

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Alwin.K
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Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Alwin.K »

Hallo in die Runde,

ich habe drei Graugansfedern, naturbelassen und volle Länge.

https://shop.histofakt.de/product_info. ... cts_id=248

Meine Frage: Muss man naturbelassene Federn irgendwie "behandeln", sprich robuster, widerstandsfähiger, haltbarer machen? Mir fällt da zum Beispiel Haarlackspray ein, oder Zuckerwasser oder oder oder.....

Ich habe die berechtigte Sorge, daß die Federn nach wenigen Schüssen völlig zerfledert aussehen.

Hat jemand Erfahrung mit naturbelassenen Federn?
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nordbogen
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von nordbogen »

Brauchst nichts machen! Die sind stabil.
Liegen gerade bei uns an der Elbe massenhaft "zum mitnehmen" aus. Hunde mgen sie sehr gerne.
Gruß Uwe
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kra
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von kra »

Nö, die halten sehr gut, auch wenn sie eher weich sind. Von der Optik her imho die schönsten Federn.

Der große Nachteil der Graugansfedern ist, das man den Pfeil im Flug kaum sehen kann, zumindest ich nicht mehr. Deswegen kommt mein Satz Bambuspfeile mit Graugansfedern kaum mehr zum Einsatz.
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von fatz »

Meine Erfahrung ist das Gans nicht so haltbar wie Truthahn ist.
Haben ist besser als brauchen.
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Roby-Nie »

Alwin.K hat geschrieben: 24.03.2025, 20:41 Ich habe die berechtigte Sorge, daß die Federn nach wenigen Schüssen völlig zerfledert aussehen.
Nö, ich denke nicht, dass die Sorge berechtigt ist.
Die halten schon eine Menge aus.
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Elfichris »

Ich nutze fast nur Gänsefedern - ein paar davon habe ich mit Batikfarbe gefärbt - sah gut aus und hält sehr lange
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Alwin.K
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Alwin.K »

Hallo alle zusammen

Ich danke Euch für die vielen hilfreichen Antworten
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Alwin.K »

Hallo in die Runde

Ich habe mir aus Pappe eine Schablone gemacht, genaugenommen zwei, welche ich von beiden Seiten auf die Federn gelegt und mit einer breiten Metallklammer arretiert habe - und habe die drei Federn geschnitten.
Der erste Eindruck nach dem Schnitt ist ein guter - allerdings sind die Federn naturbelassen weicher als die gefärbten, sich fast schon bürstenartig anfühlenden Truthahnfedern aus dem Bogensportzubehörhandel. Diese Weichheit war auch der Grund, warum ich die Befürchtung hatte, daß die Federn sich schnell in Wohlgefallen auflösen.
Aber wie gesagt, jetzt geschnitten ist der erste Eindruck kein schlechter Eindruck.
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Indie12 »

Versuch mit deiner Federform nah an der Fettlinie zu bleiben, dann sind sie stabil und recht steif. Die weichen Federastenden fallen weg.
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Alwin.K
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Alwin.K »

Indie12 hat geschrieben: 25.03.2025, 22:38 Versuch mit deiner Federform nah an der Fettlinie zu bleiben, dann sind sie stabil und recht steif. Die weichen Federastenden fallen weg.
Ja - genau, so habe ich es auch gemacht und das Ergebnis ist zufriedenstellend. Es sind meine ersten drei Versuchsfedern
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von benzi »

Bzgl. der Farbe und des Sehens des Pfeiles:
Im Flug bleibt mein Fokus auf dem Ziel, nur in Fällen einer stilistischen Fehlersuche beobachte ich ausnahmsweise den Pfeil im Flug....😊
Anders kann es sein mit dem Pfeil im Ziel z.b. bei 3D Turnier, hier kann es schon von Vorteil sein wenn mensch den Pfeil gut sieht, bei Graugans Federn kann entweder die Nocke hell gefärbt werden (bei selfnocks) oder leuchtende Flaumfedern in die Befiederung integriert werden...😊 letzteres war bei nord- und südamerikanischen Ureinwohnern beliebt aber auch in Afrika....

Südamerika, aus Wiethase, 2016, Pfeile der Welt, Welt der Pfeile
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von Alwin.K »

@ benzi

Mein Fokus bleibt eigentlich auch mehr auf dem Ziel, allerdings habe ich beim Auszug sowohl das Ziel als auch die Pfeilspitze im Blickfeld, weil ich mich mit der orientiere bzgl Vollauszug, denn nicht alle Bögen haben den gleichen max. Auszug (ich verwende drei verschiedene Pfeilelängen)

Allerdings hat man - und das geschieht vermutlich eher unbewusst - einen farbigen Pfeil und/oder bunte Federn automatisch besser im Blick als Graugansfedern. Aber das ist ein Aspekt, der mir insgesamt nicht sooo wichtig ist
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Re: Befiederung mit Graugansfedern

Beitrag von kra »

Da möchte ich einwenden das das Trefferbild (auch?) davon abhängt wie gut das Gehirn vor dem Schuß die benötigte Flugbahn visualisieren kann und entsprechend die Handhaltung (Bogen- wie Zughand) danach einrichtet. Und die Visualisierung klappt nun mal besser, wenn das Gehirn die verschiedenen m Flugbahnen vorher "gesehen" hat und mit der Schußentfernung korrelieren konnte - und beim SChießen dieses immer wieder nachjustieren kann. Somit ist (imho) das Erkennen der Flugbahn für das Trefferbild schon von Bedeutung.
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