Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
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Windkanter
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Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Hallo,
ich plane einen Osage-Orange-Bogen mit Hickory-Backing, aus 2 O.O.-Leisten, eingespleisstem Mittelstück und eingespleissten Siyahs mit durchlaufendem Hickory-Backing. Die O.O.-Leisten warten schon lange auf Verwendung.
Die O.O.-Leisten (schwach wellige liegende Schichten) und die Hickory-Leiste (ca. 45° schräge Schichten) wurden bezüglich Schichtverlauf und Eignung im Thema "Osage Orange Leisten, nicht idealer Schichtverlauf, Bogen ?" viewtopic.php?p=608561#p608561 besprochen.
Welche arbeitende, biegende WA-Länge vorhanden sein sollte, wurde auch in diesem Thema mit guten Beiträgen diskutiert. Das Buch „Faszination Selfbow“ / W. Gailer gibt dann für Selfbows (eher mitbiegende Mitte) an, daß die biegende Länge des WA´s in etwa dem Auszug (bei mir 29“ = knapp 740mm) entsprechen soll, bei Osage Orange und Hickory könnte sie etwas weniger sein. Ich habe mal 650mm gewählt, so kann ich die O.O.-Leisten fast voll verwenden. Die Längen von Mittenbereich und Spleisstellen sind eher knapp.
Die gesamte Bogenlänge wäre ca. 1760mm (69“).
Ich könnte die Siyahs auch weglassen und für die Nocks ein etwas höheres Ahornstück aufs Backing aufkleben (Sehne läge dann innerhalb vom Ahorn in 5-7mm Abstand über dem Hickory-Backing), was vor allem die WA-enden etwas leichter machen würde. Die biegende Länge wäre dann ein wenig größer aber der Sehnenwinkel auch und ich wäre wohl näher am Stacking. Und 2 seitliche Fehlstellen am O.O.-Leistenende würden vollständig wegfallen. Diese Variante wäre mir lieber.
Klebstoff ist Epoxidharz von R&G mit Härter L, Klebestellen aufgerauht und wie von Kra vorgeschlagen am WA längslaufend schwach konkav.
Der Bogen kommt mir etwas groß, dick und klobig vor, das liegt vielleicht auch daran, daß Mittenbereich und WA-Enden nichtbiegend sind, was zusätzliche Länge bedeutet. Und weil ich normalerweise mit kurzen Reflexbögen schieße. Tillern würde ich mit der O.O.-Dicke und der WA-Breite (um Gewicht und Handschock zu reduzieren).
1) Was sollte verbessert werden ?
2) Kann die Ausgangsdicke des O.O. von 11mm ev. schon vor dem Verkleben mit Hickory reduziert werden ?
3) Aufgeklebte Ahorn-Nockbereiche statt eingespleisster Siyahs?
Grüße
Windkanter
ich plane einen Osage-Orange-Bogen mit Hickory-Backing, aus 2 O.O.-Leisten, eingespleisstem Mittelstück und eingespleissten Siyahs mit durchlaufendem Hickory-Backing. Die O.O.-Leisten warten schon lange auf Verwendung.
Die O.O.-Leisten (schwach wellige liegende Schichten) und die Hickory-Leiste (ca. 45° schräge Schichten) wurden bezüglich Schichtverlauf und Eignung im Thema "Osage Orange Leisten, nicht idealer Schichtverlauf, Bogen ?" viewtopic.php?p=608561#p608561 besprochen.
Welche arbeitende, biegende WA-Länge vorhanden sein sollte, wurde auch in diesem Thema mit guten Beiträgen diskutiert. Das Buch „Faszination Selfbow“ / W. Gailer gibt dann für Selfbows (eher mitbiegende Mitte) an, daß die biegende Länge des WA´s in etwa dem Auszug (bei mir 29“ = knapp 740mm) entsprechen soll, bei Osage Orange und Hickory könnte sie etwas weniger sein. Ich habe mal 650mm gewählt, so kann ich die O.O.-Leisten fast voll verwenden. Die Längen von Mittenbereich und Spleisstellen sind eher knapp.
Die gesamte Bogenlänge wäre ca. 1760mm (69“).
Ich könnte die Siyahs auch weglassen und für die Nocks ein etwas höheres Ahornstück aufs Backing aufkleben (Sehne läge dann innerhalb vom Ahorn in 5-7mm Abstand über dem Hickory-Backing), was vor allem die WA-enden etwas leichter machen würde. Die biegende Länge wäre dann ein wenig größer aber der Sehnenwinkel auch und ich wäre wohl näher am Stacking. Und 2 seitliche Fehlstellen am O.O.-Leistenende würden vollständig wegfallen. Diese Variante wäre mir lieber.
Klebstoff ist Epoxidharz von R&G mit Härter L, Klebestellen aufgerauht und wie von Kra vorgeschlagen am WA längslaufend schwach konkav.
Der Bogen kommt mir etwas groß, dick und klobig vor, das liegt vielleicht auch daran, daß Mittenbereich und WA-Enden nichtbiegend sind, was zusätzliche Länge bedeutet. Und weil ich normalerweise mit kurzen Reflexbögen schieße. Tillern würde ich mit der O.O.-Dicke und der WA-Breite (um Gewicht und Handschock zu reduzieren).
1) Was sollte verbessert werden ?
2) Kann die Ausgangsdicke des O.O. von 11mm ev. schon vor dem Verkleben mit Hickory reduziert werden ?
3) Aufgeklebte Ahorn-Nockbereiche statt eingespleisster Siyahs?
Grüße
Windkanter
- Bogenbas
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Ich würde unbedingt die Art, wie du die Siyahs einklebst, ändern. So wie du es visualisiert hast, hättest du den Siyah im gespleißten Bereich schon nach oben hinaus laufen, was am Rücken eine sehr schmale Kante ergibt und insgesamt für weniger Klebefläche sorgt. Siehe Bilder.
Außerdem würde ich die Länge vom spleiß auf wenigstens 8cm verlängern.
Außerdem würde ich die Länge vom spleiß auf wenigstens 8cm verlängern.
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Windkanter
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
@Bogenbas:
Danke, Du hast recht und das würde ein hohes Bruchrisiko provozieren. Ich vergaß allerdings zu sagen, daß die Skizze überhöht ist, schematisch ist und bezüglich Siyahs auch noch ungenau gezeichnet und damit etwas irreführend.
Wie bei meinen osman. Horn-Kompositbögen laufen die Siyahs natürlich abflachend in den WA hinein, mit einem anfangs hohen und breiten Dreieck-Grat über der WA-Ebene, der zur Bogenmitte hin schmäler wird und bis zur Spleissspitze auf WA-Niveau abflacht. Sie haben einen größeren Innenradius (dort wo Du "scharfe Kante" markierst). Die Klebefläche ist länger (60mm, normalerweise 80mm) und wegen der Kürze von der Bauchseite her mit 3mm Hickory verstärkt oder an Anfang und Ende mit leimgetränktem Garn umwickelt. So meine übliche Vorgehensweise.
Ausgangsdicken vergessen zu sagen: O.O.Dicke 11mm + Hickory-Dicke 4-4,5mm, Summe ca. 15 - 15,5mm.
Mir ist das mit den auf der Rückenseite aufgesetzten Nockverstärkungen mit hochliegendem Nock erst in letzter Minute einfallen, ich tendiere inzwischen zu dieser Lösung. Damit könnte ich die WA-Enden schmäler (leichter) machen. Die WA-verschmälerung würde ich dann erst nach 2/3 der arbeitenden WA-länge machen, dann rel. schnell verschmälern (etwas ähnlich dem Möllegabet-Design). Und die ersten 2/3 der WA´s (nach Bogenmitte) in der Breite 38mm belasssen und dafür dünner (8-12mm ?) machen. Ab der Verschmälerung bis WA-Ende Dicke gleichbleibend 15-16mm.
Grüße
Windkanter
Danke, Du hast recht und das würde ein hohes Bruchrisiko provozieren. Ich vergaß allerdings zu sagen, daß die Skizze überhöht ist, schematisch ist und bezüglich Siyahs auch noch ungenau gezeichnet und damit etwas irreführend.
Wie bei meinen osman. Horn-Kompositbögen laufen die Siyahs natürlich abflachend in den WA hinein, mit einem anfangs hohen und breiten Dreieck-Grat über der WA-Ebene, der zur Bogenmitte hin schmäler wird und bis zur Spleissspitze auf WA-Niveau abflacht. Sie haben einen größeren Innenradius (dort wo Du "scharfe Kante" markierst). Die Klebefläche ist länger (60mm, normalerweise 80mm) und wegen der Kürze von der Bauchseite her mit 3mm Hickory verstärkt oder an Anfang und Ende mit leimgetränktem Garn umwickelt. So meine übliche Vorgehensweise.
Ausgangsdicken vergessen zu sagen: O.O.Dicke 11mm + Hickory-Dicke 4-4,5mm, Summe ca. 15 - 15,5mm.
Mir ist das mit den auf der Rückenseite aufgesetzten Nockverstärkungen mit hochliegendem Nock erst in letzter Minute einfallen, ich tendiere inzwischen zu dieser Lösung. Damit könnte ich die WA-Enden schmäler (leichter) machen. Die WA-verschmälerung würde ich dann erst nach 2/3 der arbeitenden WA-länge machen, dann rel. schnell verschmälern (etwas ähnlich dem Möllegabet-Design). Und die ersten 2/3 der WA´s (nach Bogenmitte) in der Breite 38mm belasssen und dafür dünner (8-12mm ?) machen. Ab der Verschmälerung bis WA-Ende Dicke gleichbleibend 15-16mm.
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Zuletzt geändert von Windkanter am 14.02.2026, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
- schnabelkanne
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Wieviel Auszug soll es werden, ich würde die Siyhas auch weglassen.
Bambus, vor allem getempert wäre besser als Backing und auch getapert.
Lg Thomas
Bambus, vor allem getempert wäre besser als Backing und auch getapert.
Lg Thomas
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Windkanter
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
@ Schnabelkanne:
29". Siyahs: s. meine Idee mit den aufgesetzten Ahorn-Nockverstärkungen, inzwischen mein Favorit. Ja, ganz dünner Bambus wäre ev. besser (als Alternative, s. auch zitiertes Thema), aber mit den Bestellungen übers Internet habe ich mehrere schlechte Erfahrungen gemacht. Muss ihn auf Messe aussuchen, nicht vorrätig, aber Hickoryleisten liegen da.
Bei Dictum gäbe es ein 5er-Bündel -japan. Bambusleisten, Spitzenqualität für Backing-, 2m lang und 40mm breit um 129€, aber meine 2-malige Anfrage bezüglich gleichmäßiger Dicke zwischen den Nodien und Längswölbungen innen blieb unbeantwortet. Bleiben nur die Bogenmessen (Burg Stettenfels, Mannheim, notfalls noch Eigeltingen).
Grüße
Windkanter
29". Siyahs: s. meine Idee mit den aufgesetzten Ahorn-Nockverstärkungen, inzwischen mein Favorit. Ja, ganz dünner Bambus wäre ev. besser (als Alternative, s. auch zitiertes Thema), aber mit den Bestellungen übers Internet habe ich mehrere schlechte Erfahrungen gemacht. Muss ihn auf Messe aussuchen, nicht vorrätig, aber Hickoryleisten liegen da.
Bei Dictum gäbe es ein 5er-Bündel -japan. Bambusleisten, Spitzenqualität für Backing-, 2m lang und 40mm breit um 129€, aber meine 2-malige Anfrage bezüglich gleichmäßiger Dicke zwischen den Nodien und Längswölbungen innen blieb unbeantwortet. Bleiben nur die Bogenmessen (Burg Stettenfels, Mannheim, notfalls noch Eigeltingen).
Grüße
Windkanter
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- Hieronymus
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Ich würde auch Bambus nehmen. Du bekommst sehr gutes über Internet, da hast du schon mehrfach Tipps bekommen.
Mit der länge und Hickory und Osage wird das keine Rakete.
Ich würde den Bogen stark einkürzen, Siyahs kannst du lassen, nur mit etwas flacheren Winkel. Und mach ihn Deflex/ Reflex , in Kombination mit Bambus und das Osage vorher schon tempern, dann wird das eine Rakete mit einem Auszug locker bis 32'' . Ich habe Osage Bambus mit dem Design ohne Siyahs gebaut. Der Parcours Bogen mit 165cm NtN und der Weitschuss 135 cm NtN. Beide Bögen mit mehr als 50# und 32'' Auszug und die leben beide noch. Beide mit Werten um die 190 fps bei 8,5gpp! Solche Bögen sollte dir als Daumenschütze entgegen kommen.
Meine Meinung dazu.... Du kannst natürlich machen was du willst!
LG Markus
Mit der länge und Hickory und Osage wird das keine Rakete.
Ich würde den Bogen stark einkürzen, Siyahs kannst du lassen, nur mit etwas flacheren Winkel. Und mach ihn Deflex/ Reflex , in Kombination mit Bambus und das Osage vorher schon tempern, dann wird das eine Rakete mit einem Auszug locker bis 32'' . Ich habe Osage Bambus mit dem Design ohne Siyahs gebaut. Der Parcours Bogen mit 165cm NtN und der Weitschuss 135 cm NtN. Beide Bögen mit mehr als 50# und 32'' Auszug und die leben beide noch. Beide mit Werten um die 190 fps bei 8,5gpp! Solche Bögen sollte dir als Daumenschütze entgegen kommen.
Meine Meinung dazu.... Du kannst natürlich machen was du willst!
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«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
Salvador Dalí
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Windkanter
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
@ Hieronymus:
Danke, komme mit den Antworten fast nicht nach, so schnell kommen die Kommentare....
Wie oben gesagt, habe ich die Nase von Internetbestellungen (bei Firmen, die selbst bauen und z.B. auch Schreiner sind) voll. Ich denke, diese Firmen verwenden die besten Stücke für sich selbst und die 2. Wahl wird dann verkauft. Müsste Bambus auf Messen aussuchen, da gibts auch viel Mäßiges. Bogen stark einkürzen (ich liebe kurze Reflexbögen) bei Bambus-Backing: vielleicht bis runter auf 165cm ntn, mit aufgesetzten hohen Ahornteilen für erhöhte Nocks (s. oben) wäre eine Alternative für mich. Vielleicht warte ich doch erstmal die Arccon in Mannheim ab und schaue mich nach Bambus um.
O.O. tempern wäre gut, dafür fehlt mir aber speziell für O.O. die Erfahrung (würde das mit einem ca. 45cm langen starken Heizstrahler machen, geht gut) und ich habe nur die 2 O.O.-Leisten, sonst kein O.O. mehr. Aus Staves rausarbeiten und vermutlich dampfbegradigen: da fehlt die Ausrustung, ich baue eher selten einen Bogen, O.O. ist zwar toll aber für mich umständehalber ein Auslaufmodell. Zukünftig eher Hickory, ggf. getempert oder auch Bambus ev. getempert, mit Sehnenbacking, für eher kürzere Bögen.
Der 190 fps-Bogen ist ja mit 8,5 gpp recht ordentlich!
Grüße
Windkanter
Danke, komme mit den Antworten fast nicht nach, so schnell kommen die Kommentare....
Wie oben gesagt, habe ich die Nase von Internetbestellungen (bei Firmen, die selbst bauen und z.B. auch Schreiner sind) voll. Ich denke, diese Firmen verwenden die besten Stücke für sich selbst und die 2. Wahl wird dann verkauft. Müsste Bambus auf Messen aussuchen, da gibts auch viel Mäßiges. Bogen stark einkürzen (ich liebe kurze Reflexbögen) bei Bambus-Backing: vielleicht bis runter auf 165cm ntn, mit aufgesetzten hohen Ahornteilen für erhöhte Nocks (s. oben) wäre eine Alternative für mich. Vielleicht warte ich doch erstmal die Arccon in Mannheim ab und schaue mich nach Bambus um.
O.O. tempern wäre gut, dafür fehlt mir aber speziell für O.O. die Erfahrung (würde das mit einem ca. 45cm langen starken Heizstrahler machen, geht gut) und ich habe nur die 2 O.O.-Leisten, sonst kein O.O. mehr. Aus Staves rausarbeiten und vermutlich dampfbegradigen: da fehlt die Ausrustung, ich baue eher selten einen Bogen, O.O. ist zwar toll aber für mich umständehalber ein Auslaufmodell. Zukünftig eher Hickory, ggf. getempert oder auch Bambus ev. getempert, mit Sehnenbacking, für eher kürzere Bögen.
Der 190 fps-Bogen ist ja mit 8,5 gpp recht ordentlich!
Grüße
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
In Mannheim ist der Thomas Steindl, der verschiedene Laminate, Bambusbackings und sonstige Bogenbauhölzer hat. Ich habe bei ihm durchaus gute Erfahrungen gemacht.
Wenn du überlegst hinzufahren, ruf ihn vorher an und besprich, was er mitbringen soll. Er ist da durchaus flexibel.
Ich fahre zwar auch nach Mannheim, aber ich denke es ist besser wenn du die Leisten selber aussuchen kannst.
Wenn du überlegst hinzufahren, ruf ihn vorher an und besprich, was er mitbringen soll. Er ist da durchaus flexibel.
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“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
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- Bogenbas
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Achja, was ich von deiner anfänglichen Frage noch vergessen habe: ich würde das Osage vorerst auf voller dicke belassen. Die insgesamt 15mm dicke wirst du am Fadeout brauchen. Und was du da mit zum Ende hin tapern schreibst, 8mm dicke sind viel zu wenig. Laminier ihn erstmal so wie es ist und fang dann einfach zu tillern an. Sonst hast du ganz schnell wo ne Schwachstelle...
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
@ Bogenbas:
richtig, fade out hatte ich vergessen, sowas, ok, dann nach fade out etwas dünner und dann ggf. eben von Hand runterarbeiten. Danke.
Grüße
Windkanter
richtig, fade out hatte ich vergessen, sowas, ok, dann nach fade out etwas dünner und dann ggf. eben von Hand runterarbeiten. Danke.
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Hallo,
es mehren sich die Bambusbefürworter, ist einsichtig, obwohl Hickory auch nicht schlecht ist.
Mein Problem bisher mit Bambus war, daß folgende Dickenunregelmäßigkeiten vorhanden waren (etwas übertrieben skizziert, aber mit Dickenunterschieden von locker 0,7mm):
Früher habe ich diese Stellen mit Ziehmesser, Ziehhobel und Ziehblech abgearbeitet/ausgeglichen, wobei ich darauf geachtet habe daß die bearbeitete Ebene über die Länge hinweg nicht verdreht wird oder zu kurze Wellen hat.
Vermutlich lässt sich das mit entsprechender Auswahl der Latten verringern, aber gibts da irgendwelche Tricks um das zu vereinfachen?
Grüße
Windkanter
es mehren sich die Bambusbefürworter, ist einsichtig, obwohl Hickory auch nicht schlecht ist.
Mein Problem bisher mit Bambus war, daß folgende Dickenunregelmäßigkeiten vorhanden waren (etwas übertrieben skizziert, aber mit Dickenunterschieden von locker 0,7mm):
Früher habe ich diese Stellen mit Ziehmesser, Ziehhobel und Ziehblech abgearbeitet/ausgeglichen, wobei ich darauf geachtet habe daß die bearbeitete Ebene über die Länge hinweg nicht verdreht wird oder zu kurze Wellen hat.
Vermutlich lässt sich das mit entsprechender Auswahl der Latten verringern, aber gibts da irgendwelche Tricks um das zu vereinfachen?
Grüße
Windkanter
Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Iwie kapier ich dein Problem grad nicht. Papp den Mist zusammen und tiller den ganzen Kram wie einen ganz normalen Primitivbogen.
Da wo er ned biegt kommt was weg und wo er schon biegt laesst ihn in Ruhe
Da wo er ned biegt kommt was weg und wo er schon biegt laesst ihn in Ruhe
Haben ist besser als brauchen.
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Ja, seh ich auch so. Denk nicht zu viel drüber nach wo du vorab Holz abtragen kannst sondern lass die Osagelatten mal auf ihrer Stärke. Solche Bögen baut man nicht auf Maß und geht dann schießen... Der Tillerprozess ist das wichtigste und bleibt einem einfach nicht erspart.
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
@ fatz u. Bogenbas:
momentan möchte ich einfach die Bambusunregelmäßigkeit klären. Je besser ich die Einzelkomponenten vorbereite, desto einfacher wird es in der Regel dann. Wenn die Bambuslatte an einer Stelle 3,2mm Dicke hat und 15cm daneben 2,5mm und dann wieder dicker mache ich mir als jemand der Bambus als Backing noch nie verarbeitet hat, natürlich Gedanken. Die Zeit, die ich ev. vorher ins Bambus investiere, verbrauche ich später nicht beim O.O.-tillern. Ich sehe nicht, wo das viel Mehraufwand sein soll.
Ich bin auch nicht der Meinung, daß es ohne Tillern geht, falls das ev. falsch rübergekommen ist. Alle meine Bögen habe ich getillert, es ist nicht mein erster Bogen. Diese Osage-Latten sind eh schon etwas ungleich im Verlauf, da möchte ich nicht noch Ungleichmäßigkeiten vom Bambus draufaddieren.
Grüße
Windkanter
momentan möchte ich einfach die Bambusunregelmäßigkeit klären. Je besser ich die Einzelkomponenten vorbereite, desto einfacher wird es in der Regel dann. Wenn die Bambuslatte an einer Stelle 3,2mm Dicke hat und 15cm daneben 2,5mm und dann wieder dicker mache ich mir als jemand der Bambus als Backing noch nie verarbeitet hat, natürlich Gedanken. Die Zeit, die ich ev. vorher ins Bambus investiere, verbrauche ich später nicht beim O.O.-tillern. Ich sehe nicht, wo das viel Mehraufwand sein soll.
Ich bin auch nicht der Meinung, daß es ohne Tillern geht, falls das ev. falsch rübergekommen ist. Alle meine Bögen habe ich getillert, es ist nicht mein erster Bogen. Diese Osage-Latten sind eh schon etwas ungleich im Verlauf, da möchte ich nicht noch Ungleichmäßigkeiten vom Bambus draufaddieren.
Grüße
Windkanter
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Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Ich hab zwar erst zwei Mal ein Bambus backing aufgebracht aber ich habe den Bambus vor dem verkleben so gut wie möglich vorbereitet. Heißt den Bambus auf eine gleichmäßige dicke gebracht, zu den Tips in der Dicke reduziert und dann vorgetillert.Windkanter hat geschrieben: ↑14.02.2026, 18:51 Die Zeit, die ich ev. vorher ins Bambus investiere, verbrauche ich später nicht beim O.O.-tillern.
Grüße, Daniel