Escherohling - weitermachen??

Hölzer, Kleber, etc.
wilfried
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Escherohling - weitermachen??

Beitrag von wilfried »

Hallo an Alle,

Hölzer werden gespalten - ich bin dabei gewesen - heute.

Habe zwei Eschenstämme bekommen 20cm Durchmesser. Jeweils einmal in der Mitte gespaltet.

Sieht allerdings nicht so gut aus - hat sogar meine Frau gemerkt.

Was meint Ihr zu meinen Hölzern.

Viele Grüße

Wilfried Bild Bild Bild
Eldoro
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Beitrag von Eldoro »

Also was meinst mit "sieht net so gut aus"??
vieleichts wegen der form der spaltlinge??
Spätholzanteil??

Also nach meiner meinung macht die form der spaltlinge net so viel aus, werden dann halt bögen mit viel charakter, und spätholz sieht a net übel aus, müsste man glaub ich auf die tieferen ringe runterarbeiten :D
Juhhuuu, neues UsErBiLd .......
zeckezuechter

Beitrag von zeckezuechter »

Moin wilfried!
Also, so dolle sieht der nicht aus. Ich würde mich da noch nicht rantrauen, da bei diesem Rohling wohl einiges an Biegearbeit nötig ist.
Da können dir andere aber eher weiterhelfen.
Hier noch ein kleiner Tip am Rande, ohne dass ich versprechen kann, dass es etwas wird:
Setze dich doch mal mit der Firma "Baumpflege Bechstein" in Kriftel in Verbindung. Solltest du den Frank Bechstein an die Leitung bekommen, sach ihm mal einen schönen Gruß von Jo Steinmacher. Hab da mal gearbeitet. Die sollten dir eigentlich schon das eine oder andere schöne Stück Holz besorgen können.
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Ravenheart
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Hmmmmm...

Beitrag von Ravenheart »

...von den Ringen her sieht er (in tieferen Schichten) ja ganz brauchbar aus; beim Spalten aber scheint es mir ziemlich "daneben" gegangen zu sein (?)! SO haben die Staves eine seitlich geschlängelte Längsachse! Eventuell (kann man aber nicht GENAU sehen), wären sie längs gerade gewesen, wenn man den Spalt 90° gekippt angesetzt hätte (??)...

Mit Glück lässt sich beim Einen oder Anderen noch eine "Linie" finden, wenn man ganz hart an eine Kante geht!

Tipp: Nächstes Mal die Stämme auf 2 armdicke Äste/Hölzer, beiderseitig bei 1/4 Länge, rollen, dann richten sie sich quasi automatisch so aus, dass der Kurvenschwerpunkt unten ist; Spalt dann horizontal ansetzen!

Rabe
Überläufer
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Beitrag von Überläufer »

Also ich würde versuchen weiter zu machen,
das ist aber deine Sache,Willi.
Wie Eldoro schon gesagt hat,würden die Staves eben Bögen mit viel Charakter ergeben...
Viel Glück bei deinen Staves!
Mfg,
Überläufer
Tradition bedeutet nicht die Asche auf-
zuheben,sondern die
Flamme weiterzureichen.
Boettger
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auch interessiert...

Beitrag von Boettger »

So wie ich das sehe sind die Staves allemal einen Versuch wert. Du kannst entweder die Rinde abschälen und die oberste Holzschicht als Bogenrücken wählen (dadurch wird der Rücken schön flach), oder auf einen tieferen Jahresring herunterarbeiten (wie von Rabe schon empfohlen).
Der Rest müsste sich schon irgendwie dämpfen lassen. Dafür aber vor allem bei Esche immer darauf achten, den Jahrring am Rücken nicht zu verletzen!

Was Dich wohl am meisten beunruhig und mich ebenso interessiert, ist die seitliche Schlangenlinie der Staves. Meine Frage deshalb ergänzend in die Runde:

Kann man den seitlichen Phaserverlauf bei diesen Staves nicht einfach völlig ignorieren bzw. den Bogen einfach schräg zu Längsachse planen?
Die wahrscheinlichen Verdrehungen des Staves in der Querachse kann man sicherlich dämpfen.
Aber könnte man durch Decrowning des Staves nicht auch ohne Dämpfen einen guten Rohling herausarbeiten?

Als stolzer Besitzer einiger "suboptimaler" Viertelstäbe bin ich auf Eure Antwort gespannt.
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Ravenheart
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RE: auch interessiert...

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von Boettger
So Meine Frage deshalb ergänzend in die Runde:

Kann man den seitlichen Phaserverlauf bei diesen Staves nicht einfach völlig ignorieren bzw. den Bogen einfach schräg zu Längsachse planen?
Klar kann man! Mach bloß keiner sehr oft!

Denn:

Dann laufen die Fasern ja diagonal über den Stab! Die Folge: er verdreht sich! UND:

Der Rücken ist schon von Anbeginn an geschraubt!
Der Stave ist ja rund! Setzt Du z.B. (vom Griff aus über den Rücken gesehen) griffnah ganz links an, kippt der Rücken da links ab; am Ende aber kommst Du rechts an; DA kippt der Rücken dann rechts ab!
Ist die Schräglage so gering, dass noch ein Teil der Fasern über die ganze Länge durchläuft, kann man beide Effekte "wegmogeln"! DAS ist sogar eher der "Normalfall"! Laufen die Fasern aber NICHT mehr zum. teilweise durch, wirst Du wenig Freude dran haben!

DANN lieber (falls er da drüber gesehen gerader wäre) mit 90° gekippten Ringen bauen!

Rabe
LaCroix
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Beitrag von LaCroix »

Die Form macht mir weniger Sorgen, hab schon krummere Stecken verarbeitet. Wenn sie zu viel "Charakter" haben, kannst du sie immer noch Dämpfen oder die Teile zerschneiden und im Griff spleissen.

Allerdings ist meiner Meinung nach die äussere Hälfte des Stamms viel zu dünnringig. (Schwer zu sagen ohne Maßband, aber unter 3mm kommt mir kein Rückenring ins Haus.)

Erstmal auf die dicken Ringe auf halbem weg zum Zentrum runterarbeiten. Damit bekommst du dann eventuell auch einiges an Biegung weg.

Wird sicher auch ein interessantes Äusseres, wenn das Kernholz dort nicht komplett durchgefärbt ist.
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Rutzi
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Weils hier rein passt..

Beitrag von Rutzi »

Ich war heute im Wald und hab folgende Esche gefällt:
oben
unten
Und weil das der erste Baum war den ich für nen Bogen gefällt habe bin ich unsicher ob das Holz was taugt. Ich hoffe auf klärende Kommentare :-)

vielen Dank im Voraus
Rutzi
kaputzenmann
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Beitrag von kaputzenmann »

@ rutzi: der hat glaub ich ein bissl viel frühholz, du müsstest ihn sehr breit bauen, dann könnte aber die rückenwölbung ein problem werden bei nur 10 cm durchmesser....

nur meine bescheidene meinung

lg flo
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magenta
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Esche

Beitrag von magenta »

Nein, der Stamm scheint mir von den Jahresringen gut geeignet. Er ist zwar nicht besonders stark - der Bogenrücken wird also spürbar gewölbt werden - aber die Spätholzringe sind so etwa 4 mm, das sollte reichen.

Bei Esche ist (ausnahmsweise für Laubhölzer)das Spätholz hell - die dünnen dunklen Ringe sind Frühholz und damit hat der Stamm einen recht hohen Anteil an Spätholz.

Ob er drehwüchsig ist, sieht man aber erst beim Spalten (ich habe jedenfalls noch keine Methode gefunden, das an der Rinde zu erkennen).

Klaus
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magenta
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Spätholz

Beitrag von magenta »

Ach ja - noch was:

Der Teil der hellen Ringe, der dann allmählich dunkler wird (sieht man auf dem Foto "unten"), ist auch Spätholz.
Das Holz wird im Lauf der Wachstumsperiode nämlich zunehmend dichter und wird daher etwas dunkler.
Das ist der festeste Teil eines Jahresringes; damit ist das dichteste Holz das, welches direkt unter dem porösen Frühholz (das der Baum im folgenden Jahr bildet) liegt.

Klaus
kaputzenmann
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Beitrag von kaputzenmann »

[D]@magenta: wenn du dir beim unteren bild den 3. ring anschaust sind da 4mm frühholz oder seh ich das falsch? und genau der ring müsste beim fertigen bogen auf dem bauch sein.[/D]

gut wenn das so ist

lg flo
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magenta
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Beitrag von magenta »

Eine - wie ich meine - ausgesprochen gute Esche aus meinem Lager:

[url=http://www.fletchers-corner.de/cpg/albums/userpics/10580/Esche.jpg]
Bild[/url]

Ich glaube, auf dem Bild sieht man es ganz gut.
Wenn Du bei 6,5 cm genau hinsiehst, kannst Du den dünnen, porösen Frühholzring erkennen, nicht mal 1 mm stark.
Bei den weiter innen liegenden Ringen sieht man die zunehmend dunkleren Partien des Spätholzes, bis wieder der nächste, dünne Frühholzring kommt.

Klaus
Rutzi
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Beitrag von Rutzi »

Das freut mich ja dass das Holz soweit in Ordnung ist. :-)
Da stellt sich mir die nächste Frage. Welche Bogen Desingns sind denn für diese Holz geeignet? Flach sollte es sein, soviel glaube ich zu wissen.
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