Schuss-Aufbau
Re: Schuss-Aufbau
Jetzt sind wir wieder bei der Frage, ob man bewusst Zielen möchte oder nicht. Für den bewussten Zielvorgang empfiehlt es sich, den "FITA-Stil" zu verwenden, sprich: Bogen auf die geplante Höhe hochnehmen (ggf. mit geringer Vorpannung) und sich von dort aus in den Anker zu begeben - der Bogen bewegt sich dabei quasi nicht mehr. Dabei hat man während des gesamten Auszugvorgangs Bogen und Pfeil im Blickfeld und kann das System kontrollieren.
Das stört natürlich, wenn man genau diese Ansicht vermeiden möchte. Dann muss man den Bogen parallel zum Auszug hochheben. Nur muss man dann aufpassen, dass der Anker nicht zu luftig wird, wenn die Bogenhand durch das Erreichen ihrer Endposition das Signal zum Lösen gibt. Außerdem sind dann zwei fließende Bewegungen zu koordinieren (Heben und Ziehen), was die Sache nur bedingt einfacher gestaltet. Aber machbar, ohne Frage.
Das stört natürlich, wenn man genau diese Ansicht vermeiden möchte. Dann muss man den Bogen parallel zum Auszug hochheben. Nur muss man dann aufpassen, dass der Anker nicht zu luftig wird, wenn die Bogenhand durch das Erreichen ihrer Endposition das Signal zum Lösen gibt. Außerdem sind dann zwei fließende Bewegungen zu koordinieren (Heben und Ziehen), was die Sache nur bedingt einfacher gestaltet. Aber machbar, ohne Frage.
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt
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- Hunnenbogen
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Re: Schuss-Aufbau
@Rackhir: Und was is jetzt nachad a "Hassetsu"? Hört sich an wie ein schlimmer Schnupfen.
Da muss man nach jeden Niesen auch immer einatmen...
Ned böse gemeint...
Da muss man nach jeden Niesen auch immer einatmen...

Real bows are made of wood.
Re: Schuss-Aufbau
@hunnenbogen - wer lesen kann, ist klar im Vorteil - s. mein erster Beitrag in diesem Faden. Und natürlich den ersten von Rackhir
Arroganz ist der Tod der Kunst.
Re: Schuss-Aufbau
Also ich finde als einziges wichtig:
1) Richtiger Stand. Ziel fixieren. Passt alles zum Schießen? Genug Platz? Schussfeld frei? Stand sicher? Fühlt sich das "richtig"?
2) Pfeil auswählen, auflegen und sagen: Du (Pfeil) gehts genau ins Kill... Dabei gibt es durchaus Lieblingspfeile
3) Anheben, ausziehen, Ziel fixieren, kurz halten, fühlt sich das an wie: Pfeil geht ins Ziel?
4) Lösen, nachhalten, fehler analysieren und aussprechen. (ausser in Gesellschaft, das wirkt so wahnsinnig)
Geht soweit ganz gut...
1) Richtiger Stand. Ziel fixieren. Passt alles zum Schießen? Genug Platz? Schussfeld frei? Stand sicher? Fühlt sich das "richtig"?
2) Pfeil auswählen, auflegen und sagen: Du (Pfeil) gehts genau ins Kill... Dabei gibt es durchaus Lieblingspfeile
3) Anheben, ausziehen, Ziel fixieren, kurz halten, fühlt sich das an wie: Pfeil geht ins Ziel?
4) Lösen, nachhalten, fehler analysieren und aussprechen. (ausser in Gesellschaft, das wirkt so wahnsinnig)
Geht soweit ganz gut...
Re: Schuss-Aufbau
Mein Schuss-aufbau:
1. Körper zum Ziel ausrichten
2. Bogen nehmen/richtig greifen
3. Stand zum Ziel Ausrichten/korigieren
4. Pfeil Nocken
5. Ziel anvisieren
6. Bogen nach oben nehmen (etwas über Ziel) ---------------------------------------.
6a. Bogen Spannen und einatmen - Körperspannung } Eine Flüssige Bewegung
6b. Bogen nach unten bewegen und auf Linie bringen mit Zielanvisierung -----´
7. Lösen
8. Pfeil(flug) beobachten
9. Körperspannung lösen
1. Körper zum Ziel ausrichten
2. Bogen nehmen/richtig greifen
3. Stand zum Ziel Ausrichten/korigieren
4. Pfeil Nocken
5. Ziel anvisieren
6. Bogen nach oben nehmen (etwas über Ziel) ---------------------------------------.
6a. Bogen Spannen und einatmen - Körperspannung } Eine Flüssige Bewegung
6b. Bogen nach unten bewegen und auf Linie bringen mit Zielanvisierung -----´
7. Lösen
8. Pfeil(flug) beobachten
9. Körperspannung lösen
Pfeile (P) und die Anzahl (A) sind im zustand Ganz (G) eine globale Konstante (K).
Wenn AP > K dann G = Futsch (F)
Wenn AP > K dann G = Futsch (F)
- kra
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Re: Schuss-Aufbau
Mein Schußablauf:
Stehen, Ziel erfassen, Bogen und Pfeil nehmen - ruhig atmen
Bogen mit Pfeil hochnehmen, Ziel erfasst halten - einatmen
Ausatmen, dabei ausziehen und lösen, i.d.Regel ohne Halten und Ankern
dann:
nachhalten, Schuß fühlen (und Einschlag des Pfeils im Kill beobachten
), ruhig weiteratmen, Schuß analysieren
oder
nachhalten, Schuß fühlen (und wissen, das der Pfeil nicht trifft...
) weiteratmen, Schuß analysieren, möglichst nicht ärgern 
P.S. Rechtschreibung korrigiert...
Stehen, Ziel erfassen, Bogen und Pfeil nehmen - ruhig atmen
Bogen mit Pfeil hochnehmen, Ziel erfasst halten - einatmen
Ausatmen, dabei ausziehen und lösen, i.d.Regel ohne Halten und Ankern
dann:
nachhalten, Schuß fühlen (und Einschlag des Pfeils im Kill beobachten


oder
nachhalten, Schuß fühlen (und wissen, das der Pfeil nicht trifft...



P.S. Rechtschreibung korrigiert...
Zuletzt geändert von kra am 10.11.2009, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
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Re: Schuss-Aufbau
...also ich hab noch nie auf meinen Atem geachtet - und möchte das auch gar nicht erst anfangen...
Rabe
Rabe
Re: Schuss-Aufbau
So mache ich das auch.Kaspian hat geschrieben: Sehr interessantes Thema,
hab da den Punkt mit dem Spannen etwas anders gelernt, Ziel fixieren mit nach unten gehaltenen Bogen, den selben während dem Spannen anheben. Dabei immer das Ziel fixieren aber auf keinen Fall über den Pfeil zielen oder direkt aufs Ziel zeigen! Während der Kraftentfaltung wird ausgeatmet, kurz vor dem Ankern wieder so halb einatmen beim Erreichen des Ankers wird ein wenig ausgeatmet, meistens ist dann bei Atemruhe des Zielbild erreicht wo das Gehirn lösen lässt.
Liest sich etwas holperich ist aber eine fließende Bewegung mit sichtbarem Anker.
Cu Kaspian
Ansonsten so wie Raven das Punkt 1 - 8 beschrieben hat.
Wenn ich mich so umschaue fallen mir grundlegend 2 verschiedene Dinge auf:
- Atmen: Es gibt Leute die atmen ein beim Ausziehen - und Leute die atmen dabei aus. Ich z.B KANN das nur mit einatmen. Aber ich "entfalte" mich auch beim spannen, also ich ziehe aus während ich den Bogen anhebe, atme dabei ein, die Arme gehen auseinander, Rückenspannung baut sich auf etc.
- der Auszug: Manche halten den Bogen in Schussposition, der Arm ist bereits "gestreckt". Dann "zieht" die Hand die Sehne nach hinten. Und wie gesagt, ich z.B hebe den Bogen beim ausziehen, ich erreiche den Ankerpunkt in etwa zeitgleich wie die Endposition des Bogens.
Das Ziel ist fixiert ab Beginn des Ausziehens, allerdings ist mein Fokus noch bei mir. Wenn ich geankert habe wandert der Fokus komplett ins Ziel. Der Schuss löst sich.
Dann gibts ja noch zig Variationen im Detail - also manche haben nen fliegenden Anker, manche zielen ausgibig etc.
- Snake-Jo
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Re: Schuss-Aufbau
Leerstellen gibt es keine, es ist nur eine Frage der Aspekte und Teilaspekte bzw. der systematischen Gliederung.Anuk hat geschrieben: @Snake-Jo: Ein interessantes Thema. Ich denke auch, man kann es so oder so aufteilen, ohne dass sich etwas wirklich entscheidend verändert. Trotzdem gibt es ja ein paar Leerstellen in der Liste. Ohne es jetzt zu sehr nach Geburtshilfekurs klingen zu lassen, aber: im Bereich zwischen spannen und zielen und lösen ist die Atmung schon auch eine wichtige Angelegenheit.
Die Atmung geschieht während des gesamten Schuss-Aufbaus. Die Frage ist nicht "ob" oder "überhaupt", sondern "wie". ;D
Natürlich ist die Atmung wichtig, auch wenn der ein oder andere sie bislang vernachlässigt hat. Schlechte Treffer mögen ihn bestrafen! ;D
In der Regel ist man sich einig über folgenden Ablauf: Beim Spannen des Bogens öfnet sich der Körper, also die günstige Gelegenheit zum Einatmen. Mit dem Ankern und der Schulterspannung ist dieses "Öffnen" im Maximum. Also hier die Möglichkeit, die Luft für einen Moment anzuhalten für die Konzentration beim Zielvorgang (bewußt oder unbewußt) und dann mit dem Lösen des Pfeils löst sich die Spannung, also auch die Atempause.
Wie sieht es bei den Kyudoka aus? Da der Bewegungsablauf jedoch eindeutig länger dauert, wird dem Anfänger empfohlen, 2 Atemzüge ab Heben des Bogens durchzuführen. Richtig ausgeatmet wird dann beim Lösen (Zanshin). s.u. bei Kyujin
@Brandy: Ja, genau, richtig erkannt.
Vorschlag: Bitte hier nicht wieder den Nebenschauplatz "ich ziele nicht und wenn doch, dann nur unbewußt." Das hatten wir erst und ist nicht Thema vom Schuss-Aufbau.
Zur Güte: Die Position vom Zielen ist ja von ASCHAM genannt worden. Wer meint, er braucht nicht zu zielen, läßt einfach diesen Punkt weg.

Zuletzt geändert von Snake-Jo am 10.11.2009, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
- kra
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Re: Schuss-Aufbau
@Brandy, das ist nur ne Frage der Konditionierung - können tut es jeder
.
Durch das Ausatmen beim Ziehen halte ich den Oberkörper, Brustkorn und Schultergürtel eher in Ruhe als beim Einatmen. Und weil ich weder Ankere noch halte ist das für mich von Bedeutung.

Durch das Ausatmen beim Ziehen halte ich den Oberkörper, Brustkorn und Schultergürtel eher in Ruhe als beim Einatmen. Und weil ich weder Ankere noch halte ist das für mich von Bedeutung.
Zuletzt geändert von kra am 10.11.2009, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schuss-Aufbau
Nun werde ich den Teufel tun und für alle kyūdōka sprechen, aber in dem Maße, in dem so etwas überhaupt explizit gelehrt wird, heißt es in meiner Ecke des kyūdō:Snake-Jo hat geschrieben: Wie sieht es bei den Kyudoka aus? Genauso, da der Bewegungsablauf jedoch eindeutig länger dauert, wird auch empfohlen, 2 Atemzüge ab Heben des Bogens durchzuführen. Ausgeatmet wird dann beim Lösen (Zanshin).
Beim Heben Einatmen, beim Spannen Ausatmen (wenn die Luft knapp wird, evtl. mit einer Zwischenatmung bei der stilspezifischen "Pause" in Augenbrauenhöhe). Während der alles entscheidenden Spannungssteigerung, die (fast) ohne sichtbaren Auszug über ca 4 Sekunden geht, wird weder aus- noch eingeatmet, aber auch nicht die Luft angehalten: Der Atem soll schweben oder "wie der Rauch aus einer Flasche aufsteigt" sehr langsam die Lunge verlassen - und völlig ausgeatmet wird dann erst nach dem Abschuß. Dann soll noch so viel Reserve sein, daß es auch für einen kräftigen Schrei noch reicht, selbst wenn wir nur ausnahmsweise (in historischen Schießformen) mit lautem kiai schießen.
Zuletzt geändert von Kyujin am 10.11.2009, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
Johannes Kolltveit Ibel
Oslo Kyūdō Kyōkai オスロ弓道協会
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- Snake-Jo
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Re: Schuss-Aufbau
@Kyujin: Ich habe es oben geändert.
Das "Schweben der Atmung" ist, wenn man es genau praktiziert, ein Hinführen zum Zeitpunkt der Erlösung:
Die Befreiung von aller Last, die Spannung wird schlagartig abgebaut, die angesammelt Kraft kann sich entfalten, der Pfeil verläßt die Sehne, der Körper kann sich entspannen, die Atmung kann sich lösen und völlig gelassen und entspannt verfolgt man nun den Flug des Pfeils in die Mitte von diesem gelben Kreis: die FITA-Schützen wissen: Da ist so ein kleines Kreuz in der Mitte der Scheibe.

Das "Schweben der Atmung" ist, wenn man es genau praktiziert, ein Hinführen zum Zeitpunkt der Erlösung:
Die Befreiung von aller Last, die Spannung wird schlagartig abgebaut, die angesammelt Kraft kann sich entfalten, der Pfeil verläßt die Sehne, der Körper kann sich entspannen, die Atmung kann sich lösen und völlig gelassen und entspannt verfolgt man nun den Flug des Pfeils in die Mitte von diesem gelben Kreis: die FITA-Schützen wissen: Da ist so ein kleines Kreuz in der Mitte der Scheibe.

Re: Schuss-Aufbau
Das Atmen scheint doch eine interessante und vielgestaltige Sache zu sein!
Also mal vorweg: Atmen ist generell ganz gut und hilft beim Leben, das wissen wir ja! Um die normale Atmung geht es hier ja gar nicht.
Mir ist es folgendermaßen vermittelt worden:
Grundannahme: Nach einem spontanen Ausatmen - man mag es 'Seufzer' nennen - entsteht ein Moment, in dem ich nicht zwingend sofort wieder atmen muss, sondern quasi eine Pause machen kann - in einer Art von Ruhe. Diese Pause kann ich nutzen.
1. Möglichkeit: Ich atme während des Spannens tief ein, atme (seufze) während des Ankerns aus und visiere das Ziel an (wie auch immer)
2. Möglichkeit: Ich atme ein, atme wie genannt aus und nutze die entstehende Pause zum Spannen und den Schuss.
Man möge mich bitte nicht auf den Begriff des 'visierens' festnageln!
Ich habe mit der ersten Variante geübt und komme - vielleicht, weil es die erste war, damit gut klar. Nach dem Ausatmen habe ich das Gefühl, die Welt gehört mir. Ich kann in aller Seelenruhe (!) den Schuss weiter ablaufen lassen. Es entspannt und fühlt sich schön an. Irgendwie schwerelos.
Mit der zweiten Variante habe ich meine Schwierigkeiten, da es zwischen dem Ausatmen und dem Ablass einfach zu viel zu tun gibt. Das versetzt mich etwas in Sorge. Also mache ich es nicht so.
Die oben genannten unterschiedlichen Möglichkeiten, den Bogen aufzunehemn, habe ich zum Teil bei Vorderegger mal gelesen und denke: das sind eben unterschiedliche Möglichkeiten.Ich kann manches davon gar nicht, anderes weniger und mache es so, wie ich es für mich als stimmig empfinde. Ich denke, das ist wirklich eine ganz individuell zu lösende Sache, die keiner allgemeingültigen Norm unterworfen werden kann.
Die Atmung allerdings scheint mir wichtig. Ich vermute mal, selbst diejenigen, die sich hier nicht als "Atmer" gekennzeichnet haben, tun etwas -unterbewusst- in dieser Richtung, was sie entspannt. Nachlesen kann man einiges dazu bei Ekkehard Höhn: Der befreite Schuss.
Gute Luftzirkulation
A.
Also mal vorweg: Atmen ist generell ganz gut und hilft beim Leben, das wissen wir ja! Um die normale Atmung geht es hier ja gar nicht.
Mir ist es folgendermaßen vermittelt worden:
Grundannahme: Nach einem spontanen Ausatmen - man mag es 'Seufzer' nennen - entsteht ein Moment, in dem ich nicht zwingend sofort wieder atmen muss, sondern quasi eine Pause machen kann - in einer Art von Ruhe. Diese Pause kann ich nutzen.
1. Möglichkeit: Ich atme während des Spannens tief ein, atme (seufze) während des Ankerns aus und visiere das Ziel an (wie auch immer)
2. Möglichkeit: Ich atme ein, atme wie genannt aus und nutze die entstehende Pause zum Spannen und den Schuss.
Man möge mich bitte nicht auf den Begriff des 'visierens' festnageln!
Ich habe mit der ersten Variante geübt und komme - vielleicht, weil es die erste war, damit gut klar. Nach dem Ausatmen habe ich das Gefühl, die Welt gehört mir. Ich kann in aller Seelenruhe (!) den Schuss weiter ablaufen lassen. Es entspannt und fühlt sich schön an. Irgendwie schwerelos.
Mit der zweiten Variante habe ich meine Schwierigkeiten, da es zwischen dem Ausatmen und dem Ablass einfach zu viel zu tun gibt. Das versetzt mich etwas in Sorge. Also mache ich es nicht so.
Die oben genannten unterschiedlichen Möglichkeiten, den Bogen aufzunehemn, habe ich zum Teil bei Vorderegger mal gelesen und denke: das sind eben unterschiedliche Möglichkeiten.Ich kann manches davon gar nicht, anderes weniger und mache es so, wie ich es für mich als stimmig empfinde. Ich denke, das ist wirklich eine ganz individuell zu lösende Sache, die keiner allgemeingültigen Norm unterworfen werden kann.
Die Atmung allerdings scheint mir wichtig. Ich vermute mal, selbst diejenigen, die sich hier nicht als "Atmer" gekennzeichnet haben, tun etwas -unterbewusst- in dieser Richtung, was sie entspannt. Nachlesen kann man einiges dazu bei Ekkehard Höhn: Der befreite Schuss.
Gute Luftzirkulation
A.
Und mein geflügelt Werkzeug ist mein Wort (F.S.)
Haben Sie die Lösung oder sind Sie selbst Teil des Problems?
Haben Sie die Lösung oder sind Sie selbst Teil des Problems?
Re: Schuss-Aufbau
Ich betrachte die Atmung auch als sehr wichtig. Ist sie doch quasi der Motor.
Wie ich schrub atme ich ja ein beim ausziehen. Manche halten dann die Luft an. Das ist aber gefährlich, ich mache das auch oft (unbewusst) und dann wackel ich. "anhalten" sollte nicht so gemacht werden dass man "dicht" macht - also so etwa wie wenn man tauchen möchte. Es geht vielmehr besser wenn man einfach "offen" lässt - also quasi das einatmen beendet und die "Schwebung" durch Spannung aufrecht erhält statt durch "verschliessen" oben im Rachen. Man kann dann beginnen ganz leicht aus zu atmen. Was eine schöne Übung ist, ist es etwas länger zu halten/ankern und dabei dann flach und leicht weiterzuatmen. Ganz leicht, ganz ruhig. So verkrampft man nicht. "Halte ich an" im Sinne von "ich mache oben zu" dann baut man die Spannung ab, der Auszug geht wieder ein paar Zentimeter zurück (mal die Pfeilspitze anschauen!) und man "verkeilt" sich irgendwie unvorteilhaft in der Endposition, man "rastet ein". Ein sauberer Ablass ist dann schwer und ich persönlich treffe dann auch nicht gut, der Schuss wird zu oft verrissen. Langen ja ein paar kleine Wackler - auf 20m sind das dann schon 30 cm.
Wie ich schrub atme ich ja ein beim ausziehen. Manche halten dann die Luft an. Das ist aber gefährlich, ich mache das auch oft (unbewusst) und dann wackel ich. "anhalten" sollte nicht so gemacht werden dass man "dicht" macht - also so etwa wie wenn man tauchen möchte. Es geht vielmehr besser wenn man einfach "offen" lässt - also quasi das einatmen beendet und die "Schwebung" durch Spannung aufrecht erhält statt durch "verschliessen" oben im Rachen. Man kann dann beginnen ganz leicht aus zu atmen. Was eine schöne Übung ist, ist es etwas länger zu halten/ankern und dabei dann flach und leicht weiterzuatmen. Ganz leicht, ganz ruhig. So verkrampft man nicht. "Halte ich an" im Sinne von "ich mache oben zu" dann baut man die Spannung ab, der Auszug geht wieder ein paar Zentimeter zurück (mal die Pfeilspitze anschauen!) und man "verkeilt" sich irgendwie unvorteilhaft in der Endposition, man "rastet ein". Ein sauberer Ablass ist dann schwer und ich persönlich treffe dann auch nicht gut, der Schuss wird zu oft verrissen. Langen ja ein paar kleine Wackler - auf 20m sind das dann schon 30 cm.
Re: Schuss-Aufbau
Du machst es zwar anders, aber das Prinzip scheint mir vergleichbar zu sein.
Das Problem mit dem 'Kriechen' des Pfeils habe ich gerade im Angriff. Das liegt aber -bei mir- weniger an der Atmung als an der Frage des Spannens. Beim Zusammenführen der Schulterblätter sollte es eigentlich nicht passieren (können). Zumindest ist das mal so meine derzeitige Hoffnung.
Das Problem mit dem 'Kriechen' des Pfeils habe ich gerade im Angriff. Das liegt aber -bei mir- weniger an der Atmung als an der Frage des Spannens. Beim Zusammenführen der Schulterblätter sollte es eigentlich nicht passieren (können). Zumindest ist das mal so meine derzeitige Hoffnung.
Und mein geflügelt Werkzeug ist mein Wort (F.S.)
Haben Sie die Lösung oder sind Sie selbst Teil des Problems?
Haben Sie die Lösung oder sind Sie selbst Teil des Problems?