Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
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Arquerine
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Arquerine »

Da wäre jetzt die Frage: Fliegt der Pfeil schräg durch die Luft oder schwingt er nach nach oben/unten zusätzlich zu nach links/rechts? Letzteres kann ich mir bildlich nicht richtig vorstellen, halte ich aber für möglich und ist das der Fall dann frage ich mich:
Wie stark schwingt er nach oben/unten? Wie stark hängt die Schwingung vom Nockpunkt und vom Spine-Wert ab?

Ich glaube wir brauchen eine Zeitlupenkamera und eine Testreihe...

Gruß
Arquerine

Edit: Ohje, dann gäbe es ja überhaupt keine Regel für zu hoch zu tief des Nockpunkts, weil es immer von der Entfernung abhängt, zumindest beim Rohschafttest. Ich muss zugeben ich hab da noch nie drüber nachgedacht.
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SeKan
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von SeKan »

Dynamischer und statischer Spine?

LG
SeKan
Martini6
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Martini6 »

Persönlich würde ich empfehlen "von oben" mich an den perfekten Nockpunkt anzunähren. Also im zweifelsfall mit einem höheren Setup zu beginnen und dann ausschießen. Dann passt das auch mit der bereits genannten Regel.
GunDog
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von GunDog »

reinibubi hat geschrieben:
GunDog hat geschrieben:Ich nehme immer eine Entfernung von 1-1.5m. Sonst kann wie oben beschrieben, der Pfeil "reiten". Danach sollte man auf alle Entfernungen testen. Als Startwert für den Nochpunkt gilt: Tillerdifferenz/2 + Pfeildurchmesser. I.d.R. ist der Tiller ca. 5mm also 2.5 + Schaftdurchmesser.
Heißer Tip, das werde ich in Zukunft so versuchen.
Du gehst dann aber auch mit Kaspian's Theorie konform, daß Nocke hoch oder tief davon abhängt, wann der reitende Rohschaft in der Scheibe einschlägt, oder?

D.h. eine Ableitung des Nockpunkts rein aus hoch/tiefstehender Nocke im Ziel ist eigentlich nicht möglich.

danke reini
Betrachte mal den Vorgang: Wenn der Pfeil den Bogen verläßt und der Nock zu hoch ist, wird der Pfeil "kurz" nach dem Verlassen des Bogens hochgekippt, bzw. die Spitze geht nach unten. Je nach Spitzengewicht etc. "kippt" dieser Vorgang nach einigen Metern anders herum, da die "schwere" Spitze den Pfeil "zieht" und der Schaft doch wie eine "kleine" Feder wirkt.
Ist der Nock zu tief, wird die Spitze des Pfeiles nach dem Verlassen der Sehne "hochgekickt". Auch hier gilt: Nur auf den ersten Metern...
Es gibt auch noch Papiertests. -> "Papertuning". http://www.strictlybowhunting.com/Anov0 ... ing_TB.htm
reinibubi
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von reinibubi »

GunDog hat geschrieben:
reinibubi hat geschrieben:
GunDog hat geschrieben:Ich nehme immer eine Entfernung von 1-1.5m. Sonst kann wie oben beschrieben, der Pfeil "reiten". Danach sollte man auf alle Entfernungen testen. Als Startwert für den Nochpunkt gilt: Tillerdifferenz/2 + Pfeildurchmesser. I.d.R. ist der Tiller ca. 5mm also 2.5 + Schaftdurchmesser.
Heißer Tip, das werde ich in Zukunft so versuchen.
Du gehst dann aber auch mit Kaspian's Theorie konform, daß Nocke hoch oder tief davon abhängt, wann der reitende Rohschaft in der Scheibe einschlägt, oder?

D.h. eine Ableitung des Nockpunkts rein aus hoch/tiefstehender Nocke im Ziel ist eigentlich nicht möglich.

danke reini
Betrachte mal den Vorgang: Wenn der Pfeil den Bogen verläßt und der Nock zu hoch ist, wird der Pfeil "kurz" nach dem Verlassen des Bogens hochgekippt, bzw. die Spitze geht nach unten. Je nach Spitzengewicht etc. "kippt" dieser Vorgang nach einigen Metern anders herum, da die "schwere" Spitze den Pfeil "zieht" und der Schaft doch wie eine "kleine" Feder wirkt.
Ist der Nock zu tief, wird die Spitze des Pfeiles nach dem Verlassen der Sehne "hochgekickt". Auch hier gilt: Nur auf den ersten Metern...
Es gibt auch noch Papiertests. -> "Papertuning". http://www.strictlybowhunting.com/Anov0 ... ing_TB.htm
Klingt plausibel - dann interpretiere ich die bisherigen Infos mal so:

Die Nockpunktsetzung nur aus der Information, wie der Rohschaft in der Scheibe steckt, schräg nach oben oder unten, ist kaum möglich, weil das von der Entfernung abhängt. Auf sehr kurze Entfernungen (< 3m?) ist das Ergebnis aber doch eindeutig.

Für die Nockpunkt-Justierung auf die allseits empfohlenen Distanzen für den Rohschafttest (12m, 18m, etc.) sollte man lediglich heranziehen, ob der Rohschaft über (Nockpunkt zu tief) oder unter (Nockpunkt zu hoch) der befiederten Pfeilgruppe einschlägt.


Kann man das so zusammenfassen?

gruss reini
GunDog
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von GunDog »

Klingt gut...
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Galighenna »

Ja, du hast es erfasst!!! ;) In dem Fall kann man durch Vergleich mit befiederten Pfeilen eindeutig die Lage des Nockpunktes beurteilen. Egal auf welcher Entfernung. ABER: Vorrausgesetzt man KANN vernünftig schießen und setzt zuverlässige Pfeilgruppen.
(Das war jetzt nicht persönlich sondern allgemeingültig gemeint)
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shortRec
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von shortRec »

Ich persönlich gebe nichts auf die Richtung in der der Pfeil in der Scheibe steckt. Gerade bei Stramit können die Fasern der Pfeil deutlich ablenken, besonders, wenn man nicht wirklich gerade auf die Scheibe schießt.
Beim Rohschafttest zählt deswegen der Vergleich von Befiederten zu Unbefiederten. Unbefiederte unter den Befiederten -> Nockpunkt zu hoch und umgekehrt. Unbefiederter Rechts vom Befiederten dyn. Spine zu weich (bei RH) und umgekehrt.
reinibubi
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von reinibubi »

Na, dann sind wir uns jetzt wohl alle einig!
Jetzt müsste man nur mehr sämtliche Fehlinformationen im pösen, pösen Internet korrigieren ....

gruss reini
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Galighenna »

Danke ShortRec das du das nochmal so schön deutlich formuliert hast ;) genau so hab ich mir das nämlich gedacht.
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Trinkhorn
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Trinkhorn »

Also der Rohschafttest scheint mir ja nicht gerade sehr tauglich zu sein, nachdem da so ne Wissenschaft ist. Aber so eine 90 Grad Lehre zum Suchen des Nockpunktes kostet ja eh nix - warum also den Ganzen Stress oder macht man den Test zusätzlich??

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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Galighenna »

Den macht man zusätzlich, weil der nockpunkt eben nur in der NÄHE der 90° liegt. Meist ein paar mm drüber. Wenn man einfach nur so schießt reicht es wenn man das einfach so ausschießt und schaut wann die Pfeile sauber aus dem Bogen kommen. Will man ernsthaft auf Turnieren schießen und sein Setup fein abstimmen, gehts halt damit noch etwas genauer...
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Trinkhorn
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Trinkhorn »

Ok, dann reicht für mich als Freizeit - Wald- und Wiesen Schütze ja die 90 Grad Lehre - sofern ich nicht auf ECHTE Bögen ohne Nockpunkt und Pfeilauflage umsteige ;D

Danke für die Info!

Trinkhorn
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Galighenna »

Hmm das ist doch ganz leicht. In 99% aller Fälle kannst du Problemlos ohne Auflage/Handschuh oder was auch immer schießen, wenn du 90° ausmisst, und dann den Pfeil um etwa den Schaftdurchmesser über der 90° Linie auf die Sehne nockst. Das sind dann etwa 8mm höher. In wirklich den allermeisten Fällen stimmt der Nockpunkt dann schon recht gut. Vielleicht ist das auch der Grund dafür warum du mit deinem jetzigen Bogen nicht zufrieden bist? Direkt auf der 90° Linie ist der Pfeil nämlich in 99% der Fälle zu tief genockt!
(Vielleicht hätte ich das im Post vorher schon genauer beschreiben sollen, sorry! Ich dachte du hättest deinen passenden Nockpunkt schon gefunden...)
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Re: Wie ist das jetzt mit dem Rohschafttest?!

Beitrag von Trinkhorn »

Nene, ich habe den Nockpunkt schon höher gesetzt, ca. 5mm über den 90 Grad, da ich abgerundete und etwas "zugespitzte" Selfnocks an meinen Pfeilen habe und das wär dann ca. die Hälfte...ich weiß die Nocks sind dadurch nie gleich aber ich schieße ja auch (noch nicht) bei Turnieren mit. Ich denk dass die Abweichungen dieser Nocks aber auch nur 1-2 mm sein können - kommt mir jetzt nicht soviel vor.

Die Probleme mit meinem Bogen (glaub ich) kommen mehr durch den unteren WA - siehe mal auf mein Userbild - selbst dort erkennt man mit bloßem Auge, dass er sich mittlerweile (war nicht immer so viel) sehr starkt biegt im Gegensatz zum oberen WA. Hätte wie gesagt auch schon mal umdrehen versucht aber so hab ich echt absolut ins Irgendwo geschossen...

Trinkhorn
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