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fatz
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Re: Neuer Blog

Beitrag von fatz »

Yabusame hat geschrieben: 27.09.2024, 17:24 Bei einer Drehkraft von 0 bis 100% (100% ist die max. erreichbare Drehkraft, gemessen mit Dehnungsmessstreifen am Bogen),
erhöhte sich die Pfeilgeschwindigkeit von 44 auf 56 m/sec (gerundete Werte)
die Zeit des Sehnenhubes von 0,026 auf 0,030 sec,
die Länge des Sehnenhubes von 53 auf 75 cm
Irgendwie krieg ich grad nicht zusammen was da vom einen zum andern anders gemacht wurde. (Sorry ich kann kein Japanisch und schiesse einfach englische Langboegen ;) )
Was verstehst du unter "Länge des Sehnenhubes"?
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fatz
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Re: Neuer Blog

Beitrag von fatz »

Yabusame hat geschrieben: 27.09.2024, 17:24 Bei einer Drehkraft von 0 bis 100% (100% ist die max. erreichbare Drehkraft, gemessen mit Dehnungsmessstreifen am Bogen),
erhöhte sich die Pfeilgeschwindigkeit von 44 auf 56 m/sec (gerundete Werte)
die Zeit des Sehnenhubes von 0,026 auf 0,030 sec,
die Länge des Sehnenhubes von 53 auf 75 cm
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Re: Neuer Blog

Beitrag von benzi »

Ich hätte 20-30% geschätzt, wenn ich richtig gerechnet habe, dann sind das 27%...lag ich gar nicht so sehr daneben... 😊
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Re: Neuer Blog

Beitrag von Yabusame »

@fatz
Irgendwie krieg ich grad nicht zusammen was da vom einen zum andern anders gemacht wurde. (Sorry ich kann kein Japanisch und schiesse einfach englische Langboegen )
Was verstehst du unter "Länge des Sehnenhubes"?
Bei 0% Torsion (also ohne Technik) beträgt der Weg (Sehnenhub), auf dem der Pfeil von der Sehne getrieben wird 53cm. Bei max. erreichbarer Torsion (individuell auf den gleichen Schützen bezogen) beträgt er 75cm.

Nehmen wir mal an, der Schütze hatte die physische Konstitution für einen 18Kg -Bogen und man würde das Ergebnis vergleichen mit einem Schützen, der einen 15kg-Bogen schießt, dann würden andere Werte erscheinen, aber die %uale Steigerung würde gleich sein.

Und ja, wenn ein Schütze, der normal einen 20kg-Bogen schießt, einen 10kg-Bogen schießen würde, wäre die Steigerung deutlich mehr als die 60%. Es würde aber zu einem Pfeilflug kommen, der unkontrollierbar ist, macht also keinen Sinn, wäre rein theoretischer Natur.

Wenn einem Physiker das alles unglaublich erscheint, dann ist das natürlich eine Huldigung der Heki-Technik.

Bei weiteren Zweifeln wende Dich doch bitte direkt an @Markus, der ist Kyudo-Übungsleiter, dort sollte das Wissen vorhanden sein, er wird Dir meine Daten bestätigen können oder die Möglichkeit haben die Richtigkeit in Erfahrung zu bringen.

Grüße
Yabusame
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Beitrag von fatz »

Wie gross ist bei einem Jumi die Standhoehe?
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Re: Neuer Blog

Beitrag von Yabusame »

Guten Morgen @fatz
Wie gross ist bei einem Jumi die Standhoehe?
Ca. 15cm – vermutlich willst Du wissen wo die Trennung des Pfeiles von der Sehne liegt.

Das ist im Kyudo tatsächlich das absolute Qualitätskriterium, für das Auge leider nicht sichtbar.

Um das festzustellen, brauchen wir noch die Auszugslänge des Schützen, da haben wir keinen Wert, wir wissen nur dass es im Kyudo die halbe Körpergröße ist. In erster Annäherung gehen wir mal von 180cm aus, also 90cm Auszugslänge. Demnach trennt sich der Pfeil ohne Technik 22cm vor der Ruhestellung der Sehne, mit Technik genau auf Standhöhe.

Das liegt qualitätsmäßig in der norddeutschen Tiefebene, wir können aber davon ausgehen, dass für die Messungen ein Schütze höherer Qualität tätig war, wir legen den Trennungspunkt deshalb 3cm nach der Standhöhe.

Damit haben wir ohne Hellseherei herausgefunden, dass der Schütze eine Körpergröße von 174cm hatte – guat san ma, sakrisch guat!

Hisst Du jetzt die weiße Flagge oder machen wir weiter?

Wäre schön, wenn ich mir Zeit für @benzi nehmen könnte, da brauche ich alle Aufmerksamkeit ohne Nebenkriegsschauplätze, ein harter Brocken, aber seine Seele schreit um Hilfe.

Grüße
Yabusame
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Re: Neuer Blog

Beitrag von benzi »

Wie geschrieben komme ich bei der Pfeil Geschwindigkeit auf ein Plus von 27%....
Bei der Länge des Sehnen Kontaktes auf 41%.... Wenn ich das so richtig gerechnet habe (wenn nicht, dann bitte korrigieren), dann sind mir die angeführten 60% nicht klar....🤔
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Re: Neuer Blog

Beitrag von kra »

@Yabusame,
Bitte unterlaß derartige Sticheleien!

Wenn du sie nicht mehr selber löschen kannst, ein Moderator kann das gerne für dich erledigen!
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Re: Neuer Blog

Beitrag von fatz »

Yabusame hat geschrieben: 28.09.2024, 10:49 Hisst Du jetzt die weiße Flagge oder machen wir weiter?
Sorry, aber auf dem Niveau hab ich keinen Bock mehr....
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Re: Neuer Blog

Beitrag von benzi »

Schade.... 😪

Tja, Kampfkunst besteht halt aus Kampf und Kunst.... Was Kampf ist können wir in diesen Tagen ja überall auf der Welt sehen, was Kunst sein könnte, dazu habe ich mir gerade fast drei Stunden Jonathan Meese in einem Gespräch reingezogen... 😊

Bleibt die Frage was die Verbindung dieser Beiden bedeutet... 🤔
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Re: Neuer Blog

Beitrag von Yabusame »

@benzi
.....dann sind mir die angeführten 60% nicht klar..
Die 60 bzw. 62% Steigerung beziehen sich auf die kinetische Energie nach der Formel Ekin=1/2mv².

Setzt man die beiden Geschwindigkeiten (44m/sec ohne Technik und 56m/sec mit Technik) ein und vergleicht die Ergebnisse, erhält man die genannte Steigerung.
Ich hatte das eigentlich nur deshalb nachgereicht, weil da ein spezieller Herr die 27% Geschwindigkeitssteigerung als nix bezeichnet hatte.

Da die Fähigkeit zum Humor im Forum überschaubar ist, sollte man es erstmal dabei belassen.

Grüße
Yabusame
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Re: Neuer Blog

Beitrag von benzi »

Stimmt, Du hattest von 60% mehr Energie, nicht von mehr Pfeil Geschwindigkeit geschrieben, mein Fehler... Danke! 🙏

Die Diskussion hier war für mich auf jeden Fall der Anlass meinen Yumi abzustauben, danke dafür! 😊 🙏
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Re: Neuer Blog

Beitrag von Lyons »

Ok, es geht um die kinetische Energie des Pfeils.
Also mathematisch ist das dann schon korrekt, wenn sich die Pfeilgeschwindigkeit von 43 auf 56 m/s erhöht, ergibt sich bei konstanter Masse (gleicher Pfeil) ein Unterschied von 62 %. , weil Ekin= 1/2 m v^2, für einen 28 g Pfeil sind das bei den genannten Geschwindigkeiten 27 Joule und für den mit Heki-Technik abgefeuerten 43,9 Joule, damit 16,9 Joule Differenz, was bezogen auf die 27 Joule einen Unterschied von 16,9 Joule und damit 62% Unterschied ausmacht. Und das ist schon erstaunlich. Die 44 vs 56 m/ s hatte ich auch schon irgendwo im Internet gefunden. Leider finde ich die Quelle nicht mehr.
Was mir auch fehlt, was sind 100 % Drehmoment? Ist das dass, was ein normaler Schütze am Bogen aufbringen kann?
Das spätere Verlassen des Pfeils an der Sehne optimiert natürlich die Kraftübertragung.
Jetzt kann es noch sein, dass bei der gewählten Anordnung die Anpassung des Pfeils an den Bogen nur erreicht wird, wenn der Bogen zusätzlich verwindet, also Hekitechnik. Das würde dazu führen, dass man zwangsweise das System verstimmt, wenn man ohne Hekitechnik schießt. Passt man den Spinewert der Pfeile wieder an das Schießen ohne Verwindungsmoment am Bogen an, wäre der Unterschied vielleicht nicht ganz so groß, das wäre schwierig nachzuvollziehen, wenn wir den Aufbau und Bogen- und Pfeildaten zu der Messung nicht kennen. @Yabusame hast du einen Link zu der Messung?
Insgesamt ist so ein Pfeil schon eine heftige Sache. Dummerweise verliert der Pfeil ziemlich schnell seine Geschwindigkeit, wenn er mal die Sehne verlassen hat.
Hat jemand Daten, wie schnell der Peil bei 28 m Matodistanz am Ziel noch ist?

Aber wenn man vergleicht: schlage ich mit einem 500g Hammer mit 1 m/s auf einen Nagel, bringt der Hammer 0,25 Joule auf. Ganz schön wenig im Vergleich. Ein pneumatischer Bohrhammer mit 800 bis 1000 W kann etwas 1 bis 1,5 Joule pro Schlag aufbringen. Bei dem ist es die schiere Anzahl Schläge, die den Beton zerbröseln läßt.

Und was Deine Vermutung angeht, ich könnte mich als @shokunin ausgeben, mich trifft das nicht wirklich, weil Du damit nicht mir, sondern @shokunin was unterstellst. Läßt tief blicken.
Von dem, was ich hier gelesen habe von ihm, würde ich mal sagen, dass Du mit Deiner Einschätzung von ihm meilenweit daneben liegst, er hat sich ja von hier zurückgezogen, und auch auch seine Gründe dafür genannt. Ich schätze ihn ganz anders ein. Finde ich übrigens schade, denn seine Arbeiten sind bewundernswert, und die habe ich sehr gerne angeschaut.
Ich frage mich, was passiert ist, dass Du bei Deinem Hintergrundwissen und offenbar langjähriger Erfahrung im Sport so auftreten musst, dass Du damit andere derart vor den Kopf stößt, dass diese keinen Bock mehr haben auf solche Unterhaltungen. Lass doch das einfach mal nicht so raushängen, als ob Du der einzige Blicker bist.
Viele Grüße Andreas
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Re: Neuer Blog

Beitrag von Lyons »

Naja, jetzt seid ihr mir zuvorgekommen… aber dann ist es ja geklärt.
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Re: Neuer Blog

Beitrag von Yabusame »

@benzi
Tja, Kampfkunst besteht halt aus Kampf und Kunst.... Was Kampf ist können wir in diesen Tagen ja überall auf der Welt sehen, was Kunst sein könnte, dazu habe ich mir gerade fast drei Stunden Jonathan Meese in einem Gespräch reingezogen...

Bleibt die Frage was die Verbindung dieser Beiden bedeutet...
In dem Fall würde ich Kunst von Können ableiten.

Was Kyudo betrifft, so kämpft man gegen sich selbst, es gibt da eigentlich keine äußeren Gegner, der Gegner ist das eigene Ego.

Das Treffen sollte das Ergebnis sauberer Technik sein, mind. aber eine Durchsetzung der eigenen Möglichkeiten, darum zu kämpfen, sein Können in einer Stresssituation durchzusetzen, also kämpfen können.

Das hört sich leicht an ist aber sauschwer, weil das auf Erfolg schielende Ego eitel und raffiniert ist und irgendwelche Möglichkeiten anbietet auf einem einfachen Weg zum Erfolg zu kommen.

Da gibt es durchaus Parallelen zu den Aussagen von Dir genannten Jonathan Meese. Der fordert u.a. eigentlich, dass man gegen sich selbst kämpft, bevor man gegen andere kämpft, also auch das was in der Außenwelt stört bei sich als Störung zu sehen.

Wenn also wie in Deinem Fall, die Aversion bzw. Ablehnung gegen eine Einordnung in eine Kyudogruppe vorhanden ist, so müsstest Du dieser Aversion in Bezug auf Dir selbst gegenüber nachgehen, so verstehe ich ihn jedenfalls.

In dem Zusammenhang eine interessante Aussage im Kyudo, die wenig Verbreitung gefunden hat, weil unangenehm und weil sie zu einem Kampf auffordert, den nur wenige anzunehmen bereit sind:

Kyudo macht erstmal schlechte Menschen

Damit ist gemeint, dass die in jedem Menschen vorhandenen negativen Charakterzüge im Kyudo verstärkt und offenbar werden - im Moment des Abschusses wird der Schütze nackt wie ein Kind.

Im Durchführen der sehr feinmotorischen und gleichzeitig dynamisch und kraftvollen Bewegungsabläufe innerhalb weniger Millisekunden, hat das Ego keine Chance auf einen Zugriff, es wird ausgeklammert, es kommt allein der Charakter wie er ist und nicht wie er sein sollte zum Vorschein. Allein ein wirklicher Lehrer sieht was da ist und weiß wie er zu helfen hat. Tja und die Anzahl solcher Leute ist schwer limitiert.

Vielleicht kannst Du daran erkennen, warum Du einerseits zu einer Kyudogruppe gehen solltest, andererseits, Du wirst nur mit sehr viel Glück finden, was ich hier skizziert habe, deshalb, erspar Dir das.

Gute Nacht
Yabusame
Gesperrt

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