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Verfasst: 17.09.2003, 21:40
von Detritus

Das muß ich auch mal probieren! Das Problem ist nur, ich mach das normalerweise über dem Gasherd, und glühende, giftig dampfende Holzprojektile in der Küche herumfliegen zu lassen... ach was solls!

Verfasst: 17.09.2003, 22:31
von Ravenheart
...Mach's doch wie ich: im Keller mit 'nem Heißluftgebläse!
Rabe
also, mein Senf dazu
Verfasst: 18.09.2003, 09:42
von mgo
Ich bastle so etwa seit 6 Monaten selbst Pfeile benutze bisher ausschließlich Tophats in Bulletform und inzwischen aus Messing (wegen der Optik). Beim Training schießen meine Frau und ich nur auf Straminscheiben. Ich 11/32tel und meine Frau 5/16tel Zedernschäfte.
Meine Erfahrung: bei den 11/32tel gehen die Tophats nur stramm drauf, da brauche ich den Trick mit dem Komprimieren des Schafts durch Rollen zwischen 2 Brettchen unter Durck. Dafür halten die Spitzen auch beim Ziehen aus der Straminscheibe: immer schön rechts rum drehen beim Ziehen ;-).
Die 5/16tel Tophats flutschen manchmal so auf die Schäfte. Komprimieren der Schäfte wäre hier ein Quatch. Bei Ziehen sind auch schon mal Spitzen in der Scheibe geblieben. Ich helfe mir bei zu lockeren Spitzen mit einem guten Tropfen Sekundenkleber.
Gruß aus München
Martin
Verfasst: 18.09.2003, 12:01
von daritter
@mgo
dem ist von mir nichts mehr hinzuzufügen, hatte mit 5/16 auch probleme, bei 11/32 nicht.
Verfasst: 19.09.2003, 03:25
von Marty
Gibt es eigentlich einen Grund warum die Schraubspitzen nicht "Schraubspitze zum aufkleben" heissen? Ich persönlich finde es albern Schraubspitzen auch noch zu kleben. Ich schraube meine Klebespitzen ja auch nicht auf. ;-)
na deshalb ....
Verfasst: 19.09.2003, 09:24
von mgo
@Marty,
na ganz einfach: normale Schrauben und Muttern haben ja auch nicht den Namenszusatz 'zum Kleben'. Und trotzdem sichert man sie mit Locktite o.ä. wenns auf Dauer halten soll.
Hab auch schon gesehen, dass man bei Klebspitzen zusätzlich seitlich einen kleinen Nagel in die Spitze schlägt. Also sind das dann 'Klebspitzen mit Nagelsicherung'
Gruß aus München
Martin
RE:
Verfasst: 19.09.2003, 09:32
von RudiG
Original geschrieben von Marty
Ich schraube meine Klebespitzen ja auch nicht auf. ;-)
Dann wärs ja auch wieder ne Schraubspitze zum aufkleben
Ich hab bis jetzt nur 11/32 Schäfte gehabt, da war das Problem das aufschrauben. Gelöst hat sich noch keine. Demnächst krieg ich 5/16 Schäfte, mal sehn ob ich dann das gleiche Problem hab wie mgo.
Rudi
RE: na deshalb ....
Verfasst: 19.09.2003, 19:33
von Marty
Original geschrieben von mgo
@Marty,
na ganz einfach: normale Schrauben und Muttern haben ja auch nicht den Namenszusatz 'zum Kleben'. Und trotzdem sichert man sie mit Locktite o.ä. wenns auf Dauer halten soll.
Wenn ich Muttern brauche die von alleine halten sollen, hole ich mir eine Sicherheitsmutter mit einem Kunststoffring. Da muss nix geklebt werden. Die Frage ist nur, warum ihr Euch Schraubspitzen holt, wenn ihr sie doch nachher klebt. Die halten so nicht besser als Klebespitzen auch und kosten doppelt und manchmal auch drei mal so viel.
Verfasst: 20.09.2003, 02:36
von Detritus
Marty, die geklebten Schraubspitzen halten viel besser als Klebspitzen (und auch als nicht geklebte Schraubspitzen). Einfach weil sich das Gewinde schön in den harten Kleber reinfrisst. Und die Mehrkosten für den Kleber sind vernachlässigbar, für 6-7 Euro gehn sich zig Pfeile aus. Ich hab schon alle Varianten durchprobiert und mit den geklebten Schraubspitzen hab ich als einziges noch keine Spitze verloren.
Verfasst: 20.09.2003, 03:43
von Marty
Veto! Ich wette mit Dir, dass wenn man TopHats mit Heißkleber klebt, die nicht so gut halten wie Klebespitzen mit 2K Kleber, wie UHU Endfest 300. Was soll denn da halten? Ich habe schon einige TopHat in den Scheiben verloren und mein Vereinskollege alle seine Klebespitzen die mit Heißkleber geklebt wurden. Beides zusammen ist auch nicht viel besser. Wenn ich meine Spitzen nach dem Kleben auf 180°C erhitze, hält die Spitze 3000 N/cm2 aus. Heißkleber ist dagegen nichts. Auch nicht wenn sich die Spitze ein paarhundertstel Millimeter in den Schaft frisst.
Verfasst: 20.09.2003, 09:34
von kra
Ich verwende seit 3 Jahren nur (konische) Schraubspitzen ohne Kleber (mal von nem Versuch mit Tophat abgesehen).
Seit ca. 2,5 Jahren verwende ich die vom Godosar (Greenhill archery) da es die IMHO einzigen sind die ein Gewinde haben, das den Namen auch verdient. Zum Aufschrauben sind die allerdings etwas aufwendiger. Durch das heftige Gewinde braucht es viel Kraft. Ich schraube mit mäßiger Kraft bis nix mehr geht, dann erhitze ich die Spitze am Gasherd und schraube dann ganz rein. Abschrecken unter kalt Wasser und nochmal nachziehen.
Hin und wieder ziehe ich die Spitzen nach. Verluste in der Scheibe: kaum nennenswert (~10 in 3 Jahren?). Und ich habe den Vorteil, wenn der Pfeil im Baum steckt schraube ich den Schaft ab, den Spitzenzieher rein und schon kann ich mit voller Kraft die Spitze rauswuchten.
Ich sehe bei den TOPHATs keinen Vorteil für mich.
Martys Klebetechnik
Verfasst: 20.09.2003, 11:17
von Taran
Du erhitzt also mit 2K-Kleber geklebte Spitzen ohne Gewinde (sind das jetzt parallele oder konische Klebespitzen?) auf 180°.
Wann (wie bald nach dem Kleben)?
Für wie lange?
Wie (giftige Dämpfe und so...)?
@kra
Was kosten die Godosar-Spitzen?
Verfasst: 20.09.2003, 12:08
von kra
Im neuen TB hat er nicht inseriert, in #27 kosteten sie 0,50€/Stück. Der Spitzenzieher schlägt mit 11,50 € zu buche.
Programm:
11/32: 100 und 125 gr
5/16: 50,75,100 gr
RE: Martys Klebetechnik
Verfasst: 20.09.2003, 12:42
von Marty
Original geschrieben von Taran
Du erhitzt also mit 2K-Kleber geklebte Spitzen ohne Gewinde (sind das jetzt parallele oder konische Klebespitzen?) auf 180°.
Wann (wie bald nach dem Kleben)?
Für wie lange?
Wie (giftige Dämpfe und so...)?
@kra
Was kosten die Godosar-Spitzen?
Das ist nicht "meine" Klebetechnik. So steht es auf der Verpackung. Am besten benutzt man eine Taschenfackel dafür. Mir reicht es aber, wenn ich die spitzen kurz in meinen Tischbackofen halte. Ich glaube nicht, dass ich so stark bin und 1500 N/cm2 ziehen kann.
Verfasst: 20.09.2003, 16:36
von Archiv
Also wenn ich Axel richtig verstanden habe, klebt er seine Spitzen nicht, sondern er schraubt sie nur. Ich mache es genauso mit den schon genannten Vorteilen, daß man eine im Baum steckende Spitze mit Hilfe eines Spitzenziehers einfach herauszieht und anschließend wieder auf den Schaft schraubt. Unterm Strich reduziert das den Schaftbruch beim ziehen erheblich. Ich benutze die Spitzen von Bavarian Longbow, weil die an der Spitze noch mal eine Rändelung haben, wo man sie mit der Zange gut packen kann. Letztendlich denke ich, daß die Spitzenvariante auch nur eine Gewöhnungsache ist. Die Spitezn von Thomas Godosar (Greenhill Archery) sind auf jeden Fall auch zu empfehlen. Mit den Top Hat Spitzen bin ich persönlich nicht so gut zurecht gekommen.