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Nicht so schnell aufgeben
Verfasst: 07.09.2005, 06:43
von Karl-Heinz
Hallo,
@Treborn
warum so schnell aufgeben, ich habe die Idee aufgegriffen und bin mit der Theorie fast fertig, und múß nur noch sehe wie dies möglichst einfach umzusetzen ist. Allerdings kommt nicht Luft, sondern Wasser als Stömungsmedium zum Einsatz.
Gruß
K-H
Freut mich
Verfasst: 07.09.2005, 07:07
von Trebron
wenn Du da dran bleiben kannst, super !
Denkst Du, dass Naturfedern im Wasser das gleiche Strömungsverhalten haben, wie in der Luft ? Bei Gummifletchen kann ich mir das denken..
Na, ich bin mal gespannt wie ein Flitzebogen
Trebron
Verfasst: 07.09.2005, 07:39
von tomtux
mit wasser wird das nicht funktionieren!
jeder flugmodellbauer, der seine kisten mal selbst konstruiert hat, kennt den begriff reynoldszahl.
da sind dinge wie die kinematische zähigkeit des umströmenden mediums drinn, bei wasser und luft werden da leichte unterschiede merkbar sein.
wo du im wasser noch im 100% laminaren bereich bist, oder der staudruck den strömungskörper (federn) signifikant verformt, bist du in luft längst bei rein turbulenter strömung mit ganz anderen eigenschaften.
Verfasst: 07.09.2005, 08:24
von Karl-Heinz
Die Möglichkeit eines "richtigen" Windkanales bestehen natürlich auch, das Problem besteht nur aus der zu erzeugenden Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h und deren Kontrolle. Es kann funktionieren mit einer Differenzdruckmessung und einem Regelbaren Gebläse. Die Geschwindigkeiten im Waaser belaufen sich hier nur auf ca. bis zu 20 Km/h wobei ich mit der Durchflußmenge die Geschwindigkeit messe. Das Problem mit der höheren Viskosität und der damit verbundenen Randschichtreibung/haftung ist natürlich ein Problem aber wahrscheinlich rechnerisch zu kompensieren.
@tomtux
ich gebe Dir sicherlich Recht, ich suche im moment nur nach möglichst vielen lösungen um etwas praktikabeles zu finden.
Das mit dem Differenzdruck kann wahrscheinlich funktionieren weil ein Anemometer einzubauen ist blödsinn. Das mit der turbulenten Strömung ist sicher richtig, diese kann eh keiner berechnen, und ich glaube diese (abgesehen von der Grenzschicht) ist ja auch nicht erwünscht.
Da aber die kinematische Viskosität, Dichte, Geschwindigkeit, Länge und die sich dadurch ergebende dynamische Viskosität bekannt sind, und ich durchaus die kritische Reynoldszahl für den Übergang zur Turbolenz in beiden Medien bestimmen kann, sehe ich hier eine gute Möglichkeit.
K-H
RE:
Verfasst: 07.09.2005, 09:29
von tomtux
Original geschrieben von Karl-Heinz
Das Problem mit der höheren Viskosität und der damit verbundenen Randschichtreibung/haftung ist natürlich ein Problem aber wahrscheinlich rechnerisch zu kompensieren.
K-H
bei spitze und schaft gebe ich dir recht, bei den federn glaub ich das nicht.
abgesehen davon, dass sie einfach nass werden, da soll die grenzschicht ja möglichst gleich turbulent sein, bei ganz niedrigen RE´s
bei fischen oder delfinen funktioniert das, die haben aber keine federn ;-)
Verfasst: 07.09.2005, 09:35
von Karl-Heinz
@tomtux
wiso haben Fische keine Federn????
Ich denke Du gibst mir recht wenn der "Blaskanal" eine gute Lösung ist.
Hast Du einen Vorschlag wie wir praktikabel den Diffenzdruck zur Geschindigkeitsmessung messen?
K-H
Verfasst: 07.09.2005, 10:07
von Ravenheart
250 km/h halte ich auch für zu viel! Abgesehen von Compoundbogen liegen die Pfeil-Geschwindigkeiten ja zwischen 150 und 200 FPS, so dass z.B. 175 FPS (das wären 192 km/h) reichen müssten, um plausible Ergebnisse zu erhalten!
Rabe
RE:
Verfasst: 07.09.2005, 10:56
von tomtux
Original geschrieben von Karl-Heinz
Hast Du einen Vorschlag wie wir praktikabel den Diffenzdruck zur Geschindigkeitsmessung messen?
K-H
also ich würd ja meine alten drachenfliegerinstrumente aufs motorrad schrauben und schaun, ob die bei tempo 200 noch mitspielen
im ernst, ich würde mich nach alten flugzeuginstrumenten aus der privatfliegerei umschauen, die verwenden auch nur bernoulli-rohre und der geschwindikeitsbereich passt.
und eingestellt sind sie auch schon.
wie willst du im blaskanal die strömung beruhigen? gegenläufige gebläse, lange anlaufstrecke und profilierte bleche vor der messtrecke?
dort soll doch eine möglichst parallele strömung herrschen.
Verfasst: 07.09.2005, 11:58
von hugin
hallo worum gehts denn jetzt eigentlich noch hier? Hat einer einen Windkanal von euch in der garage? Wenn nicht braucht man doch darüber nicht zu reden und es nur so wie alle anderen völker vor uns mit ausprobieren versuchen.
RE:
Verfasst: 07.09.2005, 12:23
von tomtux
Original geschrieben von hugin
hallo worum gehts denn jetzt eigentlich noch hier?
na um trebons frage ob sich die strömung an einem pfeil sichtbar machen lässt und wie, respektive ob das realisierbar ist.
für mich gesprochen ist das genauso sinnvoll wie im wald und auf der wiese auf plastikteile zu schiessen.
und es ist eine wirklich dämliche idee und allein schon deshalb näherer betrachtung wert

RE: RE:
Verfasst: 07.09.2005, 12:38
von Trebron
Original geschrieben von tomtux
und es ist eine
wirklich dämliche idee und allein schon deshalb näherer betrachtung wert
Danke :bussi
Aber
solche Ideen kommen einem, wenn man GUTE Pfeile bauen will
Trebron
Verfasst: 07.09.2005, 15:33
von Karl-Heinz
@tomtux
profigeräte brauchen wir wohl nicht, 2 röhrchen mit Säule tun woh auch, muß nur mal nachrechnen. Strömungs leitbleche wie beim großen, erst langen Anlauf, dann senkrecht und 2 Stufe waagerecht.
@rabe
250 war geschätzt aber sollte knab die Grenze sein.
@hugin
noch hat keiner eine Windkanal in der Garage, noch. Ich hätte auch bis von 6 Wochen nicht gedacht was man alles haben kann. Meine Sammlung jetzt: Tillerstock, Sehnenbrett, Spinetester, Schaftfräsevorrichtung, Befiederungsgerät und wer weiß was noch kommt.
@treborn
ich weiß nicht ob Du gute oder schlecht Pfeile baust, aber cw-Wert, Windwiederstand und Strömungsverhalten wirst Du wohl bald messen können.
Ich habe nächste Woche mit Windkanalleuten zu tun und werde aus diesem Weg mal die Basiskonstruktion besprechen.
Gruß
K-H
Verfasst: 07.09.2005, 22:08
von locksley
Ich bin ja nun auch Keiner, der, der Technikverliebtheit beim Bogenschiessen eine Lanze bricht, aber Tomtux und Karl-Heinz sind wohl Menschen die eine Ahnung davon haben wie man die Luftströmung die auf den Pfeil und die Federn, einwirkt darstellbar macht und bin gespannt auf die Ergebnisse. Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert wie sich Leute so für unsere "Archaische" Sportart interessieren und sich Gedqanken darüber machen, warum etwas so funktiniert, auch wenn "Es" so schon seit Generationen funktioniert.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Ergebnis und bereit dazu meinen besten Pfril zu opfern ob im Windkanal oder Wasserbad, ist mir egal.
Sooo
Verfasst: 26.09.2005, 11:58
von Karl-Heinz
Hallo,
das Konstruktionsprinzip seht mittlerweile, nur habe ich im Moment wenig Zeit zur Berechnung des ganzen Teiles. Sollte jemand verstärktes Interesse habe so kann er gerne per IM Kontakt mit mir aufnehmen ansonsten lieg das Ding erst mal auf Eis. Die Kosten werden sich auf ca.150-250 € belaufen und so um die 4-5 qm Platz brauch man auch dafür.
Gruß
K-H