Wikinger-Hüftköcherbau

Selbstgebaute Ausrüstungsgegenstände wie Armschutz, Köcher, etc.
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Silverball
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Silverball »

Neuer Morgen neues Glück.
Ich werd nachdem ich nun gefrühstückt habe mal wieder etwas Zeit investieren und weiter machen.
Mein einziges Problem ist die Rückseite die ich bisher noch nicht aufs Foto gebannt hab.

Sie hat beim trocknen wohl das Wasser etwas ungleichmässig wieder von sich gegeben.
Daher hat es nun ein paar merkwürdige Ränder und Wasserflecken.
Mittlerweile ist der Köcher komplett trocken und meine Frage wäre, kann ich die Flecken durch erneutes leichtes nässen wieder weg bekommen?
Gehen die Flecken weg wenn ich den Köcher dann später mit Wachs behandel?
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Silverball
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Silverball »

Soho, mein Köcher ist fertig. Zumindest was das drum rum angeht.
Nun hab ich mir für die Deko was besonders geniales und schweres überlegt.
Ich werd das Teil punzieren!!!
Mein Motiv hab ich schon umgesetzt.
Hier mal ein Bild davon.... Plagiate sind erwünscht wenns gefällt ;)

Bild

Das Motiv werd ich nun ausdrucken und versuchen nach einigen hilfreichen punzier- und brennanleitungen
aufs Leder zu übertragen und dann mir gedanken über das punzieren machen.

Der fertige Köcher, die Ösen hab ich nicht auf gleicher höhe angebracht damit der Köcher beim Tragen nicht ganz senkrecht am Körper hängt sondern leicht schräg.
Bild

Das Motiv wird unterhalb des umgeschlagenen Lederstücks am oberen Rand kommen.

Auf dem Bild sieht man nochmal die Anbringung der Halteösen
Bild

Meinungen und Kritik sowie Tips zum punzieren die hier nicht im Forum stehen sind Willkommen ;)

Grüße Marcel
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Der_Iwan
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Der_Iwan »

Hallo Marcel!
Wenn ich deine Planung richtig verstanden habe wird das nicht so recht funktionieren.

1. Punzieren heißt prägen und das macht man normalerweise vor dem Zusammenbau , d.h. auf dem flachen Lederstück. Da wird das Motiv dann mit verschiedenen Stempeln eingeschlagen. Wenn du das auf dem runden Köcher probierst, dürfte sich das als schwierig erweisen. Außerdem braucht man eine harte Unterlage (optimal wäre Marmor), die du ja schlecht in den Köcher reinbekommst. Les dir mal die Anleitung hier durch, dann weißt du, was ich meine:
http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=6274.0
Einbrennen müsste aber funktionieren.

2. Auf den Fotos sieht das so aus, als ob bei dem Korpus vom Köcher die Fleischseite außen ist. Da du das Motiv ja unter der Randverstärkung aufbringen willst, geht es erst recht nicht zu punzieren, weil man das auf der Narbenseite macht. Steht aber auch in dem Link drin.

Ich hab auf meinem Köcher ein ähnliches Motiv, den werd ich demnächst mal einstellen.


Viele Grüße Marius
Esteban
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Esteban »

Könnte problematisch werden  ;D

Da das  Kind aber schon im Brunnen liegt und du den Köcher vermutlich nicht mehr auseinandernehmen willst:

Schneide doch das Motiv ins Leder rein und färbe die Schnittflächen. Mein Köcher und meine Gürteltasche sind so (Werk von Steinmann). Ich seh mal zu, dass ich ein Bild davon mache und einstelle.

Gruß

Esteban
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captainplanet
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von captainplanet »

Und wenn man als Unterlage einfach ein passendes Stück Rundholz in die Röhre schiebt?  :P

Die stilisierte Wildsau gefällt mir übrigens sehr gut!  :)
Bester Rindengrapscher von FC!!!
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Silverball
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Silverball »

Danke für Eure Tips.

Captainplanet seine Idee war übrigens auch mein Plan.

Ich hab einen kleinen Stammabschnitt denn werd ich in den Köcher schieben .
Somit hab ich dann meine Auflage zum "drauf rum hämmern" ;)

Der Platz für das Motiv soll schon auf dem umgeklappten radn werden, also auf dem Stück mit der Narbenseite aussen.
Da hab ich mich etwas blöd ausgedrückt, sorry...

Jetzt hab ich aber noch eine Frage:
- Punzieren heißt ja prägen unter Druck, durch schläge aufs Leder.
  Kann ich das nicht auch dadurch ereichen das ich das leder an der Stelle kräftig eindrücke.
  Zum Beispiel mit einem dünnen Schraubendreher?
  Grund der Frage ist: Ich hab beim nähen mit meinem Fingernagel das Leder an einer Stelle etwas eingedrückt.
  Diese Stelle kann ich jetzt immer noch recht schwach sehen. Also müsste das doch so auch gehen, oder denk ich da falsch?

Grüße
Marcel
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Faltenhemd rigoros
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Faltenhemd rigoros »

hi silverball!

also ich hab einen ledergürtel auf eben diese weise "gepunzt":

mit dem schraubenzieher fest in das nasse leder gedrückt. nach dem trocknen blieben die vertieften stellen auch tiefer als der rest. ich hab übrigens mit der spitze und mit der flachen seite des schraubkopfes gedrückt.

hammer hab ich keinen benutzt.

ich kann mal ein bild reinstellen.

nasses leder ist erstaunlich weich. fast wie eine modelliermasse.

wichtig: du solltest dir überlegen welche teile der sau tiefer und welche später erhöht sein sollen. also: soll das schwarze deiner zeichnung hoch oder tief sein?

falti

ps: netter ringelschwanz
Däumling
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mistergjet
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von mistergjet »

Hi!
Also muss sagen die Sau gefällt mir auch sehr gut! Die Fotos vom Leder sind bei mit irgendwie extrem dunkel und schwer erkennbar? Helligkeit raufschrauben? Blitzen?  :D

Bei den Aufhängeösen würd ich vielleicht noch die Kanten einfassen... damit ja nix ausfranst.

LG
Markus
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Silverball
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Silverball »

Blitz ist doch doof ;)
Naja, die letzten Bilder sind etwas dunkler geworden, werd ich dann wohl nochmal machen für Dich.

Die Ösen sind sowieso nicht ganz so geworden wie ich sie wollte. Ich denke mal da werd ich noch etwas drüber nachdenken und
die dann später verbessern.
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Silverball
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Silverball »

So, weil mir gerade etwas die Finger weh tun und ich mal eine Pause brauche:
Hier ein Zwischenstand der Sau beim punzieren.

Werkzeug:
- Normaler Elektroschraubendreher (schmal)
- Falzbein aus Knochen von meiner Freundin *es ist gut eine Buchbinderin als Freundin zu haben ;)*

So weit bin ich schon.

Bild

Beim eindrücken des Leders mit dem Schraubendreher muss ich auf den Innenflächen wohl die Narbenseite etwas stark verletzt haben.
Nun löst sich diese in kleinen Bröseln vom Leder und geben eine rötlichbraune Wildlederfläche frei.
Aber das macht nichts, es sieht genial aus und unterstreicht noch die Optik!
Mutz
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Mutz »

"Falzbein aus Knochen von meiner Freundin" -
Mensch, Silverball, das hätte ich ja nicht gedacht, daß Du die sterblichen Überreste Deiner Freundin sogar noch handwerklich verwertest ...
wundert sich
Mutz
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Silverball
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Silverball »

Hmpf, ich dachte immer solche Sprüche gehören aufs Schlachtfeld ;)

Das Falzbein aus Knochen von sonst was.
Dieses Falzbein ist im Besitz meiner Freundin und ich darf es benutzen.

Besser Mutz?? ;)
Mutz
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Mutz »

Hallo Silverball,
ich hoffe, Du nimmst das nicht krumm, da war ich einfach drüber gestolpert, es klang so seltsam ....
Und im Übrigen gefällt mir Dein Köcher gut, muß ne Menge Arbeit sein mit Schraubendreher und Falzbein ! Aber sieht ziemlich gut aus, so hell und dunkel.
Nix für ungut,
Mutz
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Faltenhemd rigoros
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Faltenhemd rigoros »

ja, sieht schon echt gut aus! viel erfolg weiterhin!
Däumling
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Faltenhemd rigoros
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Re: Wikinger-Hüftköcherbau

Beitrag von Faltenhemd rigoros »

silverball, hier noch ein bild des gürtels, den ich wie oben geschrieben bearbeitet habe.

die tieferliegenden stellen hab ich mit so einem oxi-waschmittel-zusatzzeug gefärbt. gibts in dosen bei den waschmitteln. einfach eine lösung anrühren und mit dem pinsel auftragen. macht das leder sofort dunkler. vorher an einem reststück testen.

Bild

gruss, falti
Däumling
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