Re: Ziehmesser schärfen
Verfasst: 02.05.2012, 15:22
@Bogenede: Völlig richtig! Aber welches alte Ziehmesser vom Flohmarkt hat keine Scharten?Bogenede hat geschrieben: Nicht jeder hat die Möglichkeit seinen Bandschleifer mit Wasser zu kühlen. So ein Maschineneinsatz ist doch nur etwas für den Grundschliff oder wenn das Teil Scharten hat. Normal sind zum Nachschärfen nur Banksteine in verschiedenen Körnungen nötig. Dann noch ein Leder, fertig.
Bogenede


Klar, normal schärfe ich so wie du, aber ich wollte auch mal den Grundschliff darstellen für alle diejenigen, die so ein altes, schartiges Teil erworben haben.
Doch, jeder kann am Bandschleifer mit Wasser kühlen. Die meisten und alle Schleifbänder, die ich verwende, sind für den Nassschliff geeignet. Entweder man pinselt immer mal wieder Wasser auf die Schneide oder macht mit einem Schwamm das Schleifband nass.
@Blacky: Nee, ne!

"Die Zugmesser von Ochsenkopf haben eine Klingendicke am Fasenansatz von 4 bis 4,5 mm, das Zugmesser von Gränsfors etwa 5 mm und das von Frost ca. 2,5 mm.
Je härter und astiger das Holz, umso größer sollte der Schneidenwinkel sein. Bei weichem Holz für feine Arbeiten reichen 25 ° oder etwas darunter, bei gröberem und härterem können Sie getrost bis 35 ° gehen. "
Quelle: feine Werkzeuge.de
Mit anderen Worten: Wenn du am Langbogen feine Späne abziehen willst, solltest du rund 22° verwenden. Wenn du aber einen groben Stamm runterschrubben willst, dann geh auf 35°. So habe ich neben meinen Drechselwerkzeigen mit ganz feeiner langer Phase auch solche mit grober, ebenso bei meinen Ziehklingen. Das gezeigte Ziehmesser stammt aus dem Museum und hat noch den Originalwinkel (+/-1°).
@MoeM: Das Foto ist geduldig und ich auch. Wenn man aufpaßt, kann man trocken schleifen, ansonsten besser mit Wasser (s.o.).