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Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 19:09
von apaloosa
Padma,
meine Meinung: bei Euerm Job ist 'ne Hobelbank besser geeignet und wenn's in die Hose geht, ist doch bald Weihnachten
LG
Harald
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 19:36
von Padma
Also hab ich's richtig verstanden, dass das Schnitzpferd praktisch ist, wenn man wenig Platz hat oder es gerne auch mal woanders aufstellen mag, aber gegenüber einer Hobelbank keine nennenswerten Vorteile hat bzw. deren Vorteile überwiegen, wenn man den Platz für sie hat?
ähm, ich glaub, ich kann meinem letzten Satz selbst nicht mehr folgen....
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 20:41
von AndiE
Hallo
ich habe beides und bin auch froh dass das so ist. Es ist wie im Büro wenn man im sitzen und im stehen arbeiten kann/darf. Abwechselnde Arbeitshaltung ist auf Dauer unbezahlbar.
MfG
Andi
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 21:03
von Padma
Ok, aber für den Anfang?
Und mit höhenverstellbarem Werkbankhocker?
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 21:20
von Heidjer
Man kann mit beiden hervorragend an Bögen arbeiten, die Werkbank ist aber deutlich vielseitiger, dafür sperrig und schwer.
Gruß Dirk
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 21:21
von AndiE
Hallo
Wenn ich die Wahl hätte dann würde ich mich für die Hobel-/Werkbank entscheiden.
Ihr baut doch auch laminierte Bögen oder? Spricht auch für die Hobel-/Werkbank.
MfG
Andi
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 22:09
von Neugier
Hallo Padma
Grundsätzlich würde ich Andie zustimmen. Nur auf eines musst Du aufpassen.
Es gibt noch alte Hobelbänke mit einer deutschen Vorderzange.
Wie soll ich das erklären?
Die beweglichen Teile heißen Zange. Die Voderzange ist links. Die deutschen Vorderzange sieht ein bisschen wie ein liegendes U aus. Am besten kurz googeln. Für bogenbauerische Zwecke ist sie auf jeden Fall nicht geeignet.
Was mich bei den klassischen Hobelbänken am meisten stört ist der ungenutzte Platz darunter. Deswegen habe ich die Gestelle durch Schubladenschränke ersetzt.
Das ist schon ein wenig Aufwand aber auf dem Platz von einer kleinen Hobelbank habe ich mein ganzes Bogenzubehör untergebracht.
Ich könnte mir vorstellen ein Schubladenschrank mi einer Stave press darauf oder einem Bohrschraubstock wäre am effektivsten. Eventuell das ganze noch auf Rädern.
Ich arbeite am liebsten im Stehen. Wahrscheinlich ist das Gewohnheit.
Wenn ich dann zwischendrin mal bodentillern will oder an den Tillerstock, muss ich nicht erst aufstehen.
Zum zwischendrin mal absitzen habe ich einen halbhohen Hocker.
Grüße
Matthias
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 22:34
von eddytwobows
@Padma...
Hast ne´ PM...
LG
etb
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 07.01.2014, 23:58
von MoeM
Wenn die Arbeit nicht zu roh ist, also gerade bei Laminierten Bögen, schwör ich auf meinen billigst Spanntisch.
Die ursprünglichen Hälften mittig reduzieren bis praktisch zwei kleine Schraubstöcke daraus werden;
sollte halbwegs erkennbar sein
So kann ich den Griff von drei Seiten gleichzeitig, seitlich die gesamte Kante zugleich bearbeiten oder die Tipps fixieren ohne das allzuviel überhängt.
(nur eine Höhenverstellung wäre ratsam!)
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 08.01.2014, 00:28
von Wulfilas
Nabend,
@Neugier:
Ich denke das ist eine "Deutsche Vorderzange" im Vordergrund, oder?
Ich finde die ganz gut und arbeite oft damit.
Das eingespannte Holz wird durch die Holzbacke nicht verletzt. Ebenfalls wird durch die an der Spindel nur lose fixierte Holzbacke automatisch ein gleichmäßiger Anpressdruck erzielt.
Wo liegt deiner Meinung nach der Nachteil?
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 08.01.2014, 10:49
von Gornarak
Nachteil ist, dass du den Bogen immer schräg nach oben einspannen musst. Die andere Variante ist variabler. Ich stell es mir unter anderem schwierig vor, damit Bögen zu bearbeiten, die extrem snaky sind.
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 09.01.2014, 09:18
von Chilly
Es gibt Arbeiten, die ich lieber auf der "Hoazlbounk" (am Schnitzpferd) mache, wie z.B. das Entrinden.
Beim Bogenbau verwende ich lieber einen drehbaren Schraubstock in Verbindung mit einer variablen, zweiten Auflage. Die Auflage wird einfach mit einer Schraubzwinge an Tisch befestigt, ist mit Filz gepolstert und hat als seitliche Anschläge versetzbare Dübel. Das bringt unheimlich viel Stabilität!
Noch flexibler wärs, den Schraubstock auch noch auf eibnnem Trägerbrett mit Zwingen zu befestigen, aber bei Metallarbeiten brauch ich die Stabilität.
PS: Eine einfache, nicht zusammenklappbare Minimalisten-Schnitzbank sollte doch mit einer Säge, einem Akkuschrauber, einem Bohrer und ein paar Schrauben für unter 50€ machbar sein, ich überschlag das mal...
Chilly
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 09.01.2014, 10:03
von Idariod
Ist auch machbar. Es gibt sogar eine Anleitung, wobei du gar keine Schrauben brauchst. Wird alles ausm Holz geschnitten, Steckverbindungen. Bei meiner Schnitzbank hatte ich das Glück, nur die Gewindestange + Flügelmuttern + Beilagscheiben kaufen zu müssen, der Rest war im Altholz und in der Werkstatt vorhanden. Selber machen ist auf jeden Fall eine Erfahrung. Für mich war es die Erfahrung, dass ich für den Möbelbau extrem untalentiert bin

Ich hoffe meine Bögen werden mit der Zeit besser, als es die Schnitzbank hoffen lässt.

Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 09.01.2014, 18:35
von Fischtnix
Ich habe mir auch eine Schnitzbank gebaut.Damit komme ich besser zurecht als mit dem Schraubstock.
Dort kann ich mir den Stave legen wie es mir am besten passt, ob links oder rechts.
Das ging an meinem Schraubstock nicht.
Ich musste auch nur eine Gewindestange und die Flügelmuttern kaufen,der Rest war Rumfort-Holz und vom billigsten Baumarkt
um die Ecke (Sperrmüll)
Man glaubt nicht was man so alles findet wenn man die Augen aufhält.
Re: Schnitzpferd gesucht!
Verfasst: 23.01.2014, 15:10
von Wazuka
Ich hab mir
meinen Schnitzesel auch selber gebaut mit Holz aus dem Baumarkt. Wenn ich mich recht entsinne, mußte ich alles kaufen, weil ich noch gar nichts derartiges daheim hatte, und kam insgesamt unter 50€ raus, inkl. Schrauben etc. Der Knackpunkt ist das Holz. Beim OBI gab es nur Fichte in den Dimensionen, die ich brauchte. War auch eine Preisfrage. Inzwischen ist das eingetreten, was mir damals schon prophezeit wurde, nämlich daß die Bank langsam ein wenig nachläßt. Man kann aber trotzdem immer noch ganz anständig damit arbeiten. Wenn ich mir nochmal eine baue, werde ich aber stabileres Holz verwenden. Dann wird es auch für die Ewigkeit halten. Dies nur als Hinweis am Rande.
@ Heidjer:
Deine Bank ist ja total genial. Das wär tatsächlich mal was, wenn meine derzeitige Bank den Löffel schmeißt. Wenn ich das richtig sehe, hast Du in den seitlichen "Armen" einen Schlitz, damit Du den Drehpunkt in der Höhe verändern kannst. Ist der Schlitz beidseitig? Oder hast Du auf der anderen Seite Löcher? Bei beidseitigen Schlitzen stelle ich mir vor, daß es beim Arbeiten durchrutschen täte, oder nicht?