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Verfasst: 15.08.2006, 08:14
von Sebulon
tja, genau da liegt das Problem - mit 30# (von meinem Kumpel) sind 10m ne menge Holz!!!

Verfasst: 18.08.2006, 13:18
von Sebulon
Vordereggers haben auf Ihrer HP nen interessanten Artikel über Systemschießen... der ist relativ neu... aber puhhh! klingt nach jeder Menge Arbeit und Mathe wenig Fun, naja, ich bleib dran - vielleicht entdecke ich ja ein intuitives System bei weiten Entfernungen.
Grüße,
Sebastian
RE:
Verfasst: 18.08.2006, 13:42
von Robster
Original geschrieben von Sebulon
vielleicht entdecke ich ja ein intuitives System bei weiten Entfernungen.
Grüße,
Sebastian
Genau, auch beim intuitiven Schiessen hat man meistens ein System !
Bei mir sieht das so aus :
Ich halte vor jedem Schuß vor, d.h. ich halte den Bogenarm in die Richtung und die geschätzte Höhe vom Ziel. Der weitere Schussablauf geht dann intuitiv weiter, d.h. die Hand korrigiert automatisch die Höhe und Richtung.
Wenn ich das Ziel fokusiert habe, tritt dieses nach vorne, der Rest wird verschwommen, dann löse ich.
Bei Zielen ab 40-45 meter, schaue ich zb. bei einem Bison nicht auf das Kill sondern auf Buckelhöhe. Das hört sich zwar etwas ungenau an, aber nach einer Zeit hast du diese Infos auch aufgenommen und es klappt, natürlich bei weiten Entfernungen nicht mehr so exakt als auf 20 meter, aber das is mir ja egal, Kill = Kill

Es geht beim Systemschiessen nicht ohne viel Übung und auch nicht beim intuitiven.
Der Weg ist also eigentlich egal, solange er zum Ziel führt.
Verfasst: 19.08.2006, 13:20
von Snake-Jo
Bei Turnieren kann man immer wieder beobachten: Auch gute "Instinktschützen" versagen ab Entfernungen größer 40 m, weil
jetzt darüber gehalten werden muss (mit dem Holzbogen) und sie das wenig geübt haben. Sofern 3 Pfeile angesagt sind, kann man sich schon mal an das Ziel herantasten und der 3. sitzt dann meist. Bei Hunterrunden: no Chance (Glückstreffer ausgenommen). Gestern bei der Wendland-Trilogie in der Hunterrunde das entsprechende Bild: Hirsch auf 55 m (geschätzt) und kein Treffer der ganzen Gruppe, genauso schwierig der "Cloutschuss" auf ca 80 m. Da hilft nur eins: Systemschießen üben. 8-)
RE:
Verfasst: 23.08.2006, 18:17
von Dendrobates
Original geschrieben von Snake-Jo
Bei Turnieren kann man immer wieder beobachten: Auch gute "Instinktschützen" versagen ab Entfernungen größer 40 m, weil
jetzt darüber gehalten werden muss (mit dem Holzbogen) und sie das wenig geübt haben.
Meines Erachtens liegt das nicht an fehlender Übung, sondern an den physikalischen Grenzen vieler "Instinktiv-"Methoden. Wenn sich der Schütze an der Position des Bogenarms orientiert, funktioniert das - je nach Pfeilgeschwindigkeit - bis zu einer bestimmten Distanz prächtig, weil sein Arm nur auf das Ziel zeigen muss und eine Enfernungsschätzung weitgehend entfällt. Das kann man lernen: Ich schieße erst seit dem späten Frühjahr und schaffe an ordentlichen Tagen Gruppen <4" bis 30 Meter. Dann ist mein Garten zuende. Auf dem Schießstand komme ich an richtig guten Tagen noch weiter. Dabei hat jeder Bogen aber seine Grenze, hinter der die Präzision eher plötzlich und krass als allmählich und subtil nachlässt. An dieser - geschwindigkeitsbedingten - Stelle wäre weiteres Üben "instinktiver" Art m.E. Zeitvergeudung. Wer sich dort nämlich weiterhin am Bogenarm ausrichtet, muss trotzdem bewusst nachkorrigieren und wählt somit einen Umweg. Die Vereinfachung, die diese Methode auf kürzeren Distanzen bietet, entfällt. Daher bietet es sich an, längere Schüsse per System und über die Pfeilspitze zu schießen.
Gruß
Dendrobates
nochmal nachgehakt
Verfasst: 28.11.2006, 16:51
von Sebulon
So, nochmal den hoch-interressanten Thread rausgesucht...
Zum Thema Systemschießen hab ich in letzter Zeit bei weiten Distanzen mit alternativen oder verschobenem Spot geschossen, also bewußt nach Entfernungseinschätzen auf den Rückenkamm des Tier gehalten - der Pfeil segelte dann ne Handbreit tiefer. Vorderegger beschreibt das auch seinem Buch Trad. Bogenschule. Man wirkt sozusagen der Flugbahnparabel bewußt entgegen - ich habe allerdings noch nicht weiter als - sagen wir mal - 55m mit dieser Technik geschossen.
Auch bei extremen Bergab und Aufschüssen muss man die Parabel dann +/- Höhe überschlagen... Kann ganz gut passen oder zu nem 1A Cloutschuss werden...
;-)
Viel Gelaber - wie immer üben - üben - üben
Verfasst: 30.11.2006, 08:54
von Trinitatis
Hi...
Also ich habe den Kompletten Post jetzt mal aufmerksam durchgelesen, und würde doch auch noch gerne was dazu sagen... Ich schieße jetzt erst seit ca. 1 Monat Bogen (als Kind hab ich auch schon mal mit dem haselnuss bogen rum geballert ;-) ) Ich schiesse instinktiv, nur instinktiv !!!
ich wunderte mich schon als ich das erste mal geschossen habe waren gleich ca. 18 schritt und die pfeile trafen alle sehr gut, also bin ich auf 25 schritt, das gleiche bild auch hir... dann dachte ich ach komm versuchs mal auf 40 schritt. auch hier steckten alle pfeile auf der scheibe... diese distanzen habe ich jetzt weitgehendst nach möglichkeit geübt...
Letzten sonntag war ich bei nem bekannten beim bogenschiessen, da dachten wir spaßhalber könnten wir doch mal etwas übertreiben und sind mal auf 60 und 80 schritt gegangen, und komischerweise landeten auch bei dieser entfernung 8 von 10 pfeile auf einer 60 er scheibe... ich weiß nicht. ich hab mit der entfernung keine probleme, ich hab auch nur ein 50# bogen. ich weiß nicht, ich ziele immer auf das was ich treffen will sprich auf den kill oder den gelben ring auf der scheibe, und mein unterbewußtsein stellt dann die nötigen dinge wie meine armhaltung ein. ich suche mir keinen punkt über der scheibe oder so, denn ich will ja das gelbe vom ei treffen...
mein bekannter war vollkommen verdattert, er selber schiesst schon seit über 2 jahre, und hat die scheibe auf 80 schritt nicht getroffen :-) kann man da sagen das ist talent oder einfach nur glück, aber wenn es nur glück wäre, dann hätte ich doch nicht immer 8 von 10 auf der scheibe gahabt oder
LG Dani
Verfasst: 30.11.2006, 09:36
von Ravenheart
Nun, das ist sicher Zweierlei:
Zum Einen natürlich eine "Veranlagung" (oder Übung aus anderne Tätigkeiten, Hobbys, Sportarten?), einen Bewegungsablauf immer annähernd gleich auszuführen.
Zum Anderen eine gut abgestimmte Bogen-Pfeil-Kombination, die die Pfeile konstant rausbringt, und gutes, also gleichmäßiges, Pfeilmaterial.
Ein bischen Anfängerglück noch dazu, dann passt das schon...
:-)
Rabe
Trainingstipp (für Turniere):
Wechsle mal nach JEDEM Schuss den Standort! Weiter, näher, schräg, knieend, u.s.w... Wenn Du auch dabei (im Distanzbereich 20 - 40 m) die Pfeile auf eine tellergroße Fläche zusammenbringst, kannst Du beruhigt auf Turniere fahren!
;-)
Verfasst: 30.11.2006, 13:35
von Sebulon
Jeden 2. Schuss wäre Meine Empfehlung - 1 Kontrollpfeil
der dir anzeigt ob es Glück oder können ist. Später wenn man weiß das mans kann dann 1 Pfeil
Du schießt wahrscheinlich einfach zu lang Mista Ravenheart ;-)
Gruß,
Sebastian
Verfasst: 30.11.2006, 17:12
von Trinitatis
Hi.
@ Rabe, also meine Pfeile wurden alle gründlichst auf den richtigen spine wert, und auf das nahe zu gleiche gewicht durchgecheckt, da sind nur 5 grain höchstunterschied !!! auch die federn, die spitzen, und die nocken wirden alls hasr genau gleich aufgeklebt, gewichtsunterschiede hab ich mal mit farbe oder ähnlichem ausgeglichen, auch sind alle pfeile leicht eingeölt, ob das was bewirkt weiß ich nicht, aber der dreck geht besser weg ;-)
hmm... also ich hab früher viel billard oder dart gespielt, aber ich bezweifle dass es davon kommt, das ist ja ein ganz anderes zilen...
@Sebulon
Wenn ich ca. 8 von 10 Pfeilen auf die scheibe bringe, auf 80 schritt was soll ich da noch großartig mit nem 2ten Pfeil einen kontroll schuss machen...
Ja den stand hab ich natürlich auch öfter mal geändert, auch die schussposition. mal knihend, mal auf nem pflock, usw... auch bin ich mal spaßhalber auf nen zaun drauf gesessen :-) hab eigentlich immer recht gut getroffen... !!! also als anfängerglück würd ich das nicht mehr bezeichnen...
Leider hab oder hatte bißher noch nicht die gelegenheit auf nem 3-D parcours zu schießen, da der nächste gut 50 km weit weg ist, und ohne auto ist das weit mit dem fahrrad ;-)
aber ich werd das auf jeden fall noch nachholen!!! mal sehen ob ich da auch etwas talent für hab...
LG Dani
Genie
Verfasst: 30.11.2006, 21:21
von Roger Rabit
@ Trinitatis
Also ich schieß seit 16 Jahren mit dem Langbogen. Aber das was du das kannst, werde ich wohl nie können. Du musst ein Genie sein. Wie machst du das? Wie gut musst du erst in 16 Jahren sein?
cu
Verfasst: 30.11.2006, 22:10
von Trinitatis
@ Roger Rabbit
Wie ich das mache

eigendlich ganz einfach, ich hab technik geübt, schon lange vor ich einen richtigen bogen hatte mit hilfe eines PVC Rohrbogens. und beim schiessen, schau ich den punkt an den ich treffen will, genau den den ich wirklich treffen will, nicht darüber, nicht darunter, und nicht links oder rechts vorbei, genau den punkt den ich treffen will !!! dann zieh ich meinen bogen aus, anker, behalte den punkt den ich treffen will im auge, und laß los, und dann geht er sehr oft dahin, natürlich setz ich auch mal den einen oder anderen daneben, wenn der ablss scheiße war, oder weiß der geier was nicht gepasst hat, aber so schiesse ich... ist ganz einfach!!! ich bring jetzt auf die verschiedenen entvernungen sicher nicht alle pfeile in 10 er aber von 100 möglichen bekomm ich schon so 60 - 70 ringe zusammen, auf nähere distanz natürlich mehr als auf weite distanz, aber auf 80 schritt treff ich so 8 von 10 pfeilen wenigstens mal auf der scheibe, wo sie dann stecken ist natürlich eine andere sache, aber sie sind auf der scheibe... ich weiß auch noch nicht wie ich mich da auf dem 3- D Parcours anstellen werde, denn da hat man ja wieder ganz andere bedingungen, und ansprüche... aber ich hoffe mal, dass es wenigstens halbwegs so ist wie jetzt auf der wiese auf die scheibe...
LG Dani
Verfasst: 01.12.2006, 08:11
von Sebulon
@Trinitatis: der 2. Pfeil war nicht speziell auf dich gemünzt, sorry, wenn das so rübergekommen ist. Ich orientier mich da an Vorderegger. Ansünsten kann man ja nur sagen du scheinst deinen Sport gefunden zu haben -herzlichen Glühstrumpf. Ich denke Billard und das du Technik gepumpt hast hat sich ausgezahlt ... Spar aufn Auto denn Parcour ist cool!
Viele Grüße,
Sebastian
Verfasst: 01.12.2006, 20:42
von Trinitatis
Hi...
@Sebulon Ne habs net falsch aufgefasst, das ist schon i.o. so..
Oh weia, wenn ich mir die DVD INCREDIBLE SHOTS von BYRON FERGUSON anschaue, das der alles trift, lol dann weiß ich nicht so ganz ob ich wirklich den richtigen sport gefunden habe lol will ja schließlich auch mal so gut sein wie die besten !!!
LG Dani
Mongolische Systemschützen
Verfasst: 20.01.2007, 16:24
von Akronimus
habe gerade diese beiden Fotos von mongolischen Systemschützen gefunden:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypic ... ay/4800554
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypic ... ay/5218069
Beim traditionellen mongolischen Turnier wird glaube ich auf einen kleinen Stapel Klötzchen auf dem Boden in reichlicher Entfernung geschossen.
Der traditionelle Schießstil ist, wie auf den Fotos gut zu sehen, Schulteranker und Daumenrelease.
Bei ersten Bild sieht das irgendwie nach Stringwalking aus, während der ältere Herr seinen ganz eigenen Anlagepunkt an die Sehne montiert hat.