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OT :nur mal so am rande
Verfasst: 16.08.2006, 11:12
von landogar
arcus seine holler-bögen sind gut.
so einer war auch der erste bogen den unser
"holunderwunder" in der hand hatte und sein erstes turnier schoß und besser war wie manch langjähriger bogenschütze.
da blieb uns nichts anderes übrig ihm diesen namen zu verpassen. damit hat er sich dann hier angemeldet. :-)
OT ende
Restfeuchte
Verfasst: 16.08.2006, 19:44
von Rifle
Also zur Holzfeuchtigkeit kann ich nur sagen, daß mein Holunder auch Oktober/November gefällt wurde und in der Garage getrocknet wurde( es war ne Zeit lang sehr warm). Die Rinde ist seit ca. vier Wochen ab und konnte so im Haus weitertrocknen (halbiert und plangeschliffen). Seit dem zusammenspleißen und reduzieren der Stärke, hat er noch mal rund 38g Wasser verloren. Da ich ungeduldig bin, habe ich bereits das Backing draufgepappt und grob die Form herausgearbeitet.


Dennoch verliert er noch täglich 2g.
@tomtux
Deshalb kann ich mir vorstellen das Deiner auch noch ein wenig feucht ist(Stringfollow). Wiege doch dein Charakterteil mal aus.
Ich will endlich Tillern!!!
Hoffentlich wird Holunder bei einem englischen Profil keine Enttäuschung, denn mir gefällt das gelbe Holz sehr gut. Fast alle eure Berichte sprechen bis jetzt für das Holz …
Photos fände ich auch gut.
P.S : Mir fällt gerade ein ich habe etwas gedämft vor dem Spleißen, vielleicht gibt Holunder die Feuchtigkeit nicht so schnell wieder her.
....na....
Verfasst: 16.08.2006, 21:14
von arcus (✝)
...da bin ich ja mal gespannt, auf den ELB !
Habe selber noch keinen gebaut.
Gruß Rolf
restfeuchte
Verfasst: 21.08.2006, 10:25
von tomtux
ausgewogen hab ich ihn nicht, aber an reststücken gestern die feuchtigkeit gemessen: 16% :-o
die zwei stückchen sind keile mit gut 25mm dicke, sollten also so ähnlich trocknen wie der bogen.
die liegen jetzt direkt neben dem rückgespannten "jetzt wieder rohling" und werden alle paar wochen als referenz herhalten müssen.
wenn das ding trocken ist gibts auch fotos, versprochen ;-)
Zwischenstand
Verfasst: 22.08.2006, 22:23
von Rifle
Habe angefangen zu Tillern, da er konstantes Gewicht zeigt.
Bis jetzt ist alles gut gegangen, ich habe blos kaum Erfahrung mit dem hohen schmalen Profil. Beim ersten Aufspannen, hat der Bogen sich sogar leicht seitlich verbogen, passt aber jetzt.
Ich habe eine WA-Stärke von 32mm am Griff zu 17 mm an den Tips (Länge 190cm), daß ist verdammt ungewohnt für mich(sonst Flachbögen). Trotz der Dicke hat er noch keine Kompressionsrisse, habe ihn bis 20" ausgezogen.
Da er schon ein paar Pfund haben soll, habe ich ihn schon jetzt aufspannen müssen, obwohl ich dabei fast grün angelaufen bin. Ich schätze er hat im Moment so ca. 80#. Wie spannt man eigenlich einen 150#er?
Wie dick sind eure Holler-WA und bei welcher Länge?
.... na holla ....
Verfasst: 22.08.2006, 22:40
von arcus (✝)
...sieht ja schon sehr gudd aus.
ich glaub, das wird der erste HollaELB überhaupt.
Ich wünsche ihm ein sehr langes Leben und hoffe, "IHN" mal bewundern zu dürfen.
Rolf
PS.Ja wie spannt man einen 150 er Bogen ?
Frag doch mal den Michel, der hat nen 125er
ELB
Verfasst: 29.08.2006, 15:44
von Rifle
So jetzt ist er fertig.
Wenn ich nicht so unfähig wäre, würde ich jetzt hier den Link in den Bogenpräsentationsthread hinzaubern (falls ein Moderator das macht, bin ich nicht böse). Aber ich bin ja sogar zu unfähig irgendwelche Smilees in den Text zu setzen.
Auf jeden Fall bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Kann also Holunder nur weiterempfehlen. Da er sowieso nicht als Alltagsbogen geplant war, durfte er etwas stärker werden (ca. 75#).
@ arcus
Auf den Holler !!!!, hab noch einen Ast!!!
Ich weiss nicht ob wir uns mal sehen, da ich noch nie ein Turnier besucht habe und auch sonst noch keinen FC-ler getroffen habe, kann aber noch werden, dann bringe ich ihn mit.
Den Bogen zu spannen (80#) ist kein Problem, ich meinte das erste Aufspannen beim Tillern. Das war echt brutal und deswegen kann ich mir nicht vorstellen wie man einen geplanten 150'er das erste mal beim Tillern aufspannt.
Holunderrecurve
Verfasst: 28.11.2006, 21:53
von Rifle
Hollo Freunde des gepflegten Holunderwahns!
Nachdem das Experiment BambusHolunderELB geglückt ist, will ich mich an ein schnelleres Design mit diesem Holz wagen.
Obwohl das Zuggewicht des ELBs doch schon gewaltig ist, wirft er kaum schneller als mein 53# Lieblingsbogen (allerdings bei viel schwereren Pfeilen).
Inzwischen kann ich auch Links setzen:
http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... c=7427.750
Der neue BambusHolunder ist 155cm lang und im Profil deflex mit großen Recurves. WA-Breite ist 5cm hinter dem Griff, 4,2cm bei WA-Mitte.
Das Profil habe ich zur Hälfte durch Dämpfen vorgebogen und beim Verkleben in die endgültige Form gezwungen. Die Recurves sollen bei dieser Länge natürlich mitarbeiten und sollen sich dabei natürlich nur wenig wieder herausbiegen. Ich hoffe daß er das anstehende Tillern überlebt. :-(
Das angestrebte Wunschzuggewicht wären 50-55#.
Hat jemand schon so ein Profil in Holz umgesetzt? Falls jemand Tillertipps für arbeitende Recurves hat, wäre es nett mir was dazu zu erzählen, da ich bis jetzt nur statische gebaut habe. Falls noch andere Sachen zu bedenken sind, nur zu ... .
Ich möchte den Rohling nicht versauen, denn es steckt schon genug Arbeit drin und ich werde nicht so schnell dazu kommen einen neuen vorzubereiten.
Falls der Bogen überlebt wird er natürlich präsentiert, egal wie gut/schlecht er wird.

Verfasst: 30.11.2006, 10:46
von Eibenmann
Ey Rifle!!! Der Bogen ist genial! Lass es und wissen, wenns was geworden ist. Ich dachte auch mal an ein solches "Extremdesign", dachte aber an die schöne Eibe und habe es zugunsten eines harmloseren Projektes aufgegeben. Wenn ich an Bambus herankomme, wird ein solches Design gewählt! versprochen! 8-) Noch eine frage: Wieviel Holunder bzw. Bambus sind da drauf?
Liebe grüsse
Kevin
Verfasst: 30.11.2006, 17:11
von tomtux
ich habe gerade so etwas ähnlich in arbeit, etwas kürzer und hainbuche unter bambus.
die ersten tillerversuche sind recht ernüchternd, zuerst bocksteif und kaum zu spannen, dann schlagartiges nachgeben nachdem ich ihn mit ziemlicher gewalt auf standhöhe aufgespannt habe.
derzeit hat das ding ca. 40#28" (geplant waren ca 60#) und vom ursprüglichen reflex von 4" sind genau 0" übrig geblieben.
das ist mein dritter oder vierter versuch in dieser richtung und sie haben alle, bis auf den letzten, nicht überlebt. die belastung scheint bei diesem design doch ein wenig extrem zu sein.
mein tipp für den ersten versuch wäre möglichst bald und bei einem für einen normalen langbogen noch viel zu hohem zuggewicht auf die kurze tillersehne zu gehen, sprich standhöhe.
mein teil wird jetzt erst mal fertig getillert, egal wie stark er dabei wird. dann messe ich die reste aus und verpasse ihm ein hainbuchefacing, grob vorgerechnet mit dickenzuwachs**3=zuggewichtssteigerung.
zumindest einmal will ich wissen wie sich sowas beim spannen in der anfangsphase beim angestrebten zuggewicht anfühlt, vielleicht schaff ich ja dann mal einen, der mittels tillern dorthin kommt.
Verfasst: 30.11.2006, 19:32
von Rifle
Ist ja seltsam, ich habe den gleichen Bogen auch mit Hainbuche/Bambus in Vorbereitung (Gleiche Maße wie Holunderversion).

Aus Zeitgründen wird das aber dauern. Falls das Design hält, kommt dan Eibe-Bambus dran. Die nächste Stufe soll dann mit hochkantverleimtem Bambus werden.
@tomtux
Wie ist es deinen Recurves beim Tillern ergangen, haben sie gehalten oder sind sie jetzt nur noch schwach vorhanden? Ist es schwer sie so zu tillern daß sie etwas mitarbeiten? Wie lang waren deine Modelle und bei welcher Breite?
Viel Erfolg und schieß ihn erstmal mit 40#, vielleicht erlebst du eine Überraschung und das Ding ist so schnell wie deine anderen 60#er.
Mit einem dünnen Facing (ca. 1,5-2mm) habe ich einmal schlechte Erfahrungen gemacht, das ist mir beim ersten Aufspannen draufgegangen. (Kompressionsbrüche...), muß aber nix heißen.
@eibenmann
Holunderstärke im Moment: 12-14 mm
Bambus: 5mm Griff, WA 4>3mm (finde es etwas zuviel aber sonst hätte ich die 5cm Breite nicht geschafft) Durchmesser war ca. 14cm.
Verfasst: 01.12.2006, 11:01
von tomtux
meine recurves sind ca. im gleichen ausmass wie der rest aufgegangen, die ursprüngliche form ist also noch erhalten nur eben dezenter.
die maße sind recht heftig mit 54" länge und wurfarmbreite unter 30mm.
das experiment hat eine vorgeschichte:
das soll(te) ein bogen für eine frau werden, die definfitv nicht mehr als 20" ausziehen kann, der hätte also nie bis 28" kommen sollen.
tut er aber, ohne die geringsten anzeichen von stacking!
jedenfalls muss er bei 20" mind. 30# schaffen, sonst wird das nix und das mädel hat keine freude an einem 15# bogen.
somit müssen die reste als prototyp zum experimentieren herhalten, damit entweder daraus noch etwas brauchbares für die erwähnten randbedingungen wird, oder der nächste versuch mit entsprechendem vorwissen in angriff genommen werden kann

BambusHolunderRecurve
Verfasst: 14.01.2007, 21:02
von Rifle
Der Bogen ist endlich fertig (hat sehr lange gedauert).
http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... ic=7440.30
@tomtux
Der Bogen hat bei mir auch an Vorspannung verloren. Von den 10 cm ist fast nichts mehr übrig geblieben und die Recurves sind auch aufgegangen. Am stärksten hat er in den reflexen WA-Bereichen vor den Recurves verlohren, die sind jetzt fast gerade. Wie Du schon gesagt hast ist das Ding am Anfang bocksteif und dann geht es auf einmal ganz schnell. Man muß also sehr geduldig beim Tillern sein. Ich habe an einem Nachmittag gerade einmal ein paar feine Späne von den Wurfarmen weggekratzt (schätze weniger als 0,2 mm) und das Ding hat bei 20" 4,5 kg (10#) verlohren.
Durch die deflexen WA ist der Bogen auch nicht überbelastet und die Zuggewichtskurve sieht trotzdem super aus.
Der Holunder hat es zumindest wieder ausgehalten.
es ging rasent schnell
Verfasst: 20.01.2007, 13:25
von Snake-Jo
@rifle: Bei mir ging es sehr schnell: Im November den Holler geschlagen, der Saft floss nur so raus, dann gleich entrindet, halbiert und erst im Schuppen, dann weiter im Keller gelagert. Behandelt wie den Pflaumenholzbogen in "... der schnelle Weg".
-- und zwei Bogen gebaut. Also vom Schlagen der ca 6 cm-Stämmchen bis 1. Schuss: 2 Monate.
Es entstanden 2 Bogen mit 28 lb und 36 lb bei 28" und 180 cm Länge. Mehr Daten später.
Ich bin von dem Holz total überzeugt: Schöne weiß-gelbe Farbe, dicht, fest, mittelschwer (eher leicht), gut zu bearbeiten, druckfest, federnd: gutes Bogenholz. Ich mach weiter damit! :-) :-)
Verfasst: 21.01.2007, 17:08
von Rifle
Bei mir hat es nicht wegen der Trockenzeit so lange gedauert, sondern weil ich nicht dazu gekommen bin. :motz
Also wenn DU von dem Holz überzeugt bist, dann muß was dran sein, denn du und Rabe haben wohl die größte Anzahl von Hölzern zu Bögen verarbeitet. :anbet
Ich bin auf jeden Fall ein Holunderfan geworden, sowohl farblich (schade daß älteres/dickeres Holz etwas von seiner schönen gelben Färbung einbüßt), als auch von seiner Drucktoleranz.
Den letzten Bogen wollte ich zuerst mit Eibe machen, jetzt wurde es Holunder und es ist mein leistungsfähigster Bogen geworden.
Aus diesem Grund habe ich wieder Holunderäste (d~6cm) gebunkert, es wächst hier wie Unkraut und jedes Jahr schneidet die Stadt die Bäume zurück.
