Pfeilpräsentationsthread

Hier kann man seine selbstgebauten Sachen zeigen. Nicht für Händler zum Vorstellen neuer Artikel gedacht.
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skerm
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von skerm »

Moonshaddow hat geschrieben: Falls sich wer über die Spitze und Befiederung wundert, der Pfeil ist, obwohl voll schussfähig, nur ein Einzelstück und als Deko gedacht.
Ich wundere mich mehr über die scheinbaren Astknoten in dem Pfeil. Den würde ich nicht schießen. Ich habe das bei Espenschäften gehabt und die sind an Aststellen leicht gebrochen, als ich die Schäfte mit der Hand durchgebogen hatte.
Sonst finde ich Hartriegel gut! Ich habe einen 1/2" Schaft daraus gemacht, der wog 85g, Haselnuss im Vergleich dazu 55g bis 60g.
Wenn die Nocke hält, kannst so einen Pfeil sonst sicher schießen, so zum Spaß halt.

baba,
Daniel
Christopher
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Christopher »

@moonshadow: ich kann diesmal auch keine Bilder sehen, auch nicht mit indernet explorer
mal so ne frage: wo hast du storchenfedern her? und der steht doch unter Naturschutz :o
Du hast die Macht, missbrauche sie!!!
Moonshadow
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Moonshadow »

Moin Leute
Al Fadee hat geschrieben: sehr schöner pfeil!
die spitze ist gut geworden.
warum hast du auf den hartriegel nen vorschaft aus hasel gemacht? gibts da unterschiede in der stabilität?
Danke und ...

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ich weis nicht genau, ob das Hartriegel ist (vielleicht sollte ich mal bei Gelegenheit ein Foto von dem Strauch machen und hier einstellen). Das Zeug ist hohl wie Forsythie und deshalb etwa genau so leicht. Bei Knochenspitzen mit rundem Schaftdorn kein Problem und auch bestens für das Schießen auf Scheibe geeignet, da sie sehr schnell fliegen. Ähnlich wie Carbon. Der Vorschaft dient bei Pfeilen mit solchen Spitzen mehreren Dingen. Mehr Gewicht (Durchschlagskraft), höherer Kopflastigkeit und diese Art von Spitzen mit flacher Angel lassen sich besser in Vollmaterial schäften. Ach ja, länger ist er dadurch auch. Der Auszug geht nämlich nur bis zur Wicklung vom Vorschaft. Die Flugeigenschaften sind bei beiden Varianten sehr gut.
skerm hat geschrieben: Ich wundere mich mehr über die scheinbaren Astknoten in dem Pfeil. Den würde ich nicht schießen. Ich habe das bei Espenschäften gehabt und die sind an Aststellen leicht gebrochen, als ich die Schäfte mit der Hand durchgebogen hatte.
Sonst finde ich Hartriegel gut! Ich habe einen 1/2" Schaft daraus gemacht, der wog 85g, Haselnuss im Vergleich dazu 55g bis 60g.
Wenn die Nocke hält, kannst so einen Pfeil sonst sicher schießen, so zum Spaß halt.
Das sind keine Astknoten, eher so was wie Nodien beim Bambus und sie befinden sich dort, wo vorher die Blätter waren. An diesen Stellen befindet sich dann eine kleine Einbuchtung im Schaft, wo etwas von den unteren Rindenschichten stehen bleibt, die sich dann beim Trocknen dunkel färben. Andere dunkle Stellen kommen vom Richten mit der offenen Flamme (Spiritusbrenner). Ich verwende Pfeile aus diesem Material und Forsythie seit einigen Jahren und mir ist davon beim Schießen noch nie einer gebrochen. Ich meine jetzt so irgendwo in der Mitte. Was ab und zu vorkommt, ist das sich bei einem harten Treffer (z.B. Holz statt Stroh) eine der Knochenspitzen verabschiedet. Da muss ich dann wegen des Schaftdorns den Schaft etwa 1,5 cm absägen um eine neue Spitze einzusetzen. Das kann man allerdings auch nicht beliebig oft machen.
Christopher hat geschrieben: @moonshadow: ich kann diesmal auch keine Bilder sehen, auch nicht mit indernet explorer
mal so ne frage: wo hast du storchenfedern her? und der steht doch unter Naturschutz :o
Zur Sichtbarkeit der Bilder kann ich dir auch nichts sagen ... oder weiterhelfen.

Was die Federn anbelangt, in meiner Nähe ist eine Storchenstation die ich so ein oder zwei mal im Jahr besuche. Der Besitzer sammelt alle anfallenden Federn für Besucher als Andenken. Selbige wollen natürlich möglichst unbeschädigte und schöne Federn haben. Die Federn, die für Besucher nicht geeignet sind, sammelt er für mich. Viele sind das aber nicht, weshalb ich die auch nur für solche Dekopfeile (oder ähnliche Dinge) verwende. Für den normalen Gebrauch müssen halt Federn von Gänsen, Tauben und ähnlichem herhalten ... oder auch gekaufte.

MfG

Moon
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Al Fadee
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Al Fadee »

also so wie du das beschreibst is das glaube ich kein hartriegel. soweit ich weiß ist hartriegel nicht hohl, deswegen auch meine frage. bei hohlen schäften ist das natürlich klar.

al fadee
Ist das Design oder kann das weg?
Flurschütz
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Flurschütz »

Eine Frage:

Ich seh' hier immer Pfeile mit irrsinnig schönen Federn. Wahrscheinlich sind viele davon selbst gestanzt ...

... kennt ihr auch Händler, wo man solche Federn zu vernünftigen Preisen kaufen kann? Also etwas mehr als nur shield und parabol. Ich würde mir für meine nächste 30er Reihe gerne mal 100 Stk. schöne Federn gönnen.

thx4hints
Flurschütz
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Squid (✝)
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Squid (✝) »

Mach doch selber. Wenn individuell, DANN auch richtig.

Ist nicht schwer und stanzen muss man auch nicht. Billiger isses auch noch.

Man nehme Vollfedern (z.B. hier aussem Shop) und schneide sich ganz nach Gusto eine stylishe Federform aus Plexiglas, Plastik, Sperrholz, Pappe, Blech in der gewünschten Form.

Dann beklebe man die Vollfeder vorsichtig mit Tesafilm, lege die Form am Kiel an und schneide mit einem Bastelmesser, Cutter o. ä. an der Form entlang. Eine sehr hochwertige Schere geht auch.
Kiel abknipsen, Tesafilm abziehen, fertig ist die individuelle Feder. So verfahre man diverse Male.

Zu beachten: Aus einer Vollfeder bekommt man meist 2 Federn. Eine etwas weicher (vom oberen Ende der Feder), die andere etwas steifer (von unten. Man sollte an den Pfeilen jeweils nur 3 weiche oder 3 harte Federn verwenden.

Fantasievolle Federformen in Originalgröße gibt es in diversen Files die hier rumgeistern.

IM mit email-addy an mich, dann schick ich die 2 pdfs.
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 07.09.2008, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Moonshadow
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Moonshadow »

Moin Leute

So äh ...

Bezüglich des "Hartriegel" habe ich heute noch mal nachgefragt. Diesmal nicht bei dem "Aushilfsgärtner", sondern beim Meister von einer Gärtnerei. Selbiger hatte nicht viel Zeit (5 Min. nach Feierabend) und ich hatte auch nur einen auf die Schnelle abgerissenen Zweig mit. Er meinte, das sei ein Philadephus ... könnte aber auch ein Hybride oder ein Deutzia sein. Dazu müsse er mehr Zeit haben und am Besten einen Blick auf den ganzen Strauch werfen.

Gut, es ist jetzt sicher, das es kein Hartriegel ist ... aber was genau ...?  ;)

Is ma wurscht, der jibt jute Pfeile und der Rest is Wumpe.  ;D

MfG

Moon
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Sagitta »

philadelphus = pfeifenstrauch = pseudojasmin
weiß blühender, stark duftender zierstrauch,
hohle bzw. markgefüllte triebe, haben wir als
kinder auch gerne als flitzebogenpfeil genommen.
kann mir nur nicht vorstellen, dass das stabile
schäfte gibt.
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Ravenheart
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Ravenheart »

Habe gerade so einen Pfeil (Pfeifenstrauch ) fertiggestellt (experimentiere gerade mit verschiedenen Hölzern...) , und bin begeistert! Sehr gut zu richten und zu bearbeiten. Habe auch Reststücke durchgebrochen, schätze die Bruchfestigkeit ähnlich Zeder ein, ebenso ist das Gewicht identisch. Das weiche Mark hab ich an beiden Enden ein Stück weit ausgebohrt, und durch ein Rundholz ersetzt, etwa 3 - 4 cm lang.

Geschossen hab ich ihn noch nicht, is noch unlackiert, wie gesagt, mache verschiedene zum Vergleich... (Pfeifenstrauch, Weide, Liguster, Zwetsche, Flieder, u.a., mal sehen, was ich noch finde..)

Rabe

(P.S.: Meiner war 1 Jahr getrocknet!!)
Zuletzt geändert von Ravenheart am 11.09.2008, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
Moonshadow
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Moonshadow »

Moin Leute
Sagitta hat geschrieben: philadelphus = pfeifenstrauch = pseudojasmin
weiß blühender, stark duftender zierstrauch,
hohle bzw. markgefüllte triebe, haben wir als
kinder auch gerne als flitzebogenpfeil genommen.
kann mir nur nicht vorstellen, dass das stabile
schäfte gibt.
Habt ihr die als Kinder auch lange "abgelagert" (mehrere Wochen getrocknet), über offener Flamme gerichtet und anschließend getempert?
ravenheart hat geschrieben: Habe gerade so einen Pfeil (Pfeifenstrauch ) fertiggestellt (experimentiere gerade mit verschiedenen Hölzern...) , und bin begeistert! Sehr gut zu richten und zu bearbeiten.
Gelle ... Forsythie geht genau so gut zu bearbeiten, scheint aber fertig nicht ganz so fest zu sein.
ravenheart hat geschrieben: Geschossen hab ich ihn noch nicht, is noch unlackiert, ...
Schießt sich nach meinem Gefühl wie Carbon.
ravenheart hat geschrieben: ... wie gesagt, mache verschiedene zum Vergleich... (Pfeifenstrauch, Weide, Liguster, Zwetsche, Flieder, u.a., mal sehen, was ich noch finde..)
Weide war bei mir ein Reinfall. Hab dazu einjährige Triebe wie bei Haselnuss genommen und ebenso bearbeitet. Ungetempert kann man sie nach vor und nach jedem Schuss richten (das Zeug verhielt sich wie schlapper Draht) und getempert war es extrem bruchanfällig. Außerdem ziemlich leicht. Aber ich habe bemerkt, das sich Weide ziemlich gut und leicht schnitzen lässt. Ideal für Anfänger und für schnelle Schnitzarbeiten die hinterher keinen großen Belastungen ausgesetzt sind.

MfG

Moon

PS: Die noch unbefiederten Pfeile aus Forsythie und Pfeifenstrauch stehen bei mir hinter der Glotze in 20 cm hohen Weithalsflaschen, manche von ihnen schon über ein Jahr und sie sind immer noch perfekt gerade. Mit Haselnuss mache ich das nicht, die verziehen sich nach ein paar Tagen.
Zuletzt geändert von Moonshadow am 14.09.2008, 02:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Granjow
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Granjow »

Dann wird meine Kopfweide wohl weiterhin nur Kompostholz produzieren … Aber ich versuch es trotzdem mal (nächtes Jahr; jetzt sind alle langen, geraden Stücke ab). Es gibt ja extrem viele Weidearten, und da gibt es riesige Unterschiede. Etwa fürs Korbflechten verwendet man bevorzugt die mit langen, dünnen Blättern, da die allgemein weniger splittern bzw. biegsamer sind.

Im Wald habe ich noch einen Wolligen Schneeball gefunden und sofort entrindet. Lässt sich super gerade machen (auch wenn er etwas feucht ist, weil er draussen gelagert wurde). Allerdings hat das Entrinden gar nicht gut getan, überall Längsrisse. Nächstes Mal werde ich damit etwas warten müssen. Falls ich wieder einen solchen Schneeball finde, die meisten sind 50 cm lang und davon vielleicht 10 cm brauchbar.

Meine Hasel verziehen sich auch ganz gerne, die gehen aber auch einigermassen gut zum richten, wenn sie noch feucht sind, sogar ohne Spiritusbrenner. Mein erster befiederter Pfeil (mit «Naturfedern» :S aus Plastik.) ist allerdings knapp zu dick für den Bogen, etwa bis 1.5 cm.

Auch noch auf der Liste steht ein Schilfpfeil, der erste ist beim Abschiessen hinten sofort aufgesplittert. Beim zweiten hab ich nun eine Haselnuss-Nocke hingemacht und mit etwas Sehnen umwickelt (ich mach mal ein Bild davon). Vorne wollte ich auch Hasel hinmachen, ein Stück, das nur zur Hälfte dünner ist und zur anderen Hälfte vorne raus schaut. Die versenkte Version von Rabe klingt aber etwas stabiler …

Hätte gerne mal etwas geschossen dieses Wochenende, aber bei diesem Wetter …

Simon

edit: Die Fotos sind hier, ziemlich am Schluss: http://granjow.net/fotos-bow.html

Der neue Haselpfeil ist um einiges dünner. Und schiesst einfach hammermässig. Ich hab in der Stube ein paar Mal auf eine Kartonschachtel geschossen, aus etwa 8 m Entfernung, und die Löcher haben maximal 20 cm Abstand voneinander :) Obwohl ich vorher noch nie mit einem Bogen geschossen habe (ausser mit den Bögen aus ganzen Haselnuss-Stämmchen, die man als Kind macht und nach 2⨯ schiessen zerbrechen) :)
Zuletzt geändert von Granjow am 14.09.2008, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
Moonshadow
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Moonshadow »

Moin Granjow
Granjow hat geschrieben: Dann wird meine Kopfweide wohl weiterhin nur Kompostholz produzieren …
Das wäre aber schade, aus Weide lässt sich so einiges machen. Wenn du es nicht selber verwenden willst, frag doch mal bei den örtlichen Schulen und Kindergärten nach, ob die es nicht als Bastelholz brauchen könnten.
Granjow hat geschrieben: Aber ich versuch es trotzdem mal (nächtes Jahr; jetzt sind alle langen, geraden Stücke ab). Es gibt ja extrem viele Weidearten, und da gibt es riesige Unterschiede. Etwa fürs Korbflechten verwendet man bevorzugt die mit langen, dünnen Blättern, da die allgemein weniger splittern bzw. biegsamer sind.
Die von mir angesprochenen Weiden sind Kopfweiden. Wobei die ja ihren Kopf erst durch das Beschneiden bekommen haben. Selbiges eben wegen dem Bedarf an Flechtmaterial für Körbe. Werden sie nicht "geköpft", wachsen sie zu ziemlich dicken und hohen Bäumen aus. Aus Weide kann man auch Prima lebende Bastelein machen. Aus meiner Kindheit kenne ich noch Hütten aus Weidenruten, die dann angewachsen sind. Ebenso kann man Flechtzäune aus Weide machen. Schaut prima aus.

http://www.salicea.de/weid/ffinh_weid.html
http://www.naturbauten.de/Lahstedt/Infotafel-Din4.html

MfG

Moon
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Granjow »

Hi Moonshaddow,

So gross ist sie noch nicht, dass man ganze Hütten damit bauen könnte. ;) Ausserdem wurde sie diesen Sommer von einer Traube überfallen, die ihr die Äste abklemmt *g* Bauten aus Weide sind mir sonst nicht unbekannt. Aber wie gesagt, die Dicke ist eher «Pfeildicke» und nicht Basteldicke.

Kopfweide heisst nur, dass sie auf einer bestimmten Höhe abgeschnitten wurde und alle Triebe im Herbst auch wieder. Ich habe hier zum Beispiel (wahrscheinlich) eine Silberweide im Garten, die beugt sich recht schön. In den ersten paar Jahren habe ich die drei Stämmchen verflochten, jetzt sind sie zusammengewachsen ;) Ganz andere Biegeigenschaften hat zum Beispiel die Bruch-Weide. Weiden sind jedenfalls teils echt schwer zu unterscheiden, da es viele ähnliche gibt.

Gut möglich, dass es welche gibt, die sich für Pfeile eignen. Zuhause habe ich nur die Silberweide (oder ähnlich) zum Testen, aber mein Vater hat in der Schule (ja, darum mach ich mir nicht die Mühe, die der Schule zu bringen ;)) noch andere anpflanzen können. Die wachsen zum Teil 5 Meter in die Höhe, bis sie im Herbst wieder geschnitten werden o.O Ich werd da mal einige testen.

Simon

Achja. Was sind die Erfahrungen mit Schilfpfeilen? Halten die einigermassen oder splittern die sofort?
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Ravenheart
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Ravenheart »

wg. Pfeifenstrauch: Als Kinder haben wir gerade gewachsene gesucht, und die unbefiedert und ungetempert verwendet, dickes Ende vorn, Nocke dicht vor einer Nodie.

wg. Schilf: Kommt auf's Schilf an! Amerikan. "River Cane" ist so hart wie Bambus und scheint auch nicht leichter zu splittern.
Deutsches Schilf, Reet, selbst Elefantengras aus dem Ziergarten, scheint mir hingegen zu weich zu sein...

Rabe
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Re: Pfeilpräsentationsthread

Beitrag von Granjow »

Das «Schweizer Schilf» ;) scheint gar nicht sooo schlecht zu sein.

Ich hab mal den Nachmittag damit verbracht, durch den halben Wald zu latschen und meine Hosen an den 0.5 m hohen Brombeeren aufzureissen (Mann, ist das ein blödes Gefühl. Irgendwo sind sie am Sägen, also nichts wie hin, querfeldein. Und 10 Meter vor dem nächsten Weg alles voll Brombeeren, 1 Meter hoch und mehr, undurchdringbar -> alles wieder zurück, und irgendwann bin ich dann doch angekommen, natürlich nach etwa der 3-fachen Zeit, die ich auf dem normalen Waldweg benötigt hätte. Und sie sind nicht am Sägen, sondern nur am Brombeeren und anderes Gestrüpp weg…schnetzeln/mähen *aaargh*). Irgendwann bin ich dann noch auf ein paar Hasel gestossen und weitere (Vogelbeere, Unbekannt, Weide, Pappel, Ahorn), jetzt zuhause sehen alle zu dünn aus. Die werden trotzdem mal getestet.

Aber zurück zum Schilf.

http://granjow.net/fotos-bow.html#h_Pfeile

(Nebenbei, sind die «Naturfedern» wirklich so natürlich, wie sie sein sollten? Beim Anbrennen riechen sie echt *würg*, aber sehen alle total gleich aus)

Nach dem Befiedern mit Hasenleim (einfach cool, wie der hält) sah ich (ja, natürlich nachher), dass der Schilfpfeil an einer Stelle zwei Risse hat. Trotzdem mal auf die arme Kartonschachtel geschossen und o.O war echt durchschlagend. Gleich schwer wie der Haselpfeil, aber kommt schon bei halbem Auszug (etwa 10 lb oder weniger) durch den Karton. Den Hasel muss ich schon ganz ausziehen.

Hab auch mal in die Wand geschossen (jajajaja, war Absicht, ich würde nie daneben schiessen *ernst dreinblick*), und er ist brav zurückgeflogen. Nur die Federn waren auf der falschen Seite ;) Aber von weiterer Beschädigung keine Spur. Na gut, ist auch nur ein knapper 20-lb-Bogen.

Bin jedenfalls mal vorläufig zufrieden damit. Vorne und hinten ist ein Stück Hasel drauf (das gibt echt Arbeit!), hinten noch mit Sehne umwickelt, da irgend ein Depp auf der falschen Seite der Nodie abgeschnitten hat.

Der Wollige Schneeball schiesst auch ganz anständig, auch stärker als der Hasel (der ist übrigens kürzer). Trotz der zahlreichen Trocknungsrisse (wenn man ihn frisch entrindet … dafür sind die Haare weg und ich weiss jetzt, dass irgend ein Saft zwischen Rinde und Holz nach Rose riecht *g* Ist wirklich so!) und der Tatsache, dass hinten 90 % Mark ist (-> Nocke reingeklebt).

Simon
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