Messer

Hier kommt alles rein, was in irgendeiner Form mit der Herstellung von Messern zu tun hat.
messermacher
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Hallo Martin

Beitrag von messermacher »

Sieht Klasse aus dein Bowie. Ich denke mal Du machst sowas öfters;
Ich bin auch beim Bowie-Wettbewerb dabei. Die Nr. 12
Hunbow:
Mein Holzhändler bezieht seine Hölzer von Plantagen. Ob das stimmt kann ich nicht kontrollieren aber ich glaubs halt einfach.
Solange ich für einen Rohstoff keine Cites-Papiere brauche verarbeite ich ihn auch ohne schlechtes Gewissen.
Bei uns wird auch vernünftige Forstwirtschaft betrieben, wieso soll es sowas nicht auch in den Tropen geben?
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Haebbie
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Beitrag von Haebbie »

Es soll auch gute Messer aus der Fabrik geben. Hier ist eins im Angebot: Interessenten Zugreifen!! Sonst kostet das Teil das Doppelte!!

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 02121&rd=1

und hier zum Beobachten:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 17349&rd=1

ansonsten ...
... let your arrows fly

Herbert
Harbardr
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mal wieder...

Beitrag von Harbardr »

...hab ich geschmiedet u. so sind zwei kleine Messerchen dabei herausgekommen.

Bild

Die Klinge (Länge 9cm) ist aus einer kleinen Feile geschmiedet u. nach dem Schleifen mit "Fileworking" versehen.
Der Griff ist aus einer Hirschgeweihspitze mit einem Abschluß aus Knochen.

Bild

Die Integral-Klinge (Ges.-Länge 20cm), wurde geschmiedet aus dem Stück einer Trabi-Blattfeder. Nach dem Schleifen wurde gehärtet u. angelassen.
Der Griff, aus Zwetschgenholz wurde mit Zwischenlagen aus schwarzem Leder u. drei Bronzenieten (zusätzlich mit Epoxi verklebt) am Erl befestigt.
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

@Messermacher
deine Messer sind schön.
Aber ein kleiner Hinweis:
Eine Plantage ist eben kein Wald. Das ist für mich eine nicht nachhaltige Nutzung wie Zuckerrohr.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Harbardr
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Mutter Natur...

Beitrag von Harbardr »

...versorgt mich mit meisten "Zutaten" zu meinen Messern.
Die Zwetschge, o. Pflaume (für'n Nordlicht nicht ganz einfach mit den Begriffen :D ), die mir willfährig ihr Holz überließ war ein abgestorbener Wildwuchs, weit ab jeder "Platage".
Wo siehst Du, Nacanina, hierbei den Frevel?
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

@Harbardr
nein!
So mach ich´s auch. Habe gerade ein Messer mit Griff aus Schlehe gemacht.
Ich meinte das Posting von Messermacher wg. Tropenholz.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
messermacher
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Beitrag von messermacher »

".....sprach er, nahm seine Axt und suchte sich ne deutsche Eibe" ;-)
Mal ein Paar Gedanken dazu:
Der Mensch schützt das was ihm Geld einbringt.
Solange mit Edelhölzer was zu verdienen ist wird es auch Bemühungen geben diese Geldquelle zu erhalten. Wirft der Wald nichts ab wird Brandgerodet und Ackerbau betrieben. Es bringt absolut nichts Tropenhölzer komplett zu boykotieren. Es wäre vernünftiger den kontrolierten handel mit Tropenhölzer zu unterstützen. Es ist genau die gleiche Geschichte wie zwischen Tierschutz und Jäger: Es wird gefordert die Jagd zu verbieten ohne sich Gedanken darüber zu machen was es für Folgen für den Wald hat.
Ich bin selbst aktiver Tier und Naturschützer der allerdings sich nicht mit einseitigen Informationen füttern läßt sondern Nachfragt und sich selbst Gedanken dazu macht.
Außerdem wird pauschal von Tropenhölzer geredet ohne an die bedrohte Vegetation der Nordhalbkugel zu denken.
Beim Messerbau lassen sich Tropenhölzer vermeiden solange man es nur als Hobby für sich selbst Betreibt. Betreibt man die Sache Gewerblich sieht es schon etwas anders aus. 80% der Hölzer die ich verarbeite sind übrigens nicht aus den Tropen.
Ich bevorzuge immer mehr stabilisierte Hölzer wie z.b. Ahorn, Buckeye, Robinie, Birke, Nuß u.s.w.

Gruß Heiko
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

In Urwaldbeständen werden i. d R. Konzessionen an Exploitationsunternehmen gegeben. In Folge der Erschließung der Urwälder wir dann häufig brandgerodet.
Eine Eukalyptusplantage in Südafrika (FSC zertifiziert!) ist für mich nichts anderes, als eine Pappelplantage bei uns.
Deswegen möchte ich viele unserer Wälder, die unter nachhaltig ökologischen Vorgaben bewirtschaftet werden, und die sich häufig aus sich heraus verjüngen, auch genau unter diesem Gesichtspunkt gesehen werden.
Wenn du dich mit der Problematik auseinandergesetzt hast und eben auch substituierst, ist das ja genau das, was Hunbow gefordert hat.
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Haggy
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Ich auch

Beitrag von Haggy »

Also dann werde ich hier auch mal mein Messer herzeigen!
Die Klinge stammt von einem Fleischermesser (dient dort zum abstechen der Schweine).
Den Plastikgriff habe ich entfernt und durch einen aus Akazie Holz ersetzt.
Die Parierstange und Scheibenknauf sind aus Edelstahl.


Bild
Das Aufbauen und Pflegen einer jetzt anscheinend nutzlosen Besch?ftigung ist eine Altersvorsorge f?r Geist und K?rper.

Andrea Redmann
Wittiko
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noch ´ne Frage...

Beitrag von Wittiko »

Bevor ich meinen Erstling hier präsentiere, will ich die Griffnieten polieren.

Wie erreiche ich, daß der abgetragene Staub nicht das Griffholz verschmutzt, sich in die Poren setzt? Gibt ja dann graue "Wolken".

Nassschleifen bringt ja auch nichts.

Habr ihr das Holzfinish vor dem Polieren der Nieten aufgetragen?
messermacher
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Beitrag von messermacher »

Nicht polieren, nur feinschleifen bis mindestens Körnung 800 .Außer Du hast Ebenholz oder stabilisiertes Holz für den Griff benutzt. Bei denen kannst Du ruhig polieren ohne das sich an dem Holz was verändert.
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

guter Tipp, Messermacher.
@Wittiko
ich habe leider auch einen schönen, blau angelaufenen Eibengriff gemacht.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Haggy
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Beitrag von Haggy »

Die Klinge ist von Helle, 9cm lang und aus 3,2mm dickem rostfreiem drei Lagen Stahl gefertigt, sie wird fix und fertig ausgeliefert und ist höllisch scharf.
Das Parierstück habe ich aus einem Messingklotz gesägt und gefeilt.
Der Griff ist aus Merandi Holz geschnitzt und mit kleinen Hühnerbeinlederscheiben verziert.

Die Scheide habe ich aus verschiedenen Ledern gefertigt.
Das äußere Leder stammt von einer alten Tasche.
Als Futter habe ich noch ein Stück dünnes Ziegenleder eingearbeitet.
In das Außenleder habe ich eine Aussparung in Form einer Kralle geschnitten, und von hinten das Hühnerbeinleder dagegen genäht.

Bild
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Andrea Redmann
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

Schöne und saubere Arbeit!
Klasse das mit dem Hühnerbein;-))
Aber wozu brauchst du so eine komische Aufbrechklinge?
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Haggy
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Beitrag von Haggy »

Ich brauche sie garnicht, wollte sie nur schon immer haben.
Mir gefällt die Form der Klinge gut und außerdem ist die Spitze sehr stark und gut zum in den Bäumen "runpuhlen".
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Andrea Redmann
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