Dieser Bogen gibt mir nach wie vor Rätsel auf, oder besser gesagt das Holz.
es handelt sich hier ja um Eibe, die 19 Jahre gelagert wurde und offensichtlich viel zu trocken ist (6%) - deshalb (wahrscheinlich) ja auch der Bruch vor einigen Monaten.
Der vorliegende "reanimierte" Bogen hat Wurfarme, die von 43mm auf 15mm Breite auslaufen und von 13mm auf 10mm dünner werden.
Der Bogen hat einen natürlichen Reflex von 9cm und biegt sich wie Gummi, soll heißen, trotz der noch eher kräftigen Abmessungen der Wurfarme hat er nur ein Kinderzuggewicht von 28#@27". Ausserdem nimmt er trotz Vollauszug (teilweise 20 Sekunden gehalten) keinen mm Set an.
Der Bogen bzw. das Holz kommt mir für diese Abmessungen und diesen Trocknungsgrad viel zu schwer vor - er liegt aktuell ohne Sehne über 600 Gramm! (ein aktueller Osage von mir mit ähnlichen Abmessungen und Sehnenbacking hat nur 490 Gramm).
Ich habe damit noch keinen Pfeil verschossen, irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Bogen beim ersten Schuss irre in den WA's nachschwabbeln wird und wahrscheinlich das nicht aushält und bricht.
Am Wochenende werde ich mir die Kettenhaube überstreifen, die Schutzbrille aufsetzen und das Ding schießen
(Natürlich mit Highspeed Videodokumentation)
Edit: Sehne für ein Backing werde ich für dieses übergewichte Ding nicht verschwenden - das kann gar keine Rakete werden..