Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Hier kommt alles rein, was in irgendeiner Form mit der Herstellung von Messern zu tun hat.
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silent-hill
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von silent-hill »

Ich weis ja nicht was du in deinem früheren Leben warst, Bänker sicher nicht! Ich bewundere auf jeden Fall dein handwerkliches Geschickt! Gratuliere zu dem schönen Messer.

Grüße Patrick
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eddytwobows
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von eddytwobows »

@Benedikt...

Sehr schönes Werkzeugmesser, sieht gut aus, Glückwunsch...!! :) :)


So denn, ich hab dann die vergangenen Tage auch mal wieder in meine Reste-und Recycling Kiste gegriffen
um was Messerartiges zusammenzustecken... ;) :)

Also, die Klinge ist aus einem Kreissägeblatt geschnitten, in Öl gehärtet und bei 200°C 1 1/2 h angelassen worden und mit Zinn in den Griff eingeossen, ab Griff (mit Zwinge) 21 cm lang bei 3mm Rückenstärke und 25 mm Breite.

Der Griff ist von einer Rehbockgeweihtrophäe (an dieser Stelle noch mal vielen Dank an Hazel,
die mir eine ganze Kiste voll davon geschenkt hat... :-* ), daß 6mm dicke Leder für die Scheide
stammt noch aus einem ebay-Einkauf (Sattelleder-Reste) von vor zwei Jahren oder länger,
die Lederstreifen, mit denen der Scheidenkorpus umwickelt ist, sind ein Geschenk von deckelsmog
(auch hier nochmal ein ein ganz großes "Dankeschön...! :-* :-* "), daß Kupferblech auf der Schneidenseite der Scheide
und für die Zwinge stammt ebenfalls von einem ebay-Einkauf von vor sogar drei jahren und
last and least wäre da noch der Bernsteinsplitter zu erwähnen, auch ein ebay-Einkauf,
allerdings mit neuerem Datum (Weihnachten)...

Also, so ein paar Bernsteinsplitter sind ja eine recht hübsche Sache, nur muß man da unglaublich aufpassen,
daß man nicht zuviel abträgt oder das sich das Teil nicht ganz zerbröselt beim zuschleifen und polieren...

Leider ist die Gravur auf der Klinge nicht wirklich gelungen...
Schlauerweise hatte ich die bereits vor dem Härten und anlassen eingebracht, mußte jedoch nach dem Härten und
anschließendem saubermachen feststellen, daß sie wohl einfach nicht tief genug war...

Naja, und nach dem anlassen war der Stahl zum einen einfach etwas zu hart und vor allem auch zu federnd,
so daß sich die Schablone ständig seitlich wegvibriert hat,
wodurch dann auch diese breiten Schlieren an den Runen kommen...

Mal sehen, vielleicht werde ich sie irgendwann nochmal auspolieren oder schleifen und neu machen... :-\

Naja, vieler Worte kurzer Sinn, daß ist jetzt dabei rausgekommen...:
Gesamtansicht von vorne...
Gesamtansicht von vorne...
...von hinten...
...von hinten...
Klinge raus...
Klinge raus...
...andere Seite der Klinge...
...andere Seite der Klinge...
..Geweihdorn als Fingerschutz und<br />die Kupferzwinge...
..Geweihdorn als Fingerschutz und
die Kupferzwinge...
...der Bernstein...
...der Bernstein...
...ein guter Rat auf die Klinge &quot;graviert&quot;...<br />&quot;Finger weg. Meins&quot; <br />;-D
...ein guter Rat auf die Klinge "graviert"...
"Finger weg. Meins"
;-D
LG
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Benedikt
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Benedikt »

Schönes Stück :)
Die Gravur ist geil ;D
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Holzbieger
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Holzbieger »

Hallo Messermacher,

So ich war über und nach den Feiertagen nicht untätig und habe mein neustes Messer fertig gemacht, mal wieder ein großes Küchenmesser. In meinem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis wollen derzeit wohl alle Küchenmesser haben. Nun ja damit fängt auch jeder was mit an. Es geht morgen in die Post, wohin? Na wohin wohl?

Hier einige Daten:
Stahl: Crucible CPM S35VN gehärtet auf 59 HRC
Griff: stabilisiertes Birnenholz (nein nicht aus einer meiner Chargen, dieses Holz habe ich stabilisieren lassen), schwarzes Fiber, Corby Nieten aus Edelstahl und ein Mikropin
Gesamtlänge: 325 mm
Länge Klinge: 185 mm
Klingendicke: 3,4 mm
Gewicht: 272 g

Ich hoffe es gefällt und danke fürs schauen

Grüße

Roland
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Benedikt »

Wieder sehr schön!

Ich muss auch mal ein Küchenmesser bauen.... ;D
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Karlo
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Karlo »

Holzbieger hat geschrieben:...Ich hoffe es gefällt und danke fürs schauen

Grüße

Roland
Wie immer: absolut perfekt, super schönes Birnenholz, tolle, stimmige Formen/Linien.
Alle Komponenten harmonisieren perfekt und dazu eine Verarbeitung wie von Dir gewohnt.

Weniger wird von Dir nicht mehr akzeptiert ;-)

Perfekt
Gruß Karlo
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Holzbieger
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Holzbieger »

Das kleine Schwarze

Hallo Messermacher,

hier mein neustes Messer und - oh Überraschung - kein Küchenmesser. Ja meine letzten 9 Messer waren für die Küche und ich musste mal wieder was anderes bauen. Angefangen habe ich das Messer schon im Juni letztes Jahr, mal was daran gemacht, mal wieder nicht, dann war Urlaub, einige Küchenmesser gebaut. Nun jetzt ist Februar und es ist fertig.

Ich konnte mich auch nicht entscheiden was für eine Scheide ich mache. Da ich schon so lange keine Lederarbeiten gemacht habe bekommt das Messer zwei “Ausgehanzüge“, eine Köcherscheide und eine Rahmengenähte.

Ich wollte es eigentlich für mich machen, aber ich habe entschieden es gibt ein Geschenk für einen Freund vom mir. Es ist der Freund der in Brasilien lebt und der mich ab und an mit Hölzern versorgt. Ich muss im März dort hin (wie das klingt – muss) und werde ihn ein Paar Tage besuchen (meine Holde hat mir eine Woche frei gegeben).

Hier die Daten:

Stahl: Nicht rostfreier Damast (Muster große Rosen) von Markus Balbach, bei Wolf Borger gekauft und ich hab mich nie um die Stähle gekümmert die zu dem Damast verarbeitet wurden. Härte ca. 56 HRC
Griff: Eiche geschwärzt, Parier Reineisen mit einem Reststücken des Damasts verlötet, die Intarsie ebenfalls ein Damast Reststück. Die Monturen sind mit gun-blue gebläut.
Scheide: Leder schwarz was sonst.
Länge gesamt: 237 mm
Länge Klinge: 120 mm, davon 115 mm scharf (also legal in D zu führen)
Klingendicke: 3,5 mm
Gewicht: 170 g, 234 g mit Scheide

Zwei Dinge sind mir misslungen bzw. würde ich heute anders machen. Ich habe die Klinge zu tief geätzt, weniger wäre hier mehr gewesen. Die Einfassung der Intarsie am Griffende ist nicht so sauber geworden wie von mir gewollt. Die Rahmenscheide muss ich auch an einigen Stellen nochmal schwärzen.

Ich hoffe es gefällt dennoch. Danke fürs schauen.

Roland
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jetsam
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von jetsam »

Ich könnte jetzt mal wieder sehr vollmunig meine Fassungslosigkeit beschreiben, was Dich ja sicher auch total weiterbrächte :D ,
hätte aber vor allem die Frage nach der Methode, mit der solch eine Damaszierung hergestellt wird,
und die Anmerkung dazu, daß sie mir persönlich in einer Messerklinge nicht so gut gefällt, weil sie das Gesamtgefüge optisch sehr aus dem Fluß bringt.
Ahm, ist die Köcherscheide die obere? Sehr sehr schön.
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Sei ohne Furcht.
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Holzbieger »

Hallo Jetsam,

Ich könnte das jetzt hier lang und breit beschreiben. Es ist einfacher hier einen Link einzustellen der das ganz gut erklärt http://de.wikipedia.org/wiki/Damaszener_Stahl. Quelle Wikipedia. (wie immer bei Wikipedia: take it with a grain of salt)
Wenn Du mehr dazu lesen willst empfehle ich Dir: Damaszener Stahl von Gunther Löbach. Da ist das von einem Praktiker gut beschrieben.

Zum Muster, da gebe ich Dir durchaus recht, die Klinge ist für dieses Muster eigentlich zu klein. Aber ich habe das Stück recht günstig erstanden und eine viel größere Klinge war nicht möglich. Hätte ich nicht so tief geätzt wäre das Muster auch nicht so dominant, da hätte ich darauf achten müssen.

Gruß
Roland
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Benedikt
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Benedikt »

Sehr schönes Messer :)

Ich will mir demnächst mal Torrisionsdamast selber machen..... ;D
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JuergenM
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von JuergenM »

Hallo Roland,
auch wenn dir bei dem Messer nicht alles so gut gelungen ist (weiß zwar nicht was), ich finde es p e r f e k t und einfach Klasse.

Gruß Jürgen
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Holzbieger
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Holzbieger »

Hallo Messermacher,

ich schiebe gleich noch eins hinterher, wieder was für die Küche. Das Messer basiert auf diesem hier
Messer 31_3.jpg
beide Klingen habe ich gleichzeitig begonnen. Diese lag also bei mir rum darauf harrend zu einem vollständigen Messer zu werden.
Dies gibt ein Tauschgeschäft mit einem guten Freund von mir, einen 25 Jahre alten Mariner 5 PS Außenborder gegen ein Messer, mal sehen wer den besseren deal gemacht hat.
Ihm hat das eine Messer gefallen, er wollte nur eine gerundete kürzere Klinge. Da mir da auch ganz gut gefiel habe ich die Änderung vorgenommen.

Hier ein paar Daten:

Stahl: SB1 = 1.4153.03, gehärtet auf 60Hrc
Griff: Olive, schwarzes Fiber, Messingnieten und Mosaikpin
Klingendicke: 2,2 mm
Gesamtlänge: ca. 250 mm
Klingenlänge: ca. 120mm

Danke fürs schauen. Ich hoffe es gefällt. Kritik, Anregungen wie immer erwünscht

Gruß
Roland
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shokunin
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von shokunin »

@holzbieger
sieht klasse aus :)
Ich bin ein Fan von dieser Art Griff - ich meine da: sehr geradlinig. Zum Arbeiten ist so eine Form immer besser als etwas "Geformtes" finde ich.

Und das Outdoor-Messer von vor ein paar Tagen ist auch super. :)

Gefällt mir alles sehr gut und das Finish muss halt etwas altern... nach ein paar Monaten Gebrauch und Schleifen wird das (noch) stimmiger aussehen. Das Ding muss nur benutzt werden, dann wird es super-schön, denke ich.


@jetsam
wie Damast gemacht wird ist ja sicher in sich klar... vom Prinzip her meine ich... Stahl in Lagen verschweisst usw.
Als Grundmaterial hat Damast also eine Struktur vergleichbar Holzmaserung.
Wenn man nun besondere Muster will, dann muss man die Lagen manipulieren. Das kann durch Eindrehen sein, durch "Zerschnippeln" und neu Verschweissen (mit Lagen stehend, in Bahnen usw), durch Einschnitte/Anbohrungen (die dann wieder plan geschmiedet werden) oder durch Verformung.

Wenn ich in mein Material z.B. Wellen rein mache und dann drüber schleife, dann bekomme ich das was man z.B. beim Riegelahorn sieht... eine Maserung in gewellten Streifen.
So wie Holz halt mal mit Drehung oder Wellen wächst, mal mit feinen Ringen oder dickeren, kann man auch Metall mit einer beliebigen Maserung versehen und die dann durch Anschneiden und Ätzen darstellen. Bei Holz ist ein Bisserl Biegen oder Mosaik-Verleimen so in etwas das Limit, der Rest ist halt was die Materialstruktur hergibt. Bei Metall kann man die Lagenstärke frei wählen und man kann es extrem Eindrehen oder mit Walzen und Gesenken Muster hinein-prägen.
Und dann schneidet man diese geprägte Struktur an... und heraus kommen z.B. "Rosen".

Im Fall hier wird eben mit einem Gesenk ein Muster von konzentrischen Wellen eingeprägt. Schleift man die geprägte Fläche dann wieder plan zeichnen die verschobenen Lagen in gemaserten Kreisen.

Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
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Karlo
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Karlo »

Hab hier scheinbar zu oft mitgelesen ;)

hier also mein 1. Messer:

Schnitz- und Vespermesser, also klein,
natürlich eine Fertigklinge gekauft, Lauri Kohlenstoffklinge 6cm lang,
Gesamtlänge fertiges Messer 15,5cm
Griff 3-schalig aufgebaut, außen Holz der Mirabelle oder doch Kirschpflaume,
ist aus dem Brennholzstapel vom Bogenplatz, gefällt vor meiner Zeit im Verein (>1,5 Jahre),
Mittellage Kirschbaum, Reststück aus der Küchenmöbelproduktion (nochmals Dank an den Spender),
Abschlussplatte Rinder- (Suppen-) Knochen
Scheide aus einer alten Schultasche, auseinander getrennt und mit Kernseife kräftigst gescheuert,

und hier nun Fotos:
in der Scheide
in der Scheide
mal die eine Seite
mal die eine Seite
und von der anderen Seite
und von der anderen Seite
der Rücken
der Rücken
der Bauch
der Bauch
hält sich gut in der Hand
hält sich gut in der Hand
es hat rießig Spass gemacht, lag allerdings auch an der tollen Maßerung des Holzes
Einiges habe ich dabei gelernt, Manches mache ich beim nächsten Mal nicht mehr so:

da ich alles von Hand mit der Japansäge aus dem vollen Stamm gesägt hatte und von Hand geschliffen,
waren die Flache nicht ganz eben und mein Holzleim (UHU) hat die Spalten nicht sauber gefüllt, kann man erkennen,
die Abschlussplatte hatte ich mit Sekundenkleber angebracht, der sollte langsamer abbinden, hat allerdings
nur für die hintere Korrektur gereicht, nicht aber vorne, so mußte ich den eng angepassten Schlitz größer
feilen und im Abschluss entsprechend verfüllen (Epoxy mit sebstgefeiletem Knochenmehl), die Stelle ist noch erkennbar, da sie leicht durchscheinend ist,
die Scheide habe ich ohne Muster beim Machen in Form geschnitten und geklebt,
so bin ich nicht zum Kantenversäubern an die entsprechenden Stellen gekommen,
Keder habe ich auch mit Sekundnekleber eingeklebt, hat aber nicht gleichmäßig funktioniert und musste hinterher
entsprechend korrigiert werden,
die Naht ist ungleichmäßig versenkt (Schnitzmesser) und wirkt dadurch ungleichmäßig, Dacron aus Garn gefällt mir nicht ganz.

Aber: hat richtig Spass gemacht, das Nächste ist in Planung (Klingenlänge 9,5cm) und es gefällt mir gut
und funktioniert für den vorgesehenen Verwendungszweck.
Polieren der Klinge muß ich noch nachlesen, wird nächstes Mal auch besser.

Fragen, Ergänzungen und Kritik sehr gerne

Gruß Karlo
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Holzbieger
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Re: Messer, die 7. (ab 9. Juli 2014)

Beitrag von Holzbieger »

Hallo Karlo

ja so hat da bei mir auch angefangen, ich hab hier auch mitgelesen gesehen was hier so alles gemacht wird und dann mein erstes Messer gebaut das war 2008. Hey FCler Ihr seid Schuld :D


An der Klinge würde ich gar nichts mehr polieren, ist ein Gebrauchsmesser und gut. Die Klingenform ist nicht so meins (Obwohl ich auch ein Finnenmesser besitze)

Mit dem dreiteiligen Aufbau des Griffs schaffst Du Dir natürlich zwei weitere Klebeflächen die man sieht, speziell wenn man dies nicht ganz so sauber hin bekommt.
Leder klebe ich immer mit Kontaktkleber (Pattex oder Kövulfix). Gerade das Ungleichmäßige der Naht gefällt mir hier, passt zum Gesamteindruck der Scheide aus Resteverwertungsleder.

Alles in allem schön geworden für das Erste und mit jedem weiteren lernt man dazu. Hier verweise ich auf meine Signatur.

Gruß
Roland
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- Ancora Imparo
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