Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Nachtrag
Ist mir noch wichtig:
Sehr vieles was ich in diesem Forum lese zeigt mir, das selbst denken noch nicht ausgestorben ist.
Hört sich überheblich an, ich weiß, aber was tun wir denn hier?
Gruß
SeKan
Ist mir noch wichtig:
Sehr vieles was ich in diesem Forum lese zeigt mir, das selbst denken noch nicht ausgestorben ist.
Hört sich überheblich an, ich weiß, aber was tun wir denn hier?
Gruß
SeKan
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Noch einer:
Mir ist klar, das das hier kein Philo-Forum ist. Wenns nervt- tut mir leid! Kann man ja wieder löschen.
Bin halt ein philosophierender Schütze, kann manchmal nicht anders.
Mir ist klar, das das hier kein Philo-Forum ist. Wenns nervt- tut mir leid! Kann man ja wieder löschen.
Bin halt ein philosophierender Schütze, kann manchmal nicht anders.

Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Das könnte ja einer der spannensten Freds sein den ich bisher lesen durfte.
Zu Kant:
Wir dienen immer irgend jemand oder etwas - Freiheit bedeutet für mich frei zu wählen wem ich diene.
Ich möchte das schöne Bild vom Schützen der sich selbst trifft wieder aufnehmen.
Diesmal von der konstruktivistischen Seite.
Der Konstruktivismus besagt das sich ein Jeder seine persönliche Realität selbst erschafft.
Einmal aus einer rein physischen/neurologischen und einer psychologischen Seite.
Zum Ersten nehmen wir millionen von Signalen auf durch unsere fünf Sinne, allerdings filtert unser Gehirn ca 80% aus. Für unsere Konstruktion (daher der Name) der Realität brauchen wir nur einen Bruchteil von der Information die wir erhalten.
Zum Zweiten stellt sich die Frage warum wir jenes und nicht das andere ausfiltern? Wie schon oben so schön erläutern kommt da unsere Sozialisation ins Spiel mit unseren Gefühlen, Erfahrungen, Traumen (Trauma) und der vorherrschenden Bildung.
All das sind aber auch nur Konstrukte unseres Geistes. Diese benutzen wir jede Sekunden um einen Abgleich unserer jetzigen Realität herzustellen.
Daraus ergeben sich zwei profokante Fragestellungen:
Gibt es überhaupt eine Realität? Und wenn - können wir sie erfassen?
Ist es möglich aus diesem Prinzip auszusteigen? Nichts anderes ist das Ziel der Trance etc.
Was ich konstruktivistisch sage zu dem Bild:
Selbstverständlich schießt der Schütze auf sich selbst. Er schießt auf das was er vielleicht sieht. Und was sieht er? Seine selbserschaffene Realität! Etwas anderes anzunehmen ist eher in Frage zu stellen
Ja wir schlafen und können manchmal aufwachen.
Mein persönliche Theorie warum gerade das Bogenschießen so eine Faszination ausmacht und warum die Japaner dies als "Zenwerkzeug" ist folgende:
Das Bogenschießen ist die älteste Maschine die wir Menschen entwickelt haben. Kann es nicht sein das ähnlich wie bei dem Feuer, was uns entspannt, beruhigt und uns fasziniert, das lymphische System angesteuert wird.
Wenn wir also schießen wird, wenn wir loslassen können, ein uraltes Programm abgespielt. Ein Programm/Konstrukt was uns in eine Zeit geleitet als es vielleicht noch nicht die Idee des ICH gab.
Gruß
Stephan- der komischerweise mit jedem Statement konform geht - komisch, sprechen wir etwa über das Selbe mit verschiedenen Sprachen?
Das Jesuskind hat mich sehr zum schmunzeln gebracht
Zu Kant:
Wir dienen immer irgend jemand oder etwas - Freiheit bedeutet für mich frei zu wählen wem ich diene.
Ich möchte das schöne Bild vom Schützen der sich selbst trifft wieder aufnehmen.
Diesmal von der konstruktivistischen Seite.
Der Konstruktivismus besagt das sich ein Jeder seine persönliche Realität selbst erschafft.
Einmal aus einer rein physischen/neurologischen und einer psychologischen Seite.
Zum Ersten nehmen wir millionen von Signalen auf durch unsere fünf Sinne, allerdings filtert unser Gehirn ca 80% aus. Für unsere Konstruktion (daher der Name) der Realität brauchen wir nur einen Bruchteil von der Information die wir erhalten.
Zum Zweiten stellt sich die Frage warum wir jenes und nicht das andere ausfiltern? Wie schon oben so schön erläutern kommt da unsere Sozialisation ins Spiel mit unseren Gefühlen, Erfahrungen, Traumen (Trauma) und der vorherrschenden Bildung.
All das sind aber auch nur Konstrukte unseres Geistes. Diese benutzen wir jede Sekunden um einen Abgleich unserer jetzigen Realität herzustellen.
Daraus ergeben sich zwei profokante Fragestellungen:
Gibt es überhaupt eine Realität? Und wenn - können wir sie erfassen?
Ist es möglich aus diesem Prinzip auszusteigen? Nichts anderes ist das Ziel der Trance etc.
Was ich konstruktivistisch sage zu dem Bild:
Selbstverständlich schießt der Schütze auf sich selbst. Er schießt auf das was er vielleicht sieht. Und was sieht er? Seine selbserschaffene Realität! Etwas anderes anzunehmen ist eher in Frage zu stellen

Ja wir schlafen und können manchmal aufwachen.
Mein persönliche Theorie warum gerade das Bogenschießen so eine Faszination ausmacht und warum die Japaner dies als "Zenwerkzeug" ist folgende:
Das Bogenschießen ist die älteste Maschine die wir Menschen entwickelt haben. Kann es nicht sein das ähnlich wie bei dem Feuer, was uns entspannt, beruhigt und uns fasziniert, das lymphische System angesteuert wird.
Wenn wir also schießen wird, wenn wir loslassen können, ein uraltes Programm abgespielt. Ein Programm/Konstrukt was uns in eine Zeit geleitet als es vielleicht noch nicht die Idee des ICH gab.
Gruß
Stephan- der komischerweise mit jedem Statement konform geht - komisch, sprechen wir etwa über das Selbe mit verschiedenen Sprachen?

@Schattenwolfpaul satre schrieb mal vom dem rest freiheit die das induvidium hat....eine freiheit von rund einen prozent.....doch versuch mal diese freiheit von sage und schreibe 1% wirklich wahrzunehmen oder verwsuch gar diese ausbauen zu wollen....in dieser unserer gesellschaft - LACHHAFT, vorher gibt dir das jesuskind einen dicken schmatzer auf den mund (damit du ja still bist, und deine beängstigendens gedankengut ja nicht verbreitest....) - damit den ordnungshüttern unseres ach so freien polizeistaates nicht noch mehr arbeit ensteht!
Das Jesuskind hat mich sehr zum schmunzeln gebracht

- Galighenna
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- Registriert: 19.07.2004, 21:59
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Ja wahrlich spannend hier. Und mittlerweile auch zutiefst philosophisch *gg*
Ich finde es ausgesprochen schwer, die Frage zu beantworten, was Realität ist. Zwangsläufig müssen wir das als Realität akzeptieren was uns unser Gehirn und der darin enthaltene Verstand als Realität erkennen lassen. Und da wir bis heute nicht genau wissen wie alle diese Dinge miteinander in Verbindung stehen und sich wechselseitig beeinflussen, denke ich, das es unmöglich ist, soetwas wie eine "wahre Realität" zu erkennen, zu beschreiben oder zu erfassen.
Um den Bogen wieder zurückzuspannen zu den "anderen Zuständen" möchte ich vermuten, das es nichts mit dem Abschalten von Filtern zu tun hat, so das wir glauben alles auf einmal wahrzunehmen oder dergleichen.
Ich denke eher, es ist sowas wie eine Art Urinstinkt der da erwacht.
Vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig, aber ich möchte dennoch versuchen ihn aufzustellen:
Viele Tiere erleben soetwas wie einen Rauschzustand. Zumindest würden wir das so beschreiben. Es ist ein zustand in dem sich das Tier zu 100% dieser einen sache widmet. Wo sich das Raubtier ungeachtet aller gefahren und frei von Angst und Schmerz auf seine Beute stürzt und sich durch nichts mehr davon ablenken lässt.
Ich glaube dieser "Betriebsmodus" existiert auch in unserem Gehirn. Und er lässt sich unter bestimmten Umständen aktivieren. In solchen Momenten kommt man sich von allen Dingen losgelöst vor. Man sieht nur noch sein Ziel und ist frei von jeglichem BEWUSSTEN Denken.
Oft glaub man dann im Nachhinein, die Situation schon im Vorraus gekannt zu haben und VORRAUSWISSEND exakt das Richtige getan zu haben.
Ich finde es ausgesprochen schwer, die Frage zu beantworten, was Realität ist. Zwangsläufig müssen wir das als Realität akzeptieren was uns unser Gehirn und der darin enthaltene Verstand als Realität erkennen lassen. Und da wir bis heute nicht genau wissen wie alle diese Dinge miteinander in Verbindung stehen und sich wechselseitig beeinflussen, denke ich, das es unmöglich ist, soetwas wie eine "wahre Realität" zu erkennen, zu beschreiben oder zu erfassen.
Um den Bogen wieder zurückzuspannen zu den "anderen Zuständen" möchte ich vermuten, das es nichts mit dem Abschalten von Filtern zu tun hat, so das wir glauben alles auf einmal wahrzunehmen oder dergleichen.
Ich denke eher, es ist sowas wie eine Art Urinstinkt der da erwacht.
Vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig, aber ich möchte dennoch versuchen ihn aufzustellen:
Viele Tiere erleben soetwas wie einen Rauschzustand. Zumindest würden wir das so beschreiben. Es ist ein zustand in dem sich das Tier zu 100% dieser einen sache widmet. Wo sich das Raubtier ungeachtet aller gefahren und frei von Angst und Schmerz auf seine Beute stürzt und sich durch nichts mehr davon ablenken lässt.
Ich glaube dieser "Betriebsmodus" existiert auch in unserem Gehirn. Und er lässt sich unter bestimmten Umständen aktivieren. In solchen Momenten kommt man sich von allen Dingen losgelöst vor. Man sieht nur noch sein Ziel und ist frei von jeglichem BEWUSSTEN Denken.
Oft glaub man dann im Nachhinein, die Situation schon im Vorraus gekannt zu haben und VORRAUSWISSEND exakt das Richtige getan zu haben.
Übel übel sprach der Dübel,
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- benzi
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
ich greife einfach mal diese Sätze heraus............. denn sie erninnern mich an zwei verschiedene Arten ein Ziel mit dem Pfeil zu treffen:Galighenna hat geschrieben: Um den Bogen wieder zurückzuspannen zu den "anderen Zuständen" möchte ich vermuten, das es nichts mit dem Abschalten von Filtern zu tun hat, so das wir glauben alles auf einmal wahrzunehmen oder dergleichen.
Ich denke eher, es ist sowas wie eine Art Urinstinkt der da erwacht.
1. ich kann versuchen alles auszublenden und alle meine Sinne auf den Punkt zu konzentrieren den ich treffen möchte
2. ich kann versuchen alles um mich herum wahrzunehmen, jeden Ton, jedes Geräusch, jeden Geruch und fast wie nebenbei den Bogen spannen und das Ziel treffen
beides geht..........
lG benzi
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- Galighenna
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Zu Punkt 1, alles ausblenden versuchen:
Ich finde nicht das es ein versuchen ist, alles auszublenden, sondern das Gehirn macht das dann vollautomatisch, manchmal sogar ohne das man es merkt. Das sind dann so Momente in denen man eine solche Person auch nicht wirklich ansprechen kann, oder nur sehr schwer. Man merkt, hört und sieht es einfach gar nicht...
Solche Zustände erfahre ich leider öfter *gg* "Leider" sag ich deshalb, weil ich dabei nicht kontrollieren kann, auf was sich meine 100% Superaufmerksamkeit dabei richtet.
Deshalb tu ich mich mit dem 2ten Punkt auch etwas schwerer. Ich fände alle diese Wahrnehmungen auf einmal dann irgendwie störend. Ich als Aufmerksamkeitsdefizitler hab damit so meine Probleme.
Vielleicht sollte ich mal ganz bewusst und gezielt trainieren diesen Fokus auf Dinge zu lenken die mir nützlich sind. Das ist auch einer der Gründe warum ich mich mit Bogenschießen beschäftige. Leider mangelt es NOCH an der regelmäßigen Praxis, aber die Tage werde ich mir Heuballen besorgen fahren, die mir ein Kumpel angeboten hatte und dann kann ich endlich wieder schießen.
Ich finde nicht das es ein versuchen ist, alles auszublenden, sondern das Gehirn macht das dann vollautomatisch, manchmal sogar ohne das man es merkt. Das sind dann so Momente in denen man eine solche Person auch nicht wirklich ansprechen kann, oder nur sehr schwer. Man merkt, hört und sieht es einfach gar nicht...
Solche Zustände erfahre ich leider öfter *gg* "Leider" sag ich deshalb, weil ich dabei nicht kontrollieren kann, auf was sich meine 100% Superaufmerksamkeit dabei richtet.
Deshalb tu ich mich mit dem 2ten Punkt auch etwas schwerer. Ich fände alle diese Wahrnehmungen auf einmal dann irgendwie störend. Ich als Aufmerksamkeitsdefizitler hab damit so meine Probleme.
Vielleicht sollte ich mal ganz bewusst und gezielt trainieren diesen Fokus auf Dinge zu lenken die mir nützlich sind. Das ist auch einer der Gründe warum ich mich mit Bogenschießen beschäftige. Leider mangelt es NOCH an der regelmäßigen Praxis, aber die Tage werde ich mir Heuballen besorgen fahren, die mir ein Kumpel angeboten hatte und dann kann ich endlich wieder schießen.
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- benzi
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
wenn es automatisch geschieht wäre dass ja gut und du würdest immer treffen, was aber wenn es das Gehirn nicht tut? Dann kannst Du dieses Zustand nicht herbeiführen........Galighenna hat geschrieben:Zu Punkt 1, alles ausblenden versuchen:
Ich finde nicht das es ein versuchen ist, alles auszublenden, sondern das Gehirn macht das dann vollautomatisch, manchmal sogar ohne das man es merkt.
natürlich empfindet man derartige Wahrnehmungen ohne training als störend, aber solange sie als störend empfunden werden kannste ja wieder nicht treffen...... und da die äußeren Einflüsse ja nicht auszuschalten sind, ist es doch sinnvoll zu trainieren, sie wahrzunehmen OHNE sie als störend zu empfinden.Galighenna hat geschrieben: Deshalb tu ich mich mit dem 2ten Punkt auch etwas schwerer. Ich fände alle diese Wahrnehmungen auf einmal dann irgendwie störend.
warum nützlich? Du kannst trainieren den Fokus auf alles zu lenken.............Galighenna hat geschrieben:Vielleicht sollte ich mal ganz bewusst und gezielt trainieren diesen Fokus auf Dinge zu lenken die mir nützlich sind.
wie immer nur meine Meinung nach meinem derzeitigen Wissenstand und keine reine Le(e)(h)re........
lG benzi
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Das ich mich mit allen Sinnen konzentriere und alles andere ausblende heißt ja nicht, dass ich alles andere auch "richtig" mache, weil ich z.B. den Bewegungsablauf bei der Konzentration auf das Ziel vergesse. Es ist meiner Meinung nach deshalb nicht der Fall, dass ich automatisch immer treffe, wenn ich alles andere ausblende.benzi hat geschrieben:wenn es automatisch geschieht wäre dass ja gut und du würdest immer treffen, was aber wenn es das Gehirn nicht tut? Dann kannst Du dieses Zustand nicht herbeiführen........Galighenna hat geschrieben:Zu Punkt 1, alles ausblenden versuchen:
Ich finde nicht das es ein versuchen ist, alles auszublenden, sondern das Gehirn macht das dann vollautomatisch, manchmal sogar ohne das man es merkt.
Ich habe wie Galighenna auch kein Problem damit, alles andere auszublenden, weil ich das vollautomatisch kann. (Ich höre immer Beschwerden, weil man mich mehrmals ansprechen muss, bevor ich reagiere)
Das sehe ich auch so. Aber ich stelle es mir sehr schwierig vor.benzi hat geschrieben: natürlich empfindet man derartige Wahrnehmungen ohne training als störend, aber solange sie als störend empfunden werden kannste ja wieder nicht treffen...... und da die äußeren Einflüsse ja nicht auszuschalten sind, ist es doch sinnvoll zu trainieren, sie wahrzunehmen OHNE sie als störend zu empfinden.
- Galighenna
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Ich meinte mit dem Gegensatz zwischen "versuchen" und "vollautomatisch", nicht das dieser Zustand von alleine kommt, sondern das er durch bestimmtes Verhalten/Technik herbeizuführen ist, man diesen Zustand aber nicht bewusst kontrolliert. Wenn dieser Zustand erreicht ist, macht man das nicht bewusst, sondern das Gehirn führt diesen Zustand selbsttätig und unbewusst fort.
Das erreichen dieses Zustandes kann natürlich trotzdem ein gewollter und bewusst ablaufender Prozess sein, eben bis zu dem Punkt wo man den Zustand erreicht. Ab dann herrscht "Automatik"...
Ich kann leider tatsächlich nur sehr schwer bestimmen auf was sich meine Konzentration in den nächsten 2 Sekunden lenken wird. Das geht manchmal so weit, das man sich nicht richtig mit mir unterhalten kann wenn der Fernseher läuft, weil meine Aufmerksamkeit ständig zwischen Gespräch und TV hin und her pendelt.
Es gibt aber zwischendurch auch tatsächlich Momente in denen bestimmte Dinge meine volle ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen, die sich dann auch nicht so leicht auf anderes ablenken lässt. Nur kann ich schwer beeinflussen was das nun gerade ist.
Ich fühle mich also fast immer so, das ich quasi alles um mich herum mitbekomme, aber alles auch irgendwie nur halb, weil es einfach zu viel ist um das verarbeiten zu können. Die wichtigen Sachen gehen dann dabei oft unter.
Das ist der Grund weshalb ich persönlich den alles gleichzeitig Wahrnehmenden Zustand, wenn er denn eintreten würde, gar nicht bemerken würde oder ihn nur als störend Empfände
(Übrigens brauche ich oft auch etwa 5x durchlesen und Sätze sortieren bis ich einen längeren Beitrag absende. Sonst ist der Faden einfach zu wirr *gg* )
Das erreichen dieses Zustandes kann natürlich trotzdem ein gewollter und bewusst ablaufender Prozess sein, eben bis zu dem Punkt wo man den Zustand erreicht. Ab dann herrscht "Automatik"...
Ich kann leider tatsächlich nur sehr schwer bestimmen auf was sich meine Konzentration in den nächsten 2 Sekunden lenken wird. Das geht manchmal so weit, das man sich nicht richtig mit mir unterhalten kann wenn der Fernseher läuft, weil meine Aufmerksamkeit ständig zwischen Gespräch und TV hin und her pendelt.
Es gibt aber zwischendurch auch tatsächlich Momente in denen bestimmte Dinge meine volle ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen, die sich dann auch nicht so leicht auf anderes ablenken lässt. Nur kann ich schwer beeinflussen was das nun gerade ist.
Ich fühle mich also fast immer so, das ich quasi alles um mich herum mitbekomme, aber alles auch irgendwie nur halb, weil es einfach zu viel ist um das verarbeiten zu können. Die wichtigen Sachen gehen dann dabei oft unter.
Das ist der Grund weshalb ich persönlich den alles gleichzeitig Wahrnehmenden Zustand, wenn er denn eintreten würde, gar nicht bemerken würde oder ihn nur als störend Empfände
(Übrigens brauche ich oft auch etwa 5x durchlesen und Sätze sortieren bis ich einen längeren Beitrag absende. Sonst ist der Faden einfach zu wirr *gg* )
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Du schläfst halt einfach Galighenna 
Aufwachen wir müssen
Kommt mir alles sehr bekannt vor.
Aber der Ansatz ALLES wahrzunehmen und einfach zu registrieren und nicht zu kommentieren mit Gedanken ist ein schönes Ideal und lohnenswert. Gerade bei einem Turnier sehr wertvoll.
Das ist eben die von benzi genannte "Aufmerksamkeit" oder "Achtsamkeit"
bzw das "Urprogramm"
Gruß
Stephan

Aufwachen wir müssen

Aber der Ansatz ALLES wahrzunehmen und einfach zu registrieren und nicht zu kommentieren mit Gedanken ist ein schönes Ideal und lohnenswert. Gerade bei einem Turnier sehr wertvoll.
Das ist eben die von benzi genannte "Aufmerksamkeit" oder "Achtsamkeit"
bzw das "Urprogramm"
Gruß
Stephan
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Wäre es nicht schön, diesen Zustand zu erreichen? Ich träume davon. Ich denke dann wird das Treffen des Ziels auch einfacher, als durch Konzentration. In meiner Vorstellung sieht das irgendwie stressloser aus, als die exklusive Konzentration.
@Galighenna, das was du beschreibst, hört sich für mich nach ADS an. Allerdings muss man mit dem Begriff echt vorsichtig sein, weil die Diagnose meiner Meinung nach viel zu oft gestellt wird, obwohl sie nicht vorliegt. Geht es dir nicht manchmal so, dass du etwas vermeintlich unwichtiges, doch mitbekommen hast und es sich im Nachhinein als wichtig herausstellt?
Gruß Martina
@Galighenna, das was du beschreibst, hört sich für mich nach ADS an. Allerdings muss man mit dem Begriff echt vorsichtig sein, weil die Diagnose meiner Meinung nach viel zu oft gestellt wird, obwohl sie nicht vorliegt. Geht es dir nicht manchmal so, dass du etwas vermeintlich unwichtiges, doch mitbekommen hast und es sich im Nachhinein als wichtig herausstellt?
Gruß Martina
- Galighenna
- Forenlegende
- Beiträge: 8836
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Meistens ist es so das mir Dinge auffallen die andere niemals mitbekommen. Dafür "vergesse" ich oder übersehe oder übergehe ich manchmal auch Wichtiges, weil das Andere in dem Moment einfach interessanter erscheint, unabhängig davon was wichtig oder unwichtig ist.
Beispiel: Ich laufe mit meiner Freundin durch die Stadt und wir unterhalten uns und dabei sehe ich irgendwo etwas das in dem Moment interessant für mich ist. Dann nehme ich in dem Moment das Gespräch nicht mehr wahr sondern das Entdeckte ist im Vordergrund.
Naja, damit lebe ich schon seit ich denken kann *gg*
Ich habe auch festgestellt, das es umso schlimmer wird je weniger mein Kopf zu tun hat. Seit ich ein Studium angefangen habe ist es etwas besser.
Bogenbauen und -schießen hilft auch
AD(H)S ist mehr oder weniger auch bei mir sozusagen Diagnostiziert, nur das ich das bisher nicht so recht in den Griff bekommen hab. Darum suche ich immer was, das mich herrausfordert. Bogenbauen ist da echt Top, da gibts immer neue Herrausforderungen.
Das witzige daran ist, wenn ich gute Tage habe, kann ich während einer Vorlesung zum Beispiel jetzt diesen Text schreiben und gleichzeitig dem Prof folgen.
Beispiel: Ich laufe mit meiner Freundin durch die Stadt und wir unterhalten uns und dabei sehe ich irgendwo etwas das in dem Moment interessant für mich ist. Dann nehme ich in dem Moment das Gespräch nicht mehr wahr sondern das Entdeckte ist im Vordergrund.
Naja, damit lebe ich schon seit ich denken kann *gg*
Ich habe auch festgestellt, das es umso schlimmer wird je weniger mein Kopf zu tun hat. Seit ich ein Studium angefangen habe ist es etwas besser.
Bogenbauen und -schießen hilft auch

AD(H)S ist mehr oder weniger auch bei mir sozusagen Diagnostiziert, nur das ich das bisher nicht so recht in den Griff bekommen hab. Darum suche ich immer was, das mich herrausfordert. Bogenbauen ist da echt Top, da gibts immer neue Herrausforderungen.
Das witzige daran ist, wenn ich gute Tage habe, kann ich während einer Vorlesung zum Beispiel jetzt diesen Text schreiben und gleichzeitig dem Prof folgen.
Übel übel sprach der Dübel,
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Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Meditation schon probiert?
Rein theoretisch vom Diagnoseschlüssel hab ich ADS seit ich denken kann. Obiges hilft beträchtlich!
Für Trancezustände ist es meines Errachtens leider sehr kontraproduktiv
Du hast auch eine Frau gefunden die da mitmacht?!
Meine Frau erkennt es meist an meinem matten und ziellosen Blick...
Gruß
Stephan
Rein theoretisch vom Diagnoseschlüssel hab ich ADS seit ich denken kann. Obiges hilft beträchtlich!
Für Trancezustände ist es meines Errachtens leider sehr kontraproduktiv

Du hast auch eine Frau gefunden die da mitmacht?!

Meine Frau erkennt es meist an meinem matten und ziellosen Blick...
Gruß
Stephan
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
Das geht mir auch so wie Galighenna. Wobei ich das H in AD(H)S schon immer weit von mir weisen musste. Ich gehöre eher zu denen, die in der Ecke sitzen, ruhig sind und etwas anderes machen. Zumindest früher...
Das war in der Schule aber nie ein Problem, denn komischerweise hab ich trotzdem alles mitbekommen.
Heute hab ich in Gesprächen oder auch bei längeren Telefonaten, hin und wieder das Problem, leicht abgelenkt zu sein, allerdings kommt die Ablenkung meist weniger von außen, als von irgendwas, was mir einfällt und über das ich lang und breit nachdenke, auch wenn das nicht nötig ist.
Beim Bogenschießen (u.a.) kann ich das Ganze ausblenden und mich voll konzentrieren. Das ist echt befreiend. Das schaffe ich oft Nachts nicht. Meditation hilft mir nur wenn es ein Thema gibt, d.h. ich mich auf etwas konzentrieren kann. Die Gedanken vollkommen und willentlich abzuschalten, das kann ich einfach nicht.
Mein Mann macht nie mit wenn ich ihm nicht zuhöre und ärgert sich. Aber er kennt mich ja mittlerweile..
Gruß
Martina
Das war in der Schule aber nie ein Problem, denn komischerweise hab ich trotzdem alles mitbekommen.
Heute hab ich in Gesprächen oder auch bei längeren Telefonaten, hin und wieder das Problem, leicht abgelenkt zu sein, allerdings kommt die Ablenkung meist weniger von außen, als von irgendwas, was mir einfällt und über das ich lang und breit nachdenke, auch wenn das nicht nötig ist.
Beim Bogenschießen (u.a.) kann ich das Ganze ausblenden und mich voll konzentrieren. Das ist echt befreiend. Das schaffe ich oft Nachts nicht. Meditation hilft mir nur wenn es ein Thema gibt, d.h. ich mich auf etwas konzentrieren kann. Die Gedanken vollkommen und willentlich abzuschalten, das kann ich einfach nicht.
Mein Mann macht nie mit wenn ich ihm nicht zuhöre und ärgert sich. Aber er kennt mich ja mittlerweile..

Gruß
Martina
- Firestormmd
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- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Tranceähnliche Zustände beim Bogeschießen
@Galighenna: Das was du beschreibst klingt für mich nach "typisch Mann". Wenn meine Frau mich beim Simpsons-gucken von der Seite anspricht, geht das bei mir auch quer durch. Dumm nur, wenn sie was wichtiges gesagt hat.
Ich kann mich auch auf eine Sache unheimlich gut konzentrieren, aber wehe ich werde abgelenkt. Dann geht alles schief.
Ausserdem gibt es Zeiten, da kann ich einfach nicht ruhig liegenbleiben. Ich suche mir dann immer irgendwelche zeitaufwendigen Hobbies: Bogenbauen, Helme schmieden, Kettenhemden knüpfen, Wein machen, Chilis anbauen etc. Meine Frau hat keine Hobbies und ist immer total genervt.
Grüße, Marc

Ich kann mich auch auf eine Sache unheimlich gut konzentrieren, aber wehe ich werde abgelenkt. Dann geht alles schief.
Ausserdem gibt es Zeiten, da kann ich einfach nicht ruhig liegenbleiben. Ich suche mir dann immer irgendwelche zeitaufwendigen Hobbies: Bogenbauen, Helme schmieden, Kettenhemden knüpfen, Wein machen, Chilis anbauen etc. Meine Frau hat keine Hobbies und ist immer total genervt.

Grüße, Marc