Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
- Galighenna
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Ich helfe dir mal schnell mit dem Link: http://goo.gl/8MW17
Ein sehr schönes Messer! Die Klinge hast du auch selbst gemacht? Wie bekommst du den "Absatz" von der Klinge zum Griff in den Stahl?
Ein sehr schönes Messer! Die Klinge hast du auch selbst gemacht? Wie bekommst du den "Absatz" von der Klinge zum Griff in den Stahl?
Übel übel sprach der Dübel,
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Schöne Arbeit
So gern ich die Charakter-Stücke hier mag, ein Finish wie das hier ist doch mal erfrischend. Da stimmt halt alles.
Sieht klasse aus.

So gern ich die Charakter-Stücke hier mag, ein Finish wie das hier ist doch mal erfrischend. Da stimmt halt alles.
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"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Danke hab die Anleitung gefunden.
Da tun sich Möglichkeiten auf super

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- Holzbieger
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
@ gali
Ja alles selbst gemacht. Ein Stück Flachstahl und dann per stock-removal am Bandschleifer. Schmieden kann ich in meinem Keller nicht. Klar ich könnte was im Garten aufbauen, dazu fehlt mir aber dir Zeit und Muße.
Ich mache alle meine Klingen selbst. (Einzige Außnahme bisher, das Messer das ich für Skinwalker aufgehübscht habe)
Wie ich den Ricasso mache. Nun am Bandschleifer. Das Band muss ganz am Rand der Auflage laufen und dann schleift man den Ricasso am Rand des Bands heraus. Das ist weniger schwierig als man denkt, der Trick ist mit der schwachen Hand (bei mir links) anzufangen und dann die Seite der starken Hand (zwangsweise bei mir dann rechts) für die Symmetrie zu sorgen.
@ Shukunin
Danke
Ja alles selbst gemacht. Ein Stück Flachstahl und dann per stock-removal am Bandschleifer. Schmieden kann ich in meinem Keller nicht. Klar ich könnte was im Garten aufbauen, dazu fehlt mir aber dir Zeit und Muße.
Ich mache alle meine Klingen selbst. (Einzige Außnahme bisher, das Messer das ich für Skinwalker aufgehübscht habe)
Wie ich den Ricasso mache. Nun am Bandschleifer. Das Band muss ganz am Rand der Auflage laufen und dann schleift man den Ricasso am Rand des Bands heraus. Das ist weniger schwierig als man denkt, der Trick ist mit der schwachen Hand (bei mir links) anzufangen und dann die Seite der starken Hand (zwangsweise bei mir dann rechts) für die Symmetrie zu sorgen.
@ Shukunin
Danke
- Es ist besser ein gute Entscheidung rechtzeitig zu treffen als eine sehr gute zu spät.
- Ancora Imparo
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Ich hätte mal ne Frage zum Stahl
Ist der rostfrei? gehärtet? so Brennner heiß dunkle Rotglut Wasser Zisch und gelb angelassen? Heizplatte?
Wird ein Messer auf die Art so scharf wie das http://www.mehr-als-werkzeug.de/product ... cheide.htm ?
Ist der rostfrei? gehärtet? so Brennner heiß dunkle Rotglut Wasser Zisch und gelb angelassen? Heizplatte?
Wird ein Messer auf die Art so scharf wie das http://www.mehr-als-werkzeug.de/product ... cheide.htm ?
- Holzbieger
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
@ Neugier.
Der Stahl ist nicht rostfrei. 1.3505 ist eigentlich Stahl der zur Kugellager Herstellung benutzt wird. Hat ein sehr feines Korngefüge und kann bis auf 62 Hrc gehärtet werden. Das feine Gefüge ermöglicht sehr scharfe Schneiden.
Dieses Messer hat 60 Hrc, es ist also gehärtet. Das mache i.d.R. nicht selbst (ich hab das zwar mal gelernt und kann das auch) große Klingen lasse ich härten (bei Wolf Borger). Kleine Klingen (alles was ich mit Propanbrenner auf rotglut bringen kann) mach ich selbst.
Abschrecken in Öl, bei den Geometrien einer Klinge ist Wasser viel zu agressiv. Da läufst Gefahr dass die Klinge zerspringt. Anlassen dann im Backofen.
Gruß
Roland
Der Stahl ist nicht rostfrei. 1.3505 ist eigentlich Stahl der zur Kugellager Herstellung benutzt wird. Hat ein sehr feines Korngefüge und kann bis auf 62 Hrc gehärtet werden. Das feine Gefüge ermöglicht sehr scharfe Schneiden.
Dieses Messer hat 60 Hrc, es ist also gehärtet. Das mache i.d.R. nicht selbst (ich hab das zwar mal gelernt und kann das auch) große Klingen lasse ich härten (bei Wolf Borger). Kleine Klingen (alles was ich mit Propanbrenner auf rotglut bringen kann) mach ich selbst.
Abschrecken in Öl, bei den Geometrien einer Klinge ist Wasser viel zu agressiv. Da läufst Gefahr dass die Klinge zerspringt. Anlassen dann im Backofen.
Gruß
Roland
Zuletzt geändert von Holzbieger am 25.11.2012, 09:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
@Holzbieger
Hallo Roland, sehr schönes Messer ! Der Griff aus Olivenholz ist der Hammer !
Da macht das Kochen gleich 5x soviel Spass !
... für nächstes Jahr an Weihnachten hätte ich da eventuell ein Anliegen ...
@eddy2bows
sehr schönes Teil ! Das hat was !
...aber immer schön auf die Finger aufpassen ...
gruß
skinwalker
Hallo Roland, sehr schönes Messer ! Der Griff aus Olivenholz ist der Hammer !
Da macht das Kochen gleich 5x soviel Spass !
... für nächstes Jahr an Weihnachten hätte ich da eventuell ein Anliegen ...

@eddy2bows

sehr schönes Teil ! Das hat was !
...aber immer schön auf die Finger aufpassen ...
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Ah ich verstehe, alles am Bandschleifer. Ich hatte deshalb gefragt, weil ich ein Messer mit HSS-Klinge gemacht habe und allein um die Schneide grob auszuarbeiten und in den Stahl zu schleifen habe ich ca 6h am Bandschleifer verbracht, mit einem Band mit 40er Körnung. Danach hab ich dann noch ein paar mehr Stunden gebraucht, um mit 60er, 80er und 120er Band die Schleifspuren auszumerzen. Das ist mir immer noch nicht gelungen, nur ist mir die Lust vergangen. Deine Klinge sieht aber so schön blank und makellos aus und ich hatte mich gefragt wie man wohl so viel Material weg bekommt, und dann noch so schön und genau den Ricasso (ach so heißt das? hmm scheinbar hat alles einen NamenHolzbieger hat geschrieben:@ gali
Ja alles selbst gemacht. Ein Stück Flachstahl und dann per stock-removal am Bandschleifer. Schmieden kann ich in meinem Keller nicht. Klar ich könnte was im Garten aufbauen, dazu fehlt mir aber dir Zeit und Muße.
Ich mache alle meine Klingen selbst. (Einzige Außnahme bisher, das Messer das ich für Skinwalker aufgehübscht habe)
Wie ich den Ricasso mache. Nun am Bandschleifer. Das Band muss ganz am Rand der Auflage laufen und dann schleift man den Ricasso am Rand des Bands heraus. Das ist weniger schwierig als man denkt, der Trick ist mit der schwachen Hand (bei mir links) anzufangen und dann die Seite der starken Hand (zwangsweise bei mir dann rechts) für die Symmetrie zu sorgen.

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- Holzbieger
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Hallo Gali,
das ist einer der Gründe warum ich nie, nie, niemals auf die Idee kommen würde mir aus HSS ein Messer zu machen. Du könntest mir das Zeug schenken, es würde bei mir im Keller verstauben oder Schimmel ansetzen.
Was sind meine Gründe?
1.) HSS Stahl zeichnet sich aus durch große Härte, Anlassbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und eine Warmfestigkeit bis 600 °C aus. Außer Härte und Verschleißfestigkeit Eigenschaften die Du für ein Messer eigentlich nicht brauchst. Diese Eigenschaften werden erreicht durch den Zusatz von vielen Legierungselementen welche durch spezielle Wärmebehandlung in Sonderkarbide umgewandelt werden (Sehr vereinfacht ausgerückt, mehr Details im WWW und ich glaube ich muss das hier nicht abschreiben) Karbide haben i.d.R eine grobe Kornstruktur welche feine Schneiden eigentlich ausschließt. Wobei es schon Messeranwendungen gibt bei der Du keine feine Schneide benötigst. Aber als Laie bekommst Du ungehärteten HSS nur schwer und die Wärmebehandlung ist wirklich was für Profis. Also machst Du Deine ganzen Arbeitsschritte mit einem harten Werkstoff.
2.) Die Härte. Warum soll ich mir das Bearbeiten eines gehärteten Stahlrohlings mit u.U. über 60 HRc antun. Du hast das schön beschrieben 6h nur um die Schneide grob auszuarbeiten geschweige denn schon das Finish zu haben.
Nur als Vergleich für dieses Küchenmesser habe ich folgende Zeiten gebraucht:
- Ausarbeiten des Klingenumrisses (Bohren, sägen, feilen und schleifen): ca. 30 Minuten Bis hier wie gesagt ca. 30 Minuten
- Vorschleifen der Klingengeometrie: ca 2 - 2.5 Stunden
Anschleifen der Klinge und des Ricassos. Da gehe ich mit Sorgfalt vor und achte auf Symmetrie und Mittenverlauf der Schneide. Ich schleife die Schneide bis zur eine Dicke von 0,3 - 0,5 mm vor. Weniger mach ich nicht damit kann ich später evtl. Härteverzug ausgleichen. Die Klinge ist jetzt bereit zum härten. Davor finishe ich alle Oberflächen, bei denen ich später nichts mehr abtrage, mindestens bis zu 320 Körnung. d.H. ich entferne alle tiefen Schleifspuren und Kratzer. Dies geht bei ungehärtetem Stahl naturgemäß leichter. (Das obige Bild zeigt diesen Schritt nicht)
- Härten. Lasse ich für große Klingen mache (bei Wolf Borger) kostet nicht die Welt und das Ergebnis passt dann auch. Kleine Klingen härte ich in der Flamme selbst (wie schon hier irgendwo mal erwähnt, ich habe mal Werkzeugmacher gelernt. Das ist zwar schon lange her, aber gewisse Grundlagen verlernt man nicht).
- Fertig schleifen. Dafür brauche ich ca. 2 - 2,5 Stunden
Ich muss ja nur noch 0,3 - 0,5 mm zur Endschärfe abnehmen, hier gehe ich einfach meine Bänder durch. Mit Körnung 60 mach ich den meisten Abtrag, dann gehe ich 80, 120, 150, 240, 320 und zum Schluss meistens mein Satinierband. Wichtig ist die Bandgeschwindigkeit runter zu nehmen und immer wieder zu kühlen. Ich schleife ohne Handschuhe, ich habe da mehr Gefühl in den Händen und spüre sofort die Wärme.
Jetzt siehst Du in obigen Bild eine Besonderheit. Die Klinge hat sich beim härten Verzogen und Wolf Borger hat diese dann mit dem Kerbhammer gerichtet. Die dadurch entstandenen Macke sind deutlich sichtbar und tief. Dadurch hat das ausschleifen hier 2,5 Stunden gedauert.
Du könntest jetzt hier von Hand die Oberfläche weiter verfeinern indem Du mit Körnung 400, 600, 800 und 1000 weitermachst (u.U. mit Öl) Ich schenke mir das meist. Das ist was für Oberflächenfetischisten.
- So bis hierher habe ich ca. 5 Stunden an Arbeit investiert und kann schon meinen Griff montieren. Hier noch ein Bild der Griffmontage Weitere Bilder schenke ich mir sind ja oben gepostet.
Als letzten Schritt bringe ich die Endschärfe an. Das mach ich von Hand je nach Stahl und Stimmung entweder auf meinen Wassersteinen oder mit einem Lansky Set.
So das ist jetzt schon keine Antwort mehr eher eine längere Ausführung geworden die erklärt was ich tue und warum. So ich glaube Deine Unlust kam durch die falsche Materialwahl -> HSS. Ja ich schleife auch viel aber meine doch, dass mein Arbeitsablauf mehr Abwechslung in den Prozess bringt.
Gruß
Roland
P.S. Eine gute Lektüre Roman Landes; Messerklingen und Stahl. Verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Einsatz eines Messers, de Klingengeometrie und der Stahlwahl.
das ist einer der Gründe warum ich nie, nie, niemals auf die Idee kommen würde mir aus HSS ein Messer zu machen. Du könntest mir das Zeug schenken, es würde bei mir im Keller verstauben oder Schimmel ansetzen.
Was sind meine Gründe?
1.) HSS Stahl zeichnet sich aus durch große Härte, Anlassbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und eine Warmfestigkeit bis 600 °C aus. Außer Härte und Verschleißfestigkeit Eigenschaften die Du für ein Messer eigentlich nicht brauchst. Diese Eigenschaften werden erreicht durch den Zusatz von vielen Legierungselementen welche durch spezielle Wärmebehandlung in Sonderkarbide umgewandelt werden (Sehr vereinfacht ausgerückt, mehr Details im WWW und ich glaube ich muss das hier nicht abschreiben) Karbide haben i.d.R eine grobe Kornstruktur welche feine Schneiden eigentlich ausschließt. Wobei es schon Messeranwendungen gibt bei der Du keine feine Schneide benötigst. Aber als Laie bekommst Du ungehärteten HSS nur schwer und die Wärmebehandlung ist wirklich was für Profis. Also machst Du Deine ganzen Arbeitsschritte mit einem harten Werkstoff.
2.) Die Härte. Warum soll ich mir das Bearbeiten eines gehärteten Stahlrohlings mit u.U. über 60 HRc antun. Du hast das schön beschrieben 6h nur um die Schneide grob auszuarbeiten geschweige denn schon das Finish zu haben.
Nur als Vergleich für dieses Küchenmesser habe ich folgende Zeiten gebraucht:
- Ausarbeiten des Klingenumrisses (Bohren, sägen, feilen und schleifen): ca. 30 Minuten Bis hier wie gesagt ca. 30 Minuten
- Vorschleifen der Klingengeometrie: ca 2 - 2.5 Stunden
Anschleifen der Klinge und des Ricassos. Da gehe ich mit Sorgfalt vor und achte auf Symmetrie und Mittenverlauf der Schneide. Ich schleife die Schneide bis zur eine Dicke von 0,3 - 0,5 mm vor. Weniger mach ich nicht damit kann ich später evtl. Härteverzug ausgleichen. Die Klinge ist jetzt bereit zum härten. Davor finishe ich alle Oberflächen, bei denen ich später nichts mehr abtrage, mindestens bis zu 320 Körnung. d.H. ich entferne alle tiefen Schleifspuren und Kratzer. Dies geht bei ungehärtetem Stahl naturgemäß leichter. (Das obige Bild zeigt diesen Schritt nicht)
- Härten. Lasse ich für große Klingen mache (bei Wolf Borger) kostet nicht die Welt und das Ergebnis passt dann auch. Kleine Klingen härte ich in der Flamme selbst (wie schon hier irgendwo mal erwähnt, ich habe mal Werkzeugmacher gelernt. Das ist zwar schon lange her, aber gewisse Grundlagen verlernt man nicht).
- Fertig schleifen. Dafür brauche ich ca. 2 - 2,5 Stunden
Ich muss ja nur noch 0,3 - 0,5 mm zur Endschärfe abnehmen, hier gehe ich einfach meine Bänder durch. Mit Körnung 60 mach ich den meisten Abtrag, dann gehe ich 80, 120, 150, 240, 320 und zum Schluss meistens mein Satinierband. Wichtig ist die Bandgeschwindigkeit runter zu nehmen und immer wieder zu kühlen. Ich schleife ohne Handschuhe, ich habe da mehr Gefühl in den Händen und spüre sofort die Wärme.
Jetzt siehst Du in obigen Bild eine Besonderheit. Die Klinge hat sich beim härten Verzogen und Wolf Borger hat diese dann mit dem Kerbhammer gerichtet. Die dadurch entstandenen Macke sind deutlich sichtbar und tief. Dadurch hat das ausschleifen hier 2,5 Stunden gedauert.
Du könntest jetzt hier von Hand die Oberfläche weiter verfeinern indem Du mit Körnung 400, 600, 800 und 1000 weitermachst (u.U. mit Öl) Ich schenke mir das meist. Das ist was für Oberflächenfetischisten.
- So bis hierher habe ich ca. 5 Stunden an Arbeit investiert und kann schon meinen Griff montieren. Hier noch ein Bild der Griffmontage Weitere Bilder schenke ich mir sind ja oben gepostet.
Als letzten Schritt bringe ich die Endschärfe an. Das mach ich von Hand je nach Stahl und Stimmung entweder auf meinen Wassersteinen oder mit einem Lansky Set.
So das ist jetzt schon keine Antwort mehr eher eine längere Ausführung geworden die erklärt was ich tue und warum. So ich glaube Deine Unlust kam durch die falsche Materialwahl -> HSS. Ja ich schleife auch viel aber meine doch, dass mein Arbeitsablauf mehr Abwechslung in den Prozess bringt.
Gruß
Roland
P.S. Eine gute Lektüre Roman Landes; Messerklingen und Stahl. Verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Einsatz eines Messers, de Klingengeometrie und der Stahlwahl.
- Es ist besser ein gute Entscheidung rechtzeitig zu treffen als eine sehr gute zu spät.
- Ancora Imparo
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
@Gali
Du hättest mit einer 100er-120er Körnung sicher die Hälfte an Zeit gespart und mit 120er sogar eine saubere Oberfläche.
Damit würde ich nu weitermachen und etwas Druck schadet auch nicht.
Du hättest mit einer 100er-120er Körnung sicher die Hälfte an Zeit gespart und mit 120er sogar eine saubere Oberfläche.
Damit würde ich nu weitermachen und etwas Druck schadet auch nicht.
55" Hybrid 54#@29"
56" Hybrid 52#@29"
Nichts was ich schreibe ist persönlich zu nehmen, außer ich weise extra darauf hin!
Das Heute ist das Morgen von Gestern, nur ohne Illusionen!
Rettet den Wald!! Esst mehr Spechte!!
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
@ Holzbieger
http://de.wikipedia.org/wiki/Schneidstoff
Schnellarbeitsstahl- da steht auch die erreichbare Körnungsgröße
Der Standart dürfte wohl nich sehr viel höher liegen.
Mit einer Klingenzahnung im Microbereich hab ich 0 Probleme!(Weil sie schwer feststellbar ist.)
Selbst feinste Schleifspuren( nach dem Polieren teilweise noch da) dürften tiefer sein.
mfG Mike
http://de.wikipedia.org/wiki/Schneidstoff
Schnellarbeitsstahl- da steht auch die erreichbare Körnungsgröße
Der Standart dürfte wohl nich sehr viel höher liegen.
Mit einer Klingenzahnung im Microbereich hab ich 0 Probleme!(Weil sie schwer feststellbar ist.)
Selbst feinste Schleifspuren( nach dem Polieren teilweise noch da) dürften tiefer sein.
mfG Mike
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- Galighenna
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Ui
@Holzbieger
Danke für die ausführliche Beschreibung. Ist schön, dir mal ein wenig über die Schultern gucken zu können. Du hast natürlich recht, einen gehärteten Stahl zu schleifen und in Form zu bringen ist ein extremer Aufwand und wenn ichs hätte weich verarbeiten können, hätte ich es sofort getan.
So etwa in der Reihenfolge mache ich die Arbeitsschritte allerdings auch.
Wenn ich dann auch endlich nen schönen großen Knochen vom Schlachter habe, kann ich die Scheide endlich bauen und das Messer präsentieren.
PS: Stahl einer Feile oder anderen einfachen Kohlenstoffstahl kann ich auch selbst zu Hause härten, bis etwa 20cm Klingenlänge geht das eigentlich prima in einem haufen sorgfältig aufgestapelter Glut von der Grillkohle.
@Mike
Naja das Messer hat jetzt einen gleichmäßigen "Schliff-Look" und bleibt unpoliert, denn der Griff ist bereits dran befestigt und das Messer im Grunde fertig, ausser Schneide. Das Gefüge ist durchaus nicht grob. Es ist zur Zeit nahezu rasierscharf und wenn man mit dem Fingernagel über die Schneide fährt, fühlt man nichts. Zumindest in dem Maßstab ist die Schneide fein, scharf und glatt. Für ein Messer das ich zum Grillen, Fleisch und sonstiges Schneiden und Essen benutze ist das auch absolut ausreichend.
Wie gesagt, präsentiert wird, wenn ich die Scheide ebenfalls fertig habe
@Holzbieger
Danke für die ausführliche Beschreibung. Ist schön, dir mal ein wenig über die Schultern gucken zu können. Du hast natürlich recht, einen gehärteten Stahl zu schleifen und in Form zu bringen ist ein extremer Aufwand und wenn ichs hätte weich verarbeiten können, hätte ich es sofort getan.
So etwa in der Reihenfolge mache ich die Arbeitsschritte allerdings auch.
Wenn ich dann auch endlich nen schönen großen Knochen vom Schlachter habe, kann ich die Scheide endlich bauen und das Messer präsentieren.
PS: Stahl einer Feile oder anderen einfachen Kohlenstoffstahl kann ich auch selbst zu Hause härten, bis etwa 20cm Klingenlänge geht das eigentlich prima in einem haufen sorgfältig aufgestapelter Glut von der Grillkohle.
@Mike
Naja das Messer hat jetzt einen gleichmäßigen "Schliff-Look" und bleibt unpoliert, denn der Griff ist bereits dran befestigt und das Messer im Grunde fertig, ausser Schneide. Das Gefüge ist durchaus nicht grob. Es ist zur Zeit nahezu rasierscharf und wenn man mit dem Fingernagel über die Schneide fährt, fühlt man nichts. Zumindest in dem Maßstab ist die Schneide fein, scharf und glatt. Für ein Messer das ich zum Grillen, Fleisch und sonstiges Schneiden und Essen benutze ist das auch absolut ausreichend.

Wie gesagt, präsentiert wird, wenn ich die Scheide ebenfalls fertig habe

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- Tom Tom
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Nachdem ich Papa Acker gefragt hab ob man hier auch was gekauftes zeigen darf:
"
[20:16:30] acker: das is mir sowas vonneee
[20:16:56] acker: machen Punkt mit Edding druff und sach das ist der Verschönerungsteil
"
Jetzt hast den Dreck im Schächtele
Mein Messer für Zuhause (ist mir fürd Arbeit zu schade)
Härte: 63 Grad Rockwell
Von Takeshi Saji aus Japan (war nicht ganz billig
)
lg Tom Tom
"
[20:16:30] acker: das is mir sowas vonneee
[20:16:56] acker: machen Punkt mit Edding druff und sach das ist der Verschönerungsteil
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Härte: 63 Grad Rockwell
Von Takeshi Saji aus Japan (war nicht ganz billig

lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit
- Broken Bodkin
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Re: Messer die 6. - (ab 24.06.2012)
Gute Wahl. Hast du mal nen Link wo du das her hast (weiß nämlich nicht ob ich eben aus die richtige seite gelangt bin ) ?
Gruß, Marc
In hoc signo vinces
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