Pfeile behandeln-wie?

Alles zum Thema Pfeilbau.
Stefan K
Newbie
Newbie
Beiträge: 14
Registriert: 11.03.2005, 09:12

Beitrag von Stefan K »

Danke für die Infos... Das war wirklich umfassend.
:-)

Nun weiß ich wenigstens, was ich da verwende und kann mitreden, wenn es um Leinöl geht.
Die Beschleunigung des Trocknungsprozesses ändert doch an den Eigenschaften (im großen und ganzen) nichts, oder?
Benutzeravatar
Netzwanze
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 2267
Registriert: 06.08.2003, 23:46

RE: Firnis

Beitrag von Netzwanze »

Original geschrieben von ravenheart
Das Wort kommt aus dem Französischen (vernis = Lack)
Ich habe da noch was anderes gefunden:

Der Name Firnis stammt vom griechischen phernix = Austattung oder Name der Stadt der ägyptischen Königin Berenike (heutige Bengasi in Libyen) ab.

Ansonsten:

Leinöl trocknet durch die Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft. Mit reinem Leinöl behandelte Hölzer sind erst nach mehreren Tagen durchgetrocknet. Um die schlechten Trocknungseigenschaften zu verbessern, werdem dem Leinöl unter hohen Temperaturen Trockenstoffe zugesetzt.
Per Definition wird das Leinöl danach Leinölfirnis genannt. Mit Zusatzstoffen versehenes Leinöl trocknet innterhalb von 12-24h aus.

Es gibt aber auch reines Leinöl, welches nur gekocht wurde ohne andere Stoffe hinzuzugeben. Normalerweise müßte man diese Form "Standöl" nennen, wird aber trotzdem als Leinöl (meist als biologisches) verkauft.
Diese Variante trocknet schon schneller als natürliches Leinöl, braucht aber trotzdem noch 1-3 Tage. Dafür ist es aber immer noch Lebensmittelecht und du könntest es auch trinken.

Wichtiger Hinweis, der an anderer Stelle hier im Formun nicht richtig wiedergegeben wurde:

Es besteht Selbstentzündungsgefahr von mit Leinöl getränkten Putzlappen!
Getränkte Auftragstücher und Putzlappen sind daher ausgebreitet im Freien zu trocknen oder in einem geschlossenen, feuersicheren Behälter (Glas oder Blechdose) aufzubewahren. Beim Verstreichen ist darauf zu achten, daß kein Leinölfirnis mit porösem bzw. saugfähigem Dämmaterial in Berührung kommt (z. B. Blähton, Cellulosedämmstoffe). Auch hier besteht Selbstentzündungsgefahr.


Diesen Warnhinweis habe ich in ähnlicher Form von mehreren Herstellern.

Woanders im Forum (ich finde den Artikel nicht, da die Suchfunktion bei mir immer mit einer Fehlermeldung "FC nicht erreichbar" endet) stand drin, daß man die Lappen niemals in Metallbehältern halten sollte. Das ist falsch.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
horsebow
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 846
Registriert: 06.08.2003, 23:46

Beitrag von horsebow »

@Netzwanze: ein guter und wichtiger Hinweis!
Leinöl-getränkte Lappen entsorgt man am besten in einem zugeknoteten Plastikbeutel, nachdem man sie ordentlich naß gemacht hat (mit Wasser natürlich).

Gruß, horsebow
I shot an arrow in the air,
it fell to earth, I knew not where;
for so swiftly it flew, the sight
could not follow it in its flight.
Longfellow, Oct. 16, 1845
Broken Arrow
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 514
Registriert: 11.07.2004, 17:25

Genuss

Beitrag von Broken Arrow »

@Netzwanze

Lebensmittelecht und du könntest es auch trinken.
Hast Du mal dran gerochen???

WER WILL DAS DENN :bash :bash :bash

Dann dich lieber ein Bier zum Bogen;-)

BA
Sieh nicht nur den Baum, sieh auch den Bogen darin
Antworten

Zurück zu „Pfeilbau“